"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Politische Bildung

Jakob Levy Moreno setzte sich für die aktive Beteiligung von Menschen an der Gestaltung ihres Lebensraumes ein. Vor Ort arbeitete er mit verschiedenen Zielgruppen, z.B. Flüchtlingen, psychisch Erkrankten, Prostituierten, Strafgefangenen, Kindern.
Sein Ansatz ist sowohl psychodynamischem Denken, wie auch dem Menschenbild der humanistischen Psychologie verpflichtet. Er setzt auf die Entfaltung kreativer Handlungspotentiale und die Möglichkeit von lebenslangen seelischen Wachstums und Veränderungsprozessen.
So politisch brisant wie sein Handeln damals war, ist es auchheute wieder: Wir sind aufgefordert, uns gleichfalls einzumischen.

Mehr Mut zur Handlung - Psychodrama begegnet Umweltgerechtigkeit (238101)

Fr. 10.03.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 12.03.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anatoli Pimenidou

Umweltgerechtigkeit psychodramatisch und soziodramatisch in Handlung umsetzen! Unter diesem Thema verstehen wir Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Ausgehend von der persönlichen Ebene werden wir mit Hilfe von kollektiven Erfahrungen zum verantwortungsbewussten Handeln ermutigen. Dafür werden wir die wunderbaren Methoden und Techniken einsetzen, die Moreno zur Bearbeitung sozial brisanter Themen entwickelt hat. Rollentausch, Doppeln, Spiegeln, Feedback, Sharing, Soziodrama und axiodramatische Aufstellungen kommen zum Einsatz.
Dieses Seminar eignet sich auch für Neulinge, die das Psychodrama kennenlernen wollen, für Wiedereinsteiger*innen, die das Psychodrama aus den Augen verloren haben und für Umweltinteressierte, die neue Impulse für ein nachhaltiges Handeln mitnehmen wollen.

Wenn die Intelligenz künstlich wird. Begegnung, Rolle, Identität in virtuellen W (230601)

Sa. 30.09.2023 09:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Was passiert mit unserem Selbst, wenn Maschinen immer mehr Rollen für uns ausführen? Wenn sie Bereiche der Motorik, Emotion und Kognition übernehmen? Konkret: Wenn uns unsere Smartwatch daran erinnert, dass wir Hunger haben? Oder Navigationssysteme dabei helfen, die Orientierungen in einer immer komplexer werdenden Welt nicht zu verlieren? Wenn es attraktiver ist, sein Selbst als Avatar zu inszenieren? Wenn hinter dem Erleben von Resonanz ein Bot steckt? Und wenn Algorithmen entscheiden, was wir heute lesen sollen und morgen lesen wollen?

Wir nähern uns der digitalen Herausforderung aus verschiedenen Perspektiven.

Ein Softwareentwickler entführt uns in die Geschichte der digitalen (R)-Evolution und zeigt auf, was bereits heute zwar nicht augenscheinlich denkbar aber doch möglich ist! Und er wagt einen Blick in die nahe Zukunft, in der virtuelle Begegnung dreidimensional wird.

Ein Suchttherapeut und Psychodramatiker beschäftigt sich mit den Schattenseiten digitaler Welten: Narzisstische Selbstbespiegelung in sozialen Netzwerken, Suchtfallen durch ausgeklügelte Gaming- und Gambling-Angebote durch die Industrie 4.0, Filterblasen, etc. und wird dabei der Frage nachgehen, wie Moreno selbst über all diese Entwicklungen möglicherweise gedacht hätte.

Das Seminar wendet sich an pädagogisch und therapeutisch Tätige und an alle, die kritisch oder neugierig auf virtuelle Herausforderungen sind.

Die Teilnehmenden
• erwartet ein interessanter Ausflug in die Geschichte der digitalen Technologie
• erweitern, vertiefen und differenzieren ihr Wissen zu den Dynamiken virtueller Welten
• beschäftigen sich mit den Suchtgefahren virtueller Welten und setzen sich kritisch mit dem neuen
Krankheitsbild „gaming disorder“ (ICD 11) auseinander
• reflektieren die Dynamik von Digitalisierung im Kontext psychodramatischer Theoriebildung
• bekommen hilfreiche Werkzeuge für Videokonferenzen, Chats und digitale Meetings an die Hand
• erhalten ein umfangreiches analoges (!) Handout mit Filmtipps, Fachartikeln, Link und
Buchempfehlungen

Arbeit mit Geflüchteten – vorgestern, gestern und heute (233103)

Fr. 17.11.2023 (10:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 18.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

Schon J. L. Moreno setzte bei seiner Arbeit mit geflüchteten Menschen kreative und spielerische Impulse ein, die Begegnung auf Augenhöhe zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und Gruppen förderten.
Die Kriegs- und Nachkriegsgeneration in Deutschland hat auch Erfahrung mit Flucht, Vertreibung und Geflüchteten gemacht, die vielfältig bearbeitet und oft auch konstruktiv gelöst werden konnten.
Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist die erneute Zuwanderung von Geflüchteten aus vielen verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen und Weltanschauungen.
Aus dem Schatz des Psychodramas werden wir kreative und erfolgsversprechende Handlungsstrategien entwickeln, um dieser Herausforderung konstruktiv zu begegnen.



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