"Jede Rolle hat zwei Seiten,
eine persönliche und
eine kollektive Seite."
J. L. Moreno

Thematische Kurssuche

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Programm / Selbsterfahrung

Fortbildung und Selbsterfahrung
Etwas über sich lernen, etwas Neues über sich erfahren, spielerisch die eigenen Grenzen sehen und erweitern. Mit dem psychodramatischen Verfahren in der Selbsterfahrung haben Sie die Chance, sich Altem zu stellen und Neues zu wagen.
Von der Familienaufstellung nach Moreno, den inneren Krafttieren, der Arbeit mit Bibliodrama oder auf der märchenhaften Suche nach eigenen Ressourcen – lassen Sie sich ein auf eine neue Realität („Surplus-Reality“ J.L. Moreno).

Weitere Möglichkeiten der Selbsterfahrung bieten wir:

Selbsterfahrungsgruppen mit Psychodrama

Montags: Dorothea Hesse, Psychodrama-Leiterin
Dienstags: Gis Valenta, Psychodrama-Leiterin

Bibliodramagruppe
Mittwochs ab 11. Januar 2017 (10 x):
Peter Bartels und Justine Schuchardt
Weitere Informationen zu diesen Gruppen bekommen Sie bei: mail@morenoinstitut.de

Gönnen und Neiden - Psychodramatisches Spiel mit clownesken Elementen (195101)

Fr. 08.02.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 10.02.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

Gönnen und Neiden sind soziale Phänomene, die so alt sind wie die Menschheit.
Auf der psychodramatischen Bühne werden wir eigene und kollektive Ausdrucksformen und Hintergründe dieser Phänomene spielend erkunden.
In diesem Spiel wird ein besonderes Gewicht auf einem körperlichen Zugang zu den Themen liegen.
Jemandem etwas neiden – jemandem etwas gönnen:
Das kann sich in großem Widerspruch zeigen aber auch in übereinander geschichteten Bewegungen, in denen sekundenschnell die Führung wechselt. In jedem Fall sind die Auswirkungen konkret.
Sie belasten oder beglücken andere und uns selbst.
Deshalb steht im Fokus des Seminars die Frage:
Wie kann es gelingen, dem Neid konstruktiv zu begegnen und mehr aus der Bewegung
des Gönnens zu leben?
Gönnen und neiden, beides ist mit Moral belegt – eine wunderbare Einladung, die Clownin
auf die Bühne zu holen. Mit der Perspektive der roten Nase werden wir unterschiedliche Verhaltensweisen liebevoll in den Blick nehmen. Mit ihr könnten wir unseren Spielraum vergrößern und es könnte geschehen, dass wir aus Versehen über uns selbst hinauswachsen.

Spielen wir mal Gruppe? Doppeln wir die Dynamik? (194102)

Do. 28.02.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.03.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Klaus Antons

Gruppendynamik und Psychodrama sind von ihrer Entstehungsgeschichte wie Zwillingsgeschwister. Jacob Levy Moreno und Kurt Lewin waren Kollegen - kein Wunder also, dass die Soziometrie in beiden Verfahren zum Repertoire gehört. Gemeinsam ist den beiden Verfahren nicht nur das Messen zwischenmenschlicher Beziehungen, sondern auch die primäre Orientierung am Prinzip Gruppe.
Ähnlich ist auch das Menschenbild: Der Mensch wird gesehen als kreatives, autonomes und gleichzeitig interdependentes Wesen. Morenos „Zwei-Fühlung“ entspricht dem Arbeiten mit dem lewin‘schen interpersonalen Spannungsfeld.

Die TeilnehmerInnen erfahren am Modell der Zusammenarbeit einer Psychodramatikerin und eines Gruppendynamikers Elemente beider Verfahren und deren Zusammenhänge, erweitern ihr persönliches Repertoire an Interventionstechniken für die Arbeit in Gruppen und Teams und trainieren psychosoziale Kompetenzen (soziale/emotionale Intelligenz – oder – Kompetenzen wie Selbst- und Fremdwahrnehmung, Spontaneität und Ausdrucksfähigkeit, Rollenflexibilität und Konfliktfähigkeit).

Die Arbeitsweise ist experimentell und erfahrungsbezogen; es wird überwiegend mit der Dynamik der Kursgruppe selbst gearbeitet.

Schnupperseminar Psychodrama - Lust auf was Neues? (190401)

Fr. 15.03.2019 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 17.03.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Nur wenige Menschen wissen, dass man im Psychodrama nicht nur seine Herkunftsfamilie inszenieren kann, sondern dass man auf der psychodramatischen Bühne (ein geschützter Raum) auch ungeahnte Abenteuer erleben kann. Alles ist im Spiel erlebbar. Wünsche können erfüllt werden, Zukunftsproben gewagt.
Alles was in Beziehung zu einander steht - seien es Mitglieder einer Familie oder eines Kollegenteams, seien es politische Organisationen oder schmerzende Organe in einem menschlichen Körper kann auf der Bühne inszeniert werden. Immer geht es darum, Unsichtbares sichtbar und Unverständliches verständlich zu machen.
Neue Erkenntnisse sind dabei nicht ausgeschlossen.
Die Teilnehmenden lernen spielerisch das Psychodrama kennen, Feuer fangen erlaubt!

Angesprochen sind alle, die es schon immer mal wissen wollten sowie PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen, SeelsorgerInnen, ÄrztInnen, SchauspielerInnen.

Die Vielfalt der psychodramatischen Aufstellungsarbeit (196102)

Fr. 15.03.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.03.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manuela Lunze

J. L. Moreno hat die Aufstellungsarbeit erfunden. Sie wurde von vielen anderen Therapierichtungen kopiert und verändert. In diesem Seminar lernen Sie das Original kennen.
Die verschiedenen Möglichkeiten und Facetten der psychodramatischen Aufstellungsarbeit werden gezeigt und eingeübt. Zunächst wird die Psychodramaaufstellung mit der systemischen Aufstellungsarbeit verglichen. Dann lernen Sie die psychodramatische Aufstellungsarbeit im Einzelsetting (Therapie und Coaching) wie im Gruppensetting mit Symbolen kennen. Als weitere Option wird die Methode der Seilarbeit vorgestellt. Das Seil ist als Hilfsmittel zur Sichtbarmachung von emotionalen Verstrickungen, Verwirrungen und Gefühlen eine große Unterstützung.
In jedem dieser Settings kommen selbstverständlich die Techniken Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
An den eingebrachten Themen der Seminarteilnehmer/-innen (Selbsterfahrung) werden die unterschiedlichen Wege der Aufstellungsarbeit in Einzel-, Paar- und Gruppentherapie veranschaulicht. Detailliert werden die Indikation und Variationen in der Einzelarbeit sowie Gruppensetting herausgearbeitet.

Spaziergänge in der biografischen Landschaft (195104)

Fr. 05.04.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 07.04.2019 in Freiburg
DozentInnen: Ulrike Roesler

Eine Wanderung durch biographische Landschaften ermöglicht den Blick auf den Lebensfluss mit all seinen Veränderungen. Beim Erkunden werden Landschaften in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen sichtbar, es besteht die Chance an Ruhepunkten innezuhalten, an Meilensteinen Erreichtes zu würdigen und an Aussichtspunkten die Perspektive zu erweitern und in die Ferne zu blicken.
Es finden Begegnungen mit anderen SpaziergängerInnen statt, die zeitweise auf gleichen oder ähnlichen Wegen unterwegs sind. Ein Seminar, das spielerisch auf Vergangenes schaut und einen Ausblick in die Zukunft bereithält.

Soziodramatagung 2019 : Sociodrama- hope in troubled times (199103)

Fr. 03.05.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.05.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Rosemarie Budziat

Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein: Globalisierung, Mediengesellschaft und allerlei Bedrohungsszenarien bringen uns und unsere Mitmenschen außer Atem. Rechtspopulistische Ängste und das Ringen von Vernachlässigten, Minderheiten und Zugewanderten um Anerkennung sind greifbar. Diese erfahrbaren Umbrüche und Herausforderungen wirken sich nicht nur gesamtgesellschaftlich sondern auch in Familiensystemen und im beruflichen Feld aus.

Ziel der Tagung ist, im Soziodrama spielerisch und erlebnisorientiert solche Prozesse in beruflichen Teams, in Gruppen und innerhalb von gesellschaftlichen Turbulenzen zu erkunden und in die Dynamik einzutauchen.
Man darf parteiisch werden durch Rollenübernahme von ungeliebten Gegenfiguren oder bisher wenig erforschten Subgruppen. Im kollektiven Rollentausch sich selbst und andere aus der Distanz erleben und dadurch zu neuen Einsichten kommen. Soziodrama macht unterschiedliche Strömungen und Bedürfnislagen begreifbar, Ansätze für gelungene Auswege oder Konfliktlösungen scheinen auf.

Ein zweites Anliegen dieses Seminars ist Training: Unter supervisorischer Begleitung können kleine Soziodramen selbst geleitet und in der Gruppe ausgewertet werden. Dafür steht in einer deutsch- und in einer englischsprachigen Gruppe der gesamte Samstag zur Verfügung.

Der Samstag abend wird locker und festlich gestaltet.

Konkrete Ziele:
•Soziodramen zu kulturellen und gesellschaftspolitischen Fragen in einer großen Gruppe zu erfahren und für sich auszuwerten
•Soziodramatische Anwärmprozesse und Techniken wie kollektiven Rollentausch, soziodramatisches Doppeln, Tagging, Scheinwerfer und Zeitlupe zu erleben
•Train the trainer: die Chance, mit Begleitung (kleinere) Soziodramen in einer Teilgruppe anzuleiten
•Unterschiedliche Formen von Soziodramen mit unterschiedlichen Szenarien auszuprobieren und einzuordnen
•die Anwendung von Soziodramen für das eigene Berufsfeld zu reflektieren

Seminarsprache ist Deutsch und Englisch. Einfach gehaltene englische Anleitungen in einzelnen Phasen können übersetzt werden. Nach unserer Erfahrung werden Gespräche in Soziodramen häufig in der Untergruppe in Deutsch geführt.

Zimmer der Veränderung - Wandlung erfahrbar machen (196103)

Fr. 10.05.2019 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 12.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

Jede und jeder von uns erlebt Phasen im Leben, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen oder in denen man von Entscheidungen betroffen ist.
Aber: Wann bin ich bereit dazu?
Was hält mich noch im Alten fest?
Was hindert mich, die Veränderungen anzunehmen?
Welche Faktoren erleichtern mir den Weg?

In diesem Seminar lernen Sie die Methode "Zimmer der Veränderung" mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten kennen und wenden die Methode selber an.
Diese Methode hilft auf leichte und tiefe Art, (Veränderungs-)prozesse zu begleiten, Hindernisse und Motivationen zu identifizieren und Optionen zu erarbeiten, abzuwägen sowie ggf. Entscheidungen zu treffen. Ob persönliche Herausforderungen oder der Umgang mit organisatorischen Entscheidungen – die Methode ist ein hilfreiches Instrument, um schwierige Situationen zu meistern.

Zielgruppe: WeiterbildungskandidatInnen, SupervisorInnen, Coaches und Personen, die in unterschiedlichen Praxisfeldern der Beratung tätig sind.

Listen to your body ! Haltung und Wirkung im Konflikt - Train the Trainer (199702)

Mi. 22.05.2019 (14:30 - 12:30 Uhr) - Fr. 24.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Alan Brooks

Konfliktklärung verlangt eine wertschätzende, empathische Grundhaltung.
Innere Haltung und äußere Haltung stehen dabei in Wechselwirkung zueinander und bedingen sich gegenseitig. Die innere, geistige und emotionale Haltung hat eine sichtbare Wirkung auf die äußere Haltung, auf Körpersprache, Mimik, Gestik, auf Stimmklang - kurz die gesamte nonverbale Kommunikation. Und die äußere Haltung wirkt zurück auf die innere Haltung.
Über 90% der Kommunikation verläuft nonverbal. Deshalb sollte jeder und jede seine eigenen nonverbalen Signale kennen und die des Gegenübers lesen können.
- Welche Wirkung hat die nonverbale Kommunikation meines Klienten auf mich?
- Was wird eigentlich gesagt und wie reagiere ich darauf?
- Welche Wirkung hat meine nonverbale Kommunikation auf meine Klientin und wie reagiert sie darauf?

Alan Brooks vermittelt einen völlig neuen Zugang zur nonverbalen Kommunikation.
Ihre Wachsamkeit und Aufmerksamkeit wird geschult, Energien werden empfangen und weitergegeben, intensive Verbindungen zu anderen Menschen hergestellt und Sie haben ganz unverkopft viel Spaß dabei !

Ein Seminar für TrainerInnen, SupervisorInnen, BeraterInnen, PsychodramatikerInnen, Anti-Gewalt-TrainerInnen, Führungskräfte

Das Seminar von Alan Brooks stellt den Bezug zum Provokativen Ansatz her und kann als Bestandteil des DIP Zertifikats anerkannt werden. Es kann selbstverständlich auch von Interessenten besucht werden, die kein Zertifikat anstreben.

Motivation und Konflikt - Umgang mit Krisen in Organisationen und Teams (196105)

Do. 23.05.2019 (13:00 - 13:00 Uhr) - Sa. 25.05.2019 in Freiburg
DozentInnen: Klaus-Ernst Harter

In Krisen sind wir herausgefordert, unser Verhalten, unsere Haltungen, unsere Rollen neu auszurichten. In Arbeitsstrukturen wie z.B. in Teams oder Organisationen entscheiden wir nicht immer selbst (mit), wie diese Veränderungen umgesetzt werden. Auch als Vorgesetzte unterliegen wir Abläufen, die wir nur bedingt mitgestalten. Und je komplexer die Struktur, desto schwieriger wird es für alle Beteiligten, konstruktive Wege zu finden und andere dahin mitzunehmen. Psychodrama und Soziometrie eignen sich hervorragend zur Krisenbewältigung und zur Motivation. An Hand von mitgebrachten Herausforderungen werden wir aus der gegebenen Lage heraus transparente, motivierende und zielführende Lösungen entwickeln und umzusetzen.

Singen wie eine Lerche, gackern wie ein Huhn und brummen wie ein Bär... (195103)

Fr. 24.05.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 26.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Justine Schuchardt

Singen wie eine Lerche, brummen wie ein Bär, gackern wie ein Huhn, jemanden anfauchen oder brüllen wie ein Löwe: Der Volksmund greift gern auf Bilder aus dem Tierreich zurück, wenn es darum geht, den stimmlichen Auftritt eines Menschen zu beschreiben. Der dabei oft mitschwingende positiv oder negativ wertende Unterton lässt vergessen, dass alle Tierstimmen über ein hohes Potential an Energie und Leichtigkeit verfügen. Kein Tier strengt sich an, wenn es seine Stimme erhebt und wird immer gut gehört. Dieses Potential lernen wir für unsere eigene Stimme zu nutzen. Wir erkunden, wie sich Grundfunktionen der Stimme und des Körpers durch Tierlaute stimulieren lassen. Wir entdecken, wie unsere Stimme an Umfang, Modulations- und Ausdrucksfähigkeit gewinnt und wie sie auf unsere Gefühle zurückwirkt. Dabei probieren wir auch aus, wie wir die Tiere als Ressourcenquelle in alltäglichen Konfliktsituationen nutzen können.
Wir arbeiten mit den Methoden des Psychodramas und der Funktionalen Stimmbildung (Lichtenberger® Modell).

Listen to your body ! Haltung und Wirkung im Konflikt (199703)

Fr. 24.05.2019 (15:00 - 12:30 Uhr) - So. 26.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Alan Brooks

Konfliktklärung verlangt eine wertschätzende, empathische Grundhaltung.
Innere Haltung und äußere Haltung stehen dabei in Wechselwirkung zueinander und bedingen sich gegenseitig. Die innere, geistige und emotionale Haltung hat eine sichtbare Wirkung auf die äußere Haltung, auf Körpersprache, Mimik, Gestik, auf Stimmklang - kurz die gesamte nonverbale Kommunikation. Und die äußere Haltung wirkt zurück auf die innere Haltung.
Über 90% der Kommunikation verläuft nonverbal. Deshalb sollte jeder und jede seine eigenen nonverbalen Signale kennen und die des Gegenübers lesen können.
- Welche Wirkung hat die nonverbale Kommunikation meines Gegenübers auf mich?
- Was wird eigentlich gesagt und wie reagiere ich darauf?
- Welche Wirkung hat meine nonverbale Kommunikation auf andere?

Alan Brooks vermittelt einen völlig neuen Zugang zur nonverbalen Kommunikation.
Ihre Wachsamkeit und Aufmerksamkeit wird geschult, Energien werden empfangen und weitergegeben, intensive Verbindungen zu anderen Menschen hergestellt und Sie haben dabei viel Spaß!

Die Tagungsverpflegung ist im Seminarpreis inbegriffen.

Das Seminar von Alan Brooks stellt den Bezug zum Provokativen Ansatz her und kann als Bestandteil des DIP Zertifikats anerkannt werden. Es kann selbstverständlich auch von Interessenten besucht werden, die kein Zertifikat anstreben.

Weitere Informationen auf www. Netzwerk-Konflikthilfe.de und www.alanbrooks.de

Die psychodramatische Spirale (194106)

Fr. 28.06.2019 (15:00 - 14:00 Uhr) - So. 30.06.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

Das Modell von Goldman/Morrison ist eine unentbehrliche Hilfe, um dem Verlauf einer Protagonistenarbeit Struktur zu geben. Die psychodramatische Spirale ist ein prozessorientierter Wegweiser bzw. die Landkarte einer Sitzung.
Die Handlungsstrategien führen von einem aktuellen Punkt an der Peripherie des Konflikts zu einem meist in der Vergangenheit liegendem Zentrum und wieder zurück in die Gegenwart oder Zukunft.
Diese Vorgehensweise ermutigt Klienten sich mit dem Ursprung des Konflikts in der Vergangenheit auseinanderzusetzen, seine gegenwärtigen Muster sichtbar zu machen und auf der Bühne alternative Handlungsstrategien zu erproben. Danach können sie im Alltag umsetzen, was sie in der Therapie erfahren, erlebt und entwickelt haben. (Roletraining)

Gewaltprävention und Psychodrama begegnen sich (190608)

Mi. 10.07.2019 09:00 - 17:30 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Wolfgang Kocher

In diesem Workshop widmen wir uns einen Tag aktiv dem Thema „Gewalt“.
Mit psychodramatischen Methoden und Handlungsansätzen aus der Gewaltprävention lernen die Teilnehmenden einem „Fehlverhalten“ mit 80% Empathie und 20% Autorität zu begegnen, wirkungsvoll eine Grenze zu setzen und dabei gut in Beziehung zu bleiben. Die Teilnehmenden setzen sich psychodramatisch mit ihrem eigenen Konfliktverhalten auseinander und lernen Modelle, wie die „Statuswippe“, oder Tools, wie das „RAD-Modell“ und die „Technik der kaputten Schallplatte“, kennen. Ein Etappenziel des Workshops ist, der nächsten „Auseinandersetzung“ energieschonender zu begegnen und aufkommende Konflikte im pädagogischen Alltag mit Humor und innerer Entschlossenheit abzumildern. Alles ist leicht erlernbar und lässt sich ohne großen Aufwand im pädagogischen Alltag anwenden.

Sommerakademie Reichenau "Aufbruch, Suche - Ankommen bei sich selbst" (199104)

Sa. 27.07.2019 (15:00 - 12:00 Uhr) - Mi. 31.07.2019 in Insel Reichenau
DozentInnen: Hans Benzinger

"Und plötzlich weißt du: es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen, und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen"

Meister Eckhart Waren wir in der letztjährigen Sommerakademie auf der Suche nach Sinn und Inhalt von Heimat, so beschäftigen wir uns dieses Jahr damit, was es für uns bedeutet, wenn wir auf-brechen und das Altbekannte und Vertraute verlassen oder verlieren.
Was treibt uns dazu, wegzugehen? Und was passiert mit uns, wenn wir uns aufmachen, um Neues und Fremdes zu entdecken? Welche Sehnsüchte leiten uns, welche Ängste behindern oder blockieren uns dabei? Müssen wir weggehen, um letztlich mehr bei uns selbst anzukommen? In früheren Generationen war das Gefühl des Zuhause-Seins oft mit dem konkreten Herkunfts- und in diesem Sinne auch Heimat-Ortes verbunden, aus dem wir stammen.
Heute, in der postmodernen Gesellschaft und in einer globalisierten Welt, ist unser „Zuhause“ eher ein maginärer Ort, zu dem wir hinwollen und den wir suchen müssen. Dieser oft lebenslange Prozess beinhaltet eine der vielleicht wesentlichsten Suchen überhaupt: nach einer Gemeinschaft, nach Zugehörigkeit und Verbundenheit, nach innerem Einklang mit der Welt und letztlich mit uns selbst. Während diese Art der modernen „Heldinnen- und Heldenreise“ mehr selbstbestimmten Charakter hat, erleben wir einen ganz anderen Prozess von Abschied und Verlust, im besten Falle auch verbunden mit Aufbruch und Neubeginn, wenn wir verlassen, gekündigt oder vertrieben werden. Was geschieht mit uns, wenn wir unsere gewohnten, vielleicht auch geliebten Beziehungs-
Lebens- oder Arbeitszusammenhänge verlieren, die unsere Identität ausmachen?
Wie können wir solche Verluste verarbeiten und für uns positiv nutzbar machen? Mit soziodramatischen Methoden können wir für uns erleb- und einfühlbar machen, was es für Menschen bedeutet, vertrieben zu werden oder flüchten zu müssen – eine Realität, die das Schicksal von Millionen Flüchtlingen und Migranten auch in unserem Land bestimmt. Aber auch in der vom Krieg geprägten Geschichte unserer Herkunftsfamilien spielen Flucht und Vertreibung bei Vielen von uns eine Rolle, deren Folgen in unser eigenes Leben hineinreichen.

Um uns diese oft unbewusst wirksamen Zusammenhänge und Prägungen bewusst zu machen, arbeiten wir mit psychodramatischer Familienrekonstruktion und Techniken, die uns von solchen biographischen Altlasten befreien können.  

In der wunderbaren Umgebung, die wir auf der Insel Reichenau vorfinden, können wir all die genannten Aspekte unseres Themas auf der Psychodramabühne erkunden und bearbeiten. Gemeinsam machen wir uns auf eine
Reise, deren Ziel es ist, uns (noch) mehr mit uns selbst und anderen zu verbinden und bei uns und den aber auch dem/der Anderen anzukommen. 

Vortragsreferent bei der Sommerakademie 2019 zum Thema Aufbruch, Suche, Neubeginn:
Prof. Dr. med. Eckhard Frick, Professor für Anthropologische Psychologie an der Hochschule für Philosophie in München, FA für Psychosomatische Medizin, Psychiater, Psychoanalytiker, Psychodramatherapeut.

Den inneren Krafttieren begegnen (195108)

Fr. 20.09.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 22.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Ute Bittner

Den inneren Krafttieren begegnen
Indianer erleben, dass jeder Mensch von einem Krafttier begleitet wird. Es ist wichtig für sie, mit ihrem Krafttier in Beziehung zu leben, damit es hilfreich wirken kann. Wir wollen in diesem Seminar über Imagination und Meditation unser ganz persönliches, eigenes Krafttier kennen lernen, um mit ihm neue Wege zur inneren Heilung zu finden. In psychodramatischen Begegnungen mit der Tiergestalt werden wir unsere neu gewonnenen Energien genießen.

Vorerfahrungen mit Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Loslassen und wieder neu aufbrechen (195109)

Fr. 20.09.2019 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 22.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Trennung und Abschied sind Erfahrungen, die sich durch unser ganzes Leben ziehen.
Immer müssen wir loslassen: von Orten, Gruppen, Altersstufen, Beziehungen, von einzelnen Menschen, die uns nahestehen. Oft wehren wir uns gegen den Verlust, wollen ihn nicht wahrhaben und spüren keine Kraft mehr, Leere und Dunkelheit zu überwinden.
Doch lässt nicht jeder Abschied auch einen Freiraum für den Neubeginn? Um das Spüren zu können, ist es notwendig, unsere kreativen Kräfte wieder in Bewegung zu bringen.
Mit den Möglichkeiten des Psychodramas werden wir uns diesen Themen nähern, Abschiede inszenieren, uns auf der Bühne damit befassen und die Kräfte des Neubeginns erleben.

Die Kunst der Begegnung - Tango trifft Psychodrama (194108)

Fr. 27.09.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 29.09.2019 in Freiburg
DozentInnen: Hans Benzinger

Zwei Formate und immer geht es um Begegnung, Handeln auf der Bühne, Entscheidungen treffen, führen und sich führen lassen. Begegnungen auf der Tangobühne berühren eigene Muster, Sehnsüchte und Begrenzungen.
Indem wir mit den Arrangements des Tangos spielen, kommen wir in Kontakt mit diesen eigenen Themen und machen sie bearbeitbar und veränderbar: sei es im Gruppenspiel oder in der Protagonistenarbeit. Darüber hinaus bereichert der Tango die Anwendung im psychodramatische Spiel und hilft, sich des eigenen Leitungsstils bewusster zu werden und diesen kreativ und neu zu gestalten.

Mit diesem Workshop wollen wir PsychodramatikerInnen und TangotänzerInnen ansprechen, die mit Tangoarrangements die eigene Innenwelt erkunden und die Anwendung des Psychodramas bereichern wollen.

Schnupperseminar Psychodrama - Lust auf was Neues? (190402)

Fr. 11.10.2019 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 13.10.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Nur wenige Menschen wissen, dass man im Psychodrama nicht nur seine Herkunftsfamilie inszenieren kann, sondern dass man auf der psychodramatischen Bühne (ein geschützter Raum) auch ungeahnte Abenteuer erleben kann. Alles ist im Spiel erlebbar. Wünsche können erfüllt werden, Zukunftsproben gewagt.
Alles was in Beziehung zu einander steht - seien es Mitglieder einer Familie oder eines Kollegenteams, seien es politische Organisationen oder schmerzende Organe in einem menschlichen Körper kann auf der Bühne inszeniert werden. Immer geht es darum, Unsichtbares sichtbar und Unverständliches verständlich zu machen.
Neue Erkenntnisse sind dabei nicht ausgeschlossen.
Die Teilnehmenden lernen spielerisch das Psychodrama kennen, Feuer fangen erlaubt!

Angesprochen sind alle, die es schon immer mal wissen wollten sowie PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen, SeelsorgerInnen, ÄrztInnen, SchauspielerInnen.



Veranstaltungskalender

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