"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Therapie mit Erwachsenen

Kennzeichnend für die psychodramatische Arbeitsweise in Beratung und Psychotherapie mit Erwachsenen ist bis heute die Haltung J.L. Morenos den Menschen in seiner Ganzheit und mit seinen Potentialen wahrzunehmen. Moreno setzte auf Kreativität und Spontaneität. Sein Weg ist die Wahrheit der Seele handelnd zu erkunden.

Auf diese Weise werden hervorragende Ergebnisse nicht nur in der Analyse und Bearbeitung der inneren Dynamik von sozialen Beziehungen und Gruppierungen, sondern auch in der Bearbeitung innerseelischer Konfliktlagen der Persönlichkeit erzielt. Dieser Ansatz ist daher sowohl psychodynamischem Denken, als auch dem Menschenbild der humanistischen Psychologie verpflichtet und setzt auf die Entfaltung schöpferischer Handlungspotentiale, das wahre zweite Mal und auf das menschliche Potential von lebenslangen seelischen Wachstums- und Veränderungsprozessen.

Das Psychodrama findet im Kontext von Beratung und Psychotherapie mit Erwachsenen heute sowohl seinen Einsatz im Einzelsetting (Monodrama) wie klassischer Weise im Gruppen-setting. Es wird in allen Formen der Beratung genauso praktiziert, wie in seiner störungsspezifischen Anwendungsweise in der Behandlung von allen psychischen Erkrankungen unterschiedlicher Schweregrade und in der Rehabilitation z. B. suchtkranker Menschen.

Wieder Freude am Leben finden (213106)

Sa. 13.11.2021 (09:00 - 13:00 Uhr) - So. 14.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im europäischen Raum. Dies spiegelt sich in vielen psychotherapeutischen Praxen wider. Das Erscheinungsbild und die Dynamik dieser Störung können je nach Schweregrad und Persönlichkeitsstruktur der KlientInnen unterschiedlich ausgeprägt sein. Um effektive Verbesserungen zu erzielen, müssen bei der Wahl von psychodramatischen Interventionen diese Unterschiede und Besonderheiten berücksichtigt werden. Dazu bedarf es geeigneter Interpretationsfolien und gezielter Maßnahmen.
Wir werden uns deshalb in diesem Seminar mit psychodramatischen Modellen zur Entstehung von Depressionen auseinandersetzen. Das Hauptaugenmerk wird auf psychodramatischen Arrangements und Interventionen liegen, die sich in der Behandlung mit diesem Störungsbild bewährt haben. Hierbei wird sowohl auf die Arbeit im Einzelsetting als auch in der Gruppe eingegangen. Es werden Übungen demonstriert und Raum zur Selbsterfahrung sowie zum Üben gegeben.

Den Körper ins Spiel bringen – Körperorientierte Zugänge im Psychodrama (213107)

Fr. 19.11.2021 (15:00 - 15:00 Uhr) - So. 21.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

In diesem Kurs werden wir verschiedene Zugänge in der Beratung auf der Basis aktueller Körperkonzepte psychodramatisch erproben. Der Körper übernimmt im Psychodrama ganz verschiedene Rollen:
Er ist Bühne für Gefühle, Gefäß, Resonanz, Gedächtnis, Ausdruck von Bedürfnis und Mittel zum Kontakt. Der Körper gestaltet Bewegung und Präsenz in den verschiedenen Dimensionen des Raumes. Wir werden uns im Rollenatom diese Facetten genauer anschauen und sie im Hinblick auf die eigene Arbeit reflektieren. Die Psychodrama-Bühne lädt dazu ein, unsere Körperräume zu erleben und systemische Zusammenhänge im Körper spielend zu verstehen. Dabei werden Themen auftauchen, an denen wir beispielhaft sehen können, wie Ideen für Lösungen und mögliche Interventionen über das Embodiment bewegt werden.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 2 - Traumafolgestörungen (213145)

Fr. 19.11.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 21.11.2021 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Traumatherapie muss 1. angemessen umgehen mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. abgespaltene Selbstanteile integrieren und 3. das unbewusste natürliche Selbstheilungssystem aktivieren. Grundlage der psychodramatischen Traumaverarbeitung ist das Auflösen des Dissoziierens durch gezielten Wechsel zwischen den Arbeitsräumen: 1. dem Regie- und Informationsraum, 2. dem Beobachtungs- und Erzählraum, 3. dem Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und 4. dem sicheren Ort.
Die TeilnehmerInnen lernen in dem Seminar die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik und Kriseninterventionen bei einem Flashback, die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken und das Schreiben eines Bewältigungsmärchens.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wie die Katze um den heißen Brei (213108)

Fr. 03.12.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.12.2021 in München
DozentInnen: Stefan Woinoff

Peinlich, schambesetzt, zu heiß oder unangenehm: Tabu-Themen werden vermieden, verdrängt oder lächerlich gemacht. Was ein Tabu-Thema ist, variiert von Mensch zu Mensch und von Gesellschaft zu Gesellschaft. Insbesondere der Umgang mit Tod, Gott, Sexualität gehören dazu. Gefühle von Scheu, Angst, Panik, Ekel, Ehrfurcht, Schuld und Scham können Wegweiser für Tabu-Themen sein, bei PatientInnen und KlientInnen, aber auch bei uns selbst. Es ist schwer, zu diesen Themen einfühlsame Fragen zu stellen und sie psychodramatisch zu bearbeiten. Wir dürfen uns aber diesen Themen nicht entziehen, sonst verbleiben wir im beredeten Schweigen und verstärken nur noch das Tabu.
Wir wollen gesellschaftliche und eigene Tabuthemen auf die Bühne bringen, um so einen psychodramatischen Umgang mit den Tabus zu entwickeln, die uns in unserer Arbeit begenen.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Bayern werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Störungsspezifische Psychodramatherapie 7 - Narzisstische Persönlichkeitsstörung (213146)

Fr. 03.12.2021 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.12.2021 in Neu-Anspach
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Ein unersättliches Bedürfnis nach Anerkennung bei gleichzeitiger Angst vor tieferer Bindung und Liebe, ein empfindlich gestörtes Selbst(wert)gefühl und übertriebene Selbstbezogenheit kennzeichnen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Wir nähern uns dem zeitgeist-typischen Krankheitsbild psychodramtisch und erkunden vom Mythos des selbstverliebten des Narziss über die persönlichen entwicklungsgeschichtlichen Ursachen die Entstehung, Diagnostik und störungsspezifischen Behandlung. Die theoretischen Grundlagen können durch Übungen und eigene Fälle lebendig und verständlich gemacht werden.
Ein Seminar für alle, die mit Menschen mit solchen Akzenten zu tun haben, sei es im therapeutischen, pädagogischen oder privaten Bereich. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.

Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Hessen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Arbeit mit Symbolen im therapeutischen Sandspiel und im Psychodrama (213109)

Fr. 17.12.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 19.12.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Günter Still

Die Arbeit mit Symbolen ist fester und geschätzter Bestandteil in Beratung und Therapie. Besonders in der Arbeit mit Einzelnen wird der Sandkasten oder die "Tischbühne" (Krüger) häufig zur Methode der Wahl. Die Arbeit mit Symbolen eröffnet den Zugang zu Themen und Problemen, die noch nicht bewusstseinsfähig sind. Bewusste Problemkonstellationen gewinnen in der symbolischen Darstellung neue Dimensionen. Denn ein Symbol setzt die emotionale und soziale Situation des Einzelnen in Beziehung zu einem umfassenderen Ganzen und eröffnet nicht gekannte Spielräume. Der alleinige Geltungsanspruch der Alltagswirklichkeit wird zurückgedrängt, indem diese durch das Spiel mit den Symbolen als Bruchstück des Lebens erkennbar gemacht wird.

Die Teilnehmenden erhalten methodische Anregungen für die und praktische Erprobung der Arbeit mit Symbolen in Beratung und Supervision.

Zielgruppe: Alle die mit Symbolen arbeiten und oder daran interessiert sind.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Störungsspezifische Psychodramatherapie bei Menschen mit psychotischen Erkrankun (223141)

Fr. 11.02.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 13.02.2022 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Allgemeine Themenschwerpunkte: die mentalisastionsorientierte metakognitive Psychotherapie von Psychosen nach Moreno und Morenos Psychosetherapie als Grundlage des psychodramatischen Denkens.
Spezielle Themenschwerpunkte:
1. der Weg der Entwicklung einer psychotischen Dekompensation.
2. Krisenintervention und Diagnostik mithilfe des Doppelgängerdialogs,
3. die transmodale Beziehungsgestaltung.
4. die Hilfswelt-Methode Morenos und ihre Umwandlung in heute einsetzbare therapeutische Techniken,
5. die Auflösung des Gegenübertragungswiderstands von TherapeutInnen und BeraterInnen.
Die TeilnehmerInnen üben in Kleingruppen die vom Leiter demonstrierten Techniken Doppelgängerdialog und die Anwendung der Hilfswelt-Methode mit der Stühlearbeit, mit Handpuppen und mit der Tischbühne.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Ist das alles? - Sinn und Perspektiven im Leben und im Beruf (225101)

Fr. 11.02.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 13.02.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Nach einer Aufbauphase im Beruf - aber auch in der Familie - können Resignation, Enttäuschung, und Sinnverlust in eine Krise führen. Für unsere Individuation ist es aber wichtig, Erfahrungen mit Grenzen zu machen und uns neuen Orientierungen zu öffnen:
- Flüchten oder standhalten
- Verschliessen oder Öffnen
- Wegschauen oder Anschauen
- Leugnen oder Erkennen
Solche Antinomien sind Inhalte dieses Spannungsfeldes.

Mit den Möglichkeiten des Psychodramas werden wir an diesen "Bilanz"- Themen arbeiten

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edekoben/Überlingen

Krankheitsbezogene, störungsspezifische Psychodramatherapie in Theorie und Praxi (223142)

Fr. 18.03.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 20.03.2022 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Im mentalisations-orientiertem Psychodrama werden die depressiven Symptome als das Ergebnis von Blockaden oder Defiziten der inneren Konfliktverarbeitung verstanden. Störungsspezifische psychodramatische Therapie löst diese Blockaden spezifisch auf. Sie differenziert zwischen Aktualkonflikten (z.B. Erschöpfungsdepression, Trauer bei Tod von Bezugspersonen, Suchtproblematik), neurotischen Depressionen (Abbau der Anpassung durch Identifizierung mit dem Angreifer), schweren Depressionen bei strukturellen Konflikten (Selbststeuerung befindet sich im Symptom) und suizidalen Krisen.
In Falldemonstrationen und Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben die wichtigsten Schritte des therapeutischen Vorgehens in Zweiergruppen.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Selbstfürsorge oder doch lieber "innerer Schweinehund" (225102)

Fr. 18.03.2022 (13:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 19.03.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Hedi Wunderlich

Kopf sagt: „Sport.“, Bauch sagt: „Spätzle.“ Oder doch lieber was ganz anderes? Häufig begegnen uns nach herausfordernden Situationen im beruflichen oder privaten Alltag Missstimmungen, Antriebslosigkeit, Gereiztheit. Körper, Geist und Seele fühlen sich ausgelaugt und leer an. Dann meldet sich oft unser innerer Schweinehund, lässt uns erst mal auf der Couch sitzen, herumnörgeln und so gar nichts ist recht. Natürlich weiß „man“, dass „man“ hätte Grenzen setzen sollen, auf sich achten hätte sollen… .
In diesem Seminar lade ich Sie ein, Ihrem „inneren Schweinehund“ auf die Spur zu kommen. Was will er? Warum meldet er sich immer wieder und hält mich von meinem Veränderungswillen ab? Gleichzeitig entdecken wir die selbstfürsorgende Rolle in uns. Wie komme ich wieder in Schwingung zu mir selbst? Was brauche ich, um die selbstfürsorgende Rolle zu aktivieren? Vielleicht gibt es noch andere Rollen, die mich in diese ambivalente Handlungsverläufe bringen.
Lassen Sie uns an Hand von psychodramatischen Techniken, mit Spaß und Tiefe dieses sehr menschliche Phänomen erkunden und erspüren. Antworten können gefunden werden, um den inneren Schweinehund zu besänftigen und die Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren.

Trennung - Abschied - Neubeginn (225103)

Fr. 18.03.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 20.03.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Trennung und Abschied sind Erfahrungen, die sich durch unser ganzes Leben ziehen.
Immer wieder müssen wir loslassen: Orte, Gruppen, Altersstufen, Beziehungen, einzelne Menschen, die uns nahestehen. Oft wehren wir uns gegen den Verlust, wollen ihn nicht wahrhaben und spüren keine Kraft mehr, Leere und Dunkelheit zu überwinden.
Doch lässt nicht jeder Abschied auch einen Freiraum für den Neubeginn? Um das spüren zu können, ist es notwendig, unsere kreativen Kräfte wieder in Bewegung zu bringen.
Mit den Möglichkeiten des Psychodramas werden wir uns diesen Themen nähern, Abschiede inszenieren, uns auf der Bühne damit befassen und die Kräfte des Neubeginns erleben.

Psychodramatherapie im Einzelsetting (223101)

Fr. 08.04.2022 (09:30 - 16:30 Uhr) - So. 10.04.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Psychodrama wird häufig nur als Gruppenmethode gesehen, obwohl viele PsychodramatikerInnen im Einzelsetting tätig sind und bereits Jacob Levy Moreno in seinem Sanatorium in Beacon PatientInnen auch einzeltherapeutisch behandelt hat. Um auch im Einzelsetting szenisch arbeiten zu können, bedarf es spezieller Techniken und Arrangements, die in diesem Seminar vorgestellt werden. Wie und in welchen Modifikationen diese bei bestimmten Störungsbildern und Altersgruppen eingesetzt werden können, kann erfahren und erprobt werden.

Psychodrama-Grundkenntnisse sind erwünscht.

S T O P P ? Nein sagen lernen (225104)

Fr. 08.04.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.04.2022 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manuela Lunze

Wie zieht man nun eine Grenze zum Gegenüber? Wie schafft man es, dafür zu sorgen, dass die gesteckten Grenzen nachhaltig eingehalten werden?
Der Ursprung für die mangelnde Fähigkeit der Abgrenzung liegt oftmals in der Herkunftsfamilie. Die Botschaften der Bezugspersonen und die eigenen inneren Antreiber verhindern, dass wir gut für uns sorgen und uns erfolgreich abgrenzen.
In klassischen Psychodrama-Protagonistenarbeiten finden wir diese inneren Hindernisse heraus. Jede/r TeilnehmerIn hat die Gelegenheit in speziellen „Spielsequenzen“ die Abgrenzung nachzuspüren, einzuüben und zu festigen.
Nachdem die Grenzziehung ein wichtiges Mittel in der Kommunikation ist, werden wir die verbalen und vorzugsweise die non-verbalen Zeichen in der Kommunikation (Körpersprache, innere Haltung) transparent machen und Sie dafür sensibilisieren.
Theoretische Grundlagen dieses Themas werden vorgestellt und diskutiert.
Die Belohnung, die auf Sie wartet: Authentizität und ein stimmiges Selbstbild!

Krankheitsbezogene, störungsspezifische Psychodramatherapie in Theorie und Praxi (223143)

Fr. 29.04.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 01.05.2022 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Was ist eine Borderlineorganisation, eine strukturelle Störung oder eine Persönlichkeitsstörung? Persönlichkeitsgestörte PatientInnen leiden an einer metakognitiven Störung. Sie erleben ihre starre Abwehr als zu ihrer Identität zugehörig. Sie rufen damit schwere Beziehungsstörungen hervor, auch in der therapeutischen Beziehung.
Die TeilnehmerInnen üben in Zweiergruppen, ihre eigenen negativen Affekte in der therapeutischen Beziehung für die Behandlung fruchtbar zu machen. Sie symbolisieren dazu die dysfunktionalen metakognitiven Ich-Zustände der PatientInnen (ego-states) mit Stühlen und Handpuppen und lassen sie miteinander in Interaktion treten. Sie lernen das "Prinzip Antwort statt Deutung" mithilfe des psychodramatischen Antwortens durch Aufstellen der drei aufgabenbezogenen metakognitiven Ich-Zustände der Therapeutin.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Die Liebe in den Zeiten von Corona (223102)

Fr. 08.07.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.07.2022 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

Was haben die Pest, Cholera, Aids und Covid 19 für die Liebe gemeinsam?
Es gibt neue Regeln für Nähe und Distanz. Das beinhaltet nicht nur neue Regeln für Begegnung, sondern auch den Einsatz digitaler Medien. Aber auch die analogen Verhaltensweisen haben sich verändert (z. Bsp. Buddy-Sex). Im Fokus stehen: (Liebes)paare jeglicher Art, Liebende, die es werden wollen, Personen, die Partnerschaft suchen und Paare, mit Trennungsgedanken;

Wir freuen uns auf Geschichten aus den Zeiten von Distanzregelungen und Lockdowns, die wir mit dem Psychodrama und dem Playbacktheater szenisch bearbeiten wollen. Das könnten sein: eigene Erfahrungen zu den medialen Formaten, häusliche Gewalt, Einsamkeit, wenig öffentlicher Begegnungsraum, etc.

Psychodrama-Grundkenntnisse sind erwünscht.

Krankheitsbezogen, störungsspezifische Psychodramatherapie (223144)

Fr. 08.07.2022 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 10.07.2022 in Wolfertsschwenden
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Ein unersättliches Bedürfnis nach Anerkennung und Liebe, ein empfindlich gestörtes Selbst(wert)gefühl und eine übertriebene Selbstbezogenheit kennzeichnen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Diesem zeitgeist-typischen Krankheitsbild wollen wir psychodramatisch näherkommen: vom Mythos des selbstverliebten Narziss über die entwicklungsgeschichtlichen Ursachen bis hin zu den Behandlungsmöglichkeiten. Wir werden erkunden, woran man dieses erkennt, und wie man darauf reagieren kann, ohne in die Falle des Co-Narzissten zu fallen. Die theoretischen Grundlagen können durch Übungen und eigene Fälle lebendig und verständlich gemacht werden. Ein Seminar für alle, die mit Menschen mit solchen Akzenten zu tun haben, sei es im therapeutischen, pädagogischen oder privaten Bereich. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Bayern werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Eine praktische Einführung in die Figurenspieltherapie (229107)

Fr. 23.09.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 25.09.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Pamela Brockmann

Die Methode der Figurenspieltherapie spricht Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an.

In diesem Seminar erwartet Sie

- ein praxisorientierter Einblick in die Figurenspieltherapie
- die Gelegenheit, in einem schöpferischen Prozess eine eigene Figur zu schaffen
- die Möglichkeit, diese Figur zum Leben zu erwecken
- ein geschütztes und freudvolles Selbsterfahrungs-Erlebnis
- fachlicher Input, um Ihre therapeutische oder pädagogische Arbeit punktuell zu unterstützen

Krankheitsbezogene, störungsspezifische Psychodramatherapie in Theorie und Praxi (223145)

Fr. 30.09.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 02.10.2022 in Bad Krozingen
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die LeiterInnen vermitteln in dem Seminar die mentalisationsorientierte metakognitive Psychodramatherapie von Angst- und Zwangsstörungen. Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z. B. bei Traumafolgestörungen. Bei Panikattacken und Zwangsstörungen arbeitet der/die TherapeutIn mithilfe der Stühlearbeit zunächst an den jeweils spezifischen dysfunktionalen metakognitiven Ich-Zuständen (ego-states). Die LeiterInnen demonstrieren diese Arbeit im Einzelsetting.
Die TeilnehmerInnen üben in dem Seminar dann diese direkt metakognitive Arbeit an den dysfunktionalen Ich-Zuständen in Zweiergruppen. Sie erfahren dabei als TherapeutInnen und als PatientInnen den Unterschied zwischen kognitiv und metakognitiv orientierter Arbeit. Darüber hinaus üben sie die Technik der projektiven Personalisierung bei Zwangsgedanken.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wenn der Körper spricht- Psychosomatik und tiefenpsychologisch-fundiert (223103)

Fr. 07.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Der Körper jedoch entgleitet häufig unserer Aufmerksamkeit. In erster Linie muss er funktionieren. Erst in Krankheit oder bei körperlichen Einschränkungen schenken wir ihm mehr Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher unserer Biographie. Lebensgeschichte ist immer auch Körpergeschichte.
Mit psychodramatischen Handlungstechniken und wohltuenden Übungen wird die Wahrheit des Körpers aufgespürt und exploriert. Körperdiagnostik wird zu einem aktiven Bestandteil unserer Psychodiagnostik.
Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Psychodramatischer Lebenszug (225108)

Fr. 07.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wer oder was sind meine Lebensbegleiter, Mitreisende als Beschützer, Förderer, Vorbilder aus Familie, Verwandtschaft, Freundeskreis oder Schule bei Aufbrüchen, Trennungen, Abschieden, Zäsuren, bei
Brüchen, Heilungen und Neubeginn in meinem Lebenszug?
Nach welchen Fahrplänen reise ich durch mein Leben?
Reise-, Bahnstationen, Sichere Orte, Bedrohungen, mein Heimatbahnhof? Was wurde mir mit- und weitergegeben?
Was habe ich in meinem Reisegepäck? Was gebe ich weiter? Lebenspläne, - wünsche, Sehnsüchte ... wohin geht die Reise?
Wir werden Reiseberichte nachempfinden sowie Lebenspläne und Lebenswege psychodramatisch inszenieren.
Selbsterfahrung und verschiedene psychodramatische Methoden der Bilanzierung stehen im Fokus.

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (223104)

Fr. 28.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 30.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum üben und sich ausprobieren sind vorgesehen.

Der psychodramatische Ressourcenkoffer (224205)

Fr. 11.11.2022 (14:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 12.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Elke Frohn

"Was wäre, wenn die Dinge sprechen könnten? Was würden sie uns sagen? Oder sprechen sie schon und wir hören sie bloß nicht? Und wer wird sie übersetzten?" (W. Benjamin)

Die Arbeit mit Objekten öffnet neue Ebenen der Reflexion und ermöglicht ungewohnt kreativ-handgreifliche Formen des Dialogs. Neben Alltagsgegenständen lassen sich auch Sammlungen von Glitzersteinen, Postkarten, Spielfiguren, Handpuppen, Fundstücke von Flohmärkten nutzen, um Beziehungen und Prozesse aus der Arbeitswelt oder persönlichen Beziehungswelt mit all ihren Fragen zu verdeutlichen und mit psychodramatischen Methoden vertiefend erlebbar zu machen. Dies ist sowohl im Einzel- als auch im Gruppen oder Teamsetting möglich.

Krankheitsbezogene, störungsspezifische Psychodramatherapie in Theorie und Praxi (223146)

Fr. 18.11.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 20.11.2022 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Traumatherapie muss 1. angemessen umgehen mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. abgespaltene Selbstanteile integrieren und 3. das unbewusste natürliche Selbstheilungssystem aktivieren. Grundlage der psychodramatischen Traumaverarbeitung ist das Auflösen des Dissoziierens durch gezielten Wechsel zwischen den Arbeitsräumen: 1. dem Regie- und Informationsraum, 2. dem Beobachtungs- und Erzählraum, 3. dem Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und 4. dem sicheren Ort.
Die TeilnehmerInnen lernen in dem Seminar die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik und Kriseninterventionen bei einem Flashback, die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken und das Schreiben eines Bewältigungsmärchens.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Hallo Ich! Wer bin ich? Was will ich? (225113)

Fr. 18.11.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 20.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

So wie jedes Blatt eines Baumes verschieden ist, so ist auch kein Mensch dem anderen gleich. Diese Einzigartigkeit drückt sich u.a. in Ressourcen und auch in Eigenschaften oder Fähigkeiten aus. Der Niederländer Daniel Ofman hat in seinem Modell des *Kernquadrates* ein wunderbares Instrument geschaffen, eigene *Kernqualitäten* zu entdecken, eigene *Fallen* und *Allergien* zu entlarven und sich *Herausforderungen* zu stellen. Wir wollen in diesem Seminar dieses Modell psychodramatisch erkunden und seine Möglichkeiten für die eigene Entwicklung aber auch für die Arbeit mit KlientInnen oder SupervisandInnen kennenlernen.
Wie kann ich meine Ressourcen weiterentwickeln? Warum reagiere ich in bestimmten Situationen so genervt? Warum kann ich diesen Menschen einfach nicht ausstehen? Wie treffe ich zwischenmenschliche Entscheidungen?
Durch die psychodramatische Inszenierung des Kernquadrates wird dieses Modell anschaulich und lebendig.
Wie Ofmann schreibt: „Frag nicht, was die Welt braucht. Frage lieber, was dich inspiriert und lebendig macht. Dann ziehe los und setzte es kreativ um, denn was die Welt braucht, sind lebendige, schöpferische Menschen.“ Ofman: Hallo, Ich da..?! de BoomVerlag, Kiesby 2010. S. 127



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Oktober 2021

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