"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Fortbildung

Biographische Verstrickungen (219103)

Fr. 01.07.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 03.07.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Unserem Bewusstsein häufig nicht unmittelbar zugänglich ist die Tatsache, dass unsere Erziehungshaltungen
und -methoden geprägt sind von unseren eigenen Erfahrungen in der Kindheit und denen der
Generationen vor uns. Es ist ein feines Gewebe von Empfindungen und oft unbewussten Gefühlen und
Erfahrungen, das uns sowohl in unserer Haltung Kindern als auch unserem »inneren Kind« gegenüber
prägt. Dabei spielt eine Rolle ob uns Empathie entgegen gebracht wurde und ob es uns auf dieser
Grundlage möglich wurde, Empathiefähigkeit zu entwickeln.
Transgenerational sind wir in Deutschland auch hier mit dem Erbe des Faschismus kollektiv konfrontiert. Wie sehr und wie tief die nationalsozialistische Ideologie vom Umgang mit Säuglingen, Kleinkindern und Kindern uns geprägt hat, soll daher der Schwerpunkt in diesem Seminar sein. Gemeinsam erkunden wir mit Hilfe psycho- und soziodramatischer Handlungstechniken dieses feine Gewebe von Glaubens- und Haltungsfragen und erproben Möglichkeiten der Veränderung.

Teil des Seminars ist eine öffentliche Abendveranstaltung mit einem Vortrag von
Dr. Rose Ahlheim, Berlin
Analytische Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin, SKEPT (Säuglings-Kinder-Eltern-Psychotherapie), Sonderschullehrerin und Autorin verschiedener Publikationen, u.a. mit Getrud Haarer: „Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind“ (2012); mit Klaus Ahlheim: „Autonomie statt Gehorsam: Zu einer Erziehung nach Auschwitz" (2018);

Die öffentliche Abendveranstaltung findet am Freitag, 01. Juli 2022 17:00 Uhr - 21:00 Uhr in Kooperation mit der C. G. Jung-Gesellschaft Stuttgart e.V. im Hotel Silber in Stuttgart (Säulensaal der ehemaligen Gestapozentrale und heutigen Gedenkstätte und Ort historischer und politischer Bildung) statt.

Nur Teilnahme Abendverantaltung: 15,00 Euro

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt.

Ablösung, Auswertung und Abschied (227106)

Fr. 01.07.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.07.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

5. Wochenende der Kompaktqualifikation "Soziales lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"
(siehe Seite ..)

An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher in Bezug auf Elternhaus, Institution oder auf das Ende der therapeutischen oder pädagogischen Arbeit.
- Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Menschen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Erfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig..

Baustein 5 der Kompaktqualifikation "Psychodrama und Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen". Einzeln buchbar.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

PD-Szene - Körpersprache im Psychodrama (220502)

Do. 07.07.2022 18:00 - 21:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Ursula Famers

Im Psychodrama fühlen wir uns in andere Rollen hinein und drücken sie mit unserem Körper spontan aus.
An diesem Abend richten wir unser Augenmerk auf den Körperausdruck. Es geht um das Zusammenspiel von Ausdrucksmöglichkeiten und Wirkungen der Körpersprache. Die Wahrnehmung des Raumes, meiner selbst und Anderer steht im Mittelpunkt.
Am Anfang stehen jede Menge Spiele, um Wahrnehmung, Ausdruck, Fantasie, Bildhaftigkeit und Sinnlichkeit zu sensibilisieren. Mit körpersprachlichen Einstiegsbildern wird der physische Ausdruck gestärkt und Mut zur Offenheit trainiert.

Psychodrama-Werkstatt - kreativ, lebendig, vielfältig und politisch (229105)

Fr. 29.07.2022 (14:00 - 18:30 Uhr) - Sa. 30.07.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Rosemarie Budziat

Für alle, die in ihrer beruflichen Praxis Psychodrama, Soziometrie und Soziodrama anwenden, gibt die Werkstatt Gelegenheit, sich auszutauschen, Neues und Altes auszuprobieren sowie kreative Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die Werkstatt soll ein Ort sein, an dem wir uns unter fachkundiger Anleitung gegenseitig in die Werkzeugkisten gucken lassen und einander inspirieren.
Eigene Fälle oder Themen aus der Praxis bilden die Basis der gemeinsamen Arbeit.

Teilnahmevoraussetzung:
Abschluss der Grundstufe Psychodrama-Leitung oder Phase I der Weiterbildung Supervision und Coaching.

Frauentage Neuharlingersiel an der Nordsee (225107)

So. 18.09.2022 (15:00 - 12:00 Uhr) - Do. 22.09.2022 in Neuharlingersiel
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Erstmals bieten wir Jahr 2022 ein neues Selbsterfahrungs- und Weiterbildungsformat ausschließlich für Frauen an. Unter dem Fokus entspannt, gestärkt, bereit für Neues wollen wir eine Reflexionspause vom beruflichen und familiären Alltag für Frauen jeden Alters schaffen. Eine Mischung aus psychodramatischer Selbsterfahrung, methodischen und theoretischem Input, Achtsamkeit und Entspannung soll zu neuen Perspektiven i. S. von neu fließender Kreativität führen. Wir wollen uns mit den Aspekten Liebe, Beziehung und (Selbst-)Verantwortung von Partnerschaft in verschiedenen Stadien auf der psychodramatischen Bühne befassen: Sehnsucht nach einer neuen Beziehung (neue Rollen, Verändern alter Varianten), Liebe, Verantwortung, Zuständigkeiten in neuen und langjährigen Beziehungen (alte Rollen, neue Varianten ausprobieren). Wo brauche ich eine Atempause? Wo möchte ich Verantwortung abgeben oder übernehmen? Für was bin ich zuständig, für was nicht? Wir wollen auch Raum geben für meine Lust und wie ich sie meinen Körper und meine Sexualität (er)lebe. Habe ich Wünsche und Sehnsüchte? Möchte ich mich nochmal anders erleben? Eine Reflektion die vielleicht neue Erfahrungen ermöglicht. Freie Zeiten bieten Raum für Ruhe und Begegnung und das Nachwirken lassen der Selbstreflektion. Die Club Jugendherberge Neuharlingersiel liegt in landschaftlich reizvoller Umgebung Ostfrieslands. Spaziergänge zum Strand oder Hafen laden zum Entdecken und Loslassen ein. Praktische Achtsamkeit und Muße kann auch beim Genuss einer ostfriesischen Teezeremonie in einer Teestube oder eines Fischbrötchens am Hafen erlebt werden.
Zielgruppe: Empfehlenswert für Frauen die im Beruf und/oder Familie als Beziehungsarbeiterinnen wirken.
Anerkennung als Bildungsurlaub zur Gesundheit, Burnout Prävention wird beantragt.
Übernachtung: Buchen Sie bitte separat über das DJH Resort Club Jugendherberge Neuharlingersiel. Eine Teilnahme am Seminar ist nur bei Übernachtung (mit VP) in der Jugendherberge möglich. Wir danken für Ihr Verständnis.
Anmeldung bis spätestens 1.6.2022

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Grundstufe 1 Stuttgart 2022-2023 - Stuttgart (221101)

Fr. 23.09.2022 (14:30 - 13:30 Uhr) - So. 18.06.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Petra Nonnenmacher

Die Grundstufe für die Weiterbildungsgänge Psychodrama-Leitung undPsychodrama-(Kinder-)Therapie schliesst mit dem Abschluss „Psychodrama-PraktikerIn“ ab.
Während der zweijährigen Grundstufe eignen sich zukünftige Psychodrama-LeiterInnen und -TherapeutInnen die theoretischen und methodischen Grundlagen des Psychodramas an. Die Selbsterfahrung, d.h. das eigene Erleben der verschiedenen Möglicheiten psychodramatischer Arbeit und die Erarbeitung eines realistischen Selbstbildes, nehmen in diesen beiden Jahren grossen Raum ein.
Vor dem Hintergurnd einer theoretischen Einführung in die Begriffe und Denkmodelle des Psychodramas
werden die Teilnehmenden in die grundlegenden Techniken und ihre situationsadäquate Anwendung eingeführt. Morenos Menschenbild, seine Theorie der Spontaneität und Kreativität, seine Rollentheorie, die Soziometrie u.v.m. bilden die Grundlagen für die zukünftige Arbeit als Psychodrama- PraktikerIn.

Eine praktische Einführung in die Figurenspieltherapie (229107)

Fr. 23.09.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 25.09.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Pamela Brockmann

Die Methode der Figurenspieltherapie spricht Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an.

In diesem Seminar erwartet Sie

- ein praxisorientierter Einblick in die Figurenspieltherapie
- die Gelegenheit, in einem schöpferischen Prozess eine eigene Figur zu schaffen
- die Möglichkeit, diese Figur zum Leben zu erwecken
- ein geschütztes und freudvolles Selbsterfahrungs-Erlebnis
- fachlicher Input, um Ihre therapeutische oder pädagogische Arbeit punktuell zu unterstützen

Krankheitsbezogene, störungsspezifische Psychodramatherapie in Theorie und Praxi (223145)

Fr. 30.09.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 02.10.2022 in Bad Krozingen
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die LeiterInnen vermitteln in dem Seminar die mentalisationsorientierte metakognitive Psychodramatherapie von Angst- und Zwangsstörungen. Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z. B. bei Traumafolgestörungen. Bei Panikattacken und Zwangsstörungen arbeitet der/die TherapeutIn mithilfe der Stühlearbeit zunächst an den jeweils spezifischen dysfunktionalen metakognitiven Ich-Zuständen (ego-states). Die LeiterInnen demonstrieren diese Arbeit im Einzelsetting.
Die TeilnehmerInnen üben in dem Seminar dann diese direkt metakognitive Arbeit an den dysfunktionalen Ich-Zuständen in Zweiergruppen. Sie erfahren dabei als TherapeutInnen und als PatientInnen den Unterschied zwischen kognitiv und metakognitiv orientierter Arbeit. Darüber hinaus üben sie die Technik der projektiven Personalisierung bei Zwangsgedanken.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wenn der Körper spricht- Psychosomatik und tiefenpsychologisch-fundiert (223103)

Fr. 07.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Der Körper jedoch entgleitet häufig unserer Aufmerksamkeit. In erster Linie muss er funktionieren. Erst in Krankheit oder bei körperlichen Einschränkungen schenken wir ihm mehr Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher unserer Biographie. Lebensgeschichte ist immer auch Körpergeschichte.
Mit psychodramatischen Handlungstechniken und wohltuenden Übungen wird die Wahrheit des Körpers aufgespürt und exploriert. Körperdiagnostik wird zu einem aktiven Bestandteil unserer Psychodiagnostik.
Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Psychodramatischer Lebenszug (225108)

Fr. 07.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 09.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wer oder was sind meine Lebensbegleiter, Mitreisende als Beschützer, Förderer, Vorbilder aus Familie, Verwandtschaft, Freundeskreis oder Schule bei Aufbrüchen, Trennungen, Abschieden, Zäsuren, bei
Brüchen, Heilungen und Neubeginn in meinem Lebenszug?
Nach welchen Fahrplänen reise ich durch mein Leben?
Reise-, Bahnstationen, Sichere Orte, Bedrohungen, mein Heimatbahnhof? Was wurde mir mit- und weitergegeben?
Was habe ich in meinem Reisegepäck? Was gebe ich weiter? Lebenspläne, - wünsche, Sehnsüchte ... wohin geht die Reise?
Wir werden Reiseberichte nachempfinden sowie Lebenspläne und Lebenswege psychodramatisch inszenieren.
Selbsterfahrung und verschiedene psychodramatische Methoden der Bilanzierung stehen im Fokus.

Woran ich glaube, wenn ich handle (225109)

Fr. 07.10.2022 (15:00 - 20:30 Uhr) - Sa. 08.10.2022 in Edenkoben
DozentInnen: Helmut Schwehm

Ein Blick auf unseren Planeten zeigt, dass Herausforderungen wie soziale Ungerechtigkeit, kriegerische und terroristische Bedrohung, Folgen des Klimawandels, die digitale Revolution und die weitreichenden gesellschaftlichen Konsequenzen der Pandemie, viele Menschen verunsichern. Wir sehnen uns nach Orientierung. Woran glauben wir? Was ist uns was wert? Was glauben wir, wer wir sind und was unsere Aufgabe ist? Wie wollen wir unsere Beziehungen gestalten zu uns selbst, zu anderen, zum Kosmos? In diesem Seminar entdecken wir die Quellen unserer Weltbilder und Wertvorstellungen. Wir experimentieren und nutzen das psychodramatische Rollenspiel. Ermutigende und heilsame Erfahrungen sind möglich. Das Seminar richtet sich an alle psychodramatisch Interessierte und an alle, die in ihrem beruflichen Alltag beraten, erziehen und heilend begleiten.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Kennenlern- und Zulassungsseminar Grundstufe 2220- 2023 - Bad Vilbel (221002)

Fr. 14.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 16.10.2022 in Bad Vilbel
DozentInnen: Ilse Ebert

Das Zulassungsseminar für die Weiterbildung Psychodrama bietet die Möglichkeit in die „Welt des Psychodramas“ hinein zu schnuppern und die Motivation für die Teilnahme an der Weiterbildung Psychodrama zu prüfen. Inhalte des Wochenendes sind gegenseitiges Kennenlernen, erste Annäherung an psychodramatische Arbeitsformen, Erwärmung für die Übernahme von Rollen und Erkunden der eigenen Freude am Spiel.
Als szenisch darstellendes Verfahren des inneren Erlebens sind für die Weiterbildung Psychodrama die persönliche Eignung, Spielfreude und das Einlassen auf die Weiterbildungsgruppe Voraussetzungen für die Teilnahme. Zusammen mit dem Zulassungsinterview bildet das Zulassungsseminar die Grundlage für die Einschätzung zur Zulassung in die Grundstufe.

Wechselwirkung: Rollentausch und Rollenwechsel (224204)

Fr. 14.10.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 16.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Konflikte, die sich wie ein Muster wiederholen oder die sich partout nicht lösen lassen, machen uns oft verzweifelt, zumindest aber ratlos. Wenn mein Kontrahent nur nicht so starrsinnig wäre, dann ginge es mir viel besser. Aber was, wenn mein Gegenüber dasselbe von mir sagt?

Im Rollentausch mit unserem Konfliktpartner entdecken wir eigene Anteile in einem Konflikt. Der Perpektivenwechsel ermöglicht uns, spielerisch Handlungen auszuprobieren, die zu Lösungen führen.
Zugleich lernen wir zentrale Techniken des Psychodramas kennen: den Rollentausch und den Rollenwechsel.
Wir behandeln die Voraussetzungen, Varianten und Ziele von Rollenwechsel und Rollentausch und entdecken Kriterien, beide Begriffe voneinander zu unterscheiden. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die Techniken einzuüben.

Beziehungen auf Distanz – Wenn Nähe sich verändert (225110)

Sa. 22.10.2022 (10:00 - 14:30 Uhr) - So. 23.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Monica Baudracco-Kastner

In den vergangenen zwei Jahren haben sich unsere Beziehungen grundlegend verändert. Durch die Kontakteinschränkungen wurden wir stärker auf uns selbst zurückgeworfen und von unserem sozialen Atom abgeschnitten. Fehlende Begegnungen und Kontakte haben Leerräume hinterlassen, die es zu füllen gilt.

Die Gestaltung unserer Beziehungen braucht Eigeninitiative: Welche Beziehungen sind mir wichtig? Wie weit will ich mich auf digitale Medien einlassen? Wie hat sich meine Sensibilität für Begegnungen verändert? Was bleibt vom Ich, wenn das Du fehlt? Wo sind meine persönlichen Verluste und wo liegen meine Gewinne? Was wollen wir bewahren von dem, was neu entstanden ist?

Wir wollen gemeinsam die vielfältigen Erfahrungen der Pandemie reflektieren, Resonanzen erspüren und die neugewonnenen Spielräume nutzen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edekoben/Überlingen

Kreative Elternarbeit (220602)

Di. 25.10.2022 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Unterschiedliche psychodramatische Methoden und viele praktische Anregungen für eine erfolgreiche Elternarbeit (einzelne Elternteile, Elternpaare, Elterngruppen) werden vorgestellt, ausprobiert und eingeübt.

Auch schwer zugängliche Eltern(-teile) werden z.B. durch den kreativen Einsatz intermediärer Objekte oder durch die szenische Bearbeitung der anstehenden Themen erreicht. Bei kulturellen oder sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten können methodisch neue Brücken gebaut werden.
Von der Auftragsklärung bis zur Auswertung ist die aufdeckende und eindrücklich gemeinsame Prozessgestaltung durch das Psychodrama Erlebnis und Bereicherung für alle Beteiligten.

Eigene Fragen und Fallbeispiele sind willkommen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Sei direkt! (220603)

Mi. 26.10.2022 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Sei direkt!
Kennen Sie Situationen, in denen Sie Konfrontation für das beste Mittel der Wahl halten, jedoch zögern?
Häufig wird direkte Kommunikation in Begegnungen, Situationen oder Gesprächen vermieden.
Wir befürchten Mißverständnisse, Kränkungen und Beziehungsabbrüche.

Pseudokommunikation, Scheinfriede, Verunsicherungen und unsichtbare Mauern können dann die Folge sein.

Mit Hilfe psychodramatischen Probehandelns experimentieren wir in geschütztem Rahmen mit unterschiedliche Arten direkter Kommunikation.
So schaffen wir Klarheit, erleichtern unser Herz und ergänzen unseren Werkzeugkoffer.

Eigene Fälle sind willkommen!

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Weiterbildung Supervision und Coaching Phase I (221801)

Do. 27.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 02.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

Die Weiterbildung vermittelt Ihnen die nötigen Kompetenzen, um nach erfolgreichem Abschluss in den Formaten Supervision und Coaching tätig zu sein. Sie lernen, Ihr bisheriges Wissen und Können aus Studium und Berufserfahrung sowie ggf. der Grundstufe der Psychodrama-Weiterbildung formatspezifisch für Supervision und Coaching anzuwenden. Es wird ergänzt durch spezifisches Wissen und Können für die Arbeit mit Fach- und Führungskräften in den Formen: Einzeln, Gruppen und Teams. Die Weiterbildung gliedert sich in mehrere Teile:

1. Phase I (Basics von Supervision und Coaching): Sie findet in insgesamt 10 Wochenendseminaren statt, von denen vier Spezialseminare sind.
2. Phase II (weiterführende Themen) beinhaltet 11 Wochenendseminare, die vier Spezialseminare beinhalten.
3. Lehr- und Lernsupervision nach den DGSv-Vorgaben, Regionale Studiengruppen, Auswertung, Abschlussarbeit, Abschlusskolloquium

Es gelten besondere Voraussetzungen für die Weiterbildung:
• Hochschul- bzw. Universitätsabschluss (ggf. ein Äquivalent dazu)
• mehrjährige Berufserfahrung (mindestens 3 Jahre)
• Teilnahme an einer längerfristigen Weiterbildung (insgesamt mindestens 300 Ustd) zum Erwerb personaler, methodischer und anderer beratungsrelevanter Kompetenzen (z.B. die Grundstufe der Weiterbildung Psychodrama).
• Teilnahme an mehreren Supervisionsprozessen oder an anderen Formen arbeitsweltbezogener Beratung in unterschiedlichen Settings.

Die Weiterbildung ist durch die DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching) zertifiziert.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (223104)

Fr. 28.10.2022 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 30.10.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum üben und sich ausprobieren sind vorgesehen.

Die Kraft der eigenen Stimme finden (225111)

Fr. 04.11.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 06.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Justine Schuchardt

Was klingt in meinem Körper beim Sprechen oder Singen? Wie laut und leise darf ich werden? Warum fühlt sich meine Stimme manchmal belegt, heiser, klein oder piepsig an?

Das Zusammenspiel von Physiologie und Gefühlen findet in der Stimme seinen Ausdruck. Wir entdecken mit der Stimme unseren Körper und uns selbst.

Manchmal halten Gefühle Körperstellen fest und verhindern, dass dort etwas schwingt. Diese Körperregionen haben eine eigene Stimme und möchten gehört werden. Dazu geben wir ihnen Gelegenheit. Organe, die bei der Stimmgebung beteiligt sind - Zwerchfell, Kehlkopf, Ohren, Becken, Rumpf und Kopf – lassen wir im psychodramatischen Spiel zu Wort kommen. Wir lernen zu verstehen, was sie uns sagen möchten. Dies können erste Schritte für Lösungen sein, die das Körpergewebe wie die Stimme gleichermaßen befreien. Körper und Seele finden im Stimmklang zu einer Balance.

Wir arbeiten mit den Methoden des Psychodramas und der Funktionalen
Stimmbildung (Lichtenberger® Modell).

Zielgruppe:
Alle die sich für ihre Stimme und ihren Körper interessieren; außerdem
Sängerinnen und Sänger, Schauspieler und Schauspielerinnen;
Menschen in Sprechberufen

PD-Szene - Psychodrama und Zauberei (220504)

Do. 10.11.2022 18:00 - 21:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

Lassen Sie sich verblüffen von dieser Szene. Zauberhaftes, Psychodramatisches und bisher noch nicht Gesehenes warten auf Sie!
Polizeihauptkommissar Uwe Mettlach, Spiel- und Theaterpädagoge, Psychodrama-Leiter, Taschendieb und Mitglied des Magischen Zirkels führt durch diesen magischen Abend.

Der psychodramatische Ressourcenkoffer (224205)

Fr. 11.11.2022 (14:30 - 17:00 Uhr) - Sa. 12.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Elke Frohn

"Was wäre, wenn die Dinge sprechen könnten? Was würden sie uns sagen? Oder sprechen sie schon und wir hören sie bloß nicht? Und wer wird sie übersetzten?" (W. Benjamin)

Die Arbeit mit Objekten öffnet neue Ebenen der Reflexion und ermöglicht ungewohnt kreativ-handgreifliche Formen des Dialogs. Neben Alltagsgegenständen lassen sich auch Sammlungen von Glitzersteinen, Postkarten, Spielfiguren, Handpuppen, Fundstücke von Flohmärkten nutzen, um Beziehungen und Prozesse aus der Arbeitswelt oder persönlichen Beziehungswelt mit all ihren Fragen zu verdeutlichen und mit psychodramatischen Methoden vertiefend erlebbar zu machen. Dies ist sowohl im Einzel- als auch im Gruppen oder Teamsetting möglich.

Umgang mit Lampenfieber (225112)

Fr. 11.11.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 13.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

„Die Angst eine Rede zu halten ist größer als die Angst vor dem Tod“ sagt Mark Twain. Das bedeutet, der Rollentausch mit der Person im Grab ist angenehmer. Wenn sie beruflich oder privat vor anderen Menschen reden oder sich präsentieren müssen und diese Tätigkeit für sie schwierig war, ist oder sein wird, dann sind sie in diesem Workshop genau richtig. So wie man Schwimmen nur im Wasser lernen kann, so ist die Vortragskunst nur auf der Bühne zu verbessern. Durch praxiserprobte Techniken, eine angstfreie Atmosphäre und unterstützende Teilnehmer können sie in diesem Workshop an ihren Stärken und Schwachpunkten arbeiten. In diesem Workshop geht es um ihre Wirkung auf der öffentlichen Bühne.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edekoben/Überlingen

Bis zum Mond und wieder zurück- eine Entdeckungsreise durch die Schätze des Psyc (220402)

Fr. 18.11.2022 (16:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 19.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Friedlinde Müller-Roesner

In diesem Seminar dürfen Sie die Psychodrama-Bühne in verschiedenen Rollen erkunden und das Verfahren des Psychodramas kennenlernen und sich darin erproben. Wir werden uns mit dem Psychodrama ganz praktisch befassen und gemeinsam eine psychodramatische Reise unternehmen. Auf dieser Reise können wir unterschiedliche Instrumente, Arrangements und Handlungstechniken des Psychodramas entdecken. Eine Reise zum Mond nicht ausgeschlossen!
Die Einsatzmöglichkeiten des Psychodramas sind beinahe unbegrenzt, deshalb kann jede Berufsgruppe an diesem Seminar teilnehmen.

Vorerfahrungen im Psychodrama sind nicht erforderlich, es reicht neugierig auf Neues zu sein.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Krankheitsbezogene, störungsspezifische Psychodramatherapie in Theorie und Praxi (223146)

Fr. 18.11.2022 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 20.11.2022 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Traumatherapie muss 1. angemessen umgehen mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. abgespaltene Selbstanteile integrieren und 3. das unbewusste natürliche Selbstheilungssystem aktivieren. Grundlage der psychodramatischen Traumaverarbeitung ist das Auflösen des Dissoziierens durch gezielten Wechsel zwischen den Arbeitsräumen: 1. dem Regie- und Informationsraum, 2. dem Beobachtungs- und Erzählraum, 3. dem Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und 4. dem sicheren Ort.
Die TeilnehmerInnen lernen in dem Seminar die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik und Kriseninterventionen bei einem Flashback, die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken und das Schreiben eines Bewältigungsmärchens.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Hallo Ich! Wer bin ich? Was will ich? (225113)

Fr. 18.11.2022 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 20.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

So wie jedes Blatt eines Baumes verschieden ist, so ist auch kein Mensch dem anderen gleich. Diese Einzigartigkeit drückt sich u.a. in Ressourcen und auch in Eigenschaften oder Fähigkeiten aus. Der Niederländer Daniel Ofman hat in seinem Modell des *Kernquadrates* ein wunderbares Instrument geschaffen, eigene *Kernqualitäten* zu entdecken, eigene *Fallen* und *Allergien* zu entlarven und sich *Herausforderungen* zu stellen. Wir wollen in diesem Seminar dieses Modell psychodramatisch erkunden und seine Möglichkeiten für die eigene Entwicklung aber auch für die Arbeit mit KlientInnen oder SupervisandInnen kennenlernen.
Wie kann ich meine Ressourcen weiterentwickeln? Warum reagiere ich in bestimmten Situationen so genervt? Warum kann ich diesen Menschen einfach nicht ausstehen? Wie treffe ich zwischenmenschliche Entscheidungen?
Durch die psychodramatische Inszenierung des Kernquadrates wird dieses Modell anschaulich und lebendig.
Wie Ofmann schreibt: „Frag nicht, was die Welt braucht. Frage lieber, was dich inspiriert und lebendig macht. Dann ziehe los und setzte es kreativ um, denn was die Welt braucht, sind lebendige, schöpferische Menschen.“ Ofman: Hallo, Ich da..?! de BoomVerlag, Kiesby 2010. S. 127

Kompetent mit Gruppen arbeiten (226105)

Fr. 25.11.2022 (14:00 - 13:30 Uhr) - So. 27.11.2022 in Lörrach
DozentInnen: Ingrid Sturm

Die Arbeit mit Gruppen ist fester Bestandteil stationärer Arbeit und wird im ambulanten Bereich von Beratung und Psychotherapie immer mehr gefordert und gefördert. Dabei stellt diese Aufgabe besondere Anforderungen an die, die mit Gruppen arbeiten, und jede Gruppe hat ihre eigenen Herausforderungen. Viele Weiterbildungen fokussieren auf die Arbeit im Einzelsetting. Ziel dieses Seminars ist es, die Potenziale und Besonderheiten der Gruppenarbeit besser kennenzulernen und die eigenen beruflichen und biographischen Erfahrungen mit Gruppen zu reflektieren. Wir arbeiten hierzu mit Theorie-Inputs, praktischen Übungen und Selbsterfahrungsanteilen. Das Seminar ist geeignet für alle Berufsgruppen, die therapeutisch mit Gruppen arbeiten oder arbeiten wollen.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Grundstufe 1 Bad Vilbel 2023 (231111)

Fr. 13.01.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 15.10.2023 in Bad Vilbel
DozentInnen: Ilse Ebert

Die Grundstufe für die Weiterbildungsgänge Psychodrama-Leitung, Psychodrama-(Kinder-)Therapie und Psychodrama-Suchttherapie (DRV-anerkannt) schliesst mit dem Abschluss „Psychodrama-PraktikerIn“ ab.
Während der zweijährigen Grundstufe eignen sich zukünftige Psychodrama-LeiterInnen und -TherapeutInnen die theoretischen und methodischen Grundlagen des Psychodramas an. Die Selbsterfahrung, d.h. das eigene Erleben der verschiedenen Möglicheiten psychodramatischer Arbeit und die Erarbeitung eines realistischen Selbstbildes, nehmen in diesen beiden Jahren grossen Raum ein.
Vor dem Hintergurnd einer theoretischen Einführung in die Begriffe und Denkmodelle des Psychodramas
werden die Teilnehmenden in die grundlegenden Techniken und ihre situationsadäquate Anwendung eingeführt. Morenos Menschenbild, seine Theorie der Spontaneität und Kreativität, seine Rollentheorie, die Soziometrie u.v.m. bilden die Grundlagen für die zukünftige Arbeit als Psychodrama- PraktikerIn.

Kompaktqualifikation Humanistische Psychotherapie - Schwerpunkt Psychodrama (231901)

Fr. 20.01.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 24.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Als dritte Kraft neben Psychoanalyse und Behaviorismus nimmt die Humanistische Psychologie seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts einen wichtigen Platz in der Landschaft der psychologischen Theoriebildung ein. Die psychotherapeutischen Verfahren, die sich auf ihrer Grundlage entwickelt haben sind vielfältig. Gemeinsam ist ihnen jedoch der humanistische Blick auf den Menschen und die Grundannahme, dass seelisches Wachstum ein Leben lang möglich und wünschenswert ist. Im breiten Fächer der humanistischen Verfahren nimmt das von J. L. Moreno (1889 - 1974) entwickelte Psychodrama einen besonderen Platz ein, da es um die Kraft der psychischen Selbstorganisation durch äußeres Spielen auf der Psychodrama Bühne weiß und diese nutzt. Heute wird in diesem Zusammenhang von Mentalisierung gesprochen, was bedeutet, sich selber von außen und den anderen von innen sehen zu können. So ist das Zusammenwirken von humanistischer, psychodynamischer und psychodramatischer Theoriebildung in einem praxisnahen Konzept moderner Psychotherapie sinnvoll und naheliegend. Dabei macht das Psychodrama als humanistisches Verfahren ein authentisches psychotherapeutisches Beziehungsangebot auf Augenhöhe. Dieser Beziehungsaspekt berührt die Psychodynamik von Übertragung-Gegenübertragung, ist aber nicht identisch mit ihr. Als humanistische Psychotherapeut*innen ist es unser Ziel Wahlfreiheit und Potentialentwicklung im Hier und Jetzt zu unterstützen. Dabei verstehen wir uns als gemeinsam Suchende beziehungsweise auf dem Weg Seiende.
In dieser Kompaktqualifikation werden verschiedene aktuelle Tendenzen in der Psychotherapie zusammen gebracht. Allgemeine verfahrensübergreifende Fähigkeiten und Behandlungstechniken in Beratung und Psychotherapie, mit besonderem Schwerpunkt auf der psychodramatischen Vorgehensweise werden mit diagnostischen Aspekten und Behandlungsbesonderheiten verschiedener Krankheitsbilder verbunden.
Am Beginn stehen eine Einführung in das Menschenbild der humanistischen Psychotherapie sowie in das psychodynamische Konflikt- und Strukturmodell. Der diagnostische Blick wird geschärft, um ihn in den darauf folgenden Wochenenden durch vertiefte Einblicke in die verschiedenen Krankheitsbilder zu verfeinern. Zusammen mit den Expert*innen auf ihrem jeweiligen Gebiet wird die beraterische und therapeutische Handlungskompetenz gestärkt. Themenschwerpunkte werden darüber hinaus Depression, Psychose, posttraumatische Belastungsstörungen, Psychosomatik, Abhängigkeitserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen sowie Suizid und Krisen sein.
Die Kompaktqualifikation richtet sich an alle Interessierten, sowie beraterisch, therapeutisch und supervisorisch arbeitenden Menschen. Vertreter*innen anderer therapeutischer Verfahren sind herzlich willkommen.
Wird die Kompaktqualifikation komplett gebucht, gewähren wir einen Preisnachlass. Sie beinhaltet alle erforderlichen Sonderseminare für den Abschluss Psychodrama-Therapeut*in.
Für Vertreter*innen anderer humanistischer Verfahren sind die Seminare der Kompaktqualifikation als Vertiefungsseminare zum Erwerb des Titels Humanistische Psychotherapie (AGHPT) anerkannt.

Alle Seminare sind auch einzeln buchbar.

Es werden auf Wunsch Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro je Seminar)

Die Einzelnen Seminare der Kompaktqualifikation finden Sie ab Seite .....

Theoretische Grundannahmen humanistischer Psychotherapie, die tiefenpsychologisc (233110)

Fr. 20.01.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 22.01.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Alfons Rothfeld

Psychotherapie versucht, Beeinträchtigungen des seelischen Erlebens und daraus folgenden Handelns sowie psychosomatische Symptome gezielt und systematisch zu erkunden, seelisches Leiden zu mindern und durch psychische Faktoren bedingte Einschränkungen der Autonomie und Selbstbestimmung zu überwinden. In der humanistischen Psychotherapie richtet sich der Fokus auf das Hier und Jetzt, das aktuelle Erleben in der Therapiesituation. Aktivierende Verfahren nutzen das kreative Potential, blicken auf das szenische Erleben, in dem sich früher erworbene Muster abbilden. Möglichkeiten der Veränderung werden erkundet und damit die Überwindung von Blockaden hin zu einer lebendigen Entwicklung ermöglicht.
Es wird auf lange Traditionen von Theoriebildung zurückgegriffen, um psychisches Erleben und Verhalten zu verstehen und einzuordnen. Neben dem humanistischen Behandlungsverständnis wird der tiefenpsychologische Hintergrund in den 4 Etappen Triebpsychologie, Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie und Selbstpsychologie mit ihren Grundbegriffen ausgeleuchtet: Strukturmodell (Es – Ich – Über-Ich) mit der Ergänzung Ich-Ideal; das Ich im Konflikt und die Abwehrmechanismen; das Gegenüber (das Objekt) und seine Verinnerlichung in frühen Beziehungserfahrungen; ein Selbst, das sich über frühes anerkennendes Spiegeln und über gefühlsmäßige Resonanz entwickelt.
Die Weiterentwicklung unter dem Stichwort „Mentalisierung“ wird in den Blick genommen.
Das Aufgreifen der theoretischen Hintergründe soll in einen Erfahrungsaustausch einmünden: Für welche klinischen Bilder, für welche psychotherapeutischen Konstellationen, ist welcher Akzent der Theoriebildung besonders hilfreich?

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Depressive Störungen psychodramatisch begleiten (233111)

Fr. 24.03.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 26.03.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Gerda Trinkel

Die Vielfalt der mit „Depression“ bezeichneten Symptomkomplexe ist sehr umfangreich. Die gedrückte Stimmungslage, der depressive Affekt ist der gemeinsame Nenner aller Variationen dieses Krankheitsbildes. Die akute Depression ist oft die Endstrecke konfliktbesetzter oder somatischer Prozesse, auch die genetische Disposition darf nicht außer Acht gelassen werden.
Das psychodramatische Menschenbild des kreativen Menschen sieht den depressiven Zustand als aktive Reaktion, als Indikator aktiver, wenn auch pathologischer Verarbeitung von Konflikten, Traumata und überwältigenden Lebensereignissen. Ein kontinuierlich kleiner werdender Aktions= hunger stellt ein wesentliches Charakteristikum bei Depressionen dar.
In diesem Seminar werden umfassende Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes, die Möglichkeiten der diagnostischen Erfassung sowie die Grundthemen, mit denen die Betroffenen und ihre Angehörigen konfrontiert werden, aufgezeigt und diskutiert. Ein Schwerpunkt wird auf der Vorstellung des humanistischen psychodramatischen Behandlungskonzeptes und den sich daraus ergebenden Interventionsmöglichkeiten liegen. Es können im Seminar eigene Erfahrungen mit Patient*innen eingebracht und hilfreiche therapeutische Interventionen erprobt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Grundkenntnisse psychodramatische Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Tiefenpsychologische fundierte Suchttherapie (DRV und GKV) 2023/2026 (231600)

Do. 27.04.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 16.12.2023
DozentInnen: Hans Benzinger

Die Arbeitsgemeinschaft Tiefenpsychologisch fundierte Suchttherapie startet im Frühjahr 2023 einen neuen Weiterbildungszug zum/zur Tiefenpsychologisch fundierte/n Suchttherapeut*in. Diese Weiterbildung befähigt zur eigenständigen Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen für Abhängigkeitserkrankte im ambulanten, teilstationären und stationären Rahmen sowohl im Einzel- wie auch Gruppensetting. Sie basiert auf einem tiefenpsychologisch fundierten Suchtverständnis, vermittelt deren Theorie und die daraus abgeleiteten Vorgehensweisen in der Behandlung Abhängigkeitserkrankter. Dabei werden geeignete handlungs- und erlebensorientierte Methoden in besonderer Weise integriert.

Die Weiterbildung umfasst folgende integralen Bestandteile:
- Theorievermittlung und Krankheitslehre
- Selbsterfahrung
- Methodisches Anwendungstraining und fallzentriertes Arbeiten
- Einzel- und Gruppensupervision
- Selbststudium

Zielgruppe: Beschäftigte aller Suchtrehabilitationseinrichtungen mit abgeschlossenem Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Psychologie oder Medizin.

Kennenlern- und Zulassungsseminar: in Stuttgart
Alle Weiterbildungsleiter*innen verfügen über eine Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter (Sucht)Therapie, handlungsorientierte Methoden und langjähriger Berufserfahrung im Tätigkeitsfeld Sucht.
Fachliche Leitung: Hans Benzinger, Dipl.-Psych.
Selbsterfahrungsleitung: Ingrid Sturm
Medizinische Leitung: Dr. Marén Möhring
Suchtspezifische Vertiefung:
Gruppensupervision:

Orte: Stuttgart und Lörrach

Anmeldungen und weitere Informationen:
Geschäftsstelle der AGTPS, Gebelsbergstr. 9, 70199 Stuttgart, 0711 / 606700

Körpersprache – Seelensprache - Humanistische Psychotherapie und Psychosomatik (233112)

Fr. 05.05.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 07.05.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Seelisches Geschehen ist immer auch körperliches Geschehen und körperliches Geschehen auch seelisches Geschehen. Karlfried Graf Dürckheim bezeichnete die Körper-Seele-Geist Einheit als „Leib“ (Graf Dürckheim 1978). Aktueller wird von „Embodiment“ gesprochen, womit ähnliches gemeint ist: die enge Wechselwirkung von Körper, Psyche und Umwelt (Storch, Cantieni, Hüther und Tschacher 2017). Beide Konzepte sind für die humanistische Psychotherapie von großer Bedeutung, denn das Geflecht wechselseitiger Bedingungen und Entstehungszusammenhänge zwischen Körper und Seele ist so eng und unmittelbar verflochten, dass es oft nicht unterscheidbar ist, was zuerst da war. Der Körper jedoch entgleitet sehr häufig unserer Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher der Biografie, der nicht „vergisst“. Lebensgeschichte ist somit immer auch Körpergeschichte. Neben der Vorstellung verschiedener Konzepte der Psychosomatik wird die Weisheit des Körpers in der Selbsterfahrung erkundet, damit Körperdiagnostik zu einem aktiven Bestandteil der Psychodiagnostik werden kann

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Psychodramatisches Suchtverständnis und kreative Behandlungsmöglichkeiten (233113)

Fr. 14.07.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 16.07.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Keine Frage: Suchterkrankungen gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit -
ob es sich hierbei nun um substanzbezogene Störungen (z.B. Alkoholismus, illegale Drogen) oder „moderne“ Verhaltenssüchte wie Medienabhängigkeit und Glücksspielsucht handelt. Immer mehr Menschen verlieren sich in ihrer Suche nach Glück, Rausch und Selbstoptimierung oder suchen Betäubung und Weltflucht. Denken wir an die psychodramatischen Dynamiken von Anziehung und Abstoßung! Das Fatale: Was zu Beginn oftmals als Versuch der Selbstheilung zu verstehen ist, endet meist in Selbstzerstörung. Und weiter: Während Betroffene selbst nicht richtig hinsehen möchten und Reaktanzen entwickeln, schaut das Umfeld ebenfalls weg. Wie kaum eine andere Erkrankung ist Sucht von autotelischen Gefühlen der Schuld und Scham begleitet.

Das Modul bietet profunde Einblicke in Suchtformen, Suchtdynamiken und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten.

Neben einem kompakten Theorieteil werden wir der psychodramatischen Praxis viel Aufmerksamkeit schenken. Denn wenn wir mit Grete Leutz Sucht vor allem als „Beziehungsstörung“ verstehen, dann liegt es nahe, sich in der Behandlung von suchtkranken Menschen vom Zauber des Psychodramas inspirieren zu lassen! Denn Psychodrama bringt wie kaum ein anderes Verfahren Bewegung in blockierte Situationen, setzt auf kreative Begegnung und ermöglicht Räume der Selbstexploration.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Traumapsychotherapie (233114)

Fr. 15.09.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.09.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anatoli Pimenidou

Menschen, die unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, verstehen sich häufig selber nicht. Sie erfahren eine erste Beruhigung, wenn sie mentalisieren, dass ihr Erleben und ihre Symptome nachvollziehbare Reaktionen auf existentiell bedrohliche Situationen ihrer Vergangenheit sind.
Im Seminar werden Sie Basiskompetenzen erlernen: Monotrauma bzw. komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen erkennen, Psychoedukation, Selbstheilungskräfte würdigen und Ressourcen aktivieren, Umgang mit Flash-Backs und Dissoziation, Fertigkeiten der Reorientierung, Arbeit mit inneren verletzten Anteilen, inneren Kritikern, Täteranteile kennenlernen. Und nicht zuletzt werden wir typische Beziehungsmuster erkunden, damit wir als Berater*innen und Therapeut*innen achtsam sind, wann wir in Retter-Täter-Rollen geraten. Es werden sich kleine theoretische Einheiten mit Psychodramatischem Spiel und Übungen in Kleingruppen abwechseln. Dabei bleibt das übergeordnete Ziel, Hilfe anzubieten in einer authentischen therapeutischen Beziehung, in der Menschen, die unter Traumafolgestörungen leiden, den Bezug zu ihrer eigenen Würde finden können.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Nobody is a Borderline. Nobody is a Narcissist. Nobody is a Schizoid. (233115)

Fr. 10.11.2023 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 12.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

In humanistischen Therapieverfahren werden Persönlichkeitsstörungen als komplexe Lösungsversuche von Menschen verstanden, die gravierende Entwicklungseinschränkungen verarbeiten, müssen. Persönlichkeitsstörungen haben Auswirkungen auf das Selbsterleben, Lieben und Arbeiten, auf die im Erwachsenenalter gelebten Beziehungen. Sie drücken sich häufig in schwierigen und destruktiven Verhaltens- und Wahrnehmungsmustern aus, die als zur Person gehörend erlebt werden. Sie bestimmen die eigene Selbstorganisation und enden oft in schmerzlichen und nicht nährenden Interaktionen.
Wir werdenMenschen mit Blick auf die drei zentralen Persönlichkeitsakzentuierungen, Borderline Störungen, Narzissmus und schizoide Struktur in ihrer unterschiedlichen Entwicklung und Beziehungsgestaltung, Selbst- und Fremdwahrnehmung zu verstehen versuchen. Wir fragen danach, wie wir Betroffenen in professionell helfenden Beziehungen begegnen können, ohne uns zu verstricken. Mit Elinor Greenberg, meinen auch wir, „that other choices are possible“, damit die grundlegenden Bedürfnisse nach Zuneigung, Anerkennung und Sicherheit betroffener Personen befriedigender beantwortet werden können( E. Greenberg 2016). Psychodramatisches Handeln unterstützt uns bei dieser Entdeckungsreise.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Psychosen aus dem Schizophrenen Formenkreis auf humanistische Weise begegnen (233116)

Fr. 26.01.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 28.01.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Mit einer aus den Fugen geratenen Welt sind Personen konfrontiert, die von einer psychotischen Episode aus dem schizophrenen Formenkreis betroffen sind. In dieser Zeit verliert der oder die innere Regisseur*in des*der Betroffenen die Oberhoheit über die Selbstregulation, was zu einem Zusammenbruch führt. Kausalzusammenhänge können nicht mehr gezogen, das Innere nicht mehr vom Äußeren abgegrenzt werden und die Wahrnehmung lässt die, eine schizophrene Episode erleidende, Person Dinge spüren oder hören, die von anderen als Hirngespinste abgetan werden. Um diesem bizarren Erleben Sinn zu geben, werden oftmals Wahnsysteme aufgebaut, die dem Zerfall der Selbstregulation entgegenwirken sollen.
Aktuelle Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes und die diagnostischen Leitlinien werden vorgestellt sowie die Problematiken, mit denen Betroffene und deren Angehörige zu kämpfen haben, diskutiert. Ein Schwerpunkt des Seminars wird auf die Möglichkeiten und Grenzen der psychodramatherapeutischen Behandlung von Personen, die von Schizophrenie betroffen sind, gelegt. Es wird viele Möglichkeiten geben, eigene Erfahrungen mit Patient*innen einzubringen und Arrangements, die in der psychotherapeutischen Behandlung hilfreich sein können, zu erproben.

Teilnahmevoraussetzungen:
Grundkenntnisse in psychodramatischer Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ....), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Krisen und Suizid (233117)

Fr. 22.03.2024 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 24.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

Eine Krise ist die Zuspitzung einer Lebenssituation, in der bekannte und gekonnte Bewältigungsstrategien nicht mehr funktionieren. Anlässe dafür können äußere und innere Veränderungen sein, Einbrüche im Lebens- und Selbstkonzept verursacht durch Verluste, traumatische Erlebnisse, Kränkungen, psychische und andere Erkrankungen oder Entwicklungsherausforderungen. Etwas greift für die betroffenen Menschen gefühlt radikal in ihr Leben, Selbst- und Sinnverständnis ein und kann nicht gemeistert werden. Suizid steht in diesem Kontext häufig für einen letzten Ausweg. Er ist die verzweifelte Antwort auf Sinn- und Beziehungsverlust und gleichzeitig ein Versuch, Ohnmacht zu überwinden, handlungsfähig und selbstbestimmt zu bleiben. Häufig verbergen sich in Suizidphantasien und suizidalem Handeln Lebenswünsche, manchmal aber auch toxische Beziehungsangebote. Das Sterben wird tatsächlich häufig nicht mitbedacht.

Angehörige und Helfer*innen fordert beides heraus: Krisen mit ihren heftigen Affekten, Suizidalität mit ihrer existentiellen Gefährlichkeit. Es entsteht der Eindruck, man solle schnell handeln und darf nichts falsch machen.
Wie kann mit Menschen in diesen existentiellen Krisen eine hilfreiche, unterstützende und annehmende Begegnung gelingen, die im besten Fall Lebensmöglichkeiten eröffnet?

In diesem Seminar entwickeln wir ein gemeinsames vertieftes Verständnis für Situationen des Leben und Sterben Wollens, für Suizidalität und Suiziddynamiken. Wir beschäftigen uns mit diagnostischen Einschätzungen, die helfen, den Kontext und die Gefährlichkeit vorhandener Suizidalität einzuschätzen, mit Möglichkeiten der Krisenintervention und Stabilisierung. Und was tun, wenn es geschehen ist?
Wir bewegen uns in Szenen, gehen in Kontakt mit dem Thema – so wie es auch im Umgang mit suizidalen Menschen oft hilfreich ist.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 



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