"Jede Rolle hat zwei Seiten,
eine persönliche und
eine kollektive Seite."
J. L. Moreno

Thematische Kurssuche

Zur besseren Auffindbarkeit sind unsere Veranstaltungen thematisch zugeordnet. Bitte suchen Sie unter den Stichworten oder unter der Gesamtübersicht.

Programm / Kinder Jugendliche Schule Familie

Gruppensupervisionen
Gruppensupervisionen sind Bestandteil der Ausbildung zur Psychodramaleitung und PsychodramatherapeutIn (Oberstufe II).

Arbeit mit Symbolen im therapeutischen Sandspiel und im Psychodrama (193101)

Fr. 12.04.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.04.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Günter Still

Die Arbeit mit Symbolen ist fester und geschätzter Bestandteil in Beratung und Therapie. Besonders in der Arbeit mit Einzelnen wird der Sandkasten oder die "Tischbühne" (Krüger) häufig zur Methode der Wahl. Die Arbeit mit Symbolen eröffnet den Zugang zu Themen und Problemen, die noch nicht bewusstseinsfähig sind. Bewusste Problemkonstellationen gewinnen in der symbolischen Darstellung neue Dimensionen. Denn ein Symbol setzt die emotionale und soziale Situation des Einzelnen in Beziehung zu einem umfassenderen Ganzen und eröffnet nicht gekannte Spielräume. Der alleinige Geltungsanspruch der Alltagswirklichkeit wird zurückgedrängt, indem diese durch das Spiel mit den Symbolen als Bruchstück des Lebens erkennbar gemacht wird.

Die Teilnehmenden erhalten methodische Anregungen für die und praktische Erprobung der Arbeit mit Symbolen in Beratung und Supervision.

Zielgruppe: Alle die mit Symbolen arbeiten und oder daran interessiert sind.

Es können Fortbildungspunkte bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt werden.

Erleben statt reden - ganzheitliche Zugänge zu Unterrichtsinhalten (197102)

Fr. 26.04.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 28.04.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Wigard

LehrerInnen stehen zwischen den Ansprüchen rationale Inhalte zu vermitteln und gleichzeitig emotional auf SchülerInnen einzugehen. Wir wissen, dass der Mensch am Besten handelnd lernt, also nicht nur durch Hören, Sehen oder Lesen, weil Handeln körperlich und mit Gefühlen verbunden ist.
Dieses Seminar bietet kreative Methoden an, die den SchülerInnen kreatives und handelndes Umgehen mit rationalen Lerninhalten ermöglicht. Wir werden lyrische und literarische Texte erleben, in die Rollen von Personen mit ethischen Konflikten schlüpfen, als Herz, Blut und Sauerstoff den Blutkreislauf erleben oder als Teilchen die verschiedenen Aggregatzustände durchleben. Im Sharing werden dann die Inhalte mit dem Leben der Teilnehmenden (oder in der Schule der SchülerInnen) verknüpft.

Besonders geeignet für Lehrer und Lehrerinnen der Sek I und Sek II

Es bewegt sich was! Baustein 1: Lehren am Limit (197111)

Fr. 03.05.2019 (15:00 - 19:00 Uhr) - Sa. 04.05.2019 in Bad Vilbel
DozentInnen: Ilse Ebert

Ziel: Dieser Kurs setzt Impulse, die persönliche Stresskompetenz und Widerstandskraft zu stärken um den komplexen Alltagsbedingungen souverän zu begegnen.
Inhalte:
• Rollenklärung für den Alltag
• Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit verschiedenen Rollenmustern
Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse entwickeln wir gemeinsam individuelle Handlungsstrategien im Hinblick auf
• Rollenklarheit und Rollensicherheit
• Arbeits- und Gesundheitsschutz
• Resilienz – Stärkung der Stresskompetenz
für das Berufsfeld von LehrerInnen. Dabei werden bewährte Handlungsstrategien mit neuen ergänzt und Alternativen handelnd erprobt, um sie im Alltag anwenden zu können.
In wechselnden Arbeitsformen werden die TeilnehmerInnen zur Betrachtung eigener und fremder Erfahrungen zur kreativen Auseinandersetzung angeleitet. Das prozessorientierte Konzept ermöglicht es, die Erfahrungen der Beteiligten einzubeziehen.

Mobbing und Ausgrenzung (181943)

Fr. 17.05.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 19.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Oft erst sehr spät erfahren helfende Erwachsene, verbunden mit der Bitte um Stillschweigen von den Schikanen und dem Leid, dem viele Heranwachsende in der Schule, am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oder im Freundeskreis ausgesetzt sind.
Dieses Seminar bietet handlungsweisendes Theoriewissen, vor allen Dingen jedoch praxisnahe und hilfreiche Methoden, auch für extreme Fälle.

Begriffsklärungen:
- Mobbing, Bullying, Cyber-Mobbing, etc.
- Wissen und Können aus Psychodrama, Soziometrie und Gruppendynamik
- Übersicht über bekannte Strategien gegen Mobbing und konzeptionelle Empfehlungen
- Rollengestaltung bei Mobbing-Interventionen
- Wege zu echter Stärkung der Betroffenen, v.a. bei wiederholtem Mobbing
- Effektive psychodramatische Interventionen bei Mobbing und Ausgrenzung, auch für gesamte Schulklassen / Schulen o.ä.

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Erfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Gewaltprävention und Psychodrama begegnen sich (190608)

Mi. 10.07.2019 09:00 - 17:30 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Wolfgang Kocher

In diesem Workshop widmen wir uns einen Tag aktiv dem Thema „Gewalt“.
Mit psychodramatischen Methoden und Handlungsansätzen aus der Gewaltprävention lernen die Teilnehmenden einem „Fehlverhalten“ mit 80% Empathie und 20% Autorität zu begegnen, wirkungsvoll eine Grenze zu setzen und dabei gut in Beziehung zu bleiben. Die Teilnehmenden setzen sich psychodramatisch mit ihrem eigenen Konfliktverhalten auseinander und lernen Modelle, wie die „Statuswippe“, oder Tools, wie das „RAD-Modell“ und die „Technik der kaputten Schallplatte“, kennen. Ein Etappenziel des Workshops ist, der nächsten „Auseinandersetzung“ energieschonender zu begegnen und aufkommende Konflikte im pädagogischen Alltag mit Humor und innerer Entschlossenheit abzumildern. Alles ist leicht erlernbar und lässt sich ohne großen Aufwand im pädagogischen Alltag anwenden.

Sexualität und Gender (181944)

Fr. 12.07.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.07.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Sexualität und Gender
Sexualität, Geschlecht, Gender und Begehren sind wichtige Themen für Jugendliche und junge Menschen und fordern ein hohes Maß an Präsenz und Professionalität von uns.

Dieser Baustein vermittelt Ihnen Sicherheit, Fachwissen und methodisches Können in diesem Feld.
- Begriffsklärungen: Genderfluid, Cis Gender, Pansexualität etc.
- Umgang mit Vorurteilen und Ignoranz
- Interventionen bei Sexismus und Homophobie
- Inputs für solidarische und sensible Sexualpädagogik und -beratung

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Vorerfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig!

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Einzel- und Gruppentherapie mit Kindern (182131)

Fr. 13.09.2019 (15:00 - 12:00 Uhr) - So. 13.12.2020 in Ulm
DozentInnen: Alfons Aichinger

Die beeindruckende Kreativität von Kindern, in einer leidvollen Situation im Symbolspiel das Lustvolle herauszuholen und sich als aktiv gestaltendes, schöpferisches Wesen zu erleben, faszinierte Moreno, als er vor dem 1. Weltkrieg als junger Mediziner auf seinen Spaziergängen in den öffentlichen Gärten Wiens Kinder beobachte und mit ihnen spielte.
Obwohl Moreno wesentliche Anregungen für die Entwicklung des Psychodramas aus dem kindlichen Spiel gewonnen und in seiner frühen Schaffensperiode mit Kindern gearbeitet hat, entwickelte er das Psychodrama als Therapieverfahren nur für Erwachsene. Da aber Kinder eine spezifische Darstellungs- und Verarbeitungsweise haben und deshalb auch eine eigene Methode benötigen, haben Aichinger und Holl das Psychodrama für Kinder abgewandelt.
Die wesentlichen Veränderungen unseres Ansatzes, den wir in über 40 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben, sind:
1. Im Unterschied zu Erwachsenen reinszenieren und bearbeiten Kinder ihre Konfliktsituationen, ohne sich mit den in den Szenen verbundenen Gefühlen wie Ohnmacht und Trauer erneut auszusetzen. Im Symbolspiel, dem »Königsweg« der Kinder und zu den Kindern, stellen Kinder ihre innere Wirklichkeit dar, eignen sie an und gestalten sie um. Daher wird in der Weiterbildung das Verständnis für die Symbolspiele gefördert.
2. Nimmt man diese ureigene Sprache der Kinder ernst, ist auch eine andere Form der Leitung verlangt. Im Unterschied zur Erwachsenentherapie spielen in der Kindertherapie die Therapeuten mit, wobei sie sich die Rollen von den Kindern übertragen lassen und aus therapeutischen Überlegungen heraus auch andere Rollen einnehmen. Neben strukturierenden Interventionen aus der Leiterebene werden die Psychodrama-Techniken der Erwachsenentherapie abgewandelt in den Rollen, die die Therapeuten im Symbolspiel einnehmen, getätigt. Daher wird in der Weiterbildung geübt, wie über das Mitspielen der Therapeuten therapeutische Prozesse unterstützt und über störungsübergreifende und störungsspezifische Interventionen die Weiterentwicklung gefördert werden kann.
Obwohl die Gruppe der Gleichaltrigen für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist, werden die heilenden und prophylaktischen Kräfte der Gruppe in der therapeutischen Arbeit mit Kindern immer noch wenig genutzt. Da wir eine systematische Methode der Gruppentherapie mit Kindern entwickelt haben, wird die therapeutische Arbeit mit Kindergruppen neben der Einzeltherapie ein Schwerpunkt der Weiterbildung sein.
3. Um dem Kind und der Familie in ihrer Vielschichtigkeit gerechter zu werden, arbeiten wir mit dem Konzept der Teilearbeit. Moreno ging schon in den 30er Jahren von einem pluralistischen Selbstkonzept aus, wonach das Selbst eine Vielzahl unterschiedlicher und zum Teil widersprüchlicher und sich bekämpfender Anteile enthält. Unseren psychodramatischen Teilearbeit-Ansatz in der Einzeltherapie, in der Familientherapie und in der Arbeit mit Kindern in der Trennungs- und Scheidungssituation wird in der Weiterbildung vermittelt.
4. Für Moreno sind psychische Störungen in erster Linie Beziehungsstörungen und immer im Umweltkontext zu sehen. Deshalb muss die Therapie mit Kindern multi-systemisch und kontextorientiert sein. In der Weiterbildung zeigen wir die von uns entwickelte psychodramatische Familienspieltherapie und Teilearbeit mit Familien.
Seminarinhalte:
In den ersten 5 Seminaren führen wir in die Grundlagen der kinderpsychodramatischen Einzel- und Gruppentherapie ein. In den nächsten 4 Seminaren zeigen wir, wie über störungsübergreifende Interventionen die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Selbstwirksamkeit, Selbstwerterhöhung, Bindung und gelingende Beziehungen und Lust befriedigt werden können. Dann werden in vier weiteren Seminaren störungsspezifische Interventionen bei ausgewählten Störungsbildern(aggressive Störungen, Traumaentwicklungsstörungen, Angststörungen, psychische Störungen nach Trennung/Scheidung) behandelt. Zum Schluss werden in zwei Seminaren die Teilearbeit mit Familien und die Familienspieltherapie erarbeitet.

Der Kurs wird berufsbegleitend durchgeführt und umfasst 15 Wochenendseminare zu je drei Tagen.

Ablösung und Abschied (181945)

Fr. 27.09.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 29.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher in Bezug auf Elternhaus, Institution oder auf das Ende der therapeutischen oder pädagogischen Arbeit.
- Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Menschen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Vorerfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig!

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Es bewegt sich was! Baustein 3: Gesprächsführung in schwierigen Gesprächen (197113)

Fr. 20.03.2020 (15:00 - 19:00 Uhr) - Sa. 21.03.2020 in Bad Vilbel
DozentInnen: Ilse Ebert

Herausfordernde Gespräche mit Eltern, KollegInnen, Vorgesetzten oder Menschen anderer Institutionen gehören zum Berufsalltag von LehrerInnen. Schwere Themen, die eigene Unsicherheit oder ein anstrengendes Gegenüber lassen grossen Stress entstehen. Für Entspannung und Klarheit sorgen, das sind effiziente Möglichkeiten mit solchen Gesprächen leichter umzugehen. Die innere Haltung spielt für den Verlauf eine wichtige Rolle.

Ziel: Neben Bausteinen zur strukturierten Vorbereitung herausfordernder Gespräche werden auch Strategien zu deren Durchführung vorgestellt und mit Hilfe psychodramatischer Techniken erprobt.
Inhalte:
• Klärung der (ggf. unterschiedlichen) Zielvorstellungen für Gespräche.
• Auseinandersetzung mit der persönlichen Haltung, die für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung eines Gespräches von Bedeutung ist.
• Öffnende Fragen für gute Gespräche u.a.:
- Bedingungen für einen positiven Gesprächsanfang und wie sorge ich dafür?
? Welche innere Haltung schützt mich und fördert zugleich das Gelingen der Kommunikation?

Konkrete Gesprächsvorhaben können gerne mitgebracht werden!



Veranstaltungskalender

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
    123
45678910
1112131415 1617
1819202122 2324
25262728    

Februar 2019

Aktuelle Jahresprogramme