"Jede Rolle hat zwei Seiten,
eine persönliche und
eine kollektive Seite."
J. L. Moreno

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Programm / Kinder Jugendliche Schule Familie

Gruppensupervisionen
Gruppensupervisionen sind Bestandteil der Ausbildung zur Psychodramaleitung und PsychodramatherapeutIn (Oberstufe II).

Einzel- und Gruppentherapie mit Kindern (182131)

Fr. 13.09.2019 (15:00 - 12:00 Uhr) - So. 13.12.2020 in Ulm
DozentInnen: Alfons Aichinger

Die beeindruckende Kreativität von Kindern, in einer leidvollen Situation im Symbolspiel das Lustvolle herauszuholen und sich als aktiv gestaltendes, schöpferisches Wesen zu erleben, faszinierte Moreno, als er vor dem 1. Weltkrieg als junger Mediziner auf seinen Spaziergängen in den öffentlichen Gärten Wiens Kinder beobachte und mit ihnen spielte.
Obwohl Moreno wesentliche Anregungen für die Entwicklung des Psychodramas aus dem kindlichen Spiel gewonnen und in seiner frühen Schaffensperiode mit Kindern gearbeitet hat, entwickelte er das Psychodrama als Therapieverfahren nur für Erwachsene. Da aber Kinder eine spezifische Darstellungs- und Verarbeitungsweise haben und deshalb auch eine eigene Methode benötigen, haben Aichinger und Holl das Psychodrama für Kinder abgewandelt.
Die wesentlichen Veränderungen unseres Ansatzes, den wir in über 40 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben, sind:
1. Im Unterschied zu Erwachsenen reinszenieren und bearbeiten Kinder ihre Konfliktsituationen, ohne sich mit den in den Szenen verbundenen Gefühlen wie Ohnmacht und Trauer erneut auszusetzen. Im Symbolspiel, dem »Königsweg« der Kinder und zu den Kindern, stellen Kinder ihre innere Wirklichkeit dar, eignen sie an und gestalten sie um. Daher wird in der Weiterbildung das Verständnis für die Symbolspiele gefördert.
2. Nimmt man diese ureigene Sprache der Kinder ernst, ist auch eine andere Form der Leitung verlangt. Im Unterschied zur Erwachsenentherapie spielen in der Kindertherapie die Therapeuten mit, wobei sie sich die Rollen von den Kindern übertragen lassen und aus therapeutischen Überlegungen heraus auch andere Rollen einnehmen. Neben strukturierenden Interventionen aus der Leiterebene werden die Psychodrama-Techniken der Erwachsenentherapie abgewandelt in den Rollen, die die Therapeuten im Symbolspiel einnehmen, getätigt. Daher wird in der Weiterbildung geübt, wie über das Mitspielen der Therapeuten therapeutische Prozesse unterstützt und über störungsübergreifende und störungsspezifische Interventionen die Weiterentwicklung gefördert werden kann.
Obwohl die Gruppe der Gleichaltrigen für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist, werden die heilenden und prophylaktischen Kräfte der Gruppe in der therapeutischen Arbeit mit Kindern immer noch wenig genutzt. Da wir eine systematische Methode der Gruppentherapie mit Kindern entwickelt haben, wird die therapeutische Arbeit mit Kindergruppen neben der Einzeltherapie ein Schwerpunkt der Weiterbildung sein.
3. Um dem Kind und der Familie in ihrer Vielschichtigkeit gerechter zu werden, arbeiten wir mit dem Konzept der Teilearbeit. Moreno ging schon in den 30er Jahren von einem pluralistischen Selbstkonzept aus, wonach das Selbst eine Vielzahl unterschiedlicher und zum Teil widersprüchlicher und sich bekämpfender Anteile enthält. Unseren psychodramatischen Teilearbeit-Ansatz in der Einzeltherapie, in der Familientherapie und in der Arbeit mit Kindern in der Trennungs- und Scheidungssituation wird in der Weiterbildung vermittelt.
4. Für Moreno sind psychische Störungen in erster Linie Beziehungsstörungen und immer im Umweltkontext zu sehen. Deshalb muss die Therapie mit Kindern multi-systemisch und kontextorientiert sein. In der Weiterbildung zeigen wir die von uns entwickelte psychodramatische Familienspieltherapie und Teilearbeit mit Familien.
Seminarinhalte:
In den ersten 5 Seminaren führen wir in die Grundlagen der kinderpsychodramatischen Einzel- und Gruppentherapie ein. In den nächsten 4 Seminaren zeigen wir, wie über störungsübergreifende Interventionen die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Selbstwirksamkeit, Selbstwerterhöhung, Bindung und gelingende Beziehungen und Lust befriedigt werden können. Dann werden in vier weiteren Seminaren störungsspezifische Interventionen bei ausgewählten Störungsbildern(aggressive Störungen, Traumaentwicklungsstörungen, Angststörungen, psychische Störungen nach Trennung/Scheidung) behandelt. Zum Schluss werden in zwei Seminaren die Teilearbeit mit Familien und die Familienspieltherapie erarbeitet.

Der Kurs wird berufsbegleitend durchgeführt und umfasst 15 Wochenendseminare zu je drei Tagen.

Baustein 5: Ablösung und Abschied (181945)

Fr. 27.09.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 29.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher in Bezug auf Elternhaus, Institution oder auf das Ende der therapeutischen oder pädagogischen Arbeit.
- Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Menschen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Vorerfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig!

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Es bewegt sich was! Baustein 3: Gesprächsführung in schwierigen Gesprächen (197113)

Fr. 20.03.2020 (15:00 - 19:00 Uhr) - Sa. 21.03.2020 in Bad Vilbel
DozentInnen: Ilse Ebert

Herausfordernde Gespräche mit Eltern, KollegInnen, Vorgesetzten oder Menschen anderer Institutionen gehören zum Berufsalltag von LehrerInnen. Schwere Themen, die eigene Unsicherheit oder ein anstrengendes Gegenüber lassen grossen Stress entstehen. Für Entspannung und Klarheit sorgen, das sind effiziente Möglichkeiten mit solchen Gesprächen leichter umzugehen. Die innere Haltung spielt für den Verlauf eine wichtige Rolle.

Ziel: Neben Bausteinen zur strukturierten Vorbereitung herausfordernder Gespräche werden auch Strategien zu deren Durchführung vorgestellt und mit Hilfe psychodramatischer Techniken erprobt.
Inhalte:
• Klärung der (ggf. unterschiedlichen) Zielvorstellungen für Gespräche.
• Auseinandersetzung mit der persönlichen Haltung, die für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung eines Gespräches von Bedeutung ist.
• Öffnende Fragen für gute Gespräche u.a.:
- Bedingungen für einen positiven Gesprächsanfang und wie sorge ich dafür?
? Welche innere Haltung schützt mich und fördert zugleich das Gelingen der Kommunikation?

Konkrete Gesprächsvorhaben können gerne mitgebracht werden!

Tool Time! (200603)

Di. 12.05.2020 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Möchten Sie kreative Bausteine kennenlernen, die Sie sofort umsetzen können, auch bei sprachlichen und kulturellen Verständigungsschwierigkeiten?
Sie haben Interesse an attraktiven und effizienten Methoden?
Sie möchten Inputs und Inspirationen für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Menschen erfahren?

Dieses Angebot richtet sich an all jene, die in Pädagogik, Therapie und Sozialer Arbeit tätig sind und hält auch für erfahrene PsychodramatikerInnen Neues bereit!

Viele unterschiedliche Ideen für Gruppen- und auch für Einzelsettings werden demonstriert und dabei praxisnahe Variationen für die gelingende Umsetzung in Ihrem Arbeitsfeld aufgefächert.

Eigene Fragestellungen und Falleingaben sind willkommen!

Erfahrungen mit dem Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Kompaktqualifikation "Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen" (201940)

Fr. 09.10.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 28.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Diese fünfteilige Fortbildungsreihe bietet Interessierten aus

- Sozialer Arbeit und Jugendhilfe
- Therapie und Beratung
- Schule, Ausbildung und Beruf

… wertvolles Hintergrundwissen, Inspiration und viel konkretes Handwerkszeug für diese Zielgruppe.

Sie entdecken neue Perspektiven und Zugänge und erhalten ein tieferes Verständnis sowie eine Fülle kreativer Methoden für die psychodramatische Einzel- und Gruppenarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Viele ganz unterschiedliche Spielideen und Übungen werden ausprobiert.
Dabei werden Abwandlungen für Ihre konkrete Arbeitssituation vorgestellt und auf Wunsch demonstriert oder eingeübt.

Psychodramatische Vorkenntnisse oder Erfahrungen sind nicht nötig, berufliche Erfahrungen mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sind jedoch erwünscht.

Eigene Fragestellungen und Falleingaben sind willkommen!

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

1. Wochenende "Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte:
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit optimal in Theorie und Praxis auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.
Das Einführungswochenende kann zur Orientierung separat gebucht werden.
Sie finden es mit der Seminarnummer 201941.

2. Wochenende "Kreativität und Identität"

Inhalte:
- Ideen für Auftragsklärung und Startsituationen
- Motivation, Offenheit und Spielfreude
- Identitätsbildende und Ich-stärkende Übungen
- Die Imagewerkstatt
- Kreative Prävention für unterschiedliche Ziel- und Risikogruppen
- Viele attraktive psychodramatische Spielideen, die Soziales Lernen initiieren.

3. Wochenende "Grenzverletzungen, Aggressivität und Verweigerung"

Inhalte:
- Psychodramatische Interventionen bei Aggressivität
- Kurzes Update zu den Aggressionstheorien
- Umgang mit Regeln und Regelverstößen
- Kreative Beziehungsgestaltung bei Dissozialität
- Viele praktische Impulse für den Alltag
- Konzeptionelle Empfehlungen

4. Wochenende "Mobbing und Ausgrenzung"

Inhalte:
- Was ist Mobbing und was nicht?
- Wissen und Können aus Psychodrama, Soziometrie und Gruppendynamik
- Übersicht über bekannte Strategien gegen Mobbing und konzeptionelle Empfehlungen
- Rollengestaltung bei Mobbing-Interventionen
- Wege zu echter Stärkung der Betroffenen
- Effektive psychodramatische Interventionen bei Mobbing und Ausgrenzung, auch für gesamte Schulklassen, Einrichtungen usw.

5. Wochenende "Ablösung und Abschied"

Inhalte:
An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher und junger Erwachsener in Bezug auf Elternhaus, Institution oder im Hinblick auf das Ende der therapeutischen oder der pädagogischen Arbeit.

- Hilfreiche Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen
- Feedbackkultur
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Erwachsene


In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen (201941)

Fr. 09.10.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 11.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

1. Wochenende "Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für die Arbeit Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit in Theorie und Praxis optimal auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.

Dieses Wochenende kann zur Orientierung separat gebucht werden.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Es bewegt sich was! Baustein 4: Lebendiges Lernen und szenische Umsetzung (197114)

Fr. 23.10.2020 (15:00 - 19:00 Uhr) - Sa. 24.10.2020 in Bad Vilbel
DozentInnen: Ilse Ebert

Wie „ver“stricke ich abstrakte Fachinhalte in spannende Geschichten?
Mit Hilfe psychodramatischer Techniken können auch schwierige und komplexe Fachinhalte lebendig erarbeitet und von SchülerInnen nachhaltig abgerufen werden. Diese erlebnisaktivierende Methode stärkt nebenbei sowohl die Verantwortung und Empathie, als auch die Teamfähigkeit aller TeilnehmeInnen im Gruppengefüge der Klasse und erweitert Ihre Möglichkeiten, den Lernprozess aktiv zu gestalten. Ziel:
Im Fokus steht die Erweiterung der eigenen fachdidaktisch-methodischen Kompetenzen sowie die Entwicklung einer von Gemeinschaftsgefühl, Gleichwertigkeit, Respekt und Kooperation geprägten Unterrichtskultur, in der SchülerInnen gerne lernen und LehrerInnen ihren Beruf mit mehr Freude und Gelassenheit ausüben können.

Inhalte:
• Bedeutung und Wirkweise psychodramatischer Techniken im Lernprozess.
• Aufzeigen und Erproben von psychodramatischen Techniken im Fachunterricht.
• Stärkung der Handlungs- und Erziehungskompetenz (d.h. u.a. Aufbau gelingender Beziehungen zu SchülerInnen).
• Stressreduzierung durch mehr Gelassenheit und dadurch Förderung der Gesundheit.



Veranstaltungskalender

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