"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Selbsterfahrung

Fortbildung und Selbsterfahrung
Etwas über sich lernen, etwas Neues über sich erfahren, spielerisch die eigenen Grenzen sehen und erweitern. Mit dem psychodramatischen Verfahren in der Selbsterfahrung haben Sie die Chance, sich Altem zu stellen und Neues zu wagen.
Von der Familienaufstellung nach Moreno, den inneren Krafttieren, der Arbeit mit Bibliodrama oder auf der märchenhaften Suche nach eigenen Ressourcen – lassen Sie sich ein auf eine neue Realität („Surplus-Reality“ J.L. Moreno).

Weitere Möglichkeiten der Selbsterfahrung bieten wir:

Selbsterfahrungsgruppen mit Psychodrama

Dienstags: Gis Valenta, Psychodrama-Leiterin

Bitte informieren Sie sich im Institut über die laufenden Gruppen

Den Körper ins Spiel bringen – Körperorientierte Zugänge im Psychodrama (233101)

Fr. 10.02.2023 (15:00 - 15:00 Uhr) - So. 12.02.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

In diesem Kurs werden wir verschiedene Zugänge in der Beratung auf der Basis aktueller Körperkonzepte psychodramatisch erproben. Der Körper übernimmt im Psychodrama ganz verschiedene Rollen:
Er ist Bühne für Gefühle, Gefäß, Resonanzraum, Gedächtnis, Ausdruck von Bedürfnis und Mittel zum Kontakt. Der Körper gestaltet Bewegung und Präsenz in den verschiedenen Dimensionen des Raumes. Wir werden uns im Rollenatom diese Facetten genauer anschauen und sie im Hinblick auf die eigene Arbeit reflektieren. Die Psychodrama-Bühne lädt dazu ein, unsere Körperräume zu erleben und systemische Zusammenhänge im Körper spielend zu verstehen. Dabei werden Themen auftauchen, an denen wir beispielhaft sehen können, wie Ideen für Lösungen und mögliche Interventionen über das Embodiment bewegt werden.

Resonanz, oder: Wenn es zwischen uns und der Welt knistert (230701)

Sa. 18.02.2023 09:30 - 17:00 Uhr
DozentInnen: Petra Nonnenmacher

Die Idee der Resonanztheorie stammt von dem Soziologen Hartmut Rosa, der diese Theorie als eine Antwort sieht, um den Weg zum guten Leben in unserer beschleunigten, modernen Gesellschaft zu finden.
Resonanz lässt sich nicht ´denkend´ erzwingen, sie passiert im ´Hier und Jetzt´, in Spontaneität und Kreativität im psychodramatischen Sinne. Resonanz ist ein Moment der Achtsamkeit, ein Moment des „Sich-berühren-lassens“. Eine Reaktion,die tief im Herzen etwas zum Klingen bringt.
Gemeinsam wollen wir ins Schwingen kommen, etwas fühlen, uns gegenseitig anregen und inspirieren, dem „Takt“ unseres Herzens nicht nur zu lauschen, sondern diesem verwegen und wagemutig nachzugehen.
Gesagt, getan: Vorhang auf! Licht an. Welche Wünsche und Träume schlummern in uns und wollen gesehen und ans Licht gebracht werden? In spielerischer Leichtigkeit wollen wir diesen inneren Sehnsüchten nachgehen und sie auf der psychodramatischen Bühne zum Leben erwecken. Und vielleicht knistert es ja auch an der ein oder anderen Stelle, ganz leise…

Der Zauberladen (235101)

Fr. 24.02.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 26.02.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

J.L. Moreno führte den Zauberladen 1943 als therapeutische Technik ein. Kund*innen, die den Zauberladen besuchen, werden eingeladen sich immaterielle Wünsche in Tauschverhandlungen gegen einen immateriellen Preis, den sie selbst bestimmen, zu erfüllen. Dabei können Fähigkeiten erworben werden, von denen sie/er sich wünscht mehr davon zu haben. Im Tausch gibt man dafür Fähigkeiten von denen sie/er genug hat.
Durch spielerisches Verhandeln, besteht die Gelegenheit sich mit eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen und deren Wert zu spüren. Die Kundin/der Kunde kommt in Kontakt mit ihren/seinen Zielen und Werten und lernt den Preis dafür kennen, der mit dem Treffen einer Wahl verbunden ist.

An diesem Wochenende lernen Sie Ziel und Strategie des Zauberladens in verschiedenen Settings kennen. Sie lernen den Einsatz von Symbolen und Metaphern kennen und können sich in der Rolle des/der Zauberladenbesitzer*in üben.
In der Arbeit mit Anteilen, zur Exploration und in der Teamentwicklung kann diese Methode mit Freude und Humor eingesetzt werden.

Souverän auf der Bühne leiten (234201)

Fr. 03.03.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 05.03.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

Die Bühne ist neben dem/der Leiter*in, Protagonist*in und Antagonist*in und den Zuschauer*innen eines der 5 Elemente für die Entwicklung einer psychodramatischen Szene. Das sichere Agieren des/der Leiter*in auf der Bühne und der sinnvolle Aufbau sind Voraussetzungen für ein gutes Bühnenmanagement. Wie aber kann ich mich und andere auf der Bühne inszenieren. In diesem Seminar werden wir bekannten Situationen und Märchen für unterschiedliche Bühnenaufbauten nutzen und die alte Weisheit: "Man kann nur was aus dem Ärmel zaubern, wenn man vorher was reingesteckt hat" überprüfen. Dieses Seminar ist besonders für alle Personen geeignet, die mehr Sicherheit im Anleiten von psychodramatischen Szenen erhalten möchten.

Wenn man träumt, soll man auf nichts verzichten (234101)

Fr. 10.03.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 12.03.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Kleine Träume, große Träume, Nachträume, Tagträume, Albträume und Wunschträume: 
schon immer haben Träume fasziniert, wurden aufgeschrieben, gemalt, inszeniert und gedeutet. In der Antike wurde der Traum in Form des sogenannten Inkubationstraums als unmittelbare Sprache der Götter verstanden. Die Vorsokratiker und Religionskritiker behaupteten genau das Gegenteil. 
Shakespeare glaubte an die Wirksamkeit des Traumes und Descartes fragte, ob der Traum vielleicht nicht doch Wirklichkeit sei, denn schließlich werden im Traum doch echte Gefühle erlebt. Wir werden unsere Träume auf der Psychodrama Bühne inszenieren und versuchen, ihnen vor dem Hintergrund der analytischen Psychologie C.G. Jungs eine Bedeutung zu geben, um dann, ganz im Sinne J.L. Morenos, weiter zu träumen und erneut zu träumen. 

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro).

„Sei doch mal spontan“ - Spontaneität und Kreativität im Psychodrama (230702)

Sa. 18.03.2023 (09:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 22.04.2023
DozentInnen: Monica Baudracco-Kastner

In Anlehnung an die DFP Tagung im November 2022, wird das Thema Spontaneität und Kreativität in diesem Seminar vertieft: Wie geht das, so einfach spontan zu sein und in welchem Verhältnis steht die Spontaneität zur Kreativität? Und geht Spontaneität auch im virtuellen Raum und wenn ja, wie?
Im psychodramatischen Kontext benötigen Spontaneität und Kreativität eine Erwärmung, um den sogenannten `creative state` zu erreichen – also den Moment, in dem eine neue Struktur geschaffen wird, oder, wie Moreno schon anmerkte, wir aus der Kulturkonserve aussteigen können.
In diesem Seminar werden wir Übungen zur Förderung von Spontaneität und Kreativität durchführen und diese anschließend auch unter dem Gesichtspunkt der Möglichkeiten und Grenzen der Online-Umsetzung reflektieren. Was war neu für mich? Gab es Momente im Spiel, in denen mein Denken und/oder Handeln neue Wege gegangen ist? Welche Impulse konnte ich aufgreifen und in Richtung Kreativität weiterentwickeln? Immer nach dem Motto alles kann – nichts muss.

Spielen wir mal Gruppe? Doppeln wir die Dynamik? (234202)

Do. 30.03.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 02.04.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Klaus Antons

Gruppendynamik und Psychodrama sind von ihrer Entstehungsgeschichte wie Zwillingsgeschwister. Jacob Levy Moreno und Kurt Lewin waren Kollegen - kein Wunder also, dass die Soziometrie in beiden Verfahren zum Repertoire gehört. Gemeinsam ist den beiden Verfahren nicht nur das Messen zwischenmenschlicher Beziehungen, sondern auch die primäre Orientierung am Prinzip Gruppe.
Ähnlich ist auch das Menschenbild: Der Mensch wird gesehen als kreatives, autonomes und gleichzeitig interdependentes Wesen. Morenos „Zwei-Fühlung“ entspricht dem Arbeiten mit dem lewin‘schen interpersonalen Spannungsfeld.

Die Teilnehmer*innen erfahren am Modell der Zusammenarbeit einer Psychodramatikerin und eines Gruppendynamikers Elemente beider Verfahren und deren Zusammenhänge, erweitern ihr persönliches Repertoire an Interventionstechniken für die Arbeit in Gruppen und Teams und trainieren psychosoziale Kompetenzen wie Selbst- und Fremdwahrnehmung, Spontaneität und Ausdrucksfähigkeit, Rollenflexibilität und Konfliktfähigkeit.

Die Arbeitsweise ist experimentell und erfahrungsbezogen; es wird überwiegend mit der Dynamik der Kursgruppe selbst gearbeitet.

Körpersprache – Seelensprache - Humanistische Psychotherapie und Psychosomatik (233112)

Fr. 05.05.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 07.05.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Seelisches Geschehen ist immer auch körperliches Geschehen und körperliches Geschehen auch seelisches Geschehen. Karlfried Graf Dürckheim bezeichnete die Körper-Seele-Geist Einheit als „Leib“ (Graf Dürckheim 1978). Aktueller wird von „Embodiment“ gesprochen, womit ähnliches gemeint ist: die enge Wechselwirkung von Körper, Psyche und Umwelt (Storch, Cantieni, Hüther und Tschacher 2017). Beide Konzepte sind für die humanistische Psychotherapie von großer Bedeutung, denn das Geflecht wechselseitiger Bedingungen und Entstehungszusammenhänge zwischen Körper und Seele ist so eng und unmittelbar verflochten, dass es oft nicht unterscheidbar ist, was zuerst da war. Der Körper jedoch entgleitet sehr häufig unserer Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher der Biografie, der nicht „vergisst“. Lebensgeschichte ist somit immer auch Körpergeschichte. Neben der Vorstellung verschiedener Konzepte der Psychosomatik wird die Weisheit des Körpers in der Selbsterfahrung erkundet, damit Körperdiagnostik zu einem aktiven Bestandteil der Psychodiagnostik werden kann

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Psychodramatischer Lebenszug (235102)

Fr. 05.05.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 07.05.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wer oder was sind meine Lebensbegleiter, Mitreisende als Beschützer, Förderer, Vorbilder aus Familie, Verwandtschaft, Freundeskreis oder Schule bei Aufbrüchen, Trennungen, Abschieden, Zäsuren, bei
Brüchen, Heilungen und Neubeginn in meinem Lebenszug?
Nach welchen Fahrplänen reise ich durch mein Leben?
Reise-, Bahnstationen, Sichere Orte, Bedrohungen, mein Heimatbahnhof? Was wurde mir mit- und weitergegeben?
Was habe ich in meinem Reisegepäck? Was gebe ich weiter? Lebenspläne, - wünsche, Sehnsüchte ... wohin geht die Reise?
Wir werden Reiseberichte nachempfinden sowie Lebenspläne und Lebenswege psychodramatisch inszenieren.
Selbsterfahrung und verschiedene psychodramatische Methoden der Bilanzierung stehen im Fokus.

Who is who? Meine Rollen und ich (230703)

Fr. 07.07.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 09.07.2023
DozentInnen: Carmen Zahn

Unsere Rollen in Familie, Beruf oder Gesellschaft (z.B. Mutter, Tochter, Bruder, Lehrer*in, Therapeut*in, Politiker*in) sind zentral für unsere Lebens- und Alltagsbewältigung. Sie prägen unsere sozialen Interaktionen. Sie prägen uns. Die Rollentheorie Morenos geht davon aus, dass Variabilität und Flexibilität in Rollen für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung maßgeblich sind. In diesem Online-Seminar explorieren wir unsere Rolle(n) im Spannungsfeld zwischen kultureller Normierung und individueller Ausgestaltung in konkreten Situationen. Wir schauen, wo in unserem Rollenverhalten Kreativität sich entfalten darf und wo sie unter Umständen blockiert wird. Ziel ist es, spielerisch-schöpferisch und spontan in die eigene(n) Rolle(n) zu finden.

Regelmäßige Pausen sind in der Seminarzeit enthalten.

Psychodrama mit dem inneren Kind (233102)

Fr. 07.07.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.07.2023 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

In diesem Seminar soll ein Verständnis für die Existenz des „inneren Kindes“ entwickelt werden, das unser Erwachsenen-Ich bereichern aber auch behindern kann. Da sich die meisten Erwachsenen nicht gerne von ihrem bestimmenden, widerständigen oder kontrollierenden „inneren Kind“ bedrängen lassen, spalten sie es ab oder verleugnen es.
Tatsächlich übernimmt dann, dass „innere Kind“ die „Geschäftsführung“ bei Konflikten. Dadurch entgleist der Dialog z. Bsp. in Paarbeziehung, in Geschäftsbeziehungen, usw. ungewollt oft in besonderer Weise.
Wir wollen deshalb die kindlichen Anteile, die sowohl für unser Konfliktpotential als auch für unser kreatives Entwicklungspotential von großer Bedeutung sind, bewusst machen und im psychodramatischen Prozess näher kennenlernen. Erst wenn der erwachsene und der kindliche Anteil gleichermaßen erwünschte Realität sind, entwickelt sich eine authentische Rollenidentität.
Die Arbeit mit dem „inneren Kind“ wird in protagonistenzentrierten Arbeiten (Selbsterfahrung) und an Hand von Beispielen aus der Einzel-, der Paar- und Gruppentherapie sowie aus dem Coaching veranschaulicht.

Psychodramatische Bildungsreise nach Wien - Spurensuche (239102)

So. 03.09.2023 (18:00 - 12:00 Uhr) - Sa. 09.09.2023 in Wien
DozentInnen: Gis Valenta

Sie werden in das Denken der beiden großen Psychotherapeuten (Freud und Moreno) und Erfahrungen mit ihren methodischen Ansätzen eingeführt. Sie erkunden die Wiener Innenstadt auf den Spuren von S. Freud, J. L. Moreno und Viktor Frankl. Wir besuchen das Wohnhaus von S. Freud, machen uns mit dem alten jüdischen Viertel von Wien vertraut , lernen die Ringstraße kennen und erfahren einiges über die Zeit, in der Freud und Moreno gelebt haben. Eine Umbruchszeit, in der das Unbewusste und die dynamischen Kräfte der Gruppe entdeckt wurden.

In die herrliche Parklandschaft am Kahlenberg eingebettet, liegt unser Seminarhaus Schönstatt absolut ruhig am Rande Wiens. Moderne Zimmer und gute Wiener Küche bilden den idealen Rahmen für Erholung und neue Erfahrungen. Neben unserem psychodramatischen Angebot im Tagungshaus bieten wir Theater- und Ausstellungsbesuche, sowie Besichtigungen in der Wiener Innenstadt an. Dabei können wir vom Insiderwissen der Seminarleitung profitieren.

Beweglichkeit, Spaß und Abenteuerlust erwünscht!

Umgang mit Lampenfieber und sicheres Bewegen vor Publikum (235103)

Fr. 06.10.2023 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 08.10.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

„Die Angst eine Rede zu halten ist größer als die Angst vor dem Tod“ sagt Mark Twain. Das bedeutet, der Rollentausch mit der Person im Grab ist angenehmer. Wenn Sie beruflich oder privat vor anderen Menschen reden oder sich präsentieren müssen und diese Tätigkeit für Sie schwierig war, ist oder sein wird, dann sind Sie in diesem Workshop genau richtig. So wie man Schwimmen nur im Wasser lernen kann, so ist die Vortragskunst nur auf der Bühne zu verbessern. Durch praxiserprobte Techniken, eine angstfreie Atmosphäre und unterstützende Teilnehmer*innen können Sie in diesem Workshop an ihren Stärken und Schwachpunkten arbeiten. In diesem Workshop geht es um ihre Wirkung auf der öffentlichen Bühne.

Die Psychodramabühne und die Ebenen der Realität (230704)

Sa. 07.10.2023 09:30 - 17:00 Uhr
DozentInnen: Monica Baudracco-Kastner

Die leere Bühne des Psychodramas ist ein einmaliger Ort, an dem die eigene Realität in ihrer Vielschichtigkeit und ihren Facetten dargestellt werden kann. Es ist ein Ort an dem das Konkrete, das Mögliche und das Imaginäre gleichzeitig existieren können. Der/die Protagonist*in wird über die erste Stufe der Bühne in den Ort der Surplus Reality begleitet und von dort wieder in den Gruppenraum, wo Erkenntnisse und Erleben geteilt und integriert werden.
Auch im echten Leben erleben wir verschiedene Realitäten, zwischen denen wir uns bewegen. Aus jedem Blickwinkel sieht die Realität ein bisschen anders aus. Sieht nicht jeder Mensch die vermeintlich objektive Realität durch die eigene Brille? Diese Komplexität erfährt im digitalen Raum einen weiteren Höhepunkt: In Videokonferenzen existieren wir gleichzeitig in der Dimension der eigenen Umgebung und im virtuellen Raum auf dem Bildschirm…
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die vielschichtigen Ebenen und die Deutungsoffenheit unserer Realitäten, wir experimentieren mit ihnen und gestalten gangbare Übergänge.
Morenos Bühne hilft uns, den Umgang mit verschiedenen Realitäten wunderbar zu klären.

Mit Krafttieren zu den Wurzeln deines Seins (235104)

Fr. 20.10.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 22.10.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Christel Lenz

In geführter Trance öffnen wir den Raum der tiefen Imagination und rufen unsere Krafttiere. Die Tiere werden Begleiter und Experten der Reise in unsere seelischen Landschaften. Sie übermitteln uns in inneren Szenen und Botschaften die Qualitäten und Fähigkeiten mit denen sie uns unterstützen möchten. Anschließend transportieren wir die inneren Prozesse und Botschaften auf die psychodramatische Bühne. Wir fragen die Tiere, ob wir in sie hineinschlüpfen dürfen, um in ihrer Ganzheit die Wurzeln unseres Seins zu spüren. Im Rollentausch erleben wir ihre unterstützenden Botschaften. Die leibhaftige Erfahrung des szenischen Spiels vertieft die innere Reise mit unseren Tier-Begleitern.
Grundlage des Seminars ist „The Personal Totempole Process PTPP“ nach Dr. Eligio Stephen Gallegos. PTPP verbindet das schamanische Wissen der Urvölker mit dem jungianischen und post-jungianischen Verständnis von inneren Bildern und aktiver Imagination.

Vorerfahrungen mit Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (233104)

Fr. 24.11.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 26.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum Üben und Sich-Ausprobieren sind vorgesehen.



Veranstaltungskalender

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Dezember 2022

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