"Jede Rolle hat zwei Seiten,
eine persönliche und
eine kollektive Seite."
J. L. Moreno

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Programm / Politische Bildung

Politische Bildung und Aktionsforschung
Jakob Levy Moreno setzte sich für die aktive Beteiligung von Menschen an der Gestaltung ihres Lebensraumes ein. Vor Ort arbeitete er mit verschiedenen Zielgruppen, z.B. Flüchtlingen, psychisch Erkrankten, Prostituierten, Strafgefangenen, Kindern.
Sein Ansatz ist sowohl psychodynamischem Denken, wie auch dem Menschenbild der humanistischen Psychologie verpflichtet. Er setzt auf die Entfaltung kreativer Handlungspotentiale und die Möglichkeit von lebenslangen seelischen Wachstums und Veränderungsprozessen.
So politisch brisant wie sein Handeln damals war, ist es auchheute wieder: Wir sind aufgefordert, uns gleichfalls einzumischen.

PD-Szene: Soziodrama und Politik (190501)

Do. 31.01.2019 18:00 - 21:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Manuela Maciel

„Soziodrama ist die Methode, die nichts weniger als die ganze Menschheit zum Thema hat.“ (J.L. Moreno)
Mehr und mehr scheint die Welt begierig zu sein, Lösungen für wirksame soziale Interventionen in kleinen und großen Gruppen zu finden. Konflikte müssen gelöst werden und Effektivität in Co-Kreation und sozialer Verantwortung im Kontext von Erziehung, Organisation oder grösserer Gruppen gefördert werden.
In dieser PD-Szene werden wir die politische Situation in Deutschland mittels Soziometrie, Skulpturarbeit und Soziodrama explorieren. Über die Gegenwart gehen wir in die Vergangenheit und dann hin zu einer idealen Zukunft.

Manuela Maciel, Soziodramatikerin aus Lissabon, kommt für diesen Abend zu uns.
Der Abend wird in leichtem (!) Englisch gehalten.

Soziodramatagung 2019 : Sociodrama- hope in troubled times (199103)

Fr. 03.05.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.05.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Rosemarie Budziat

Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein: Globalisierung, Mediengesellschaft und allerlei Bedrohungsszenarien bringen uns und unsere Mitmenschen außer Atem. Rechtspopulistische Ängste und das Ringen von Vernachlässigten, Minderheiten und Zugewanderten um Anerkennung sind greifbar. Diese erfahrbaren Umbrüche und Herausforderungen wirken sich nicht nur gesamtgesellschaftlich sondern auch in Familiensystemen und im beruflichen Feld aus.

Ziel der Tagung ist, im Soziodrama spielerisch und erlebnisorientiert solche Prozesse in beruflichen Teams, in Gruppen und innerhalb von gesellschaftlichen Turbulenzen zu erkunden und in die Dynamik einzutauchen.
Man darf parteiisch werden durch Rollenübernahme von ungeliebten Gegenfiguren oder bisher wenig erforschten Subgruppen. Im kollektiven Rollentausch sich selbst und andere aus der Distanz erleben und dadurch zu neuen Einsichten kommen. Soziodrama macht unterschiedliche Strömungen und Bedürfnislagen begreifbar, Ansätze für gelungene Auswege oder Konfliktlösungen scheinen auf.

Ein zweites Anliegen dieses Seminars ist Training: Unter supervisorischer Begleitung können kleine Soziodramen selbst geleitet und in der Gruppe ausgewertet werden. Dafür steht in einer deutsch- und in einer englischsprachigen Gruppe der gesamte Samstag zur Verfügung.

Der Samstag abend wird locker und festlich gestaltet.

Konkrete Ziele:
•Soziodramen zu kulturellen und gesellschaftspolitischen Fragen in einer großen Gruppe zu erfahren und für sich auszuwerten
•Soziodramatische Anwärmprozesse und Techniken wie kollektiven Rollentausch, soziodramatisches Doppeln, Tagging, Scheinwerfer und Zeitlupe zu erleben
•Train the trainer: die Chance, mit Begleitung (kleinere) Soziodramen in einer Teilgruppe anzuleiten
•Unterschiedliche Formen von Soziodramen mit unterschiedlichen Szenarien auszuprobieren und einzuordnen
•die Anwendung von Soziodramen für das eigene Berufsfeld zu reflektieren

Seminarsprache ist Deutsch und Englisch. Einfach gehaltene englische Anleitungen in einzelnen Phasen können übersetzt werden. Nach unserer Erfahrung werden Gespräche in Soziodramen häufig in der Untergruppe in Deutsch geführt.

Gewaltprävention und Psychodrama begegnen sich (190608)

Mi. 10.07.2019 09:00 - 17:30 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Wolfgang Kocher

In diesem Workshop widmen wir uns einen Tag aktiv dem Thema „Gewalt“.
Mit psychodramatischen Methoden und Handlungsansätzen aus der Gewaltprävention lernen die Teilnehmenden einem „Fehlverhalten“ mit 80% Empathie und 20% Autorität zu begegnen, wirkungsvoll eine Grenze zu setzen und dabei gut in Beziehung zu bleiben. Die Teilnehmenden setzen sich psychodramatisch mit ihrem eigenen Konfliktverhalten auseinander und lernen Modelle, wie die „Statuswippe“, oder Tools, wie das „RAD-Modell“ und die „Technik der kaputten Schallplatte“, kennen. Ein Etappenziel des Workshops ist, der nächsten „Auseinandersetzung“ energieschonender zu begegnen und aufkommende Konflikte im pädagogischen Alltag mit Humor und innerer Entschlossenheit abzumildern. Alles ist leicht erlernbar und lässt sich ohne großen Aufwand im pädagogischen Alltag anwenden.



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