"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Das besondere Angebot


HASS-MACHT-HÄSSLICH! LIEBE-MACHT-BLIND? (218101)

Fr. 01.10.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Dieses Seminar richtet sich an all jene, welche sich im psychodramatischen Erleben folgenden Fragen stellen wollen...

-Woher kommt Hass, auch im Internet („Cyberbullying“)?
-Wie sieht die seelische Landschaft der TäterInnen aus?
-Was hängen diese Phänomene mit Entfremdung, Sexualität, Identität und Gruppendynamik zusammen?
-Wie können wir uns und gegen Soziale Kälte, Ausgrenzung und Diskriminierung wehren?

Eigene Fragestellungen sind willkommen!

Kreativ Fremdsprachen begegnen (229101)

Fr. 18.02.2022 (16:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 19.02.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Monica Baudracco-Kastner

Die Psychodramaturgie Linguistique (PDL), entwickelt von Dr. Bernard Dufeu, ist eine Methode für den Fremdsprachenunterricht, die ihre Hauptquelle im Psychodrama hat. Mit dieser Methode wird die Sprache von Anfang an mit allen Sinnen erlebt. Offene Rahmenaktivitäten stimulieren den Ausdruckswunsch und entwickeln Haltungen und Fähigkeiten (Zuhören, Spontaneität, Empathie), die den Erwerbsprozess fördern. In diesem Workshop werden sprachübergreifend einige Techniken und Elemente der PDL ausprobiert und gemeinsam reflektiert, sowie die Berührungspunkte mit dem Psychodrama analysiert. Fremdsprachenlehrer,-lernende und -interessierte können so in eine ganzheitliche Art des Lernens eintauchen und neue Impulse für das eigene Lernen und Lehren mitnehmen.

Simulation von Bedrohlichen Situationen und Krisen (229102)

Sa. 05.03.2022 09:00 - 19:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

An diesem Tag werden wir zwei unterschiedliche Simulationen durchführen. Die erste wird sich mit der Gruppendynamik in einer Geiselnahme beschäftigen. Hier geht es um das Erforschen der unterschiedlichen Rollen und ihrer Dynamik mit dem Ziel unterschiedliche Strategien zu entwickeln.
In der zweiten Simulation geht es um eine größere Bedrohung für eine Bevölkerung und die unterschiedlichen Phasen der Veränderung und die Nutzung des Kreativen Zirkels.
Mit der Gruppe werden diese beiden Szenarien entwickelt, erspielt und ausgewertet. Es besteht jederzeit die Möglichkeit des Rückzuges in eine Notausposition. Das Seminar richtet sich an psychisch stabile Personen, die sich in eine Ausnahmesituation begeben möchten um die Wirkmechanismen und die eigenen Spielräume kennenlernen möchten.

Im Vorfeld werden Informationen zur Spielvorbereitung verschickt, der Arbeitsaufwand beträgt dafür 45 Min.

Bibliolog – Wenn biblische Geschichte anfangen zu sprechen (229103)

Fr. 13.05.2022 (14:30 - 16:30 Uhr) - So. 10.07.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Markus A. Lange

Was geht Noah durch den Kopf, als er die Tiere in die Arche führt? Wie fühlt sich Sara nach der Geburt ihres Sohnes Isaaks? Was hat der Dornbusch in der Wüste gedacht, nachdem Gott durch ihn zu Moses sprach? Wie geht es den Menschen, die den Propheten Jona in Ninive erleben, durch den Kopf? Was nehmen die Leute um Jesus herum wahr - und was bewegt sie?

Der Bibliolog ist eine kreative Art, mit Texten der Bibel zu arbeiten. Im Bibliolog wird Gefühlen und Gedanken von Figuren und Dingen, die in einer Geschichte eine Rolle spielen, ein Raum geboten. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, in die Geschichten einzutauchen, in Rollen zu schlüpfen und diese lebendig werden zu lassen. Dabei kommt es immer wieder zu erhellenden und spannenden Entdeckungen an den Texten und an sich selbst.

Diese niederschwellige Form des Bibliodramas wurde von Peter Pitzele (PhD) in den USA entwickelt und ist mittlerweile in vielen Ländern verbreitet. Als Psychodramatiker und Literaturwissenschaflter ist es ihm gelungen, Prinzipien und Methoden des Psychodramas auf den Umgang mit biblischen Texten so zu übertragen, dass ein wertschätzendes und erkenntnisförderndes Erleben von Text, Gruppe und der eigenen Person möglich ist. Der Begriff Bibliolog verweist darauf, dass in dieser Methode im mündlichen Austausch, durch das gesprochene Wort (griech. ´logos´), die Textwelten der Vergangenheit und die Lebenswelten der Teilnehmenden heute in einen Dialog treten.

Bibliolog wird vielfältig eingesetzt: in Andachten und als Einstieg in Bibelstunden, anstatt einer Ansprache oder Predigt in Gottesdiensten, im Religionsunterricht, Kinder- und Jugendarbeit in religiösem Kontext, in pastoraler Supervision und spiritueller Begleitung, bei Freizeiten, Einkehrwochen, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Konferenzen und Tagungen, sowohl in jüdischen Gruppen wie auch in christlichen Gemeinden und in der interreligösen Begegnung.

Dieser Kurs in zwei Teilen erfüllt das Curriculum des Zertifikats Grundstufe des Bibliolog Netzwerk International. Bei erfolgreicher Teilnahme wird der Nachweis erbracht, dass die TeilnehmerInnen grundlegend vertraut sind mit der Praxis und Haltung, die ein verantwortliches Arbeiten mit der Methode ermöglichen.

Moreno in Wien (229104)

Fr. 24.06.2022 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 26.06.2022 in Wien
DozentInnen: Angela Christoph

Wir begeben uns auf Spurensuche nach Morenos frühen Jahren in Wien (ca.1900-1925). Wir werden Morenos Lebensraum, sein Umfeld und Wegbegleiter kennenlernen, die ihn und sein Lebenswerk geprägt und inspiriert haben. Wir wollen die Stadt Wien mit allen Sinnen erleben – u.a. durch einen Streifzug über den Naschmarkt, den Besuch der Innenstadt mit jenen Kaffeehäusern, in denen Moreno erste Schritte mit seinem Projekt „Die lebendige Zeitung“ machte, vorbei an dem Konzerthaus, in dem Moreno seine „Idee und Praxis des Stegreiftheaters“ vortrug und dem Augarten, in dem er mit Kindern Stegreifspiele spielte. Spaziergänge wechseln sich mit kulturellen Exkursionen und Kurzvorträgen ab und immer wieder werden wir psychodramatisch eine Brücke zur Gegenwart bauen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edekoben/Überlingen

Biographische Verstrickungen (219103)

Fr. 01.07.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 03.07.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Unserem Bewusstsein häufig nicht unmittelbar zugänglich ist die Tatsache, dass unsere Erziehungshaltungen
und -methoden geprägt sind von unseren eigenen Erfahrungen in der Kindheit und denen der
Generationen vor uns. Es ist ein feines Gewebe von Empfindungen und oft unbewussten Gefühlen und
Erfahrungen, das uns sowohl in unserer Haltung Kindern als auch unserem »inneren Kind« gegenüber
prägt. Dabei spielt eine Rolle ob uns Empathie entgegen gebracht wurde und ob es uns auf dieser
Grundlage möglich wurde, Empathiefähigkeit zu entwickeln.
Transgenerational sind wir in Deutschland auch hier mit dem Erbe des Faschismus kollektiv konfrontiert. Wie sehr und wie tief die nationalsozialistische Ideologie vom Umgang mit Säuglingen, Kleinkindern und Kindern uns geprägt hat, soll daher der Schwerpunkt in diesem Seminar sein. Gemeinsam erkunden wir mit Hilfe psycho- und soziodramatischer Handlungstechniken dieses feine Gewebe von Glaubens- und Haltungsfragen und erproben Möglichkeiten der Veränderung.

Teil des Seminars ist eine öffentliche Abendveranstaltung mit einem Vortrag von
Dr. Rose Ahlheim, Berlin
Analytische Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin, SKEPT (Säuglings-Kinder-Eltern-Psychotherapie), Sonderschullehrerin und Autorin verschiedener Publikationen, u.a. mit Getrud Haarer: „Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind“ (2012); mit Klaus Ahlheim: „Autonomie statt Gehorsam: Zu einer Erziehung nach Auschwitz" (2018);

Die öffentliche Abendveranstaltung findet am Freitag, 02. Juli 2021 17:00 Uhr - 21:00 Uhr in Kooperation mit der C. G. Jung-Gesellschaft Stuttgart e.V. im Hotel Silber in Stuttgart (Säulensaal der ehemaligen Gestapozentrale und heutigen Gedenkstätte und Ort historischer und politischer Bildung) statt.

Nur Teilnahme Abendverantaltung: 15,00 Euro

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt.

PD-Szene - Körpersprache im Psychodrama (220502)

Do. 07.07.2022 18:00 - 21:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Ursula Famers

Im Psychodrama fühlen wir uns in andere Rollen hinein und drücken sie mit unserem Körper spontan aus.
An diesem Abend richten wir unser Augenmerk auf den Körperausdruck. Es geht um das Zusammenspiel von Ausdrucksmöglichkeiten und Wirkungen der Körpersprache. Die Wahrnehmung des Raumes, meiner selbst und Anderer steht im Mittelpunkt.
Am Anfang stehen jede Menge Spiele, um Wahrnehmung, Ausdruck, Fantasie, Bildhaftigkeit und Sinnlichkeit zu sensibilisieren. Mit körpersprachlichen Einstiegsbildern wird der physische Ausdruck gestärkt und Mut zur Offenheit trainiert.

Sommerakademie Reichenau: "Bindung - Beziehung - Freiheit" (229106)

Sa. 30.07.2022 (15:00 - 12:00 Uhr) - Mi. 03.08.2022 in Insel Reichenau
DozentInnen: Christian Stadler

Der Bindungspionier John Bowlby definierte Bindung als das „gefühlsgetragene Band, das eine Person zu einer anderen spezifischen Person anknüpft und das sie über Raum und Zeit miteinander verbindet.“ Dieses gefühlsgetragene Band stellt die Basis für unser Gefühls- und Bindungserleben dar, ist wie eine Lupe oder Brennglas mit der wir die belebte Umwelt wahrnehmen und in ihr interagieren: Im Guten wie im Schlechten: die erste Bindungsbeziehung unserer Lebens, in der Regel ist dies die Beziehung zu unseren Eltern, bildet die Grundlage all unserer Beziehungserfahrungen im Laufe unseres Lebens und legt somit unseren inneren Kompass unseres Beziehungserlebens fest. Wie in einer großangelegten Langzeitstudie haben wir während der Corona-Pandemie die Bedeutung des Menschen als Beziehungswesen erleben und spüren können: Wir sind von unserer biologischen Veranlagung als Mensch im Miteinander mit anderen Menschen, als Gruppe gedacht. Wir brauchen den oder die anderen als spiegelndes Gegenüber, um uns zu verstehen und zu spüren: nur der andere kann mir sagen: „Ich mag dich, ich brauche dich oder ich bewundere dich, für das was du kannst“. „Alle die von Freiheit träumen, sollen Freiheit nicht versäumen“ sang Marius Müller Westernhagen Ende der 80-er als die Mauer fiel und sich für viele Deutsche der Traum von politischer Freiheit erfüllte. Freiheit – im politische wie im zwischenmenschlichen Sinn ist ein Grundmotiv menschlicher Sehnsüchte. Der Rebell in uns lehnt sich auf gegen die anderen, die ihn in seinem Wunsch nach Freiheit und Selbstverwirklichung behindern wollen, auf. Aber auch der Rebell spürt sein inneres Bedürfnis nach Bindung und Zugehörigkeit. Sind beide Bedürfnisse, das Bedürfnis nach Bindung und das nach Freiheit, nicht entgegen­gesetzte, sich ausschließende Kategorien? Kann ich in Beziehung frei sein? Was meint bezogene Individuation? Wir wollen in der diesjährigen Sommerakademie diesen Themen und Fragen gemeinsam nachgehen und individuelle kreative Antworten darauf finden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Frauentage Neuharlingersiel an der Nordsee (225107)

So. 18.09.2022 (15:00 - 12:00 Uhr) - Do. 22.09.2022 in Neuharlingersiel
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Erstmals bieten wir Jahr 2022 ein neues Selbsterfahrungs- und Weiterbildungsformat ausschließlich für Frauen an. Unter dem Fokus entspannt, gestärkt, bereit für Neues wollen wir eine Reflexionspause vom beruflichen und familiären Alltag für Frauen jeden Alters schaffen. Eine Mischung aus psychodramatischer Selbsterfahrung, methodischen und theoretischem Input, Achtsamkeit und Entspannung soll zu neuen Perspektiven i. S. von neu fließender Kreativität führen. Wir wollen uns mit den Aspekten Liebe, Beziehung und (Selbst-)Verantwortung von Partnerschaft in verschiedenen Stadien auf der psychodramatischen Bühne befassen: Sehnsucht nach einer neuen Beziehung (neue Rollen, Verändern alter Varianten), Liebe, Verantwortung, Zuständigkeiten in neuen und langjährigen Beziehungen (alte Rollen, neue Varianten ausprobieren). Wo brauche ich eine Atempause? Wo möchte ich Verantwortung abgeben oder übernehmen? Für was bin ich zuständig, für was nicht? Wir wollen auch Raum geben für meine Lust und wie ich sie meinen Körper und meine Sexualität (er)lebe. Habe ich Wünsche und Sehnsüchte? Möchte ich mich nochmal anders erleben? Eine Reflektion die vielleicht neue Erfahrungen ermöglicht. Freie Zeiten bieten Raum für Ruhe und Begegnung und das Nachwirken lassen der Selbstreflektion. Die Club Jugendherberge Neuharlingersiel liegt in landschaftlich reizvoller Umgebung Ostfrieslands. Spaziergänge zum Strand oder Hafen laden zum Entdecken und Loslassen ein. Praktische Achtsamkeit und Muße kann auch beim Genuss einer ostfriesischen Teezeremonie in einer Teestube oder eines Fischbrötchens am Hafen erlebt werden.
Zielgruppe: Empfehlenswert für Frauen die im Beruf und/oder Familie als Beziehungsarbeiterinnen wirken.
Anerkennung als Bildungsurlaub zur Gesundheit, Burnout Prävention wird beantragt.
Übernachtung: Buchen Sie bitte separat über das DJH Resort Club Jugendherberge Neuharlingersiel. Eine Teilnahme am Seminar ist nur bei Übernachtung (mit VP) in der Jugendherberge möglich. Wir danken für Ihr Verständnis.
Anmeldung bis spätestens 1.6.2022

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Eine praktische Einführung in die Figurenspieltherapie (229107)

Fr. 23.09.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 25.09.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Pamela Brockmann

Die Methode der Figurenspieltherapie spricht Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an.

In diesem Seminar erwartet Sie

- ein praxisorientierter Einblick in die Figurenspieltherapie
- die Gelegenheit, in einem schöpferischen Prozess eine eigene Figur zu schaffen
- die Möglichkeit, diese Figur zum Leben zu erwecken
- ein geschütztes und freudvolles Selbsterfahrungs-Erlebnis
- fachlicher Input, um Ihre therapeutische oder pädagogische Arbeit punktuell zu unterstützen

PD-Szene - Psychodrama und Zauberei (220504)

Do. 10.11.2022 18:00 - 21:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

Lassen Sie sich verblüffen von dieser Szene. Zauberhaftes, Psychodramatisches und bisher noch nicht Gesehenes warten auf Sie!
Polizeihauptkommissar Uwe Mettlach, Spiel- und Theaterpädagoge, Psychodrama-Leiter, Taschendieb und Mitglied des Magischen Zirkels führt durch diesen magischen Abend.



Veranstaltungskalender

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