"Jede Rolle hat zwei Seiten,
eine persönliche und
eine kollektive Seite."
J. L. Moreno

Thematische Kurssuche

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Programm / Grundlagen und Basistechniken

Grundlagen und Basistechniken
Um Psychodrama sicher anzuwenden und/oder die eine oder andere Technik vertieft zu verstehen und auszubauen finden Sie in den folgenden Seminaren eine reichhaltige Auswahl.
Das Spektrum reicht vom Monodrama mit Einzelnen bis zum soziodramatischen Spiel mit großen Gruppen.
Die folgenden Seminare sind für Weiterbildungsteilnehmende aber auch für Interessierte offen.

Das Moreno Institut Stuttgart kooperiert hier auch mit anderen
Instituten in Deutschland.

Baustein 5: Ablösung und Abschied (181945)

Fr. 27.09.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 29.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher in Bezug auf Elternhaus, Institution oder auf das Ende der therapeutischen oder pädagogischen Arbeit.
- Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Menschen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Vorerfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig!

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Die Kunst der Begegnung - Tango trifft Psychodrama (194108)

Fr. 27.09.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 29.09.2019 in Freiburg
DozentInnen: Hans Benzinger

Zwei Formate und immer geht es um Begegnung, Handeln auf der Bühne, Entscheidungen treffen, führen und sich führen lassen. Begegnungen auf der Tangobühne berühren eigene Muster, Sehnsüchte und Begrenzungen.
Indem wir mit den Arrangements des Tangos spielen, kommen wir in Kontakt mit diesen eigenen Themen und machen sie bearbeitbar und veränderbar: sei es im Gruppenspiel oder in der Protagonistenarbeit. Darüber hinaus bereichert der Tango die Anwendung im psychodramatische Spiel und hilft, sich des eigenen Leitungsstils bewusster zu werden und diesen kreativ und neu zu gestalten.

Mit diesem Workshop wollen wir PsychodramatikerInnen und TangotänzerInnen ansprechen, die mit Tangoarrangements die eigene Innenwelt erkunden und die Anwendung des Psychodramas bereichern wollen.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 1 - Borderline u.a. (193144)

Fr. 11.10.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 13.10.2019 in Freiburg
DozentInnen: Reinhard Krüger

Was ist eine Borderlineorganisation, eine strukturelle Störung oder eine Persönlichkeitsstörung? Das Besondere in der Therapie ist: Die PatientInnen rufen durch ihre dysfunktionale Selbstorganisation in ihrem Alltag und in der therapeutischen Beziehung schwere Beziehungsstörungen hervor, weil sie ihre dysfunktionale Selbstorganisation als ich-synton und zu ihrer Identität zugehörig erleben. In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben in Zweiergruppen, die dysfunktionale Selbstorganisation der PatientInnen zu erfassen und für die Behandlung fruchtbar zu machen durch 1. das Aufstellen der dysfunktionalen Ich-Zustände, 2. die Stühlearbeit und 3. das „Prinzip Antwort statt Deutung“. Dabei dient die Kreativität der PatientInnen als Ressource und als Mittel der Heilung.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 6 - Angst und Zwangsstörungen (193145)

Fr. 25.10.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 27.10.2019 in Grossburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z.B. bei Traumafolgestörungen. Bei Menschen mit Panikattacken ist es sinnvoll, mit der Stühlearbeit über den Selbstschutz durch Anpassung oder Grandiosität in ihre Konflikte hineinzugehen und nicht über die Affekte selbst. Auch bei PatientInnen mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen ist es indiziert, zunächst mit der Stühlearbeit die dysfunktionalen Ich-Zustände zu erfassen und an der Abwehr der PatientInnen zu arbeiten und nicht gleich an den dahinterstehenden Konflikten.
In Falldemonstrationen und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben arbeitsfeldbezogen die Diagnostik, die Krisenintervention bei einer Panikattacke und die Stühle-Technik in Zweiergruppen.

Axiodrama - Impulse zur Arbeit mit Sinn und Werten (194109)

Fr. 25.10.2019 (14:30 - 14:30 Uhr) - So. 27.10.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Die Arbeit mit Werte- und Sinnfragen ist essenzieller Bestandteil im Wirken Morenos.
An diesem Wochenende erfahren die TeilnehmerInnen durch Erleben und Ausprobieren, wie das Axiodrama als fundamentaler Aspekt des Verfahrens Psychodrama und Soziometrie in Formaten wie Organisationsentwicklung, Therapie, Coaching sowohl in der Arbeit mit Gruppen, als auch im Einzelsetting eingesetzt werden kann.
Neben den Theorien J.L. Morenos werden auch die philosophischen Grundlagen V. Frankls das Wochenende begleiten.

Doppeln - Doppelpunkt: Alleine und doch zu zweit (194110)

Fr. 01.11.2019 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 03.11.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Doppeln gehört zu den wesentlichen Handlungstechniken im Psychodrama. Es ist eine der Techniken im Psychodrama, die bei allen Personen anwendbar und wirksam ist, egal welche störungsspezifischen Merkmale Klienten mitbringen, Ebenso ist das Doppeln bei psychodramatischer Vorgehensweise in allen Formaten – Supervision, Coaching, Therapie, Beratungskontext, Lehr- und Fortbildungskontext – kaum wegzudenken.
Im Seminar sollen vorrangig Begründungen, das Kennenlernen der vielfältigen Arten und das Erlernen der Zugänge in der Anwendung des Doppelns im Mittelpunkt stehen.

Organisationsaufstellungen nach Moreno (196107)

Do. 14.11.2019 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 16.11.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Nach Ferdinand Buer setzt die Aufstellungsarbeit nach J.L. Moreno durch den Einsatz psychodramatischer Techniken das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten frei.
Organisationsaufstellungen sind Methoden zur Analyse, Weiterentwicklung und Optimierung von Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen. Veränderungsbereitschaft wird geweckt, zukunftsorientierte Lösungen werden entwickelt, verborgene Ressourcen aufgedeckt und aktiviert, Loyalitätskonflikte gelöst. Besonders bei Fusionen oder Firmenübernahmen werden Führungshandeln und Hierarchiestrukturen verdeutlicht. Team- und Organisationsentwicklung werden möglich. Die Aufstellungsarbeit verdeutlicht das innere Bild der Organisation, eines Teams oder eines Einzelnen innerhalb der Institution. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt.

Zielgruppe: Menschen in beratenden und supervidierenden Berufen, TrainerInnen, Personal- und OrganisationsentwicklerInnen, Führungskräfte, Schulleitungen, SchulentwicklungsbegleiterInnen und Interessierte.

Mediensucht erkennen, vorbeugen und behandeln - von virtuellen Welten (193102)

Fr. 15.11.2019 (14:30 - 19:00 Uhr) - Sa. 16.11.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Dayena Wittlinger

Dass virtuelle Welten zunehmend Teil unserer Lebensrealität werden, lässt sich wohl kaum bestreiten. Chatten, Surfen, Gamen bestimmen unseren Lebensalltag und verändern diesen grundlegend. Was ist die Faszination an virtuellen Welten und welche Gefahren ergeben sich in einer stetig digitaler werdenden Gesellschaft? Wie verändert sich Begegnung in einer Welt der Virtualität? Und was würde Moreno wohl dazu sagen?

Auf psychodramatische Weise wollen wir uns in virtuelle Welten einloggen, ihrer Faszination nachspüren und auch ihre Schattenseiten explorieren: Vereinsamung, Kontrollverlust, Sucht.

Wir beschäftigen uns mit der derzeit heiß diskutierten Modediagnose "Medien/ Internetsucht" und stellen wirksame therapeutische Interventionen für Betroffene vor.

Es können Fortbildungspunkte bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt werden.

Mitarbeitertreffen Fortbildungstag (209501)

Fr. 07.02.2020 10:00 - 17:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen:

Wie jedes Jahr werden wir das Wochenende unseres Mitarbeitertreffens mit einer Fortbildung beginnen, die uns neue Impulse zur Arbeit mit dem Verfahren Psychodrama geben wird. Mit Freude, Neugier und Kreativität neue Anregungen zur Arbeit als Weiterbildungsleiter*innen zu gewinnen… das gönnen wir uns als Mitarbeiter*innen des Moreno Institutes Stuttgart an diesem Tag. Wir werden über das aktuelle Angebot für diesen Tag informieren.

Warming Up (204202)

Fr. 14.02.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 16.02.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

„Der Erwärmungsprozess, die greifbare Manifestation der Spontaneität, ist eine Rahmenbedingung die vor und während jedes kreativen Aktes auftritt (...) Es ist sinnvoll, unterschiedliche Typen von Erwärmung zu unterscheiden (...).“ Moreno 1960
In der ersten Phase des Psychodramas wird die Gruppe „angewärmt“, ein Uni-Seminar braucht eine kreativere Gestaltung oder in einer Supervision fehlt die nötige Aufmerksamkeit. Und auch in anderen Zusammenhängen sollen Gruppen in Bewegung kommen, in Kontakt gelangen oder auf ein Thema fokussiert werden. Aber wie und wofür? Und was, wenn ich mal keine Idee habe und in keinem Buch eine passende Anwärmung zu finden ist? Warum lasse ich einmal Gefühle spielen und ein anderes Mal eine Partnermassage durchführen oder eine Skulptur formen?
Viele Aspekte einer Anwärmung spielen eine Rolle : Gruppenphase, Gruppenziel, Gruppenthema, die Intention der Leitung, äußere Bedingungen und noch viele mehr.
An diesem Wochenende werden wir uns mit diesen Aspekten auseinandersetzten, Anwärmungen kennenlernen und selber die Wirkung an uns erleben und eigene Warming-Ups entwickeln.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Soziometrie – Potenziale in Gruppen und Organisationen freisetzen (204101)

Fr. 06.03.2020 (15:00 - 14:00 Uhr) - So. 08.03.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Georg Engelbertz

Was liegt spannungsreich oder hoffnungsvoll unter dem Teppich? Wie kann durch Aktionssoziometrie, räumliche Positionen und differenzierte Aufstellungen der Schatz an Ressourcen und gewinnbringenden Kräften in Gruppen, Teams und Organisationen gehoben werden? In den Prozessen in Teams und Organisationen sind ständig unterschwellige Kräfte wirksam, die blockieren oder auch ressourcenorientiert zur Integration genutzt werden können. Solche gruppendynamisch verborgen wirkenden Faktoren wie zentrale Bedürfnisse und Themen der Gruppe, Gefühlsströmungen, Selbst-und Fremdbilder, Einfluss und Macht, Fantasien und Wünsche und vieles mehr können wir sichtbar und somit auch bearbeitbar machen. Wenn berufliche oder private Beziehungsnetzwerke aufgeschlüsselt, in ihrer inneren Dynamik erkannt und in Bewegung gebracht werden, ist es möglich, größere Arbeits- oder Lebenszufriedenheit zu erlangen.

In dieser 2-teiligen Reihe, die einzeln gebucht werden kann, erfahren Sie, wie Soziometrie gekonnt, reflektiert, behutsam und inspirierend angewendet werden kann. Die TeilnehmerInnen haben Gelegenheit, in Zweier- oder Kleingruppen selbst zu üben bzw. zu leiten.

Seminar 1: Räumliche Erhebungen, Rückmeldungen und soziale Beziehungsnetze
Seminar 2: Zirkuläre und Ressourcensoziometrie, Aufstellungen (findet 2021 statt)

PD-Szene - "DAS IS’N DING" (200501)

Do. 12.03.2020 18:00 - 21:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Silke Saracoglu

Im Spiel mit Materialien und Objekten schlüpfen die Teilnehmer*innen gemeinsam mit den Dingen experimentierfreudig in andere Rollen, verwandeln und betrachten das Geschehen in gemeinsamen Minipräsentationen immer wieder neu. Neben der Aktivierung des eigenen Spielerischen bieten passende theaterpädagogische Spiele natürlich auch schnelles, konkretes Handwerkszeug für die berufliche Tätigkeit.

Monodrama Curriculum 2020 - 2021 (204203)

Fr. 24.04.2020 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 07.11.2021 in Neu-Anspach
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Das Kompaktcurriculum übersetzt Theorie und Praxis des Psychodramas aus der Gruppenarbeit in die therapeutische bzw. beraterische Arbeit im Einzelsetting. Grundlage für den Aufbau des Curriculums ist das prozesspsychologische Verständnis der psychodramatischen Arbeit nach Dr. R. Krüger.

Zentrale Stichworte sind dabei Selbstorganisation und Mentalisieren durch psychodramatisches Spiel.
Vor diesem theoretischen Hintergrund können TherapeutInnen und LeiterInnen die kreative Selbst- und Beziehungsgestaltung des Menschen differenziert und störungsspezifisch aktivieren. Blockierte Selbstorganisationsprozesse aus der Bindung an die immer gleichen Konfliktlösungsmuster und Symptombildungen können befreit werden.
Das therapeutische bzw. beraterische Vorgehen wird in Einzelarbeit mit den Teilnehmenden oder an Patientenbeispielen demonstriert und geübt. Die Verbindung von Theorie, Praxis und Selbsterfahrung macht den Teilnehmenden die theoretischen Konzepte und komplexen Sachverhalte über die Kognition hinaus erlebbar und leichter zugänglich. Durch die Teilnahme an diesem vierteiligen Curriculum wird die eigene berufliche Arbeit differenzierter, kreativer und lustvoller.

Modul 1: Szenenaufbau und Doppeln
Modul 2: Rollenspiel in der eigenen Rolle sowie Rollenspiel in der Rolle anderer und Rollenwechsel
Modul 3: Rollentausch und Spiegeln
Modul 4: Szenenwechsel und Amplifikation

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Das soziale Atom – die Beziehungslandkarte (200602)

Sa. 25.04.2020 10:00 - 18:00 Uhr in Hofheim (nahe Frankfurt)
DozentInnen: Ulrike Fangauf

„Die kleinste soziale Einheit ist nicht , sondern (MORENO). Die Darstellung dieser Beziehungslandkarte hat einen hohen diagnostischen und therapeutischen Wert und gehört zu den wirksamsten psychodramatischen Techniken in Psychotherapie und Beratung.
Wir beleuchten die Kraft und die vielfältigen Darstellungsmöglichkeiten des sozialen Atoms im Gruppen- und Einzelsetting und gehen einen Schritt weiter, um die geborgenen Informationen in weitere psychodramatische Interventionen umzusetzen und zu vertiefen.

Das Tagesseminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.

Die Teilnehmerzahl ist bei diesem Tagesseminar auf 8 begrenzt.

Tool Time! (200603)

Di. 12.05.2020 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Möchten Sie kreative Bausteine kennenlernen, die Sie sofort umsetzen können, auch bei sprachlichen und kulturellen Verständigungsschwierigkeiten?
Sie haben Interesse an attraktiven und effizienten Methoden?
Sie möchten Inputs und Inspirationen für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Menschen erfahren?

Dieses Angebot richtet sich an all jene, die in Pädagogik, Therapie und Sozialer Arbeit tätig sind und hält auch für erfahrene PsychodramatikerInnen Neues bereit!

Viele unterschiedliche Ideen für Gruppen- und auch für Einzelsettings werden demonstriert und dabei praxisnahe Variationen für die gelingende Umsetzung in Ihrem Arbeitsfeld aufgefächert.

Eigene Fragestellungen und Falleingaben sind willkommen!

Erfahrungen mit dem Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Kreative Elternarbeit (200604)

Mi. 13.05.2020 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Unterschiedliche psychodramatische Methoden und viele praktische Anregungen für eine erfolgreiche Elternarbeit (einzelne Elternteile, Elternpaare, Elterngruppen) werden vorgestellt, ausprobiert und eingeübt.

Auch schwer zugängliche Eltern(-teile) werden z.B. durch den kreativen Einsatz intermediärer Objekte oder durch die szenische Bearbeitung der anstehenden Themen erreicht. Bei kulturellen oder sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten können methodisch neue Brücken gebaut werden.
Von der Auftragsklärung bis zur Auswertung ist die aufdeckende und eindrücklich gemeinsame Prozessgestaltung durch das Psychodrama Erlebnis und Bereicherung für alle Beteiligten.

Eigene Fragen und Fallbeispiele sind willkommen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Wechselwirkung: Rollentausch und Rollenwechsel (204204)

Fr. 15.05.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.05.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Konflikte, die sich wie ein Muster wiederholen oder die sich partout nicht lösen lassen, machen uns oft verzweifelt, zumindest aber ratlos. Wenn mein Kontrahent nur nicht so starrsinnig wäre, dann ginge es mir viel besser. Aber was, wenn mein Gegenüber dasselbe von mir sagt?

Im Rollentausch mit unserem Konfliktpartner entdecken wir eigene Anteile in einem Konflikt. Der Perpektivenwechsel ermöglicht uns, spielerisch Handlungen auszuprobieren, die zu Lösungen führen.
Zugleich lernen wir zentrale Techniken des Psychodramas kennen: den Rollentausch und den Rollenwechsel.
Wir behandeln die Voraussetzungen, Varianten und Ziele von Rollenwechsel und Rollentausch und entdecken Kriterien, beide Begriffe voneinander zu unterscheiden. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die Techniken einzuüben.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Was geht ab? Gruppendynamik und Gruppenunbewusstes - angewandte Theorie (204205)

Fr. 03.07.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 05.07.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Rosemarie Budziat

Was geschieht in Gruppen, wenn Gruppe stattfindet?
Das Sichtbare ist das Eine, aber es passiert noch eine Menge mehr: Beziehungen, Kontakte, Konflikte, Interessen, Gemeinsamkeiten, Macht, Einfluss, Zugehörigkeit, Anziehung und Abstoßung, Sympathie, erotische Spannung..... all das spielt bewusst und unbewusst eine Rolle und beeinflusst den Gruppenprozess. Verschiedene Gruppenmodelle werden betrachtet und psychodramatisch nachgebaut. Ganz im Sinne Morenos werden die TeilnehmerInnen selbst aktiv und können sich und die Gruppe dabei gleichzeitig beobachten und reflektieren.
Vorgestellt wird insbesondere der Gruppendynamische Raum (Antons, Schattenhofer, Amann), die soziodynamische Formel (Raoul Schindler) und das Phasenmodell (Tuckman). Im Erleben der vorhandenen Gruppe geht es um die praktische Erforschung des eigenen Selbst und der Prozesse, die in jeder Gruppe entstehen. Wir erleben, wie wir uns selbst in diesen Prozessen spiegeln und erkennen können.
Hohe Spannung und tiefe Erkenntnisse werden garantiert!

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

1000 psychodramatische Ideen für den Gruppenbeginn (204206)

Fr. 10.07.2020 (14:30 - 19:00 Uhr) - Sa. 11.07.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

Ein nicht zu unterschätzendes Potential schlummert in Gruppen.
Diese Qualitäten zu entdecken und zu nutzen erfordert, dass wir unser Augenmerk intensiv auf den Beginn des Gruppenprozesses richten und einige vertrauensbildende Übungen einsetzen.
Wenn die Teilnehmenden „fremdeln“ kommt Offenheit nicht zustande.
Besonders bei multinationalen, oft heterogenen Gruppen braucht der Anfang unsere ganze Aufmerksamkeit.
An diesem Wochenende erproben und erlernen wir individuelle psychodramatische Impulse, die zu uns passen. Eine identische, sichere Leitungsperson ist wichtig im Gruppenprozess und vermittelt den Gruppenmitgliedern Sicherheit.
Auch das Beenden einer Gruppe muss sorgsam erfolgen, weil das eigene Erleben wieder frei sein soll für neue, andere Erfahrungen.

Kompaktqualifikation "Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen" (201940)

Fr. 09.10.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 28.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Diese fünfteilige Fortbildungsreihe bietet Interessierten aus

- Sozialer Arbeit und Jugendhilfe
- Therapie und Beratung
- Schule, Ausbildung und Beruf

… wertvolles Hintergrundwissen, Inspiration und viel konkretes Handwerkszeug für diese Zielgruppe.

Sie entdecken neue Perspektiven und Zugänge und erhalten ein tieferes Verständnis sowie eine Fülle kreativer Methoden für die psychodramatische Einzel- und Gruppenarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Viele ganz unterschiedliche Spielideen und Übungen werden ausprobiert.
Dabei werden Abwandlungen für Ihre konkrete Arbeitssituation vorgestellt und auf Wunsch demonstriert oder eingeübt.

Psychodramatische Vorkenntnisse oder Erfahrungen sind nicht nötig, berufliche Erfahrungen mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sind jedoch erwünscht.

Eigene Fragestellungen und Falleingaben sind willkommen!

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

1. Wochenende "Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte:
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit optimal in Theorie und Praxis auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.
Das Einführungswochenende kann zur Orientierung separat gebucht werden.
Sie finden es mit der Seminarnummer 201941.

2. Wochenende "Kreativität und Identität"

Inhalte:
- Ideen für Auftragsklärung und Startsituationen
- Motivation, Offenheit und Spielfreude
- Identitätsbildende und Ich-stärkende Übungen
- Die Imagewerkstatt
- Kreative Prävention für unterschiedliche Ziel- und Risikogruppen
- Viele attraktive psychodramatische Spielideen, die Soziales Lernen initiieren.

3. Wochenende "Grenzverletzungen, Aggressivität und Verweigerung"

Inhalte:
- Psychodramatische Interventionen bei Aggressivität
- Kurzes Update zu den Aggressionstheorien
- Umgang mit Regeln und Regelverstößen
- Kreative Beziehungsgestaltung bei Dissozialität
- Viele praktische Impulse für den Alltag
- Konzeptionelle Empfehlungen

4. Wochenende "Mobbing und Ausgrenzung"

Inhalte:
- Was ist Mobbing und was nicht?
- Wissen und Können aus Psychodrama, Soziometrie und Gruppendynamik
- Übersicht über bekannte Strategien gegen Mobbing und konzeptionelle Empfehlungen
- Rollengestaltung bei Mobbing-Interventionen
- Wege zu echter Stärkung der Betroffenen
- Effektive psychodramatische Interventionen bei Mobbing und Ausgrenzung, auch für gesamte Schulklassen, Einrichtungen usw.

5. Wochenende "Ablösung und Abschied"

Inhalte:
An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher und junger Erwachsener in Bezug auf Elternhaus, Institution oder im Hinblick auf das Ende der therapeutischen oder der pädagogischen Arbeit.

- Hilfreiche Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen
- Feedbackkultur
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Erwachsene


In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen (201941)

Fr. 09.10.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 11.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

1. Wochenende "Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für die Arbeit Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit in Theorie und Praxis optimal auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.

Dieses Wochenende kann zur Orientierung separat gebucht werden.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Das Verhältnis von Spontaneität und Struktur (204207)

Fr. 16.10.2020 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 18.10.2020 in Darmstadt
DozentInnen: Thomas Schwinger

Spiel und Experiment dienen der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten. Beides sind Bestandteile des psychodramatischen Vorgehens.
Ferner gilt: Psychodrama soll dazu verhelfen, authentische und realitätsbezogene Handlungen zu entwickeln (und nicht hysterische Hyperaktivität).
Dafür geben Strukturen Sicherheit - anders gesagt: Spontaneität entfaltet sich in Strukturen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Ressourcenkoffer (204208)

Fr. 23.10.2020 (14:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 24.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Elke Frohn

"Was wäre, wenn die Dinge sprechen könnten? Was würden sie uns sagen? Oder sprechen sie schon und wir hören sie bloß nicht? Und wer wird sie übersetzten?" (W. Benjamin)

Die Arbeit mit Objekten öffnet neue Ebenen der Reflexion und ermöglicht ungewohnt kreativ-handgreifliche Formen des Dialogs. Neben Alltagsgegenständen lassen sich auch gezielt Sammlungen von Glitzersteinen, Postkarten, Spielfiguren, Handpuppen, Fundstücke von Flohmärkten nutzen, um Beziehungen und Prozesse aus der Arbeitswelt oder persönlichen Beziehungswelt mit all ihren Fragen zu verdeutlichen und mit psychodramatischen Methoden dann vertiefend erlebbar machen. Dies ist sowohl im Einzel- als auch im Gruppen oder Teamsetting möglich.



Veranstaltungskalender

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