"Jede Rolle hat zwei Seiten,
eine persönliche und
eine kollektive Seite."
J. L. Moreno

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Programm / Therapie mit Erwachsenen

Beratung und Psychotherapie mit Erwachsenen

Kennzeichnend für die psychodramatische Arbeitsweise in Beratung und Psychotherapie mit Erwachsenen ist bis heute die Haltung J.L. Morenos den Menschen in seiner Ganzheit und mit seinen Potentialen wahrzunehmen. Moreno setzte auf Kreativität und Spontaneität. Sein Weg ist die Wahrheit der Seele handelnd zu erkunden.

Auf diese Weise werden hervorragende Ergebnisse nicht nur in der Analyse und Bearbeitung der inneren Dynamik von sozialen Beziehungen und Gruppierungen, sondern auch in der Bearbeitung innerseelischer Konfliktlagen der Persönlichkeit erzielt. Dieser Ansatz ist daher sowohl psychodynamischem Denken, als auch dem Menschenbild der humanistischen Psychologie verpflichtet und setzt auf die Entfaltung schöpferischer Handlungspotentiale, das wahre zweite Mal und auf das menschliche Potential von lebenslangen seelischen Wachstums- und Veränderungsprozessen.

Das Psychodrama findet im Kontext von Beratung und Psychotherapie mit Erwachsenen heute sowohl seinen Einsatz im Einzelsetting (Monodrama) wie klassischer Weise im Gruppen-setting. Es wird in allen Formen der Beratung genauso praktiziert, wie in seiner störungsspezifischen Anwendungsweise in der Behandlung von allen psychischen Erkrankungen unterschiedlicher Schweregrade und in der Rehabilitation z. B. suchtkranker Menschen.

Tiefenpsychologische fundierte Suchttherapie (DRV und GKV) (201600)

14:30 - 13:00 Uhr
DozentInnen: Hans Benzinger

Die Weiterbildung zum/zur tiefenpsychologisch fundierten Suchttherapeuten/Suchttherapeuting befähigt zur eigenständigen Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen für Abhängigkeitserkrankte im ambulanten, teilstationären und stationären Rahmen sowohl im Einzel- wie auch Gruppensetting. Die Weiterbildung basiert auf einem tiefenpsychologisch fundierten Suchtverständnis, vermittelt deren Theorie und die daraus abgeleiteten Vorgehensweisen in der Behandlung Abhängigkeitserkrankter. Dabei werden geeignete handlungs- und erlebensorientierte Methoden in besonderer Weise integriert.

Die Weiterbildung umfasst folgende integralen Bestandteile:
- Theorievermittlung und Krankheitslehre
- Selbsterfahrung
- Methodisches Anwendungstraining und fallzentriertes Arbeiten
- Einzel- und Gruppensupervision
- Selbststudium

Zielgruppe: Beschäftigte aller Suchtrehabilitationseinrichtung mit abgeschlossenem Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, der Psychologie oder Medizin.

Kennenlern- und Zulassungsseminar: in Stuttgart
Alle WeiterbildungsleiterInnen verfügen über eine Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter (Sucht)Therapie, handlungsorientierte Methoden und langjähriger Berufserfahrung im Tätigkeits- feld Sucht.
Fachlicher Leiter: Hans Benzinger, Dipl.-Psych.
Suchtspezifische Vertiefung: Susanne Jäger, Dipl.-Soz.Päd.
Medizinischer Leiter: Dr. med. Alfons Rothfeld
Selbsterfahrungsleiterin: Ingrid Sturm, Dipl.-Psych.

Ort: Stuttgart und Lörrach

Geschätzte Kosten der gesamten Fortbildung: +/- 11.000.-
8845.- Euro (Seminarkosten ohne Unterkunft und Verpflegung, incl. Verwaltungs- und Prüfungsgebühren,)
+ 2240.- Euro Supervisionskosten (Einzelsupervision)
+ 350.- Euro Kosten für Zulassungsseminar und Aufnahmeinterview
Materialkosten und Kosten für Lehrbücher sind nicht enthalten.


Anmeldungen und weitere Informationen:
Geschäftsstelle der AGTPS, Gebelsbergstr. 9, 70199 Stuttgart, 0711 / 606707 (Dorothea Ensel)

Kompaktqualifikation "Handlungsorientierte Suchtarbeit - Psychodrama" (191905)

Do. 07.02.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 21.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Hedi Wunderlich

Wollen Sie Ihre Handlungskompetenz in der Suchtarbeit (Prävention, Beratung, Therapie) erweitern? Brauchen Sie mehr Handwerkszeug für die alltäglichen Herausforderungen in Ihrer Arbeit im Suchtbereich?
Dann sind Sie hier genau richtig!
Diese berufsbegleitende Kompaktqualifikation richtet sich an alle im Arbeitsfeld Sucht tätigen Berufsgruppen: SozialarbeiterInnen/-pädagoInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, TherapeutInnen anderer Fachrichtung und führt Sie praktisch und theoretisch in die psychodramatische Arbeitsweise im Suchtbereich ein. Der Focus wird vor allem auf die praktische Umsetzung gerichtet sein. Ihre Fallbeispiele sind willkommen! Sie lernen mit und für Ihren beruflichen Alltag.

Federführung: Hedi Wunderlich

1. Block: Basics - Einführung in die Instrumente des Psychodramas und die psychodramatischen Techniken
- Kennenlernphase
- die Psychodrama Bühne als Erlebnis und Handlungsraum;
- Psychodramatische Handlungstechniken: doppeln, spiegeln, Rollentausch;
- Soziometrie/Aktionssoziometrie
- eigener biografischer Hintergrund
Leitung: Hedi Wunderlich Februar 2019

2. Block: Rolle und Identität - Grundlagen psychodramatischer Suchtarbeit in Theorie und Praxis
- Menschenbild und Rollentheorie im Psychodrama
- Rollenregie, Rollenkonfusion und Kontrollverlust bei Abhängigkeitserkrankungen
- Konzept der Identitätsspaltung nach Krüger
- handlungsorientierte Diagnosetechniken und Interventionen im Einzel-
- und Gruppensetting bei Behandlung und Rehabilitation suchtkranker Menschen
Leitung: Helmut Schwehm März 2019

3. Block: Spezifische Aspekte in der Suchtarbeit
- Geschlechtsspezifische Dimensionen der Sucht (u.a. Essstörungen)
- Rollenentwicklung und Identität als Mann und Frau
- Arbeit mit dem sozialen Bezugssystem
- Ressourcen und Resilienzen
Leitung: Hedi Wunderlich Mai 2019

4. Block: Von der Sucht, sich zu verlieren: Verhaltensbezogene Süchte verstehen und behandeln
- Pathologisches Glücksspiel und Mediensucht: Formen/ Verbreitung/ Diagnostik/ Hilfsmöglichkeiten
- Psychodramatische Anwärmübungen: Gruppen in Bewegung bringen
- Von Moreno lernen: Wirksame psychodramatische Ansätze im niedrigschwelligen Bereich
Leitung: Nikolas Danzinger Juli 2019

5. Block: Basics: Gruppe, Gruppendynamik, suchtspezifische Dynamik
- Rückfall, Rückfallbearbeitung, Rückfallprophylaxe
- Reflexion von Prozessen
- Abschiedsmethoden im Einzel- und Gruppensetting
Leitung: Hedi Wunderlich Oktober 2019

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Störungsspezifische Psychodramatherapie - Übersicht zur Seminarreihe (193140)

Fr. 15.02.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 27.10.2019 in Hannover
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die störungsspezifische Psychodramatherapie basiert auf dem Verständnis des Psychodramas als Methode des Mentalisierens durch psychodramatisches Spiel. Anhand von Fallbeispielen werden jeweils die Besonderheiten der psychodramatischen Therapie bei der entsprechenden Erkrankung vorgestellt. Aus der Praxis der Fallbeispiele wird das störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten in Diagnostik, Praxis und Theorie abgeleitet. Die TeilnehmerInnen üben die wichtigsten Schritte des Vorgehens in Zweier- oder Dreiergruppen. Zu jedem Seminar gibt es ein Manuskript mit den wichtigsten theoretischen und praktischen Grundlagen der Behandlung dieser Erkrankung.

Seminar 1: Borderlineorganisation, strukturelle Störungen, Persönlichkeitsstörungen.
Seminar 2: Traumatherapie
Seminar 3: Psychotische Erkrankungen
Seminar 4: Depressionen und suizidale Krise
Seminar 5: Suchtstörungen und krankheitswertiges, abweichendes Verhalten
Seminar 6: Angststörungen und Zwangsstörungen

Alle Seminare sind auch einzeln buchbar!

Störungsspezifische Psychodramatherapie 4 - Depression und suizidale Krise (193141)

Fr. 15.02.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 17.02.2019 in Grossburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Im metakognitiv begründeten Psychodrama werden die depressiven Symptome als das Ergebnis von Blockaden oder Defiziten der inneren Prozessarbeit verstanden. Störungsspezifische psychodramatische Therapie löst diese Blockaden auf. Sie differenziert zwischen Aktualkonflikten (z.B. Erschöpfungsdepression, Trauer bei Tod von Bezugspersonen, Suchtproblematik), neurotischen Depressionen (Abbau der Anpassung durch Identifizierung mit dem Angreifer), schweren Depressionen bei strukturellen Konflikten (Selbststeuerung befindet sich im Symptom) und suizidalen Krisen.
In Falldemonstrationen und Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben die wichtigsten Schritte des therapeutischen Vorgehens in Zweiergruppen.

Die Vielfalt der psychodramatischen Aufstellungsarbeit (196102)

Fr. 15.03.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.03.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manuela Lunze

J. L. Moreno hat die Aufstellungsarbeit erfunden. Sie wurde von vielen anderen Therapierichtungen kopiert und verändert. In diesem Seminar lernen Sie das Original kennen.
Die verschiedenen Möglichkeiten und Facetten der psychodramatischen Aufstellungsarbeit werden gezeigt und eingeübt. Zunächst wird die Psychodramaaufstellung mit der systemischen Aufstellungsarbeit verglichen. Dann lernen Sie die psychodramatische Aufstellungsarbeit im Einzelsetting (Therapie und Coaching) wie im Gruppensetting mit Symbolen kennen. Als weitere Option wird die Methode der Seilarbeit vorgestellt. Das Seil ist als Hilfsmittel zur Sichtbarmachung von emotionalen Verstrickungen, Verwirrungen und Gefühlen eine große Unterstützung.
In jedem dieser Settings kommen selbstverständlich die Techniken Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
An den eingebrachten Themen der Seminarteilnehmer/-innen (Selbsterfahrung) werden die unterschiedlichen Wege der Aufstellungsarbeit in Einzel-, Paar- und Gruppentherapie veranschaulicht. Detailliert werden die Indikation und Variationen in der Einzelarbeit sowie Gruppensetting herausgearbeitet.

Spaziergänge in der biografischen Landschaft (195104)

Fr. 05.04.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 07.04.2019 in Freiburg
DozentInnen: Ulrike Roesler

Eine Wanderung durch biographische Landschaften ermöglicht den Blick auf den Lebensfluss mit all seinen Veränderungen. Beim Erkunden werden Landschaften in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen sichtbar, es besteht die Chance an Ruhepunkten innezuhalten, an Meilensteinen Erreichtes zu würdigen und an Aussichtspunkten die Perspektive zu erweitern und in die Ferne zu blicken.
Es finden Begegnungen mit anderen SpaziergängerInnen statt, die zeitweise auf gleichen oder ähnlichen Wegen unterwegs sind. Ein Seminar, das spielerisch auf Vergangenes schaut und einen Ausblick in die Zukunft bereithält.

Arbeit mit Symbolen im therapeutischen Sandspiel und im Psychodrama (193101)

Fr. 12.04.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.04.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Günter Still

Die Arbeit mit Symbolen ist fester und geschätzter Bestandteil in Beratung und Therapie. Besonders in der Arbeit mit Einzelnen wird der Sandkasten oder die "Tischbühne" (Krüger) häufig zur Methode der Wahl. Die Arbeit mit Symbolen eröffnet den Zugang zu Themen und Problemen, die noch nicht bewusstseinsfähig sind. Bewusste Problemkonstellationen gewinnen in der symbolischen Darstellung neue Dimensionen. Denn ein Symbol setzt die emotionale und soziale Situation des Einzelnen in Beziehung zu einem umfassenderen Ganzen und eröffnet nicht gekannte Spielräume. Der alleinige Geltungsanspruch der Alltagswirklichkeit wird zurückgedrängt, indem diese durch das Spiel mit den Symbolen als Bruchstück des Lebens erkennbar gemacht wird.

Die Teilnehmenden erhalten methodische Anregungen für die und praktische Erprobung der Arbeit mit Symbolen in Beratung und Supervision.

Zielgruppe: Alle die mit Symbolen arbeiten und oder daran interessiert sind.

Es können Fortbildungspunkte bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt werden.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 5 - Suchtverhalten (193142)

Fr. 03.05.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.05.2019
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die Zahl der Abhängigkeitskranken unter den PsychotherapiepatientInnen ist etwa vier Mal höher als bisher angenommen. Das besondere Problem in der Psychotherapie von abhängigkeitskranken PatientInnen ist die unbewusste dysfunktionale Ich-Spaltung, die durch Verleugnung abgesichert wird. Diese ist zu finden bei schädlichem Gebrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen und auch bei Essstörungen, Automatenspielsucht, Internetsucht, Pornosucht und anderen nicht-substanzgebundenen Suchterkrankungen. Sie kann störungsspezifisch mit der psychodramatischen Zwei-Stühle-Technik aufgelöst werden.

In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben an Patientenbeispielen in Zweiergruppen arbeitsfeldbezogen die Diagnostik und Therapie mit der Zwei-Stühle-Technik und die dadurch veränderte Gestaltung der therapeutischen Beziehung mit Abhängigkeitskranken.

Anwärmung, Aufwärmung, Warming Up und mehr (194104)

Fr. 03.05.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 05.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Eszter Stréda

Über die richtige Übung für die Gestaltung Anfangssituationen in Seminaren, Workshops oder Sitzungen hat sich sicher schon jedeR PsychodramatikerIn den Kopf zerbrochen. "Es kommt eh ein ProtagonistInnenspiel"- denken wir dann, aber wenn die Anfangsrunde keine ausreichende Energie hatte? Dann kann es ganz schön langweilig werden.
Die angemessene Anfangsübung hängt von vielen Aspekten ab. Der Zweck und der Kontrakt, die Zusammensetzung (Alter, Geschlecht, usw.), die aktuelle Lage und der Entwicklungsgrad der Gruppe, aber auch die Absicht des Leiters/der Leiterin - die sind alle wichtige Kriterien der Entscheidung für ein bestimmtes Warming up.
In diesem Seminar erfahren wir Anwärmübungen verschiedener Typen und Indikationen selbst und machen uns ihre Wirkung auf uns als TeilnehmerInnen bewusst. Wir spüren, in welche Richtung sie uns bringen und welche Themen durch diese Übungen in uns aufkommen. Um die Erlebnisse in brauchbares Wissen zu verwandeln sammeln und ordnen wir unsere Erfahrungen gemeinsam.

Ressourcenkoffer (194105)

Fr. 10.05.2019 (14:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 11.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Elke Frohn

Die Arbeit mit Objekten öffnet neue Ebenen der Reflexion und ermöglicht ungewohnt kreativ-handgreifliche Formen des Dialogs. Neben Alltagsgegenständen lassen sich auch gezielt Sammlungen von Glitzersteinen, Postkarten, Spielfiguren, Handpuppen, Fundstücke von Flohmärkten nutzen, um Beziehungen und Prozesse aus der Arbeitswelt oder persönlichen Beziehungswelt mit all ihren Fragen zu verdeutlichen und mit psychodramatischen Methoden dann vertiefend erlebbar machen. Dies ist sowohl im Einzel- als auch im Gruppen oder Teamsetting möglich. Im Workshop werden Sie an praktischen Beispielen übend erleben, wie sinnvoll die vielfältige Arbeit mit Objekten ist. Ziel ist, dass Sie nach diesem Seminar Ihren persönlichen Ressourcenkoffer zusammenstellen werden.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 2 - Traumafolgestörungen (193143)

Fr. 24.05.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 26.05.2019 in Freiburg
DozentInnen: Reinhard Krüger

Das Besondere der Traumatherapie ist 1. der angemessene Umgang mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. die Integration von abgespaltenen Selbstanteilen und 3. die gezielte Aktivierung des unbewussten natürlichen Selbstheilungssystems.
Die TeilnehmerInnen lernen die wichtigsten Grundlagen der Theorie psychischer Traumatisierung und die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik, die Krisenintervention bei einem Flashback und die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken. Sie lernen in Eigenerfahrung, einen sicheren Ort zu erarbeiten und ein Bewältigungsmärchen zu schreiben. Der Leiter stellt dar, wie in der Traumaverarbeitung abgespaltene Selbstanteile durch das gezielte Wechseln zwischen den Arbeitsräumen Regie- und Informationsraum, Beobachtungs- und Erzählraum, Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und sicherer Ort integriert werden können.

Singen wie eine Lerche, gackern wie ein Huhn und brummen wie ein Bär... (195103)

Fr. 24.05.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 26.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Justine Schuchardt

Singen wie eine Lerche, brummen wie ein Bär, gackern wie ein Huhn, jemanden anfauchen oder brüllen wie ein Löwe: Der Volksmund greift gern auf Bilder aus dem Tierreich zurück, wenn es darum geht, den stimmlichen Auftritt eines Menschen zu beschreiben. Der dabei oft mitschwingende positiv oder negativ wertende Unterton lässt vergessen, dass alle Tierstimmen über ein hohes Potential an Energie und Leichtigkeit verfügen. Kein Tier strengt sich an, wenn es seine Stimme erhebt und wird immer gut gehört. Dieses Potential lernen wir für unsere eigene Stimme zu nutzen. Wir erkunden, wie sich Grundfunktionen der Stimme und des Körpers durch Tierlaute stimulieren lassen. Wir entdecken, wie unsere Stimme an Umfang, Modulations- und Ausdrucksfähigkeit gewinnt und wie sie auf unsere Gefühle zurückwirkt. Dabei probieren wir auch aus, wie wir die Tiere als Ressourcenquelle in alltäglichen Konfliktsituationen nutzen können.
Wir arbeiten mit den Methoden des Psychodramas und der Funktionalen Stimmbildung (Lichtenberger® Modell).

Wer weiss wozu, der weiss auch wann - eine psychodramatische Entdeckungsreise (194107)

Fr. 13.09.2019 (15:00 - 12:30 Uhr) - So. 15.09.2019 in Konstanz
DozentInnen: Stefanie Kiefer

In diesem Seminar stehen acht zentrale Psychodrama-Techniken nacheinander auf der Zimmerbühne und möchten sich vorstellen. Als mitagierender Zuschauer werden Sie, gemeinsam mit anderen TeilnehmerInnen, die Möglichkeit haben, die Theorie dieser aufeinander aufbauenden Techniken handelnd zu verstehen. Wer den Nutzen der Psychodrama-Techniken kennt, weiß dann auch, wann deren Einsatz ruft. Und wenn Reinhard T. Krüger davon wüßte, wäre er sicherlich erfreut, weil sein "Theoriekonzept des kreativen Ich und Heilungskonzept der zentralen Psychodrama-Techniken" zum Einsatz kommt. Zielgruppe: Psychodrama-WeiterbildungsteilnehmerInnen; Tätige in Therapie und Beratung, denen Begriffe wie Szenenaufbau, Doppeln, Rollentausch oder Sharing nicht fremd sind.

Den inneren Krafttieren begegnen (195108)

Fr. 20.09.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 22.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Ute Bittner

Den inneren Krafttieren begegnen
Indianer erleben, dass jeder Mensch von einem Krafttier begleitet wird. Es ist wichtig für sie, mit ihrem Krafttier in Beziehung zu leben, damit es hilfreich wirken kann. Wir wollen in diesem Seminar über Imagination und Meditation unser ganz persönliches, eigenes Krafttier kennen lernen, um mit ihm neue Wege zur inneren Heilung zu finden. In psychodramatischen Begegnungen mit der Tiergestalt werden wir unsere neu gewonnenen Energien genießen.

Vorerfahrungen mit Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Loslassen und wieder neu aufbrechen (195109)

Fr. 20.09.2019 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 22.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Trennung und Abschied sind Erfahrungen, die sich durch unser ganzes Leben ziehen.
Immer müssen wir loslassen: von Orten, Gruppen, Altersstufen, Beziehungen, von einzelnen Menschen, die uns nahestehen. Oft wehren wir uns gegen den Verlust, wollen ihn nicht wahrhaben und spüren keine Kraft mehr, Leere und Dunkelheit zu überwinden.
Doch lässt nicht jeder Abschied auch einen Freiraum für den Neubeginn? Um das Spüren zu können, ist es notwendig, unsere kreativen Kräfte wieder in Bewegung zu bringen.
Mit den Möglichkeiten des Psychodramas werden wir uns diesen Themen nähern, Abschiede inszenieren, uns auf der Bühne damit befassen und die Kräfte des Neubeginns erleben.

Grundlagen des Provokativen Ansatzes in Coaching, Therapie und Pädagogik (199704)

Di. 24.09.2019 (08:30 - 16:00 Uhr) - Mi. 25.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Charlotte Cordes

Das Seminar Impro & ProSA ist neben ProSA I ein weiteres Basisseminar in Provokativer SystemArbeit (ProSA)®. Es bietet eine Einführung, Live Demonstrationen, weitere Tools und neue Übungen zum Provokativen Ansatz und verbindet auf eigenständige Weise Improtechniken mit den Grundsätzen von PT, ProSA, ProCo und ProSt. Die Übungen bei Impro & ProSA und ProSA I sind unterschiedlich und ergänzen sich. Die TeilnehmerInnen, die 2018 bereits ProSA I in Stuttgart besucht haben, bekommen hier weitere Tools an die Hand.

Das Impro & ProSA - Seminar ist Bestandteil des DIP Zertifikats, kann aber selbstverständlich auch von Interessenten besucht werden, die kein Zertifikat anstreben.

Teilnahmevoraussetzung: keine

Störungsspezifische Psychodramatherapie 1 - Borderline u.a. (193144)

Fr. 11.10.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 13.10.2019 in Freiburg
DozentInnen: Reinhard Krüger

Was ist eine Borderlineorganisation, eine strukturelle Störung oder eine Persönlichkeitsstörung? Das Besondere in der Therapie ist: Die PatientInnen rufen durch ihre dysfunktionale Selbstorganisation in ihrem Alltag und in der therapeutischen Beziehung schwere Beziehungsstörungen hervor, weil sie ihre dysfunktionale Selbstorganisation als ich-synton und zu ihrer Identität zugehörig erleben. In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben in Zweiergruppen, die dysfunktionale Selbstorganisation der PatientInnen zu erfassen und für die Behandlung fruchtbar zu machen durch 1. das Aufstellen der dysfunktionalen Ich-Zustände, 2. die Stühlearbeit und 3. das „Prinzip Antwort statt Deutung“. Dabei dient die Kreativität der PatientInnen als Ressource und als Mittel der Heilung.

Fachtag AGTPS - Die Bedeutung der Gruppentherapie in der Sucht-Rehabilitation (191611)

Do. 17.10.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - Fr. 18.10.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Hans Benzinger

Seit Juni 2018 bietet die Arbeitsgemeinschaft Tiefenpsychologische Suchttherapie (ein Zusammenschluss der Moreno Institute Stuttgart und Edenkoben/Überlingen und dem SZENEN Institut Köln) eine von der DRV der GKV anerkannte Suchttherapieweiterbildung an.
Dabei greifen wir auf eine 20-jährige Erfahrung in der Weiterbildung von Suchtherapeutinnen und Suchttherapeuten zurück. Diese Weiterbildung befähigt zur eigenständigen Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen für Abhängigkeitserkrankte im ambulanten, teilstationären und stationären Rahmen sowohl im Einzel- wie auch Gruppensetting. Die Weiterbildung basiert auf einem tiefenpsychologisch fundierten Suchtverständnis, vermittelt deren Theorie und die daraus abgeleiteten Vorgehensweisen in der Behandlung Abhängigkeitserkrankter. Dabei werden geeignete handlungs- und erlebensorientierte Methoden in besonderer Weise integriert.

Die AGTPS veranstaltet auf diesem Hintergrund die erste Fachtagung mit Vorträgen und Workshops zur Theorie und Praxis tiefenpsychologisch fundierter Suchttherapie

Anmeldungen und weitere Informationen:
Geschäftsstelle der AGTPS, Gebelsbergstr. 9, 70199 Stuttgart, 0711 / 606707 (Dorothea Ensel)

Störungsspezifische Psychodramatherapie 6 - Angst und Zwangsstörungen (193145)

Fr. 25.10.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 27.10.2019 in Grossburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z.B. bei Traumafolgestörungen. Bei Menschen mit Panikattacken ist es sinnvoll, mit der Stühlearbeit über den Selbstschutz durch Anpassung oder Grandiosität in ihre Konflikte hineinzugehen und nicht über die Affekte selbst. Auch bei PatientInnen mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen ist es indiziert, zunächst mit der Stühlearbeit die dysfunktionalen Ich-Zustände zu erfassen und an der Abwehr der PatientInnen zu arbeiten und nicht gleich an den dahinterstehenden Konflikten.
In Falldemonstrationen und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben arbeitsfeldbezogen die Diagnostik, die Krisenintervention bei einer Panikattacke und die Stühle-Technik in Zweiergruppen.

Tiefenpsychologische fundierte Suchttherapie (DRV und GKV) Zulassungsseminar (191603)

Sa. 30.11.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 01.12.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Hans Benzinger

Die Arbeitsgemeinschaft Tiefenpsychologische Suchttherapie bietet ab Frühjahr 2020 zum zweiten Mal die von der DRV und GKV anerkannten Suchttherapieweiterbildung ab 2020 den zweiten Durchlauf der Ausbildung zum/zur Tiefenpsychologischen Suchttherapeut/in an.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter Kursnummer 181600 oder unter 201600

Anmeldungen und Beratung zur Weiterbildung:
Geschäftsstelle der AGTPS, Gebelsbergstr. 9, 70199 Stuttgart, 0711 / 606707

Beginn der Weiterbildung: Frühjahr 2020

Grundlagen des Provokativen Ansatzes in Coaching, Therapie und Pädagogik Teil 2 (X209701)

Mo. 20.01.2020 (08:30 - 18:30 Uhr) - Di. 21.01.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Charlotte Cordes

Provokative SystemArbeit (ProSA)®, Teil II
Ausbau der Grundlagen und Erfahrungen mit dem Provokativen Ansatz in Therapie, Coaching und Training

In ProSA II gehen wir davon aus, dass Sie Ihre Erfahrungen aus ProSA I und/oder Impro&ProSA bereits in die Praxis umgesetzt haben und auf diese Weise Anschauungsmaterial und Einsicht in die von Ihnen bevorzugte provokative Vorgehensweise gewonnen haben. Ihre bisherigen Erfahrungen werden gezielt eingebracht und supervidiert (auch mit Videoaufzeichnung). Sie erhalten Anregungen für besonders knifflige Situationen und lernen weitere Bausteine kennen. Ihr Repertoire wird dadurch gefestigt, ausgebaut und verfeinert.

Teilnahmevoraussetzung: Besuch von ProSA I und/oder Impro & ProSA. Nicht für provokative Neulinge!



Veranstaltungskalender

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Dezember 2018

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