"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Therapie mit Erwachsenen

Kennzeichnend für die psychodramatische Arbeitsweise in Beratung und Psychotherapie mit Erwachsenen ist bis heute die Haltung J.L. Morenos den Menschen in seiner Ganzheit und mit seinen Potentialen wahrzunehmen. Moreno setzte auf Kreativität und Spontaneität. Sein Weg ist die Wahrheit der Seele handelnd zu erkunden.

Auf diese Weise werden hervorragende Ergebnisse nicht nur in der Analyse und Bearbeitung der inneren Dynamik von sozialen Beziehungen und Gruppierungen, sondern auch in der Bearbeitung innerseelischer Konfliktlagen der Persönlichkeit erzielt. Dieser Ansatz ist daher sowohl psychodynamischem Denken, als auch dem Menschenbild der humanistischen Psychologie verpflichtet und setzt auf die Entfaltung schöpferischer Handlungspotentiale, das wahre zweite Mal und auf das menschliche Potential von lebenslangen seelischen Wachstums- und Veränderungsprozessen.

Das Psychodrama findet im Kontext von Beratung und Psychotherapie mit Erwachsenen heute sowohl seinen Einsatz im Einzelsetting (Monodrama) wie klassischer Weise im Gruppen-setting. Es wird in allen Formen der Beratung genauso praktiziert, wie in seiner störungsspezifischen Anwendungsweise in der Behandlung von allen psychischen Erkrankungen unterschiedlicher Schweregrade und in der Rehabilitation z. B. suchtkranker Menschen.

Wenn der Körper spricht- Psychosomatik und tiefenpsychologisch-fundiert (223103)

Fr. 07.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Der Körper jedoch entgleitet häufig unserer Aufmerksamkeit. In erster Linie muss er funktionieren. Erst in Krankheit oder bei körperlichen Einschränkungen schenken wir ihm mehr Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher unserer Biographie. Lebensgeschichte ist immer auch Körpergeschichte.
Mit psychodramatischen Handlungstechniken und wohltuenden Übungen wird die Wahrheit des Körpers aufgespürt und exploriert. Körperdiagnostik wird zu einem aktiven Bestandteil unserer Psychodiagnostik.
Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (223104)

Fr. 28.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 30.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum üben und sich ausprobieren sind vorgesehen.

Der psychodramatische Ressourcenkoffer (224205)

Fr. 11.11.2022 (14:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 12.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Elke Frohn

"Was wäre, wenn die Dinge sprechen könnten? Was würden sie uns sagen? Oder sprechen sie schon und wir hören sie bloß nicht? Und wer wird sie übersetzten?" (W. Benjamin)

Die Arbeit mit Objekten öffnet neue Ebenen der Reflexion und ermöglicht ungewohnt kreativ-handgreifliche Formen des Dialogs. Neben Alltagsgegenständen lassen sich auch Sammlungen von Glitzersteinen, Postkarten, Spielfiguren, Handpuppen, Fundstücke von Flohmärkten nutzen, um Beziehungen und Prozesse aus der Arbeitswelt oder persönlichen Beziehungswelt mit all ihren Fragen zu verdeutlichen und mit psychodramatischen Methoden vertiefend erlebbar zu machen. Dies ist sowohl im Einzel- als auch im Gruppen oder Teamsetting möglich.

Krankheitsbezogene, störungsspezifische Psychodramatherapie in Theorie und Praxi (223146)

Fr. 18.11.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 20.11.2022 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Traumatherapie muss 1. angemessen umgehen mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. abgespaltene Selbstanteile integrieren und 3. das unbewusste natürliche Selbstheilungssystem aktivieren. Grundlage der psychodramatischen Traumaverarbeitung ist das Auflösen des Dissoziierens durch gezielten Wechsel zwischen den Arbeitsräumen: 1. dem Regie- und Informationsraum, 2. dem Beobachtungs- und Erzählraum, 3. dem Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und 4. dem sicheren Ort.
Die TeilnehmerInnen lernen in dem Seminar die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik und Kriseninterventionen bei einem Flashback, die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken und das Schreiben eines Bewältigungsmärchens.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Hallo Ich! Wer bin ich? Was will ich? (225113)

Fr. 18.11.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 20.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

So wie jedes Blatt eines Baumes verschieden ist, so ist auch kein Mensch dem anderen gleich. Diese Einzigartigkeit drückt sich u.a. in Ressourcen und auch in Eigenschaften oder Fähigkeiten aus. Der Niederländer Daniel Ofman hat in seinem Modell des *Kernquadrates* ein wunderbares Instrument geschaffen, eigene *Kernqualitäten* zu entdecken, eigene *Fallen* und *Allergien* zu entlarven und sich *Herausforderungen* zu stellen. Wir wollen in diesem Seminar dieses Modell psychodramatisch erkunden und seine Möglichkeiten für die eigene Entwicklung aber auch für die Arbeit mit KlientInnen oder SupervisandInnen kennenlernen.
Wie kann ich meine Ressourcen weiterentwickeln? Warum reagiere ich in bestimmten Situationen so genervt? Warum kann ich diesen Menschen einfach nicht ausstehen? Wie treffe ich zwischenmenschliche Entscheidungen?
Durch die psychodramatische Inszenierung des Kernquadrates wird dieses Modell anschaulich und lebendig.
Wie Ofmann schreibt: „Frag nicht, was die Welt braucht. Frage lieber, was dich inspiriert und lebendig macht. Dann ziehe los und setzte es kreativ um, denn was die Welt braucht, sind lebendige, schöpferische Menschen.“ Ofman: Hallo, Ich da..?! de BoomVerlag, Kiesby 2010. S. 127

Kompaktqualifikation Humanistische Psychotherapie - Schwerpunkt Psychodrama (231901)

Fr. 20.01.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 24.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Als dritte Kraft neben Psychoanalyse und Behaviorismus nimmt die Humanistische Psychologie seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts einen wichtigen Platz in der Landschaft der psychologischen Theoriebildung ein. Die psychotherapeutischen Verfahren, die sich auf ihrer Grundlage entwickelt haben sind vielfältig. Gemeinsam ist ihnen jedoch der humanistische Blick auf den Menschen und die Grundannahme, dass seelisches Wachstum ein Leben lang möglich und wünschenswert ist. Im breiten Fächer der humanistischen Verfahren nimmt das von J. L. Moreno (1889 - 1974) entwickelte Psychodrama einen besonderen Platz ein, da es um die Kraft der psychischen Selbstorganisation durch äußeres Spielen auf der Psychodrama Bühne weiß und diese nutzt. Heute wird in diesem Zusammenhang von Mentalisierung gesprochen, was bedeutet, sich selber von außen und den anderen von innen sehen zu können. So ist das Zusammenwirken von humanistischer, psychodynamischer und psychodramatischer Theoriebildung in einem praxisnahen Konzept moderner Psychotherapie sinnvoll und naheliegend. Dabei macht das Psychodrama als humanistisches Verfahren ein authentisches psychotherapeutisches Beziehungsangebot auf Augenhöhe. Dieser Beziehungsaspekt berührt die Psychodynamik von Übertragung-Gegenübertragung, ist aber nicht identisch mit ihr. Als humanistische Psychotherapeut*innen ist es unser Ziel Wahlfreiheit und Potentialentwicklung im Hier und Jetzt zu unterstützen. Dabei verstehen wir uns als gemeinsam Suchende beziehungsweise auf dem Weg Seiende.
In dieser Kompaktqualifikation werden verschiedene aktuelle Tendenzen in der Psychotherapie zusammen gebracht. Allgemeine verfahrensübergreifende Fähigkeiten und Behandlungstechniken in Beratung und Psychotherapie, mit besonderem Schwerpunkt auf der psychodramatischen Vorgehensweise werden mit diagnostischen Aspekten und Behandlungsbesonderheiten verschiedener Krankheitsbilder verbunden.
Am Beginn stehen eine Einführung in das Menschenbild der humanistischen Psychotherapie sowie in das psychodynamische Konflikt- und Strukturmodell. Der diagnostische Blick wird geschärft, um ihn in den darauf folgenden Wochenenden durch vertiefte Einblicke in die verschiedenen Krankheitsbilder zu verfeinern. Zusammen mit den Expert*innen auf ihrem jeweiligen Gebiet wird die beraterische und therapeutische Handlungskompetenz gestärkt. Themenschwerpunkte werden darüber hinaus Depression, Psychose, posttraumatische Belastungsstörungen, Psychosomatik, Abhängigkeitserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen sowie Suizid und Krisen sein.
Die Kompaktqualifikation richtet sich an alle Interessierten, sowie beraterisch, therapeutisch und supervisorisch arbeitenden Menschen. Vertreter*innen anderer therapeutischer Verfahren sind herzlich willkommen.
Wird die Kompaktqualifikation komplett gebucht, gewähren wir einen Preisnachlass. Sie beinhaltet alle erforderlichen Sonderseminare für den Abschluss Psychodrama-Therapeut*in.
Für Vertreter*innen anderer humanistischer Verfahren sind die Seminare der Kompaktqualifikation als Vertiefungsseminare zum Erwerb des Titels Humanistische Psychotherapie (AGHPT) anerkannt.

Alle Seminare sind auch einzeln buchbar.

Es werden auf Wunsch Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro je Seminar)

Die Einzelnen Seminare der Kompaktqualifikation finden Sie ab Seite .....

Theoretische Grundannahmen humanistischer Psychotherapie, die tiefenpsychologisc (233110)

Fr. 20.01.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 22.01.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Alfons Rothfeld

Psychotherapie versucht, Beeinträchtigungen des seelischen Erlebens und daraus folgenden Handelns sowie psychosomatische Symptome gezielt und systematisch zu erkunden, seelisches Leiden zu mindern und durch psychische Faktoren bedingte Einschränkungen der Autonomie und Selbstbestimmung zu überwinden. In der humanistischen Psychotherapie richtet sich der Fokus auf das Hier und Jetzt, das aktuelle Erleben in der Therapiesituation. Aktivierende Verfahren nutzen das kreative Potential, blicken auf das szenische Erleben, in dem sich früher erworbene Muster abbilden. Möglichkeiten der Veränderung werden erkundet und damit die Überwindung von Blockaden hin zu einer lebendigen Entwicklung ermöglicht.
Es wird auf lange Traditionen von Theoriebildung zurückgegriffen, um psychisches Erleben und Verhalten zu verstehen und einzuordnen. Neben dem humanistischen Behandlungsverständnis wird der tiefenpsychologische Hintergrund in den 4 Etappen Triebpsychologie, Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie und Selbstpsychologie mit ihren Grundbegriffen ausgeleuchtet: Strukturmodell (Es – Ich – Über-Ich) mit der Ergänzung Ich-Ideal; das Ich im Konflikt und die Abwehrmechanismen; das Gegenüber (das Objekt) und seine Verinnerlichung in frühen Beziehungserfahrungen; ein Selbst, das sich über frühes anerkennendes Spiegeln und über gefühlsmäßige Resonanz entwickelt.
Die Weiterentwicklung unter dem Stichwort „Mentalisierung“ wird in den Blick genommen.
Das Aufgreifen der theoretischen Hintergründe soll in einen Erfahrungsaustausch einmünden: Für welche klinischen Bilder, für welche psychotherapeutischen Konstellationen, ist welcher Akzent der Theoriebildung besonders hilfreich?

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Den Körper ins Spiel bringen – Körperorientierte Zugänge im Psychodrama (233101)

Fr. 10.02.2023 (15:00 - 15:00 Uhr) - So. 12.02.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

In diesem Kurs werden wir verschiedene Zugänge in der Beratung auf der Basis aktueller Körperkonzepte psychodramatisch erproben. Der Körper übernimmt im Psychodrama ganz verschiedene Rollen:
Er ist Bühne für Gefühle, Gefäß, Resonanzraum, Gedächtnis, Ausdruck von Bedürfnis und Mittel zum Kontakt. Der Körper gestaltet Bewegung und Präsenz in den verschiedenen Dimensionen des Raumes. Wir werden uns im Rollenatom diese Facetten genauer anschauen und sie im Hinblick auf die eigene Arbeit reflektieren. Die Psychodrama-Bühne lädt dazu ein, unsere Körperräume zu erleben und systemische Zusammenhänge im Körper spielend zu verstehen. Dabei werden Themen auftauchen, an denen wir beispielhaft sehen können, wie Ideen für Lösungen und mögliche Interventionen über das Embodiment bewegt werden.

Der Zauberladen (235101)

Fr. 24.02.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 26.02.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

J.L. Moreno führte den Zauberladen 1943 als therapeutische Technik ein. Kund*innen, die den Zauberladen besuchen, werden eingeladen sich immaterielle Wünsche in Tauschverhandlungen gegen einen immateriellen Preis, den sie selbst bestimmen, zu erfüllen. Dabei können Fähigkeiten erworben werden, von denen sie/er sich wünscht mehr davon zu haben. Im Tausch gibt man dafür Fähigkeiten von denen sie/er genug hat.
Durch spielerisches Verhandeln, besteht die Gelegenheit sich mit eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen und deren Wert zu spüren. Die Kundin/der Kunde kommt in Kontakt mit ihren/seinen Zielen und Werten und lernt den Preis dafür kennen, der mit dem Treffen einer Wahl verbunden ist.

An diesem Wochenende lernen Sie Ziel und Strategie des Zauberladens in verschiedenen Settings kennen. Sie lernen den Einsatz von Symbolen und Metaphern kennen und können sich in der Rolle des/der Zauberladenbesitzer*in üben.
In der Arbeit mit Anteilen, zur Exploration und in der Teamentwicklung kann diese Methode mit Freude und Humor eingesetzt werden.

Wenn man träumt, soll man auf nichts verzichten (234101)

Fr. 10.03.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 12.03.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Kleine Träume, große Träume, Nachträume, Tagträume, Albträume und Wunschträume: 
schon immer haben Träume fasziniert, wurden aufgeschrieben, gemalt, inszeniert und gedeutet. In der Antike wurde der Traum in Form des sogenannten Inkubationstraums als unmittelbare Sprache der Götter verstanden. Die Vorsokratiker und Religionskritiker behaupteten genau das Gegenteil. 
Shakespeare glaubte an die Wirksamkeit des Traumes und Descartes fragte, ob der Traum vielleicht nicht doch Wirklichkeit sei, denn schließlich werden im Traum doch echte Gefühle erlebt. Wir werden unsere Träume auf der Psychodrama Bühne inszenieren und versuchen, ihnen vor dem Hintergrund der analytischen Psychologie C.G. Jungs eine Bedeutung zu geben, um dann, ganz im Sinne J.L. Morenos, weiter zu träumen und erneut zu träumen. 

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro).

Depressive Störungen psychodramatisch begleiten (233111)

Fr. 24.03.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 26.03.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Gerda Trinkel

Die Vielfalt der mit „Depression“ bezeichneten Symptomkomplexe ist sehr umfangreich. Die gedrückte Stimmungslage, der depressive Affekt ist der gemeinsame Nenner aller Variationen dieses Krankheitsbildes. Die akute Depression ist oft die Endstrecke konfliktbesetzter oder somatischer Prozesse, auch die genetische Disposition darf nicht außer Acht gelassen werden.
Das psychodramatische Menschenbild des kreativen Menschen sieht den depressiven Zustand als aktive Reaktion, als Indikator aktiver, wenn auch pathologischer Verarbeitung von Konflikten, Traumata und überwältigenden Lebensereignissen. Ein kontinuierlich kleiner werdender Aktions= hunger stellt ein wesentliches Charakteristikum bei Depressionen dar.
In diesem Seminar werden umfassende Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes, die Möglichkeiten der diagnostischen Erfassung sowie die Grundthemen, mit denen die Betroffenen und ihre Angehörigen konfrontiert werden, aufgezeigt und diskutiert. Ein Schwerpunkt wird auf der Vorstellung des humanistischen psychodramatischen Behandlungskonzeptes und den sich daraus ergebenden Interventionsmöglichkeiten liegen. Es können im Seminar eigene Erfahrungen mit Patient*innen eingebracht und hilfreiche therapeutische Interventionen erprobt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Grundkenntnisse psychodramatische Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Körpersprache – Seelensprache - Humanistische Psychotherapie und Psychosomatik (233112)

Fr. 05.05.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 07.05.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Seelisches Geschehen ist immer auch körperliches Geschehen und körperliches Geschehen auch seelisches Geschehen. Karlfried Graf Dürckheim bezeichnete die Körper-Seele-Geist Einheit als „Leib“ (Graf Dürckheim 1978). Aktueller wird von „Embodiment“ gesprochen, womit ähnliches gemeint ist: die enge Wechselwirkung von Körper, Psyche und Umwelt (Storch, Cantieni, Hüther und Tschacher 2017). Beide Konzepte sind für die humanistische Psychotherapie von großer Bedeutung, denn das Geflecht wechselseitiger Bedingungen und Entstehungszusammenhänge zwischen Körper und Seele ist so eng und unmittelbar verflochten, dass es oft nicht unterscheidbar ist, was zuerst da war. Der Körper jedoch entgleitet sehr häufig unserer Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher der Biografie, der nicht „vergisst“. Lebensgeschichte ist somit immer auch Körpergeschichte. Neben der Vorstellung verschiedener Konzepte der Psychosomatik wird die Weisheit des Körpers in der Selbsterfahrung erkundet, damit Körperdiagnostik zu einem aktiven Bestandteil der Psychodiagnostik werden kann

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Psychodramatischer Lebenszug (235102)

Fr. 05.05.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 07.05.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wer oder was sind meine Lebensbegleiter, Mitreisende als Beschützer, Förderer, Vorbilder aus Familie, Verwandtschaft, Freundeskreis oder Schule bei Aufbrüchen, Trennungen, Abschieden, Zäsuren, bei
Brüchen, Heilungen und Neubeginn in meinem Lebenszug?
Nach welchen Fahrplänen reise ich durch mein Leben?
Reise-, Bahnstationen, Sichere Orte, Bedrohungen, mein Heimatbahnhof? Was wurde mir mit- und weitergegeben?
Was habe ich in meinem Reisegepäck? Was gebe ich weiter? Lebenspläne, - wünsche, Sehnsüchte ... wohin geht die Reise?
Wir werden Reiseberichte nachempfinden sowie Lebenspläne und Lebenswege psychodramatisch inszenieren.
Selbsterfahrung und verschiedene psychodramatische Methoden der Bilanzierung stehen im Fokus.

Psychodrama mit dem inneren Kind (233102)

Fr. 07.07.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.07.2023 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

In diesem Seminar soll ein Verständnis für die Existenz des „inneren Kindes“ entwickelt werden, das unser Erwachsenen-Ich bereichern aber auch behindern kann. Da sich die meisten Erwachsenen nicht gerne von ihrem bestimmenden, widerständigen oder kontrollierenden „inneren Kind“ bedrängen lassen, spalten sie es ab oder verleugnen es.
Tatsächlich übernimmt dann, dass „innere Kind“ die „Geschäftsführung“ bei Konflikten. Dadurch entgleist der Dialog z. Bsp. in Paarbeziehung, in Geschäftsbeziehungen, usw. ungewollt oft in besonderer Weise.
Wir wollen deshalb die kindlichen Anteile, die sowohl für unser Konfliktpotential als auch für unser kreatives Entwicklungspotential von großer Bedeutung sind, bewusst machen und im psychodramatischen Prozess näher kennenlernen. Erst wenn der erwachsene und der kindliche Anteil gleichermaßen erwünschte Realität sind, entwickelt sich eine authentische Rollenidentität.
Die Arbeit mit dem „inneren Kind“ wird in protagonistenzentrierten Arbeiten (Selbsterfahrung) und an Hand von Beispielen aus der Einzel-, der Paar- und Gruppentherapie sowie aus dem Coaching veranschaulicht.

Psychodramatisches Suchtverständnis und kreative Behandlungsmöglichkeiten (233113)

Fr. 14.07.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 16.07.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Keine Frage: Suchterkrankungen gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit -
ob es sich hierbei nun um substanzbezogene Störungen (z.B. Alkoholismus, illegale Drogen) oder „moderne“ Verhaltenssüchte wie Medienabhängigkeit und Glücksspielsucht handelt. Immer mehr Menschen verlieren sich in ihrer Suche nach Glück, Rausch und Selbstoptimierung oder suchen Betäubung und Weltflucht. Denken wir an die psychodramatischen Dynamiken von Anziehung und Abstoßung! Das Fatale: Was zu Beginn oftmals als Versuch der Selbstheilung zu verstehen ist, endet meist in Selbstzerstörung. Und weiter: Während Betroffene selbst nicht richtig hinsehen möchten und Reaktanzen entwickeln, schaut das Umfeld ebenfalls weg. Wie kaum eine andere Erkrankung ist Sucht von autotelischen Gefühlen der Schuld und Scham begleitet.

Das Modul bietet profunde Einblicke in Suchtformen, Suchtdynamiken und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten.

Neben einem kompakten Theorieteil werden wir der psychodramatischen Praxis viel Aufmerksamkeit schenken. Denn wenn wir mit Grete Leutz Sucht vor allem als „Beziehungsstörung“ verstehen, dann liegt es nahe, sich in der Behandlung von suchtkranken Menschen vom Zauber des Psychodramas inspirieren zu lassen! Denn Psychodrama bringt wie kaum ein anderes Verfahren Bewegung in blockierte Situationen, setzt auf kreative Begegnung und ermöglicht Räume der Selbstexploration.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Traumapsychotherapie (233114)

Fr. 15.09.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.09.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anatoli Pimenidou

Menschen, die unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, verstehen sich häufig selber nicht. Sie erfahren eine erste Beruhigung, wenn sie mentalisieren, dass ihr Erleben und ihre Symptome nachvollziehbare Reaktionen auf existentiell bedrohliche Situationen ihrer Vergangenheit sind.
Im Seminar werden Sie Basiskompetenzen erlernen: Monotrauma bzw. komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen erkennen, Psychoedukation, Selbstheilungskräfte würdigen und Ressourcen aktivieren, Umgang mit Flash-Backs und Dissoziation, Fertigkeiten der Reorientierung, Arbeit mit inneren verletzten Anteilen, inneren Kritikern, Täteranteile kennenlernen. Und nicht zuletzt werden wir typische Beziehungsmuster erkunden, damit wir als Berater*innen und Therapeut*innen achtsam sind, wann wir in Retter-Täter-Rollen geraten. Es werden sich kleine theoretische Einheiten mit Psychodramatischem Spiel und Übungen in Kleingruppen abwechseln. Dabei bleibt das übergeordnete Ziel, Hilfe anzubieten in einer authentischen therapeutischen Beziehung, in der Menschen, die unter Traumafolgestörungen leiden, den Bezug zu ihrer eigenen Würde finden können.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Mit Krafttieren zu den Wurzeln deines Seins (235104)

Fr. 20.10.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 22.10.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Christel Lenz

In geführter Trance öffnen wir den Raum der tiefen Imagination und rufen unsere Krafttiere. Die Tiere werden Begleiter und Experten der Reise in unsere seelischen Landschaften. Sie übermitteln uns in inneren Szenen und Botschaften die Qualitäten und Fähigkeiten mit denen sie uns unterstützen möchten. Anschließend transportieren wir die inneren Prozesse und Botschaften auf die psychodramatische Bühne. Wir fragen die Tiere, ob wir in sie hineinschlüpfen dürfen, um in ihrer Ganzheit die Wurzeln unseres Seins zu spüren. Im Rollentausch erleben wir ihre unterstützenden Botschaften. Die leibhaftige Erfahrung des szenischen Spiels vertieft die innere Reise mit unseren Tier-Begleitern.
Grundlage des Seminars ist „The Personal Totempole Process PTPP“ nach Dr. Eligio Stephen Gallegos. PTPP verbindet das schamanische Wissen der Urvölker mit dem jungianischen und post-jungianischen Verständnis von inneren Bildern und aktiver Imagination.

Vorerfahrungen mit Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Monodrama - Psychodrama in der Einzeltherapie und Einzelberatung (234204)

Fr. 27.10.2023 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 23.03.2025 in München
DozentInnen: Claudia Otto

Das Curriculum vermittelt ein praktisches und theoretisches Verständnis für die Wirkungsweise der zentralen Psychodramatechniken und für ihre störungsspezifische Anwendung. Grundlage dafür ist eine in sich systematische, mentalisations-orientierte Theorie der Psychodrama-Techniken. Auf dem Hintergrund dieser Theorie wird die jeweils spezielle Funktion der einzelnen Psychodramatechniken im Gesamtzusammenhang des kreativen Prozesses erlebnisnah erschlossen und für die praktische Arbeit in verschiedenen Arbeitsfeldern fruchtbar gemacht.
Die Teilnehmer*innen lernen die störungsspezifische Anwendung der Psychodramatechniken in der Einzelarbeit, z.B. in der Einzelberatung, im Coaching, in der Krisenintervention oder in der Einzeltherapie. TherapeutInnen ohne Psychodramaweiterbildung erfahren, wie sie die mentalisations-orientierte Arbeit mit Psychodramatechniken in ihre praktische Arbeit integrieren können.

Das Vorgehen in den Seminaren:
Die Leiterinnen des Curriculums demonstrieren das praktische Vorgehen in der Einzelarbeit zunächst in der Gesamtgruppe. Danach üben die Teilnehmenden in Kleingruppen, das Erlebte und Besprochene selbst praktisch anzuwenden. Die Integration von Demonstration, eigener Anwendung, Theorie und Selbsterfahrung hilft den Teilnehmenden, die komplexen Sachverhalte zu verstehen und ein eigenes Verständnis der Grundprinzipien von heilsamen Prozessen zu entwickeln.

Modul 1: Die psychodramatischen Techniken Szenenaufbau, Doppeln und Rollenfeedback. Diagnostik und Behandlung von psychischen Krisen, Suchterkrankungen, Psychosen und Persönlichkeitsstörungen.

Modul 2: Die Techniken Rollenspiel und Rollenwechsel in die Gegenrolle. Behandlung von Krisen, Traumafolgestörungen, Angst- und Zwangsstörungen.

Modul 3: Die Techniken Rollentausch und Spiegeln. Behandlung von Beziehungskonflikten, neurotischer Depression, Burnout, Trauerprozessen und von Ablösungskonflikten. Psychodramatische Selbstsupervision.

Modul 4: Die Techniken „Szenenwechsel, Sharing und Amplifikation. Die Gestaltung der therapeutischen Beziehung. Der Umgang mit Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand. Symbolisierungsarbeit durch szenische-systemische Aufstellungs- und Skulpturarbeit.

Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Bayern werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Nobody is a Borderline. Nobody is a Narcissist. Nobody is a Schizoid. (233115)

Fr. 10.11.2023 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 12.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

In humanistischen Therapieverfahren werden Persönlichkeitsstörungen als komplexe Lösungsversuche von Menschen verstanden, die gravierende Entwicklungseinschränkungen verarbeiten, müssen. Persönlichkeitsstörungen haben Auswirkungen auf das Selbsterleben, Lieben und Arbeiten, auf die im Erwachsenenalter gelebten Beziehungen. Sie drücken sich häufig in schwierigen und destruktiven Verhaltens- und Wahrnehmungsmustern aus, die als zur Person gehörend erlebt werden. Sie bestimmen die eigene Selbstorganisation und enden oft in schmerzlichen und nicht nährenden Interaktionen.
Wir werdenMenschen mit Blick auf die drei zentralen Persönlichkeitsakzentuierungen, Borderline Störungen, Narzissmus und schizoide Struktur in ihrer unterschiedlichen Entwicklung und Beziehungsgestaltung, Selbst- und Fremdwahrnehmung zu verstehen versuchen. Wir fragen danach, wie wir Betroffenen in professionell helfenden Beziehungen begegnen können, ohne uns zu verstricken. Mit Elinor Greenberg, meinen auch wir, „that other choices are possible“, damit die grundlegenden Bedürfnisse nach Zuneigung, Anerkennung und Sicherheit betroffener Personen befriedigender beantwortet werden können( E. Greenberg 2016). Psychodramatisches Handeln unterstützt uns bei dieser Entdeckungsreise.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Arbeit mit Geflüchteten – vorgestern, gestern und heute (233103)

Fr. 17.11.2023 (10:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 18.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

Schon J. L. Moreno setzte bei seiner Arbeit mit geflüchteten Menschen kreative und spielerische Impulse ein, die Begegnung auf Augenhöhe zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und Gruppen förderten.
Die Kriegs- und Nachkriegsgeneration in Deutschland hat auch Erfahrung mit Flucht, Vertreibung und Geflüchteten gemacht, die vielfältig bearbeitet und oft auch konstruktiv gelöst werden konnten.
Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist die erneute Zuwanderung von Geflüchteten aus vielen verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen und Weltanschauungen.
Aus dem Schatz des Psychodramas werden wir kreative und erfolgsversprechende Handlungsstrategien entwickeln, um dieser Herausforderung konstruktiv zu begegnen.

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (233104)

Fr. 24.11.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 26.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum Üben und Sich-Ausprobieren sind vorgesehen.

Psychosen aus dem Schizophrenen Formenkreis auf humanistische Weise begegnen (233116)

Fr. 26.01.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 28.01.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Mit einer aus den Fugen geratenen Welt sind Personen konfrontiert, die von einer psychotischen Episode aus dem schizophrenen Formenkreis betroffen sind. In dieser Zeit verliert der oder die innere Regisseur*in des*der Betroffenen die Oberhoheit über die Selbstregulation, was zu einem Zusammenbruch führt. Kausalzusammenhänge können nicht mehr gezogen, das Innere nicht mehr vom Äußeren abgegrenzt werden und die Wahrnehmung lässt die, eine schizophrene Episode erleidende, Person Dinge spüren oder hören, die von anderen als Hirngespinste abgetan werden. Um diesem bizarren Erleben Sinn zu geben, werden oftmals Wahnsysteme aufgebaut, die dem Zerfall der Selbstregulation entgegenwirken sollen.
Aktuelle Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes und die diagnostischen Leitlinien werden vorgestellt sowie die Problematiken, mit denen Betroffene und deren Angehörige zu kämpfen haben, diskutiert. Ein Schwerpunkt des Seminars wird auf die Möglichkeiten und Grenzen der psychodramatherapeutischen Behandlung von Personen, die von Schizophrenie betroffen sind, gelegt. Es wird viele Möglichkeiten geben, eigene Erfahrungen mit Patient*innen einzubringen und Arrangements, die in der psychotherapeutischen Behandlung hilfreich sein können, zu erproben.

Teilnahmevoraussetzungen:
Grundkenntnisse in psychodramatischer Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ....), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Krisen und Suizid (233117)

Fr. 22.03.2024 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 24.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

Eine Krise ist die Zuspitzung einer Lebenssituation, in der bekannte und gekonnte Bewältigungsstrategien nicht mehr funktionieren. Anlässe dafür können äußere und innere Veränderungen sein, Einbrüche im Lebens- und Selbstkonzept verursacht durch Verluste, traumatische Erlebnisse, Kränkungen, psychische und andere Erkrankungen oder Entwicklungsherausforderungen. Etwas greift für die betroffenen Menschen gefühlt radikal in ihr Leben, Selbst- und Sinnverständnis ein und kann nicht gemeistert werden. Suizid steht in diesem Kontext häufig für einen letzten Ausweg. Er ist die verzweifelte Antwort auf Sinn- und Beziehungsverlust und gleichzeitig ein Versuch, Ohnmacht zu überwinden, handlungsfähig und selbstbestimmt zu bleiben. Häufig verbergen sich in Suizidphantasien und suizidalem Handeln Lebenswünsche, manchmal aber auch toxische Beziehungsangebote. Das Sterben wird tatsächlich häufig nicht mitbedacht.

Angehörige und Helfer*innen fordert beides heraus: Krisen mit ihren heftigen Affekten, Suizidalität mit ihrer existentiellen Gefährlichkeit. Es entsteht der Eindruck, man solle schnell handeln und darf nichts falsch machen.
Wie kann mit Menschen in diesen existentiellen Krisen eine hilfreiche, unterstützende und annehmende Begegnung gelingen, die im besten Fall Lebensmöglichkeiten eröffnet?

In diesem Seminar entwickeln wir ein gemeinsames vertieftes Verständnis für Situationen des Leben und Sterben Wollens, für Suizidalität und Suiziddynamiken. Wir beschäftigen uns mit diagnostischen Einschätzungen, die helfen, den Kontext und die Gefährlichkeit vorhandener Suizidalität einzuschätzen, mit Möglichkeiten der Krisenintervention und Stabilisierung. Und was tun, wenn es geschehen ist?
Wir bewegen uns in Szenen, gehen in Kontakt mit dem Thema – so wie es auch im Umgang mit suizidalen Menschen oft hilfreich ist.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 



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