„Von allem, was der Mensch baut und aufbaut, gibt es nichts Besseres und Wertvolleres als Brücken.“

 

Ivo Andric

 

Thematische Kurssuche

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Programm / Fortbildung

"Und raus bist du?!" - Umgang mit Mobbing, Diskriminierung und Ausgrenzung (240702)

Do. 06.06.2024 18:00 - 21:00 Uhr in ZOOM
DozentInnen: Judith Maschke

In diesem Online-Seminar erhalten Sie wertvolles Hintergrundwissen zu diesem Thema für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Der Schwerpunkt liegt auf unterschiedlichen handlungsleitenden Methoden und Vorgehensweisen.
Die Teilnehmenden erhalten vorab Seminarunterlagen.

Tiefenpsychologische fundierte Suchttherapie (DRV und GKV) Zulassungsseminar (241600)

Fr. 07.06.2024 (14:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 08.06.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Die Arbeitsgemeinschaft Tiefenpsychologische Suchttherapie startet ab Herbst 2024 den 6. Weiterbildungskurs der von DRV und GKV anerkannten Suchttherapieweiterbildung zum/zur Tiefenpsychologisch fundierten Suchttherapeut/in.
Die Zulassung zur Weiterbildung setzt die Teilnahme am Kennenlern- und Zulassungsseminar voraus.
Eine erste Begegnung in der Weiterbildungsgruppe sowie ein Kennenlernen der Arbeitsweise ist möglich. Darüber hinaus werden inhaltliche und organisatorische Fragen zur Weiterbildung geklärt.

Weitere Infos finden Sie unter www.agtps.de

Anmeldungen und Beratung:
Geschäftsstelle der AGTPS, Gebelsbergstr. 9, 70199 Stuttgart, 0176-878 699 62
oder per Mail an: info@agtps.de

Einführung in Soziodrama - Grundlagen, Varianten, Anwendung (244206)

Fr. 21.06.2024 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 23.06.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Christoph Buckel

Im Soziodrama bedienen wir uns eines ähnlichen Werkzeugkastens wie im Psychodrama,
setzen aber einen anderen Fokus: wir simulieren ein soziales System, indem wir die dafür
relevanten Rollen auf die Bühne holen. Mit Techniken wie Rollentausch, Systemerweiterung und
Spiegel verstehen wir dieses System immer besser und finden Ansatzpunkte für eine zielgerichtete
Beeinflussung. Soziodrama ist damit für alle interessant, die an und mit sozialen Systemen
arbeiten: Berater*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, politische Aktivist*innen und viele
weitere mehr.
In diesem Seminar werden wir gemeinsam grundsätzliche Strukturen, Abläufe und Techniken des
Soziodramas kennenlernen und ausprobieren. Ziel ist es, konkrete Anregungen für das eigene
Arbeitsfeld zu bekommen.

Kompaktqualifikation Lebendige Organisationsentwicklung (231902)

Do. 27.06.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 20.09.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Unser Konzept:

Die Kompaktqualifikation gibt dir Instrumente an die Hand, um Wandel in Organisationen kreativ zu begleiten und die aktive Beteiligung aller zu fördern.

Die Organisationsentwicklung (OE) beschäftigt sich mit den Strukturen, dem Führungsverständnis und der Kultur von Organisationen mit dem Ziel, diese zukunftsfähig zu machen, Abläufe effektiver zu gestalten und Kooperation sowie Innovation zu initiieren. Kreative Aktions- methoden und szenische Betrachtung stellen das Handeln in den Mittelpunkt. Sie bieten wirkungsvolle Instrumente, um die Organisation aus dem Hintergrund ihrer Geschichte und mit Einbeziehung der Beteiligten zu verstehen und die jeweils relevanten Themen anzupacken.

Diese Qualifikation wird dich in die Lage versetzen, Psychodrama, Soziodrama und Soziometrie als Methoden der Organisationsentwicklung (OE) einzuführen und Konzepte von OE zu entwickeln.

Die Zielgruppe:

Bist du Trainer*in, Berater*in, oder Führungskraft?
Möchtest du deine methodische Kompetenz für die Arbeit mit und in Organisationen erweitern?
Du arbeitest gerne mit co-kreativen Aktionsmethoden?

Die Themen:

Wer sind wir? Wo kommen wir her? Rollen und Geschichte der Organisation
Wo wollen wir hin? Gemeinsame Zukunftsvisionen, Purpose, Werte und Leitbilder
Wie gehen wir miteinander um? Organisationsstrukturen, Zusammenarbeit und Kommunikation, Organisationsaufstellungen
Die Gruppe ist mehr als die Summe ihrer Teile: Teamentwicklung und Gruppendynamik in emergenten Systemen, Führungskultur und -stile
Die Organisation und ihre „Seele“: Analyse von Organisationskulturen
Die Entwicklung des Menschen in Organisationen: Personal- und Führungskräfteentwicklung psychodramatisch gestalten, agile Arbeitsformen und -methoden passgenau einführen und implementieren
Fallbearbeitung, Integration, Transfer und Abschluss

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edekoben/Überlingen

"Auf dem Highway zur Klima-Hölle"(1) (248101)

Fr. 28.06.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 30.06.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Alfred Weinberg

Für Moreno ist das Soziodrama ein wichtiges Instrument, um soziale Strukturen zu erkunden und Hypothesen zu Veränderungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Anwendung des Soziodramas hat sich schon bei vielfältigen gesellschaftlichen Konflikten, wie z.B. im Gesundheitswesen, im Bildungswesen oder in der Friedensarbeit als sehr wirkungsvoll und hilfreich erwiesen.

Die akute Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch die fortschreitende Erderhitzung betrifft uns alle.
Viele Menschen reagieren mit Ohnmachtserleben und Hilflosigkeit. Auch verschiedene Abwehrkonstellationen angesichts dieser Bedrohung sind zu beobachten: Verleugnung, Verharmlosung oder auch Reaktionsbildungen, wie z.B.: "Jetzt erst recht - Nach mir die Sintflut."

Was können wir als Psychodramatiker*innen dazu beitragen, dieser existenziellen Bedrohung als Mit-Akteur*innen wirkungsvoll zu begegnen? Wir werden in diesem Seminar verschiedene Möglichkeiten erkunden, wie wir auf das Erleben von Ohnmacht und Hilflosigkeit - auch bei anderen gesellschaftlichen Konflikten - mit kreativen Ansätzen antworten können. Grundstruktur und Techniken soziodramatischen Arbeitens werden in diesem Seminar exemplarisch vermittelt.

(1) Zitat: António Guterres, UNO-Generalsekretär

Spielen – lachen – begegnen - Spielpraxis und Theorie des Spiels im Psychodrama (244103)

Fr. 12.07.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 14.07.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedrich Schiller

Herzlich willkommen in der Welt, wo der Mensch ganz Mensch ist. Herzlich willkommen im Psychodrama!
Wir spielen mit großer Lust und Freude. Was passiert aber, wenn wir spielen? Warum macht spielen so viel Spaß? Und warum ist spielen so gesund und hält uns jung?
Philosophisch, neurobiologisch, entwicklungspsychologisch, psychodramatisch und vor allem spielerisch wollen wir uns diesen Fragen nähern und vor dem Hintergrund entsprechender Theorien werden wir den Raum, den Zauber, den das Spielen eröffnet, besser verstehen. Unsere eigenen Spielerfahrungen in Kindheit, Jugend und als Erwachsene werden wir reaktivieren und erkunden: Regelspiele, Rollenspiele, Brettspiele, geheime und freie Spiele, Spiele, die noch keiner kennt. Wir werden Bekanntes erleben und Neues entdecken, damit wir uns auch in Zukunft immer wieder Spiel-Räume erschaffen.

Dieses Seminar kann auch als Methodik-Seminar auf die Weiterbildung angerechnet werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro).

Spontaneität und Konserve (244207)

Fr. 12.07.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 14.07.2024 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

Als Konserven werden in diesem Zusammenhang stabile Strukturen von Verhaltensabläufen bezeichnet, die zuverlässig funktionieren. In dieser Eigenschaft haben Konserven sowohl positive als auch negative Aspekte. Jedes gelernte Verhalten, das bereits in einer anderen, vergangenen Situation entstanden ist, kann als eine Konserve bezeichnet werden.
Bindungs- und Beziehungskonserven sind deshalb für uns attraktiv, weil sie für Konstanz und Vorhersehbarkeit stehen. Greifen wir zu häufig auf alte eingefahrene Handlungsmuster zurück, dann verlieren wir Spontanität und Kreativität.
Wir untersuchen Spontaneität und Kreativität auf ihrem Weg zur Konserve. Wo brauchen wir die Konserve und wo verhindert sie Begegnung? An welcher Stelle lohnt es sich die Konserve zu verlassen, um sich neuem Handeln zu widmen?

Wir wollen unbewusste Handlungsmuster, die wir in Paar-, Familien-, Lebens- sowie Arbeitsbeziehungen leben, entdecken und uns bewusst machen. Die abgebildeten Konserven können im Protagonistenspiel überprüft und in „neuem“ Handeln erprobt werden. Donald Winnicotts „wahres und falsches Selbst“ wird genauso eine wichtige Rolle spielen wie Morenos „Kreativer Zirkel“.

Alpha, Beta, Gamma und Omega (244208)

Fr. 19.07.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 21.07.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Rosemarie Budziat

Schon mal was von der Alpha-, Beta-, Gamma-Position oder dem Sündenbock in Gruppen gehört? Diese Bezeichnungen werden fast schon umgangssprachlich verwendet.
Raoul Schindler hat in den 50ern ein sehr spannendes soziodynamisches Positionsmodell mit diesen Bezeichnungen entwickelt. Er beschreibt, welche Positionen in Gruppen und Teams möglich sind, wann, wie und warum sie sich herausbilden und wie man als Gruppenleitung oder Führungskraft dynamisch damit umgehen kann.
Allein die Alpha-Position in den Blick zu nehmen oder den „Sündenbock“ aus der Gruppe zu entfernen, reicht meistens nicht aus. Auch die Rolle der Leitung kann sich in verschiedenen Positionen bewegen.
Nach der Vorstellung des soziodynamischen Modells werden verschiedene Situationen aus der Praxis der Teilnehmer*innen und der aktuellen Fortbildungsgruppe damit analysiert und psycho- und soziodramatisch bespielt.

Karriere (machen) - Was bedeutet das? (246103)

Fr. 19.07.2024 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 21.07.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Stefan Schmitz

„Liebe Karriere! Wo bist du? Ich vermisse dich ganz schrecklich! Wie lange muss ich noch auf dich warten? Und was kann ich tun, dass du mich endlich wahrnimmst? Ich tue alles für dich - wirklich! Enttäusch mich bitte nicht!“ (Werbetext für ein Wirtschaftsmagazin, Zielgruppe Berufseinsteiger)

Während früher der Karrierebegriff mit dem klassischen „Weg nach oben“ gleichgesetzt wurde, ist sich die arbeits- und organisationspsychologische Forschung heute einig, dass bei der Bewertung einer erfolgreichen beruflichen Laufbahn eine weitaus differenziertere Perspektive angemessen ist. Individuelle Lebenserfahrungen und unter diesen Voraussetzungen bislang erbrachte Leistungen - nicht nur im Job - sind maßgeblich für eine selbstwertschätzende Standort- und Zielbestimmung.

Was bedeutet Karriere für mich oder meine Klient*innen? Wie und wo gelingt es mir, meine Ambitionen und Werte für meine professionelle Weiterentwicklung zu leben, ohne mich von pauschalen Beförderungskonventionen leiten zu lassen? Welche Impulse brauche ich, um einen stimmigen Entwurf für meine nächste berufliche Station zu formulieren? Und wie bewerte ich meine bisherigen Erfolge im Job? In diesem Seminar gehen wir auf die gemeinsame Suche nach Antworten, die auch im Beratungskontext regelmäßig eine wichtige Rolle spielen.

Sommerakademie Reichenau (249103)

Sa. 27.07.2024 (15:00 - 12:00 Uhr) - Mi. 31.07.2024 in Insel Reichenau
DozentInnen: Claudia Bracht

Geburt und Sterben, Werden und Vergehen geschieht nicht nur zu Beginn und am Ende, sondern auch während unseres Lebens. Jeder Tag kann ein Aufbruch sein, aber auch ein Ende bedeuten.
Veränderungen können sich schon lange abzeichnen, aber auch plötzlich eintreten. Immer müssen wir reagieren, mitgehen und einen Übergang vollziehen: Wenn wir uns von der Kindheit zur Jugend und dann ins Erwachsenwerden und -sein weiterentwickeln, Beziehungen eingehen oder auflösen, und später die Schritte ins Alter gehen, und wie wir uns zum eigenen Tod oder dem Tod anderer verhalten. Je mehr wir alle Lebensabschnitte willkommen heißen und akzeptieren, desto eher können wir auch das Glück des Augenblickes erleben.
Wir sind für unser Bewusstsein und unser Tun selbst verantwortlich, aber auch dem Zufall, den Launen der Natur und dem Schicksal der Welt ausgesetzt. Wir können den Zeitpunkt unserer Geburt, und meist auch den unseres Todes, nicht bestimmen. Unser Lebenslauf dazwischen ist geprägt durch die Menschen, denen wir begegnen, den Fähigkeiten, die wir haben und erwerben, durch die Möglichkeiten, die wir ergreifen, die Zufälle, die uns widerfahren und vor allem durch die Kunst, aus all diesen Zutaten unser Leben so zu formen, dass wir es als gelungen empfinden.
Es liegt also auch an uns, die kleineren und größeren Transitionen bewusst und aktiv zu gestalten, um im Fluss unseres Lebens aktiv und kraftvoll (mit)zuschwimmen, dabei möglichst orientiert zu sein, die eigenen Ziele und Bedürfnisse im Blick zu haben, ohne dass uns die gelegentliche Angst unterzugehen zu viel Kraft raubt.
Über allem schwebt die Kunst, das eigene Leben bewusst zu gestalten, aber auch das Eingebundensein des eigenen Schicksals im Kreislauf des Lebens zu spüren und zuzulassen.In dieser Sommerakademie möchten wir die Übergänge in unserem Leben psychodramatisch erforschen: Was sie mit uns gemacht haben und machen, wie wir ihnen bisher begegnet sind und wie wir sie in Zukunft gestalten wollen.

Referent*in: Dr. med. Leonhard Thun-Hohenstein zum Seminar-Thema

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Kompaktqualifikation - Kompentent mit Gruppen Arbeiten (241901)

Do. 19.09.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 24.01.2026 in Oberursel
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Das Kurzcurriculum richtet sich an alle, die professionell mit Gruppen arbeiten oder dies planen. Ziel des Curriculums ist es, sicherer im Umgang mit Gruppen zu werden und diese mit Hilfe kreativer und handlungsorientierter Methoden kompetent und erfolgreich leiten zu können.

Im Rahmen des vierteiligen Kurzcurriculums werden folgende Themenschwerpunkte behandelt:

- Einstieg und Beendung von Prozessen
- Förderung der Gruppenbildung und Gruppenkohäsion
- Verständnis der Oberflächen- und Tiefenstruktur von Gruppen, der Soziometrie, Gruppendynamik und Gruppenpositionen
- Umgang mit Konflikten in Gruppen und mit „schwierigen“ Gruppenmitgliedern
- Konstruktive Gestaltung der Gruppenphasen und Reflexion der dazugehörigen eigenen Leitungsposition

Neben theoretischen Inputs zum besseren Verständnis für Gruppenprozesse, werden wirksame Gruppenmethoden und -tools innerhalb der Seminargruppe erfahren und ausprobiert. Dabei wird auch die eigene Haltung zu und in Gruppen, der eigene Umgang mit Führung und Macht sowie mit Ethik und Verantwortung reflektiert.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Kennenlern- und Zulassungsseminar Grundstufe 2024 - 2025 - Stuttgart (241000)

Fr. 20.09.2024 (14:30 - 14:30 Uhr) - So. 22.09.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Carmen Zahn

Das Zulassungsseminar für die Weiterbildung Psychodrama bietet die Möglichkeit in die „Welt des Psychodramas“ hinein zu schnuppern und die Motivation für die Teilnahme an der Weiterbildung Psychodrama zu prüfen. Inhalte des Wochenendes sind gegenseitiges Kennenlernen, erste Annäherung an psychodramatische Arbeitsformen, Erwärmung für die Übernahme von Rollen und Erkunden der eigenen Freude am Spiel.
Als szenisch darstellendes Verfahren des inneren Erlebens sind für die Weiterbildung Psychodrama die persönliche Eignung, Spielfreude und das Einlassen auf die Weiterbildungsgruppe Voraussetzungen für die Teilnahme. Zusammen mit dem Zulassungsinterview bildet das Zulassungsseminar die Grundlage für die Einschätzung zur Zulassung in die Grundstufe.

Kennenlern- und Zulassungsseminar Grundstufe 2024 - 2025 - Mainz (241001)

Fr. 20.09.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 22.09.2024 in Mainz
DozentInnen: Dorothea Ensel

Das Zulassungsseminar für die Weiterbildung Psychodrama bietet die Möglichkeit in die „Welt des Psychodramas“ hinein zu schnuppern und die Motivation für die Teilnahme an der Weiterbildung Psychodrama zu prüfen. Inhalte des Wochenendes sind gegenseitiges Kennenlernen, erste Annäherung an psychodramatische Arbeitsformen, Erwärmung für die Übernahme von Rollen und Erkunden der eigenen Freude am Spiel.
Als szenisch darstellendes Verfahren des inneren Erlebens sind für die Weiterbildung Psychodrama die persönliche Eignung, Spielfreude und das Einlassen auf die Weiterbildungsgruppe Voraussetzungen für die Teilnahme. Zusammen mit dem Zulassungsinterview bildet das Zulassungsseminar die Grundlage für die Einschätzung zur Zulassung in die Grundstufe.

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (246104)

Fr. 27.09.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 29.09.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L. Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, dem Team, der Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es, verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu ergründen, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum Üben und Sich-Ausprobieren sind vorgesehen.

„Sei doch mal spontan“ - Stegreifspiel und Gruppenspiel (240701)

Sa. 05.10.2024 09:00 - 17:00 Uhr in ZOOM
DozentInnen: Michaela Musenja

„Sei doch mal spontan!“ – Wie geht das, so einfach spontan zu sein? In welchem Verhältnis stehen Spontaneität und Kreativität zueinander? Beide benötigen viel Erwärmung, um den sogenannten `creative state` zu erreichen – also den Moment, in dem eine neue Struktur geschaffen wird, oder wir, wie Moreno sagt, aus der Kulturkonserve aussteigen können.
Der Workshop gibt einen kurzen theoretischen Einblick in die Zusammenhänge von Spontaneität und Kreativität. Konkrete Übungen zeigen uns Schritt für Schritt den Weg zum freien Gruppen- und Stegreifspiel. Das Reflektieren Im Anschluss über das Geschehene eröffnet uns neue Wege im Denken und Handeln. Immer nach dem Motto alles kann – nichts muss.

Psychodrama Praktiker 1 Mainz 2024 - 2025 (241101)

Fr. 11.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 11.05.2025 in Mainz
DozentInnen: Dorothea Ensel

Die Grundstufe für die Weiterbildungsgänge Psychodrama-Leitung und Psychodrama (Kinder-)Therapie schließt mit dem Abschluss „Psychodrama-Praktiker*in“ ab.
Während der zweijährigen Grundstufe eignen sich zukünftige Psychodrama-Leiter*innen und -Therapeut*innen die theoretischen und methodischen Grundlagen des Psychodramas an. Die Selbsterfahrung, d.h. das eigene Erleben der verschiedenen Möglichkeiten psychodramatischer Arbeit und die Erarbeitung eines realistischen Selbstbildes, nehmen in diesen beiden Jahren großen Raum ein.
Vor dem Hintergrund einer theoretischen Einführung in die Begriffe und Denkmodelle des Psychodramas werden die Teilnehmenden in die grundlegenden Techniken und ihre situationsadäquate Anwendung eingeführt. Morenos Menschenbild, seine Theorie der Spontaneität und Kreativität, seine Rollentheorie, die Soziometrie u.v.m. bilden die Grundlagen für die zukünftige Arbeit als Psychodrama-Praktiker*in.

Der Zauberladen (244210)

Fr. 11.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 13.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

J.L. Moreno führte den Zauberladen 1943 als therapeutische Technik ein. Kunden und Kundinnen, die den Zauberladen besuchen, werden eingeladen, sich immaterielle Wünsche zu erfüllen. Dafür müssen sie in Tauschverhandlungen einen selbstbestimmten Preis zahlen, der sich nicht in gängigen Währungen bemisst. Im Zauberladen können Fähigkeiten erworben werden, von denen man sich wünscht, mehr davon zu haben. Im Tausch gibt man dafür Eigenschaften oder Charakterzüge ab, von denen man genug hat. Durch spielerisches Verhandeln, besteht die Gelegenheit sich mit eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen und deren Wert zu spüren. Die Käufer*innen kommen in Kontakt mit den eigenen Zielen und Werten und lernen den Preis dafür kennen, der mit dem Treffen einer Wahl verbunden ist.

An diesem Wochenende lernen Sie Ziel und Strategie des Zauberladens in verschiedenen Settings kennen. Sie lernen den Einsatz von Symbolen und Metaphern kennen und können sich als Zauberladenbesitzer*in üben.
In der Arbeit mit Anteilen, zur Exploration und in der Teamentwicklung kann diese Methode mit Freude und Humor eingesetzt werden.

Zauberkunst auf der Psychodramabühne (249104)

Fr. 11.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 13.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

Lust sich als Zauberkünstler*in oder Magier*in auszuprobieren?
Rollentausch, Spiegel und Doppel sind nicht nur im Psychodrama bewährte Methoden, um Protagonist*innen zu begleiten und eine Szene zu entwickeln. Auch die Zauberkunst kennt das Tauschen von Positionen und Rollen, die Technik des Spiegelns und des Doppelns. In diesem Seminar werden wir uns Zauberkunststücke erarbeiten und diese auf der Bühne aufführen. Damit schaffen wir einen äußeren Rahmen für neue Erfahrungen und gleichzeitig nutzen wir die bekannte Bühne zum Ausprobieren neuer Rollen, Kompetenzen und Wissen.

Am Samstag den 12.10.2024 findet eine Aufführung statt, zu der Gäste eingeladen werden können.

Teilnahmevoraussetzungen:
Vorerfahrungen mit den Methoden des Psychodramas sind nicht erforderlich.
Verschwiegenheit zu den Trickgeheimnissen ist schriftlich zu garantieren.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Psychodrama kennenlernen (240604)

Sa. 12.10.2024 10:00 - 17:00 Uhr in Frankfurt Main
DozentInnen: Manuela Lunze

Sie haben schon einmal vom Psychodrama gehört, aber noch keine Vorstellung davon, wie man es konkret im beruflichen oder persönlichen Kontext anwenden kann?
Vielleicht suchen Sie nach kreativen Möglichkeiten, sich selbst zu entwickeln? Hier können Sie Ihr Interesse an
Selbsterfahrung mit anderen Menschen teilen.
Außerdem haben Sie die Gelegenheit das Psychodrama mit seinen abwechslungsreichen und innovativen Techniken kennenzulernen und wenn Sie möchten, es kurzerhand auch gleich ausprobieren.
Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Ihre Anliegen.

Tiefenpsychologische fundierte Suchttherapie (DRV und GKV) 2024/2027 (241601)

Mi. 16.10.2024 (14:30 - 13:30 Uhr) - Sa. 13.11.2027
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Die Arbeitsgemeinschaft Tiefenpsychologisch fundierte Suchttherapie startet im Herbst 2024 einen neuen Weiterbildungszug zum/zur Tiefenpsychologisch fundierte/n Suchttherapeut*in. Diese Weiterbildung befähigt zur eigenständigen Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen für Abhängigkeitserkrankte im ambulanten, teilstationären und stationären Rahmen sowohl im Einzel- wie auch Gruppensetting. Sie basiert auf einem tiefenpsychologisch fundierten Suchtverständnis, vermittelt deren Theorie und die daraus abgeleiteten Vorgehensweisen in der Behandlung Abhängigkeitserkrankter. Dabei werden geeignete handlungs- und erlebensorientierte Methoden in besonderer Weise integriert.

Die Weiterbildung umfasst folgende integralen Bestandteile:
- Theorievermittlung und Krankheitslehre
- Selbsterfahrung
- Methodisches Anwendungstraining und fallzentriertes Arbeiten
- Einzel- und Gruppensupervision
- Selbststudium

Zielgruppe: Beschäftigte aller Suchtrehabilitationseinrichtungen mit abgeschlossenem Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Psychologie oder Medizin.

Kennenlern- und Zulassungsseminar: in Stuttgart
Alle Weiterbildungsleiter*innen verfügen über eine Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter (Sucht)Therapie, handlungsorientierte Methoden und langjähriger Berufserfahrung im Tätigkeitsfeld Sucht.
Fachliche Leitung: Hans Benzinger, Dipl.-Psych.
Selbsterfahrungsleitung: Martina McClymont-Nielitz
Medizinische Leitung:
Suchtspezifische Vertiefung:
Gruppensupervision:

Orte: Stuttgart und Neu-Anspach

Anmeldungen und weitere Informationen:
Geschäftsstelle der AGTPS, Gebelsbergstr. 9, 70199 Stuttgart, 0176-878 699 62

Weiterbildung Supervision und Coaching Phase II (241802)

Do. 17.10.2024 (14:30 - 14:30 Uhr) - Sa. 17.01.2026 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

Die Weiterbildung Supervision und Coaching vermittelt Ihnen die nötigen Kompetenzen, um nach erfolgreichem Abschluss in diesen Formaten tätig zu sein. Sie lernen, Ihr bisheriges Wissen und Können aus Studium und Berufserfahrung sowie ggf. der Grundstufe der Psychodrama-Weiterbildung formatspezifisch für Supervision und Coaching anzuwenden. Es wird ergänzt durch spezifisches Wissen und Können für die Arbeit mit Fach- und Führungskräften im Einzel-, Gruppen- oder Teamsetting.

Die Weiterbildung gliedert sich in folgende Teile:
Informations- und Aufnahmetag
11 Wochenendseminare, incl. vier Spezialseminare
Lehr- und Lernsupervision nach den DGSv-Vorgaben,
Regionale Studiengruppen,
Auswertung, Abschlussarbeit, Abschlusskolloquium.

Folgende Voraussetzungen gelten für die Weiterbildung:
- Hochschul- bzw. Universitätsabschluss
- Mind. 3 Jahre Berufserfahrung
- Teilnahme an einer längerfristigen Weiterbildung (insgesamt mind. 300 UStd.) zum Erwerb personaler, - methodischer und anderer beratungsrelevanter Kompetenzen (z.B. die Grundstufe der PD-Weiterbildung
- Die Teilnahme an mehreren Supervisionsprozessen oder an anderen Formen arbeitsweltbezogener Beratung in unterschiedlichen Settings (mind. 50 UE zumindest teilweise bei von der DGSv anerkannten Supervisor*innen)

Besonderheiten für graduierte Psychodramatiker*innen: Wenn Sie in einem Weiterbildungsgang graduiert sind, der im Weiterbildungsregister der DGSv eingetragen ist, können Teile Ihrer Weiterbildung anerkannt werden. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall mit uns in Verbindung.

Die Weiterbildung ist durch die DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision) zertifiziert.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Einzel- und Gruppentherapie mit Kindern (241701)

Fr. 18.10.2024 (15:00 - 12:00 Uhr) - So. 18.01.2026 in Ulm
DozentInnen: Alfons Aichinger

Die beeindruckende Kreativität von Kindern, in einer leidvollen Situation im Symbolspiel das Lustvolle herauszuholen und sich als aktiv gestaltendes, schöpferisches Wesen zu erleben, faszinierte Moreno, als er vor dem 1. Weltkrieg als junger Mediziner auf seinen Spaziergängen in den öffentlichen Gärten Wiens Kinder beobachte und mit ihnen spielte.
Obwohl Moreno wesentliche Anregungen für die Entwicklung des Psychodramas aus dem kindlichen Spiel gewonnen und in seiner frühen Schaffensperiode mit Kindern gearbeitet hat, entwickelte er das Psychodrama als Therapieverfahren nur für Erwachsene. Da aber Kinder eine spezifische Darstellungs- und Verarbeitungsweise haben und deshalb auch eine eigene Methode benötigen, haben Aichinger und Holl das Psychodrama für Kinder abgewandelt.
Die wesentlichen Veränderungen unseres Ansatzes, den wir in über 40 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben, sind:
1. Im Unterschied zu Erwachsenen reinszenieren und bearbeiten Kinder ihre Konfliktsituationen, ohne sich mit den in den Szenen verbundenen Gefühlen wie Ohnmacht und Trauer erneut auszusetzen. Im Symbolspiel, dem »Königsweg« der Kinder und zu den Kindern, stellen Kinder ihre innere Wirklichkeit dar, eignen sie sich an und gestalten sie um. Daher wird in der Weiterbildung das Verständnis für die Symbolspiele gefördert.
2. Nimmt man diese ureigene Sprache der Kinder ernst, ist auch eine andere Form der Leitung verlangt. Im Unterschied zur Erwachsenentherapie spielen in der Kindertherapie die Therapeuten mit, wobei sie sich die Rollen von den Kindern übertragen lassen und aus therapeutischen Überlegungen heraus auch andere Rollen einnehmen. Neben strukturierenden Interventionen aus der Leiterebene werden die Psychodrama-Techniken der Erwachsenentherapie abgewandelt in den Rollen, die die Therapeuten im Symbolspiel einnehmen. Daher wird in der Weiterbildung geübt, wie über das Mitspielen der Therapeuten therapeutische Prozesse unterstützt und über störungsübergreifende und störungsspezifische Interventionen die Weiterentwicklung gefördert werden kann.
Obwohl die Gruppe der Gleichaltrigen für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist, werden die heilenden und prophylaktischen Kräfte der Gruppe in der therapeutischen Arbeit mit Kindern immer noch wenig genutzt. Da wir eine systematische Methode der Gruppentherapie mit Kindern entwickelt haben, wird die therapeutische Arbeit mit Kindergruppen neben der Einzeltherapie ein Schwerpunkt der Weiterbildung sein.
3. Um dem Kind und der Familie in ihrer Vielschichtigkeit gerechter zu werden, arbeiten wir mit dem Konzept der Teilearbeit. Moreno ging schon in den 30er Jahren von einem pluralistischen Selbstkonzept aus, wonach das Selbst eine Vielzahl unterschiedlicher und zum Teil widersprüchlicher und sich bekämpfender Anteile enthält. Unser psychodramatischer Teilearbeits-Ansatz in der Einzeltherapie, in der Familientherapie und in der Arbeit mit Kindern in der Trennungs- und Scheidungssituation wird in der Weiterbildung vermittelt.
4. Für Moreno sind psychische Störungen in erster Linie Beziehungsstörungen und immer im Umweltkontext zu sehen. Deshalb muss die Therapie mit Kindern multi-systemisch und kontextorientiert sein. In der Weiterbildung zeigen wir die von uns entwickelte psychodramatische Familienspieltherapie und Teilearbeit mit Familien.
Seminarinhalte:
In den ersten 5 Seminaren führen wir in die Grundlagen der kinderpsychodramatischen Einzel- und Gruppentherapie ein. In den nächsten 4 Seminaren zeigen wir, wie über störungsübergreifende Interventionen die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Selbstwirksamkeit, Selbstwerterhöhung, Bindung und gelingende Beziehungen und Lust befriedigt werden können. Dann werden in vier weiteren Seminaren störungsspezifische Interventionen bei ausgewählten Störungsbildern (aggressive Störungen, Traumaentwicklungsstörungen, Angststörungen, psychische Störungen nach Trennung/Scheidung) behandelt. Zum Schluss werden in zwei Seminaren die Teilearbeit mit Familien und die Familienspieltherapie erarbeitet.
Der Kurs wird berufsbegleitend durchgeführt und umfasst 15 Wochenendseminare zu je drei Tagen.

Kompaktqualifikation Humanistische Psychotherapie - Schwerpunkt Psychodrama (241902)

Fr. 18.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 25.01.2026 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Als dritte Kraft neben Psychoanalyse und Behaviorismus nimmt die Humanistische Psychologie seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts einen wichtigen Platz in der Landschaft der psychologischen Theoriebildung ein. Die psychotherapeutischen Verfahren, die sich auf ihrer Grundlage entwickelt haben, sind vielfältig. Gemeinsam ist ihnen der humanistische Blick auf den Menschen und die Grundannahme, dass seelisches Wachstum ein Leben lang möglich und wünschenswert ist. Im breiten Fächer der humanistischen Verfahren nimmt das von J. L. Moreno entwickelte Psychodrama einen besonderen Platz ein, da es um die Kraft der psychischen Selbstorganisation durch äußeres Spielen auf der Psychodrama-Bühne weiß, diese nutzt und dabei ein authentisches Beziehungsangebot auf Augenhöhe macht. Als humanistische Psychotherapeut*innen ist es unser Ziel, Wahlfreiheit und Potentialentwicklung im Hier und Jetzt zu unterstützen. Dabei verstehen wir uns als gemeinsam Suchende beziehungsweise auf dem Weg Seiende.
Diese Kompaktqualifikation will das Zusammenwirken von humanistischer, psychodynamischer und psychodramatischer Theoriebildung in einem praxisnahen Konzept moderner Psychotherapie vermitteln. Verfahrensübergreifende Fähigkeiten und Behandlungstechniken in Beratung und Psychotherapie werden mit diagnostischen Aspekten und Behandlungsbesonderheiten verschiedener Krankheitsbilder verbunden.
Am Beginn stehen eine Einführung in das Menschenbild der humanistischen Psychotherapie sowie in das psychodynamische Konflikt- und Strukturmodell. Der diagnostische Blick wird geschärft, um ihn in den darauf folgenden Wochenenden durch vertiefte Einblicke in verschiedene Krankheitsbilder zu verfeinern, die beraterische und therapeutische Handlungskompetenz wird gestärkt. Themenschwerpunkte werden Depression, Psychose, posttraumatische Belastungsstörungen, Psychosomatik, Abhängigkeitserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen sowie Suizid und Krisen sein.
Die Kompaktqualifikation richtet sich an alle Interessierten, sowie beraterisch, therapeutisch und supervisorisch arbeitenden Menschen. Vertreter*innen anderer therapeutischer Verfahren sind herzlich willkommen.
Die Kompaktqualifikation beinhaltet alle erforderlichen Sonderseminare für den Abschluss Psychodrama-Therapeut*in.
Für Vertreter*innen anderer humanistischer Verfahren sind die Seminare als Vertiefungsseminare zum Erwerb des Titels Humanistische Psychotherapie (AGHPT) anerkannt.

Alle Seminare sind auch einzeln buchbar, bei kompletter Buchung gewähren wir einen Preisnachlass.

Auf Wunsch werden Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro je Seminar)

Die Einzelnen Seminare der Kompaktqualifikation finden Sie ab Seite .....

Theoretische Grundannahmen humanistischer Psychotherapie und tiefenpsychologisch (243110)

Fr. 18.10.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 20.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Allen psychotherapeutischen Schulen ist gemein, dass sie versuchen, Beeinträchtigungen des seelischen Erlebens sowie des daraus folgenden Handelns systematisch zu erkunden und seelisches Leiden zu mindern. Das Menschenbild und die Herangehensweisen, wie Heilung erzielt werden kann, unterscheiden sich aber. In der humanistischen Psychotherapie wird der Mensch als spontanes und zielgerichtetes Wesen gesehen, das neben der Erfüllung seiner physiologischen Grundbedürfnisse, auch nach Persönlichkeitsentwicklung strebt. Dies kann nur im Austausch mit dem sozialen Umfeld erfolgen. Der Fokus ist auf das Hier und Jetzt der Therapiesituation gerichtet, was dem szenischen Denken des Psychodramas entspricht. Dieser Blick auf Problemlagen sowie die wichtigsten Strukturtheorien, das Persönlichkeitsentwicklungs- und ein Veränderungsprozessmodell werden aus Sicht des Psychodramas erläutert und mit aktionsmethodischen Mitteln erfahrbar gemacht. Ergänzt wird die humanistische Sichtweise durch den Blick auf die Grundbegriffe der Tiefenpsychologie.

Das Aufgreifen verschiedener theoretischer Sichtweisen soll in einem lebendigen Erfahrungsaustausch münden. Eigene Fallbeispiele sind willkommen.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Gott braucht Hilfsiche (245106)

Fr. 18.10.2024 (14:30 - 14:30 Uhr) - So. 20.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Die Schöpfung – Morenos Lebensthema – wie können wir sie uns vorstellen? Wofür ist sie gedacht? Was ist die Rolle des Menschen? Was ist in diesem Zusammenhang die Rolle des Psychodramas? Wie wirken Schöpfung und Kreativität? Wer ist auf dem „Balkon“ der Morenobühne? Wie trete ich mit dem „Balkon“ in Kontakt?
Im gemeinsamen Experimentieren wollen wir uns an diesem Wochenende den kabbalistischen Prinzipien Moreno`scher Philosophie nähern und uns so, mit Neugierde und Offenheit einer Facette in Morenos Schaffen widmen, die uns bisher wenig vertraut ist: der sephardisch-jüdischen Spiritualität seiner Herkunft, die Morenos Werk stark beeinflusst hat. Mit Respekt und Achtsamkeit machen wir die Bühne auf für die Fragen, die wir mitbringen.

Grundstufe 2 Stuttgart 2024 -2025 (241102)

Mi. 23.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 22.06.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

Die Grundstufe für die Weiterbildungsgänge Psychodrama-Leitung und Psychodrama (Kinder-)Therapie schließt mit dem Abschluss „Psychodrama-Praktiker*in“ ab.
Während der zweijährigen Grundstufe eignen sich zukünftige Psychodrama-Leiter*innen und -Therapeut*innen die theoretischen und methodischen Grundlagen des Psychodramas an. Die Selbsterfahrung, d.h. das eigene Erleben der verschiedenen Möglichkeiten psychodramatischer Arbeit und die Erarbeitung eines realistischen Selbstbildes, nehmen in diesen beiden Jahren großen Raum ein.
Vor dem Hintergrund einer theoretischen Einführung in die Begriffe und Denkmodelle des Psychodramas werden die Teilnehmenden in die grundlegenden Techniken und ihre situationsadäquate Anwendung eingeführt. Morenos Menschenbild, seine Theorie der Spontaneität und Kreativität, seine Rollentheorie, die Soziometrie u.v.m. bilden die Grundlagen für die zukünftige Arbeit als Psychodrama-Praktiker*in.

Psychodrama Praktiker 1 Stuttgart 2024 - 2025 (241100)

Fr. 25.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 25.05.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Carmen Zahn

Die Grundstufe für die Weiterbildungsgänge Psychodrama-Leitung und Psychodrama (Kinder-)Therapie schließt mit dem Abschluss „Psychodrama-Praktiker*in“ ab.
Während der zweijährigen Grundstufe eignen sich zukünftige Psychodrama-Leiter*innen und -Therapeut*innen die theoretischen und methodischen Grundlagen des Psychodramas an. Die Selbsterfahrung, d.h. das eigene Erleben der verschiedenen Möglichkeiten psychodramatischer Arbeit und die Erarbeitung eines realistischen Selbstbildes, nehmen in diesen beiden Jahren großen Raum ein.
Vor dem Hintergrund einer theoretischen Einführung in die Begriffe und Denkmodelle des Psychodramas werden die Teilnehmenden in die grundlegenden Techniken und ihre situationsadäquate Anwendung eingeführt. Morenos Menschenbild, seine Theorie der Spontaneität und Kreativität, seine Rollentheorie, die Soziometrie u.v.m. bilden die Grundlagen für die zukünftige Arbeit als Psychodrama-Praktiker*in.

Wenn Musik ins Spiel kommt - Psychodrama begegnet Musiktherapie (243103)

Fr. 25.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 27.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Thomas Blersch-Rieder

Musik und Tanz eignen sich hervorragend als ganzheitliche Starter zur Anwärmung und Vertiefung der psychodramatischen Arbeit. Wenn Klänge, Stimmen und Rhythmen auf die Bühne kommen, kann unser Rollenrepertoire „einen Schub“ bekommen und so die Entfaltung einer lebendigen Kreativität, Spontanität und Rollenflexibilität angestoßen werden. Der Spielraum der „freien musikalischen Improvisation“ und das Psychodrama- Rollenspiel ergänzen sich: die körperlich-auditive Wahrnehmung wird aktiviert und der Aktionshunger, sich nonverbal auszudrücken, nehmen zu. Gemeinsam wollen wir im freien, absichtslosen Spiel erforschen, welche Möglichkeiten die Bühne als Klangraum für die psychodramatische Arbeit bereithält. Durch Musik und Klang erleben wir unsere Ressourcen und bekommen einen direkten Zugang zu den Emotionen. Neben der eigenen Selbsterfahrung geht es darum, neue Werkzeuge kennenzulernen, die jede*r selbst einbringen und umsetzen kann. Eingeladen sind alle, die Freude an der Musik haben - mit oder ohne musikalische Vorkenntnisse.

Wechselwirkung: Rollentausch und Rollenwechsel (244209)

Fr. 01.11.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.11.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Konflikte, die sich wie ein Muster wiederholen oder die sich partout nicht lösen lassen, lassen uns oft verzweifelt, zumindest aber ratlos zurück. Wenn mein*e Kontrahent*in nur nicht so starrsinnig wäre, dann ginge es mir viel besser. Aber was, wenn mein Gegenüber dasselbe von mir sagt?

Im Rollentausch mit unseren Konfliktpartner*innen können wir eigene und fremde Anteile in einem Konflikt entdecken. Der Perpektivenwechsel ermöglicht es uns, spielerisch Handlungen auszuprobieren, die zu Lösungen führen können.
Im Seminar üben und lernen wir die zentralen Techniken des Psychodramas kennen: Rollentausch und Rollenwechsel. Wir behandeln die Voraussetzungen, Varianten und Ziele von Rollenwechsel und Rollentausch und entdecken Kriterien, beide Begriffe voneinander zu unterscheiden. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die Techniken einzuüben.

Eine Entdeckungsreise durch die Schätze des Psychodramas (240402)

Fr. 08.11.2024 (16:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 09.11.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Friedlinde Müller-Roesner

In diesem Seminar dürfen Sie die Psychodrama-Bühne in verschiedenen Rollen erkunden und das Verfahren des Psychodramas kennenlernen, sich darin erproben. Wir werden uns mit dem Psychodrama ganz praktisch befassen und gemeinsam eine psychodramatische Reise unternehmen. Auf dieser Reise können wir unterschiedliche Instrumente, Arrangements und Handlungstechniken des Psychodramas entdecken.

Die Einsatzmöglichkeiten des Psychodramas sind beinahe unbegrenzt, deshalb kann jede Berufsgruppe an diesem Seminar teilnehmen.

Vorerfahrungen im Psychodrama sind nicht erforderlich, es reicht, neugierig auf Neues zu sein.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Anwärmung, Aufwärmung, Warming Up und mehr (244211)

Fr. 08.11.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 10.11.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Eszter Stréda

Über die Gestaltung von Anfangssituationen
in Seminaren, Workshops oder Sitzungen hat sich sicher schon
jede*r Psychodramatiker*in den Kopf zerbrochen.
Die angemessene Anfangsübung hängt von vielen Aspekten ab. Der
Zweck und der Kontrakt, die Zusammensetzung (Alter, Geschlecht,
usw.), die aktuelle Lage und der Entwicklungsgrad der Gruppe, aber
auch die Absicht des*der Leiter*in - das sind alles wichtige
Entscheidungskriterien für ein bestimmtes Warming-up.
In diesem Seminar erleben wir Anwärmübungen verschiedener
Typen und Indikationen selbst und machen uns ihre Wirkung auf
uns als Teilnehmer*innen bewusst. Wir spüren, in welche Richtung sie
uns bringen und welche Themen durch diese Übungen in uns auf-
kommen. Um die Erlebnisse in brauchbares Wissen zu verwandeln,
sammeln und ordnen wir unsere Erfahrungen gemeinsam.

Stopp - Nein sagen lernen - Abgrenzung wie geht das? (240606)

Sa. 09.11.2024 10:00 - 17:00 Uhr in Frankfurt Main
DozentInnen: Manuela Lunze

Wie zieht man eine Grenze zum Gegenüber? Wie schafft man es, dass die gesteckten Grenzen dauerhaft eingehalten werden?
Der Ursprung für die mangelnde Fähigkeit der Abgrenzung liegt oftmals in der Herkunftsfamilie. Die Botschaften der Eltern und die eigenen inneren Antreiber verhindern, dass wir gut für uns sorgen und uns erfolgreich
abgrenzen.
Jeder Teilnehmer*in hat die Gelegenheit seine/ihre speziellen Abgrenzungsprobleme nachzuspüren und Handlungsalternativen zu entwickeln.

Rollenmanagement für Führungskräfte (246105)

Fr. 15.11.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 17.11.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Führen ist ein einsames Geschäft. Führungskräfte brauchen Orte, an denen sie über ihre beruflichen Rollen reflektieren, ihr Handeln überprüfen und weiterentwickeln können.
Daher sind die Ziele des Seminars:
» Die eigene Rolle und Position in der Organisation zu analysieren,
» Den eigenen Führungsstil kreativ weiterzuentwickeln und Handlungsspielräume besser nutzen zu lernen,
» Den persönlichen Umgang mit Einfluss und Macht zu reflektieren,
» In (Interessens-) Konflikte reflektiert hineinzugehen, strukturiert und authentisch zu handeln,
» Kompetenzen durch Führungswissen und Managementtechniken zu erweitern,
» Veränderungsprozesse in der Organisation gezielt zu initiieren, strukturieren und zu gestalten.

Kreative Elternarbeit für Beratung,Therapie und Soziale Arbeit (240603)

Do. 28.11.2024 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Unterschiedliche psychodramatische Methoden und viele praktische Anregungen für eine erfolgreiche Elternarbeit (einzelne Elternteile, Elternpaare, Elterngruppen) werden vorgestellt, ausprobiert und eingeübt.

Auch schwer zugängliche Eltern(-teile) werden z.B. durch den kreativen Einsatz intermediärer Objekte oder durch die szenische Bearbeitung der anstehenden Themen erreicht. Bei kulturellen oder sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten können methodisch neue Brücken gebaut werden.
Von der Auftragsklärung bis zur Auswertung ist die aufdeckende und eindrücklich gemeinsame Prozessgestaltung durch das Psychodrama Erlebnis und Bereicherung für alle Beteiligten.

Eigene Fragen und Fallbeispiele sind willkommen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Depressive Störungen psychodramatisch begleiten (243111)

Fr. 29.11.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 01.12.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Gerda Trinkel

Die Vielfalt der mit „Depression“ bezeichneten Symptomkomplexe ist sehr umfangreich. Die gedrückte Stimmungslage, der depressive Affekt ist der gemeinsame Nenner aller Variationen dieses Krankheitsbildes. Die akute Depression ist oft die Endstrecke konfliktbesetzter oder somatischer Prozesse, auch die genetische Disposition darf nicht außer Acht gelassen werden.
Das psychodramatische Menschenbild des kreativen Menschen sieht den depressiven Zustand als aktive Reaktion, als Indikator aktiver, wenn auch pathologischer Verarbeitung von Konflikten, Traumata und überwältigenden Lebensereignissen. Ein kontinuierlich kleiner werdender Aktionshunger stellt ein wesentliches Charakteristikum bei Depressionen dar.
In diesem Seminar werden umfassende Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes, die Möglichkeiten der diagnostischen Erfassung sowie die Grundthemen, mit denen die Betroffenen und ihre Angehörigen konfrontiert werden, aufgezeigt und diskutiert. Ein Schwerpunkt wird auf der Vorstellung des humanistischen psychodramatischen Behandlungskonzeptes und den sich daraus ergebenden Interventionsmöglichkeiten liegen. Es können im Seminar eigene Erfahrungen mit Patient*innen eingebracht und hilfreiche therapeutische Interventionen erprobt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Grundkenntnisse psychodramatische Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Biographische Verstrickungen (245107)

Fr. 29.11.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 01.12.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Unserem Bewusstsein häufig nicht unmittelbar zugänglich ist die Tatsache, dass unsere Erziehungshaltungen
und -methoden geprägt sind von unseren eigenen Erfahrungen in der Kindheit und denen der
Generationen vor uns. Es ist ein feines Gewebe von Empfindungen und oft unbewussten Gefühlen und
Erfahrungen, das uns sowohl in unserer Haltung Kindern als auch unserem »inneren Kind« gegenüber
prägt. Dabei spielt eine Rolle, ob uns Empathie entgegen gebracht wurde und ob es uns auf dieser
Grundlage möglich wurde, Empathiefähigkeit zu entwickeln.
Transgenerational sind wir in Deutschland auch hier mit dem Erbe des Faschismus kollektiv konfrontiert. Wie sehr und wie tief die nationalsozialistische Ideologie vom Umgang mit Säuglingen, Kleinkindern und Kindern uns geprägt hat, soll daher der Schwerpunkt in diesem Seminar sein. Gemeinsam erkunden wir mithilfe psycho- und soziodramatischer Handlungstechniken dieses feine Gewebe von Glaubens- und Haltungsfragen und erproben Möglichkeiten der Veränderung.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Gelingende Begegnung gestalten – stabilisierende Momente von Kommunikation in Ze (244212)

Fr. 06.12.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 08.12.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Steffen Joas

Gelingende Begegnung ist eine, bei der Menschen ihr Vertrauen ineinander bestätigen oder vertiefen können, ohne dabei konflikthafte Inhalte schlicht abzuwehren oder ‚unter den Teppich zu kehren‚. Um als Mitglieder einer Gemeinschaft unser Vertrauen zueinander und ineinander zu stärken und damit soziale Beziehungen zu stabilisieren, brauchen wir Empathie, Aufrichtigkeit, Klarheit – und nicht zuletzt auch Wissen über die Wirkungsweisen unserer Kommunikation. Das gilt eben insbesondere dort, wo wir Unsicherheiten oder Anfeindungen erleben.

Das Ziel des Workshops ist es, situativ angemessene Lösungsansätze für die Bewältigung kommunikativ herausfordernder Situationen zu erleben und zu reflektieren. Dazu wird die Möglichkeit geboten, an konkreten Beispielen wesentliche Gestaltungselemente gelingender Kommunikation zu erarbeiten, zu sichern und für künftiges Handeln verfügbar zu machen.

Körpersprache – Seelensprache - Humanistische Psychotherapie und Psychosomatik (243112)

Fr. 07.03.2025 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.03.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Seelisches Geschehen ist immer auch körperliches Geschehen und körperliches Geschehen auch seelisches Geschehen. Karlfried Graf Dürckheim bezeichnete die Körper-Seele-Geist Einheit als „Leib“ (Graf Dürckheim 1978). Aktueller wird von „Embodiment“ gesprochen, womit ähnliches gemeint ist: die enge Wechselwirkung von Körper, Psyche und Umwelt (Storch, Cantieni, Hüther und Tschacher 2017). Beide Konzepte sind für die humanistische Psychotherapie von großer Bedeutung, denn das Geflecht wechselseitiger Bedingungen und Entstehungszusammenhänge zwischen Körper und Seele ist so eng und unmittelbar verflochten, dass es oft nicht unterscheidbar ist, was zuerst da war. Der Körper jedoch entgleitet sehr häufig unserer Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher der Biografie, der nicht „vergisst“. Lebensgeschichte ist somit immer auch Körpergeschichte. Neben der Vorstellung verschiedener Konzepte der Psychosomatik wird die Weisheit des Körpers in der Selbsterfahrung erkundet, damit Körperdiagnostik zu einem aktiven Bestandteil der Psychodiagnostik werden kann

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Psychodramatisches Suchtverständnis und kreative Behandlungsmöglichkeiten (243113)

Fr. 04.04.2025 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 06.04.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Suchterkrankungen gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit -
ob es sich um substanzbezogene Störungen (z.B. Alkoholismus, illegale Drogen) oder „moderne“ Verhaltenssüchte wie Medienabhängigkeit und Glücksspielsucht handelt. Immer mehr Menschen verlieren sich in ihrer Suche nach Glück, Rausch und Selbstoptimierung oder suchen Betäubung und Weltflucht. Was zu Beginn oftmals als Versuch der Selbstheilung zu verstehen ist, endet meist in Selbstzerstörung. Während Betroffene selbst nicht richtig hinsehen möchten und Reaktanzen entwickeln, schaut das Umfeld ebenfalls weg. Wie kaum eine andere Erkrankung ist Sucht von Schuld und Scham-Gefühlen begleitet.

Neben profunden Einblicken in Suchtformen, Suchtdynamiken und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten wird der psychodramatischen Praxis viel Aufmerksamkeit geschenkt. Denn Psychodrama bringt wie kaum ein anderes Verfahren Bewegung in blockierte Situationen, setzt auf kreative Begegnung und ermöglicht Räume der Selbstexploration.

Traumapsychotherapie (243114)

Fr. 06.06.2025 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 08.06.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Angelika Eisterer

Menschen, die ein Trauma erlebt haben, leiden häufig unter lange anhaltenden Folgestörungen. Erleben und Symptome sind nachvollziehbare Reaktionen auf eine oder mehrere existentiell bedrohliche Situationen der Vergangenheit, also "normale" Reaktionen auf "abnormale" Situationen. Aufgabe psychotherapeutischer Begleitung ist es, Menschen, die unter einer Traumafolgestörung leiden, zu helfen, wieder in ihre Kraft zu kommen, damit sie ihre Würde wieder spüren, um mit all ihren Anteilen wieder sich selbst, den anderen und der Welt begegnen zu können.

Folgende Basiskompetenzen werden im Seminar vermittelt: Was versteht man unter einem Trauma? Welche Rolle spielt der Körper bei einer Traumafolgestörung? Was ist im Einzelsetting und was im Gruppensetting mit traumatisierten Klient*innen zu beachten? Wie können Selbstheilungskräfte und Ressourcen aktiviert werden? Welche Techniken helfen den Klient*innen sich bei Auftreten von Flash-Backs oder Dissoziationen zu reorientieren?

Kleine theoretische Einheiten mit psychodramatischem Spiel und Übungen in Kleingruppen wechseln sich ab.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Weiterbildung Supervision und Coaching Phase I (251801)

Do. 23.10.2025 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 07.11.2026 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

Die Weiterbildung vermittelt Ihnen die nötigen Kompetenzen, um nach erfolgreichem Abschluss in den Formaten Supervision und Coaching tätig zu sein. Sie lernen, Ihr bisheriges Wissen und Können aus Studium und Berufserfahrung sowie ggf. der Grundstufe der Psychodrama-Weiterbildung formatspezifisch für Supervision und Coaching anzuwenden. Es wird ergänzt durch spezifisches Wissen und Können für die Arbeit mit Fach- und Führungskräften in den Formen: Einzeln, Gruppen und Teams. Die Weiterbildung gliedert sich in mehrere Teile:

1. Phase I (Basics von Supervision und Coaching): Sie findet in insgesamt 10 Wochenendseminaren statt, von denen vier Spezialseminare sind.
2. Phase II (weiterführende Themen) beinhaltet 11 Wochenendseminare, die vier Spezialseminare beinhalten.
3. Lehr- und Lernsupervision nach den DGSv-Vorgaben, Regionale Studiengruppen, Auswertung, Abschlussarbeit, Abschlusskolloquium

Es gelten besondere Voraussetzungen für die Weiterbildung:
• Hochschul- bzw. Universitätsabschluss (ggf. ein Äquivalent dazu)
• mehrjährige Berufserfahrung (mindestens 3 Jahre)
• Teilnahme an einer längerfristigen Weiterbildung (insgesamt mindestens 300 Ustd) zum Erwerb personaler, methodischer und anderer beratungsrelevanter Kompetenzen (z.B. die Grundstufe der Weiterbildung Psychodrama).
• Teilnahme an mehreren Supervisionsprozessen oder an anderen Formen arbeitsweltbezogener Beratung in unterschiedlichen Settings.

Die Weiterbildung ist durch die DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching) zertifiziert.

Psychosen aus dem Schizophrenen Formenkreis auf humanistische Weise begegnen (243116)

Fr. 21.11.2025 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 23.11.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Mit einer aus den Fugen geratenen Welt sind Personen konfrontiert, die von einer psychotischen Episode aus dem schizophrenen Formenkreis betroffen sind. In dieser Zeit verliert der oder die innere Regisseur*in des*der Betroffenen die Oberhoheit über die Selbstregulation, Kausalzusammenhänge können nicht mehr gezogen, das Innere nicht mehr vom Äußeren abgegrenzt werden und die Wahrnehmung lässt die betroffene Person Dinge spüren oder hören, die von anderen als Hirngespinste abgetan werden. Um diesem bizarren Erleben Sinn zu geben, werden oftmals Wahnsysteme aufgebaut, die dem Zerfall der Selbstregulation entgegenwirken sollen.
Aktuelle Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes und die diagnostischen Leitlinien werden vorgestellt sowie die Problematiken, mit denen Betroffene und deren Angehörige zu kämpfen haben, diskutiert. Möglichkeiten und Grenzen der psychodramatherapeutischen Behandlung werden ausgelotet. Eigene therapeutische Erfahrungen mit Patient*innen können eingebracht und hilfreiche Arrangements der psychotherapeutischen Behandlung erprobt werden.

Teilnahmevoraussetzungen:
Grundkenntnisse in psychodramatischer Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ....), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Krisen und Suizid (243117)

Fr. 23.01.2026 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 25.01.2026 in Stuttgart
DozentInnen: Ute von Querfurth

Eine Krise ist die Zuspitzung einer Lebenssituation, in der bekannte und gekonnte Bewältigungsstrategien nicht mehr funktionieren. Anlässe dafür können äußere und innere Veränderungen sein, Einbrüche im Lebens- und Selbstkonzept verursacht durch Verluste, traumatische Erlebnisse, Kränkungen, psychische und andere Erkrankungen oder Entwicklungsherausforderungen. Etwas greift für die betroffenen Menschen radikal in ihr Leben, Selbst- und Sinnverständnis ein und kann nicht mehr gemeistert werden. Suizid steht in diesem Kontext häufig für einen letzten Ausweg. Er ist die verzweifelte Antwort auf Sinn- und Beziehungsverlust und gleichzeitig ein Versuch, Ohnmacht zu überwinden, handlungsfähig und selbstbestimmt zu bleiben. Häufig verbergen sich in Suizidphantasien und suizidalem Handeln Lebenswünsche, manchmal aber auch toxische Beziehungsangebote. Das Sterben wird tatsächlich häufig nicht mitbedacht.

Wie kann mit Menschen in diesen existentiellen Krisen eine hilfreiche, unterstützende und annehmende Begegnung gelingen? Wie können im besten Fall Lebensmöglichkeiten eröffnet werden?

In diesem Seminar entwickeln wir mit psychodramatischen Methoden ein vertieftes Verständnis für Suizidalität und Suiziddynamiken. Wir beschäftigen uns mit diagnostischen Einschätzungen, die helfen, den Kontext und die Gefährlichkeit vorhandener Suizidalität einzuschätzen, sowie mit Möglichkeiten der Krisenintervention und Stabilisierung.


Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 



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