"Wir sind alle durch die Verantwortung für alle Dinge zusammengebunden, es gibt keine begrenzte, teilweise Verantwortung."

 

J. L. Moreno

Thematische Kurssuche

Zur besseren Auffindbarkeit sind unsere Veranstaltungen thematisch zugeordnet. Bitte suchen Sie unter den Stichworten oder unter der Gesamtübersicht.

Programm / Selbsterfahrung

Fortbildung und Selbsterfahrung
Etwas über sich lernen, etwas Neues über sich erfahren, spielerisch die eigenen Grenzen sehen und erweitern. Mit dem psychodramatischen Verfahren in der Selbsterfahrung haben Sie die Chance, sich Altem zu stellen und Neues zu wagen.
Von der Familienaufstellung nach Moreno, den inneren Krafttieren, der Arbeit mit Bibliodrama oder auf der märchenhaften Suche nach eigenen Ressourcen – lassen Sie sich ein auf eine neue Realität („Surplus-Reality“ J.L. Moreno).

Weitere Möglichkeiten der Selbsterfahrung bieten wir:

Selbsterfahrungsgruppen mit Psychodrama

Montags: Dorothea Hesse, Psychodrama-Leiterin
Dienstags: Gis Valenta, Psychodrama-Leiterin

Bibliodramagruppe
Mittwochs ab 11. Januar 2017 (10 x):
Peter Bartels und Justine Schuchardt
Weitere Informationen zu diesen Gruppen bekommen Sie bei: mail@morenoinstitut.de

Sommerakademie Reichenau: "Glaube – Spiritualität – Sehnsucht. Was glaubst Du, w (209105)

Sa. 01.08.2020 (15:00 - 12:00 Uhr) - Mi. 05.08.2020 in Insel Reichenau
DozentInnen: Stefan Woinoff

„In der Tat kann der Mensch ohne ein Wertesystem – ein System, das möglichst vollständig seine inneren und äußeren Erfahrungen abbildet – nicht leben.“ (J. L. Moreno)

Religion und Konfessionen haben in unserer westlichen Welt massiv an Glaubwürdigkeit und Bedeutung verloren. Auch deshalb suchen viele Menschen in unterschiedlichsten spirituellen Ausdrucksformen ihr Heil. Andererseits erleben wir, dass Menschen bereit sind für Ihren Glauben zu sterben oder zu morden. Wir sind heute mit ungekannten Herausforderungen konfrontiert: Globalisierung, Gentechnische Möglichkeiten, Künstliche Intelligent, Big Data, Social Media, Virtual Reality stellen unsere ethischen Grenzen und moralischen Grundsätze in Frage. Auch die komplexen und globalen Auswirkungen unseres täglichen Handelns sind unüberschaubar, kaum steuerbar und überfordern uns. Ständig laufen wir Gefahr, uns schuldig zu machen gegenüber unseren ethischen Grundeinstellungen, ohne es zu wollen, ohne es überhaupt zu wissen.
Alte Fragen erhalten daher neue Aktualität: Was leitet uns? Wonach richten wir unser Leben aus? Wo und wie finden wir Sinn? Wer und was gibt uns heute emotionale und spirituelle Sicherheit?
Und wie setzen wir uns in Beziehung zur Schöpfung? Im Psychodrama haben diese Fragen und Phänomene einen zentralen Stellenwert.

Nach Moreno „hatte der Mensch (bisher) nur die beiden Alternativen, eine Gottesidee zu akzeptieren, die ihre Dynamik verloren hat, oder ungläubig zu werden. Aber ethische Ideen und die Standards universeller Werte haben nicht aufgehört zu existieren, nur weil bestimmte Formen versagt haben, eine lebendige Beziehung zu unserer Zeit aufrecht zu erhalten.“ (J. L. M.) Das Psychodrama bietet diese lebendige Beziehung an.

Moreno sieht den Menschen als Co-Creator des Universums an: „Das Universum ist eine Kreation in beständiger Entwicklung und jedes neugeborene Individuum schafft – mit Gott – die kommende Welt.“ (J. L. M.) Für ihn geht es also nicht nur darum, den Menschen in und mit seinem sozialen Gefüge zu heilen. Er sieht auch die Mitverantwortung des Menschen für den gesamten Kosmos. Diese kreative und für die Schöpfung mitverantwortliche Seite des Menschen sieht Moreno als göttlich an. Daher ermutigt er uns, spielerisch(e) Zugangsdimensionen zu einem lebendigen neuen Gottesverständnis zu entdecken.

In der Sommerakademie auf der Insel Reichenau wollen wir uns auf die Suche begeben und ausloten, wie unser alltägliches Leben, unsere Ethik, unser Glauben und unsere Sehnsucht nach Spiritualität und kosmischer Geborgenheit miteinander zusammenhängen. Wir werden auf der psychodramatischen Bühne in der Trance des Spiels all die Fragen stellen, die sich in diesem Zusammenhang ergeben, und für uns passende Antworten entwerfen.

Vortragsreferent: Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Klinischer Psychologe und Philosoph, Lehrtätigkeit am Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften.

Es können Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Die Kraft der eigenen Stimme finden (205102)

Fr. 25.09.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 27.09.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Justine Schuchardt

Was klingt in meinem Körper beim Sprechen oder Singen? Wie laut und leise darf ich werden? Warum klinge ich manchmal piepsig oder verhaucht?

Das Zusammenspiel von Physiologie und Gefühlen findet in der Stimme seinen Ausdruck. Wir entdecken mit der Stimme unseren Körper und uns selbst.

Manchmal halten Gefühle Körperstellen fest und verhindern, dass dort etwas schwingt. Diese Körperregionen haben eine eigene Stimme und möchten gehört werden. Dazu geben wir ihnen Gelegenheit. Organe, die bei der Stimmgebung beteiligt sind - Zwerchfell, Kehlkopf, Ohren, Becken, Rumpf und Kopf – lassen wir im psychodramatischen Spiel zu Wort kommen. Wir lernen zu verstehen, was sie uns sagen möchten. Dies können erste Schritte für Lösungen sein, die das Körpergewebe wie die Stimme gleichermaßen befreien. Körper und Seele finden im Stimmklang zu einer Balance.

Wir arbeiten mit den Methoden des Psychodramas und der Funktionalen
Stimmbildung (Lichtenberger® Modell).

Zielgruppe:
Alle die sich für ihre Stimme und ihren Körper interessieren; außerdem
Sängerinnen und Sänger, Schauspieler und Schauspielerinnen;
Menschen in Sprechberufen

Kennst Du nur das Zauberwort! (205104)

Fr. 16.10.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 18.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Wandlung ist das große Thema aller Märchen, weil Wandlung das große Thema des Unterwegsseins und der Entwicklung ist. Nichts bleibt immer wie es war. Das Märchen fasst diese Reise in Bilder. Märchenheldinnen und Märchenhelden sind unterwegs, stellen sich gefährlichen Herausforderungen und wandeln sich. Dabei erfahren sie Hilfe meist unverhofft und von merkwürdiger, nicht erwarteter Seite.
Spielerisch erkunden wir die Welt der Märchen. Dabei werden Gestalten und Symbole entdeckt, die hilfreich sein können für unseren Lebensweg. Sie schließen unsere persönlichen Erfahrungen, unbewussten Ängste und Befürchtungen mit ein und eröffnen neue Chancen, meist ungeahnt und verblüffend. Im Spiel verraten sie uns unser persönliches Zauberwort.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Spielräume der Zukunft: Psychodrama und Digitalisierung (208102)

Do. 22.10.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 24.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Carmen Zahn

Die Digitalisierung. Das heißt: Roboter, Virtuelle Realität, digitale Kommunikation und neue Formen der Arbeit. Digitalisierung heißt neue Organisationskulturen und Teamentwicklung. Digitalisierung ruft widersprüchliche Zukunftsgefühle hervor: Begeisterung und Ängste, Faszination und Kulturpessimismus. Hoffnung und Skepsis. Wir leben in unsicherer Zeit. Sicher ist: Die Digitalisierung wird unsere Zukunft prägen. Sie ist keine Option, sondern eine Tatsache. Sie ist zugleich Chance und Herausforderung. In diesem Seminar beschäftigen wir uns psychodramatisch-spielerisch und kreativ mit den Facetten der Digitalisierung. Wir finden unsere persönliche Haltung zu den Veränderungen, die sie mit sich bringt. Die Zukunft lässt sich nicht nur erleben, wir können sie gemeinsam gestalten. Visionen, Fantasie und Mut sind gefragt! Die Zukunft verstehen wir aus der Gegenwart, und die Gegenwart verstehen wir aus der Geschichte. Auch aus unserer persönlichen Geschichte. Im Seminar suchen und finden wir unsere persönliche Haltung und erste Lösungen zur Bewältigung der Aufgaben, die sich zukünftig stellen werden. Und wer könnte sich diesen Aufgaben besser stellen als die "Visionäre des Imperfekten"?

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Mama Mia! Mütter und Töchter, Mütter und Söhne! (205105)

Fr. 11.12.2020 (14:30 - 19:00 Uhr) - Sa. 12.12.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

An diesem Wochenende befassen wir uns mit den Möglichkeiten von Nähe und Distanz, Wertschätzung, Kritik und Akzeptanz zwischen den Generationen.
Meistens ist die erste Bezugsperson im Leben eines Menschen und damit oft entscheidend prägend, unsere Mutter. Sie vermittelt bewusst und unbewusst wie das Leben geht.
Sie beeinflusst unser Frauen- und Männerbild und damit unser Selbstbild bzgl. Mütterlichkeit, Väterlichkeit, Rivalität und Sexualität.
Die Leiterinnen sind Mutter und Tochter und arbeiten mit Methoden aus Psychodrama und Gesprächstherapie.



Veranstaltungskalender

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031   

Juli 2020

Aktuelle Jahresprogramme