"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Arbeitswelt

Fortbildungen für die Arbeitswelt
Stellen Sie sich vor, Arbeiten macht Spaß!
Entdecken Sie Ihre Kreativität und zeigen Sie KollegInnen, ChefInnen, KlientInnen, KundInnen, SchülerInnen Wege auf, ihr eigenes kreatives Potential zu wecken.

Mit dem psychodramatischen Ansatz nach Jakob L. Moreno werden viele Themen aus der Arbeitswelt effizient besprechbar, Weiterentwicklung wird möglich, Organisationstrukturen werden bearbeitbar und kritische Punkte in einer ressourcenorientierten Art und Weise klärbar.
Neue Lösungen werden gefunden.

Hallo Ich! Wer bin ich? Was will ich? (225113)

Fr. 27.01.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 29.01.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

So wie jedes Blatt eines Baumes verschieden ist, so ist auch kein Mensch dem anderen gleich. Diese Einzigartigkeit drückt sich u.a. in Ressourcen und auch in Eigenschaften oder Fähigkeiten aus. Der Niederländer Daniel Ofman hat in seinem Modell des *Kernquadrates* ein wunderbares Instrument geschaffen, eigene *Kernqualitäten* zu entdecken, eigene *Fallen* und *Allergien* zu entlarven und sich *Herausforderungen* zu stellen. Wir wollen in diesem Seminar dieses Modell psychodramatisch erkunden und seine Möglichkeiten für die eigene Entwicklung aber auch für die Arbeit mit KlientInnen oder SupervisandInnen kennenlernen.
Wie kann ich meine Ressourcen weiterentwickeln? Warum reagiere ich in bestimmten Situationen so genervt? Warum kann ich diesen Menschen einfach nicht ausstehen? Wie treffe ich zwischenmenschliche Entscheidungen?
Durch die psychodramatische Inszenierung des Kernquadrates wird dieses Modell anschaulich und lebendig.
Wie Ofmann schreibt: „Frag nicht, was die Welt braucht. Frage lieber, was dich inspiriert und lebendig macht. Dann ziehe los und setzte es kreativ um, denn was die Welt braucht, sind lebendige, schöpferische Menschen.“ Ofman: Hallo, Ich da..?! de BoomVerlag, Kiesby 2010. S. 127

Angewandtes Figurenspiel Teil 1 – Spaß beim Spielen mit eigenen Figuren (237201)

Fr. 17.02.2023 (14:30 - 13:30 Uhr) - So. 02.07.2023
DozentInnen: Pamela Brockmann

Puppen und Figuren haben ihren festen Platz in Therapie, Sozialer Arbeit, Schule und Kita. Die
Figuren helfen beim Ausdruck von Emotionen, ermöglichen Kontaktaufnahme und fördern soziale
Kompetenzen. Beim Spiel werden exekutive Funktionen, Kreativität und das Erleben von
Selbstwirksamkeit gestärkt und Freude erlebt. Die Wirkung von Figuren ist sowohl auf Kinder und
Jugendliche als auch auf Erwachsene immer wieder faszinierend. Intensiviert wird dieses Erleben
über den Einsatz von eigenen, selbstgeschöpften Handspielfiguren.
Diese Kompaktqualifikation richtet sich gleichermaßen an Therapeut*innen, Pädagog*innen und
Interessierte, die Figuren im beruflichen Umfeld oder auch privat bereits einsetzen oder diese ganz
neu für sich entdecken wollen. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, Figuren nach ihren
eigenen Vorstellungen zu modellieren. Im gemeinsamen Spiel werden unterschiedliche Wege zu
einer eigenen Geschichte erprobt. Neben dem Gestalten und Führen von Handspielfiguren finden
psychodramatische Handlungstechniken Anwendung. Psychologische Aspekte zum Spiel und zur
Wirkung von Figuren ergänzen den Kurs. Aber vor allem: Es wird gespielt!

Materialkosten pro Teilnehmer: 20 €
Insgesamt 120 Ustd. In Präsenz, im Selbststudium sollten parallel zum Kurs weitere eigene Figuren
erstellt werden.

Weiterbildung Supervision und Coaching Phase I (221801)

Do. 16.03.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 22.06.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

Die Weiterbildung vermittelt Ihnen die nötigen Kompetenzen, um nach erfolgreichem Abschluss in den Formaten Supervision und Coaching tätig zu sein. Sie lernen, Ihr bisheriges Wissen und Können aus Studium und Berufserfahrung sowie ggf. der Grundstufe der Psychodrama-Weiterbildung formatspezifisch für Supervision und Coaching anzuwenden. Es wird ergänzt durch spezifisches Wissen und Können für die Arbeit mit Fach- und Führungskräften in den Formen: Einzeln, Gruppen und Teams. Die Weiterbildung gliedert sich in mehrere Teile:

1. Phase I (Basics von Supervision und Coaching): Sie findet in insgesamt 10 Wochenendseminaren statt, von denen vier Spezialseminare sind.
2. Phase II (weiterführende Themen) beinhaltet 11 Wochenendseminare, die vier Spezialseminare beinhalten.
3. Lehr- und Lernsupervision nach den DGSv-Vorgaben, Regionale Studiengruppen, Auswertung, Abschlussarbeit, Abschlusskolloquium

Es gelten besondere Voraussetzungen für die Weiterbildung:
• Hochschul- bzw. Universitätsabschluss (ggf. ein Äquivalent dazu)
• mehrjährige Berufserfahrung (mindestens 3 Jahre)
• Teilnahme an einer längerfristigen Weiterbildung (insgesamt mindestens 300 Ustd) zum Erwerb personaler, methodischer und anderer beratungsrelevanter Kompetenzen (z.B. die Grundstufe der Weiterbildung Psychodrama).
• Teilnahme an mehreren Supervisionsprozessen oder an anderen Formen arbeitsweltbezogener Beratung in unterschiedlichen Settings.

Die Weiterbildung ist durch die DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching) zertifiziert.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

„Sei doch mal spontan“ - Spontaneität und Kreativität im Psychodrama (230702)

Sa. 18.03.2023 (09:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 22.04.2023
DozentInnen: Michaela Musenja

In Anlehnung an die DFP Tagung im November 2022, wird das Thema Spontaneität und Kreativität in diesem Seminar vertieft: Wie geht das, so einfach spontan zu sein und in welchem Verhältnis steht die Spontaneität zur Kreativität? Und geht Spontaneität auch im virtuellen Raum und wenn ja, wie?
Im psychodramatischen Kontext benötigen Spontaneität und Kreativität eine Erwärmung, um den sogenannten `creative state` zu erreichen – also den Moment, in dem eine neue Struktur geschaffen wird, oder, wie Moreno schon anmerkte, wir aus der Kulturkonserve aussteigen können.
In diesem Seminar werden wir Übungen zur Förderung von Spontaneität und Kreativität durchführen und diese anschließend auch unter dem Gesichtspunkt der Möglichkeiten und Grenzen der Online-Umsetzung reflektieren. Was war neu für mich? Gab es Momente im Spiel, in denen mein Denken und/oder Handeln neue Wege gegangen ist? Welche Impulse konnte ich aufgreifen und in Richtung Kreativität weiterentwickeln? Immer nach dem Motto alles kann – nichts muss.

Akquise und Auftragsklärung als Supervisor*in und/oder Coach: Wie denn? - Wo den (236101)

Fr. 21.04.2023 (14:30 - 19:00 Uhr) - Sa. 22.04.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Stefan Schmitz

Sich als Supervisor*in und/oder Coach auf den freien Markt zu begeben stellt eine anspruchsvolle Herausforderung in der Professionalisierung dar. Akquise und Auftragsklärung scheint in der Theorie einfach, die Praxis lehrt jedoch häufig anderes und konfrontiert mit vielen Fragen:
Gehe ich die ersten Schritte in Begleitung meines beruflichen Werdegangs? Mit meinen Visionen? Mit besonderen Methoden und Techniken meiner supervisorischen Arbeitsweise?
Wer ist Supervisor*in, und wer ist Supervisand*in? Gibt es wirklich den Auftrag hinter dem Auftrag? Wie ehrlich kann ich in der Akquise sein? Inwieweit unterscheiden sich Akquise und Auftragsklärung bei Supervision und Coaching? Und wann fängt eigentlich die Arbeit an?
Diesen Diskursen wollen wir uns zuwenden, indem wir sie psychodramatisch anschauen, professionell verstehen und authentisch für den Transfer in den neuen Alltag als Supervisor*in oder Coach vorbereiten.

Teilnahmevoraussetzungen:
Teilnehmer*innen von im Abschluss befindlichen oder abgeschlossenen Weiterbildungen zur Supervisor*in/zum Coach

Psychodrama und Zürcher-Ressourcen-Modell begegnen sich (236102)

Fr. 21.07.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 23.07.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

Das Züricher Ressourcenmodell ist ein motivationspsychologisches Handlungskonzept,
das vielfältige Anschlussmöglichkeiten mit anderen Verfahren und Methoden bietet.
Besonderheiten des Modells sind die konkret praktische Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse zur Entwicklung von Zielen und die Arbeit mit Bildern. In diesem Seminar geht es vor allem um das Ausprobieren und Ausloten psychodramatischer Methoden im Umgang mit dem Züricher Ressourcenmodell.

Zielgruppe: Für alle, die in Ihrer beruflichen Tätigkeit mit der Entwicklung von Zielen zu tun haben

Teilnahmevoraussetzungen: Erfahrungen im Psychodrama oder mit anderen handlungsorientierten Methoden

Grundstufe 1 Stuttgart 2023-2024 (231101)

Fr. 01.09.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.06.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

Die Grundstufe für die Weiterbildungsgänge Psychodrama-Leitung und Psychodrama-(Kinder-)Therapie schliesst mit dem Abschluss „Psychodrama-Praktiker*in“ ab.
Während der zweijährigen Grundstufe eignen sich zukünftige Psychodrama-Leiter*innen und -Therapeut*innen die theoretischen und methodischen Grundlagen des Psychodramas an. Die Selbsterfahrung, d.h. das eigene Erleben der verschiedenen Möglicheiten psychodramatischer Arbeit und die Erarbeitung eines realistischen Selbstbildes, nehmen in diesen beiden Jahren grossen Raum ein.
Vor dem Hintergurnd einer theoretischen Einführung in die Begriffe und Denkmodelle des Psychodramas
werden die Teilnehmenden in die grundlegenden Techniken und ihre situationsadäquate Anwendung eingeführt. Morenos Menschenbild, seine Theorie der Spontaneität und Kreativität, seine Rollentheorie, die Soziometrie u.v.m. bilden die Grundlagen für die zukünftige Arbeit als Psychodrama- Praktiker*in.

Wenn die Intelligenz künstlich wird. Begegnung, Rolle, Identität in virtuellen W (230601)

Sa. 30.09.2023 09:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Was passiert mit unserem Selbst, wenn Maschinen immer mehr Rollen für uns ausführen? Wenn sie Bereiche der Motorik, Emotion und Kognition übernehmen? Konkret: Wenn uns unsere Smartwatch daran erinnert, dass wir Hunger haben? Oder Navigationssysteme dabei helfen, die Orientierungen in einer immer komplexer werdenden Welt nicht zu verlieren? Wenn es attraktiver ist, sein Selbst als Avatar zu inszenieren? Wenn hinter dem Erleben von Resonanz ein Bot steckt? Und wenn Algorithmen entscheiden, was wir heute lesen sollen und morgen lesen wollen?

Wir nähern uns der digitalen Herausforderung aus verschiedenen Perspektiven.

Ein Softwareentwickler entführt uns in die Geschichte der digitalen (R)-Evolution und zeigt auf, was bereits heute zwar nicht augenscheinlich denkbar aber doch möglich ist! Und er wagt einen Blick in die nahe Zukunft, in der virtuelle Begegnung dreidimensional wird.

Ein Suchttherapeut und Psychodramatiker beschäftigt sich mit den Schattenseiten digitaler Welten: Narzisstische Selbstbespiegelung in sozialen Netzwerken, Suchtfallen durch ausgeklügelte Gaming- und Gambling-Angebote durch die Industrie 4.0, Filterblasen, etc. und wird dabei der Frage nachgehen, wie Moreno selbst über all diese Entwicklungen möglicherweise gedacht hätte.

Das Seminar wendet sich an pädagogisch und therapeutisch Tätige und an alle, die kritisch oder neugierig auf virtuelle Herausforderungen sind.

Die Teilnehmenden
• erwartet ein interessanter Ausflug in die Geschichte der digitalen Technologie
• erweitern, vertiefen und differenzieren ihr Wissen zu den Dynamiken virtueller Welten
• beschäftigen sich mit den Suchtgefahren virtueller Welten und setzen sich kritisch mit dem neuen
Krankheitsbild „gaming disorder“ (ICD 11) auseinander
• reflektieren die Dynamik von Digitalisierung im Kontext psychodramatischer Theoriebildung
• bekommen hilfreiche Werkzeuge für Videokonferenzen, Chats und digitale Meetings an die Hand
• erhalten ein umfangreiches analoges (!) Handout mit Filmtipps, Fachartikeln, Link und
Buchempfehlungen

Die Psychodramabühne und die Ebenen der Realität (230704)

Sa. 07.10.2023 09:30 - 17:00 Uhr
DozentInnen: Michaela Musenja

Die leere Bühne des Psychodramas ist ein einmaliger Ort, an dem die eigene Realität in ihrer Vielschichtigkeit und ihren Facetten dargestellt werden kann. Es ist ein Ort an dem das Konkrete, das Mögliche und das Imaginäre gleichzeitig existieren können. Der/die Protagonist*in wird über die erste Stufe der Bühne in den Ort der Surplus Reality begleitet und von dort wieder in den Gruppenraum, wo Erkenntnisse und Erleben geteilt und integriert werden.
Auch im echten Leben erleben wir verschiedene Realitäten, zwischen denen wir uns bewegen. Aus jedem Blickwinkel sieht die Realität ein bisschen anders aus. Sieht nicht jeder Mensch die vermeintlich objektive Realität durch die eigene Brille? Diese Komplexität erfährt im digitalen Raum einen weiteren Höhepunkt: In Videokonferenzen existieren wir gleichzeitig in der Dimension der eigenen Umgebung und im virtuellen Raum auf dem Bildschirm…
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die vielschichtigen Ebenen und die Deutungsoffenheit unserer Realitäten, wir experimentieren mit ihnen und gestalten gangbare Übergänge.
Morenos Bühne hilft uns, den Umgang mit verschiedenen Realitäten wunderbar zu klären.

Angewandtes Figurenspiel Teil 2 – Einsatz, Wirkung und Deutung des Figurenspiels (237202)

Sa. 07.10.2023 (14:30 - 13:30 Uhr) - So. 24.11.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Pamela Brockmann

Im „Teil 1 – Angewandtes Figurenspiel“ liegt der Schwerpunkt auf dem Modellieren eigener
Figuren und dem Spiel mit ihnen. Im Teil 2 geht es um die Interpretation des entstandenen Spiels
und den Einsatz der Figuren im therapeutischen Setting. Kinder, aber auch Jugendliche und
Erwachsene können über die ausgewählten Figuren, Gegenstände und Orte ihrem inneren Erleben
eine Gestalt geben. Das spontane Spiel ist ein Produkt des Unterbewussten des/der ProtagonistIn und
spiegelt symbolhaft seine/ihre Persönlichkeit, seine/ihre Bedürfnisse, Konflikte und Ressourcen wider. Die
Bedeutung dieser Bilder lässt sich mit Hilfe von C.G. Jungs Konzept zur Entstehung von Träumen
und Märchen verstehen. Es können handelnd Lösungen ausprobiert werden, dysfunktionale Rollen
aufgelöst, neue Rollen entwickelt und unzugängliche Rollen reaktiviert werden. Die
Auseinandersetzung und Identifikation mit einer Rolle, einer „inneren“ Figur, kann durch das
Schöpfen eigener Figuren in besonderem Maße intensiviert werden.
Die Teilnehmenden erlernen innerhalb der Weiterbildung, den Rahmen für das Spiel des/der Klient*in
zur Verfügung zu stellen. Sie erhalten das Wissen die Symbole des Spiels zu erkennen und deuten.
Grundlage hierfür ist ein Symbolverständnis basierend auf der analytischen Psychologie C. G.
Jungs. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einsatz von Handspielfiguren. Weiterer Bestandteil ist
die Einbindung von Märchen.
Zu Beginn der Weiterbildung ist der Selbsterfahrungsprozess, der in einem eigenen Figurenspiel
mündet, ein Kernschwerpunkt. Zum Ende der Weiterbildung wird die eigene therapeutische Arbeit
supervidiert.
Die hier vermittelte Form des angewandten Figurenspiels in der Therapie hat ihre Wurzeln in den
Arbeitsweisen von Käthy Wütrich und Gudrun Gauda. Sie verflechtet das Psychodrama,
Figurenspiel und kunsttherapeutische Aspekte auf Basis der Analytischen Psychologie C.G. Jungs.

Zusätzlich kommen zwölf Unterrichtsstunden Einzelsupervision dazu. Die Kosten dafür betragen ingesamt 960 Euro und sind nicht in den Kursgebühren enthalten. Sie werden direkt mit der Supervisorin abgerechnet.

Voraussetzung ist entweder die Teilnahme an Stufe 1 oder eine entsprechende gleichzusetzende Erfahrung z.B. durch
- Figurenspielprojekte
- Mehrere Kurse im Bereich der Figurenspieltherapie
- Figurenspieler mit Erfahrung im Anleiten von Spiel

Für die Teilnahme ist ein persönliches Gespräch mit Pamela M. Brockmann erforderlich.

Kompaktqualifikation Psychodrama und Organisationsentwicklung (231902)

Do. 12.10.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 21.09.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wenn Sie in Unternehmen Trainings oder Beratungen anbieten und eine Erweiterung Ihrer methodischen Ansätze anstreben, wird dieser Lehrgang Sie in die Lage versetzen, Psychodrama, Soziodrama und Soziometrie als Methoden der Organisationsentwicklung (OE) einzuführen und Konzepte von OE zu entwickeln. Führungskräfte, Personal- und OrganisationsentwicklerInnen erhalten Handwerkszeug, um Fortbildungs- und Beratungsprozesse neu und kreativ zu gestalten.

Themen und Verlauf des Lehrgangs:
1. Rollen in der Institution - Trading von Funktionsrollen
2. Geschichte der Institution - Phasen der institutionellen Entwicklung
3. Formale und informelle Hierarchie - Konfliktanalyse und Konfliktmanagement
4. Teamreifeprozess und Führungsstil - Teamentwicklung - Fortbildungen im OE-Prozess
5. Analyse von Organisationskulturen
6. Organisationsaufstellungen
7. Planung von Personalentwicklungsmaßnahmen und Coaching von Führungskräften (psychodramatisch)
8. Fallbearbeitung - Bilanz, Integration, Transfer und Abschluss

Organisation des Lehrgangs:
Der Lehrgang wird berufsbegleitend durchgeführt.
Er umfasst:
» 6 Blockseminare, je 3 Tage (Do - Sa)
» 1 Blockseminar, à 5 Tage (Di - Sa) (entspricht 6 Seminartagen)

Zulassungsvoraussetzungen:
» Zulassungsinterview (105 €)
» abgeschlossene Berufsausbildung oder abgeschlossene (Fach-)Hochschulausbildung
» praktische Erfahrungen im OE-Bereich

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edekoben/Überlingen

„Ehr is Dwang gnog“ - ein Seminar zu Wirtschaftsethik und Compliance (236103)

Fr. 27.10.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 29.10.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Stefan Schmitz

„Ehre ist Zwang genug.“ Dieser Merksatz steht über dem Kamin des Krameramtshauses im westfälischen Münster und fasst das Selbstverständnis des ehrbaren Kaufmanns eindrucksvoll zusammen. Dem stehen regelmäßig Verfehlungen innerhalb von Organisationen entgegen, die über die Medien zur öffentlichen Diskussion darüber anregen, ob bzw. wie gesellschaftlich akzeptierte Normen oder unternehmensinterne Regeln durch individuelles Verhalten im Job - bewusst oder unbewusst - verletzt werden.

Die Ökonomisierung der Welt begünstigt eine Tendenz, das wirtschaftlich Nützliche zum ethisch Gebotenen zu machen. Dabei hat es den Anschein, dass der berufliche Eintritt in Organisationen derart hypnotisiert, dass Privatrolle, Professionsrolle und Organisationsrolle im Spannungsfeld zwischen Führung und Verführung zu verschwimmen drohen. Umso anspruchsvoller ist die eigene Standortbestimmung vor allem im Kontext von Beratung und Supervision. Welches Handeln ist situativ unbedenklich und welches unbedarft? Wo liegt die persönliche Grenzziehung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation? Wie subtil wirken inoffizielle Anreizsysteme innerhalb von (geschmückten) Organisationen, und wer profitiert von ihnen? Und bestimmt die Attraktivität einer möglichen Gegenleistung prinzipiell darüber, ob ich käuflich bin?

In diesem Seminar gehen wir auf die gemeinsame und spielerische Suche nach individuell und kollektiv stimmigen Antworten auf diesen ergiebigen Fragenkomplex. Dabei steht uns mit Morenos Schrittentwicklung zur Rollentheorie (role taking, role playing, role creating) ein kreativer psychodramatischer Leitfaden zur Verfügung, mit dessen Hilfe wir versuchen, organisationale Drehbücher zur Wirtschaftsethik und ggf. unsere zugehörige Rolle darin zu entschlüsseln.

Teilnahmevoraussetzungen: Erfahrungen in und mit Organisationen wünschenswert

Arbeit mit Geflüchteten – vorgestern, gestern und heute (233103)

Fr. 17.11.2023 (10:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 18.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

Schon J. L. Moreno setzte bei seiner Arbeit mit geflüchteten Menschen kreative und spielerische Impulse ein, die Begegnung auf Augenhöhe zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und Gruppen förderten.
Die Kriegs- und Nachkriegsgeneration in Deutschland hat auch Erfahrung mit Flucht, Vertreibung und Geflüchteten gemacht, die vielfältig bearbeitet und oft auch konstruktiv gelöst werden konnten.
Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist die erneute Zuwanderung von Geflüchteten aus vielen verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen und Weltanschauungen.
Aus dem Schatz des Psychodramas werden wir kreative und erfolgsversprechende Handlungsstrategien entwickeln, um dieser Herausforderung konstruktiv zu begegnen.

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (233104)

Fr. 24.11.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 26.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum Üben und Sich-Ausprobieren sind vorgesehen.

Kreative Elternarbeit für Beratung,Therapie und Soziale Arbeit (230602)

Mi. 29.11.2023 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Unterschiedliche psychodramatische Methoden und viele praktische Anregungen für eine erfolgreiche Elternarbeit (einzelne Elternteile, Elternpaare, Elterngruppen) werden vorgestellt, ausprobiert und eingeübt.

Auch schwer zugängliche Eltern(-teile) werden z.B. durch den kreativen Einsatz intermediärer Objekte oder durch die szenische Bearbeitung der anstehenden Themen erreicht. Bei kulturellen oder sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten können methodisch neue Brücken gebaut werden.
Von der Auftragsklärung bis zur Auswertung ist die aufdeckende und eindrücklich gemeinsame Prozessgestaltung durch das Psychodrama Erlebnis und Bereicherung für alle Beteiligten.

Eigene Fragen und Fallbeispiele sind willkommen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.



Veranstaltungskalender

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