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"Therapeutisches Psychodrama mit Kindergruppen" (berufsbegleitender Fortbildungslehrgang)



Konzeption:
Die kindliche Entwicklung und Sozialisation findet zu einem großen Teil in der Gruppe der Gleichaltrigen statt. In unserer modernen Welt mit Klein-
familie, Urbanisierung und einer immer mehr ausufernden Medienkultur nehmen die Möglichkeiten zur Begegnung zwischen Kindern und zur Bildung von Kindergruppen ab bzw. werden organisiert und professionalisiert. Die psychodramatische Gruppenarbeit mit Kindern hat sich seit Jahren bewährt und erfreut sich eines stetig zunehmenden Interesses - vermutlich weil die psychodramatische Arbeit gerade auch eine Arbeit mit der kindlichen Le-
benswelt ist. Kinder handeln von Geburt an (inter-)aktiv und gestalten so ihren eigenen Lern- und Entwicklungsprozeß mit. Morenos Bild vom Men-
schen als "Schöpfer" gilt bereits für das Neugeborene, wie die moderne Säuglingsforschung zeigt. In der psychodramatischen Gruppenarbeit ent-
steht im gemeinsamen symbolischen Rollenspiel ein Handlungsfeld, in dem sich die Selbstorganisation der Kinder(-gruppe) entfalten kann. Im koope-
rativen Prozeß des gemeinsam entworfenen und inszenierten Spiels wird Sozialverhalten untereinander ausgehandelt (was passiert z.B., wenn sich alle Kinder für die Rolle des Zauberers oder He-Man entscheiden?), werden Konflikte symbolisch bearbeitet, Handlungskonsequenzen erlebt, spontane Impulse erprobt und gemeinsam kreative Lösungen entwickelt. Neben dem pädagogischen Einsatz hat sich das Psychodrama in der stationären und ambulanten therapeutischen Arbeit mit Kindergruppen ebenfalls bewährt. Das Verfahren bietet mit seinem Verständnis von Rolle, Rollenerwerb und Gruppenphänomenen eine ideale Grundlage für die therapeutische Nutzbar-
machung des Symbolspiels in und mit einer Kindergruppe. Zudem ist das Psychodrama als Gruppenmethode der Lebensrealität von Kindern nahe: Neben dem Wachsen am Erwachsenen stehen Auseinandersetzungen und Erfahrungen in der peer-group für das Kind an erster Stelle.

Ziele:
Vermittelt werden die - für die Arbeit mit Kindergruppen abgewandelten - psychodramatischen Handlungstechniken und der Einsatz verschiedener psychodramatischer Interventionsmöglichkeiten. Außerdem beinhaltet der Fortbildungslehrgang eine Einführung in die begleitende Arbeit mit Eltern.
- Die TeilnehmerInnen werden befähigt, die innere Dynamik von Kinder-Gruppen zu erkennen.
Sie erwerben diagnostische Kompetenz.
- Sie erfahren sich selbst in analogen Situationen und stärken ihre
persönliche Kompetenz.
- Sie erweitern ihr eigenes Interventionsverhalten und verbreitern ihre
Handlungs-/Veränderungskompetenz.
- Sie evaluieren Prozesse mit der Gruppe. Sie erhalten
Auswertungskompetenz.
Dazu ist eine Auseinandersetzung mit Gruppenzielen, Gruppensituationen, institutionellen Rahmenbedingungen und der Rolle der Gruppenleiterin / des Gruppenleiters selbst notwendig.
Unterschiedliche Kursstrukturen (u.a. Kleingruppen, Übungsworkshops, Theorieerarbeitung) ergänzen und vertiefen die Arbeit in der Gesamtgruppe.

Die kompette Ausschreibung finden Sie unter:
Ausschreibung (PDF-Datei / 127 kb)

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