"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

Thematische Kurssuche

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Programm / Fortbildung

Störungsspezifische Psychodramatherapie 5 - Suchtverhalten (213143)

Fr. 30.04.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 02.05.2021 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Das besondere Problem in der Psychotherapie von abhängigkeitskranken Patienten ist eine metakognitive Störung, die dysfunktionale Ich-Spaltung. Diese ist zu finden bei schädlichem Gebrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen und auch bei Essstörungen, Automatenspielsucht, Internetsucht, Pornosucht und anderen nicht-substanzgebundenen Suchterkrankungen. In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische kognitive und metakognitive Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben an Patientenbeispielen in Zweiergruppen die psychodramatische Diagnostik und die Therapie mit der Zwei-Stühle-Technik. Sie erfahren dabei als PatientIn und als TherapeutIn den Unterschied zwischen kognitiv orientiertem und metakognitiv orientiertem Vorgehen.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Akquise und Auftragsklärung: Wie denn? – Wo denn? – Wann denn? (216101)

Fr. 11.06.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 12.06.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Stefan Schmitz

Sich als SupervisorIn und/oder Coach auf den freien Markt zu begeben, stellt eine anspruchsvolle Herausforderung in der Professionalisierung dar. Akquise und Auftragsklärung erscheint in der Theorie leicht, die Praxis lehrt oft anderes. Gehe ich die ersten Schritte in der Sonne meiner „Schule“, Hand in Hand mit meinem beruflichen Werdegang, mit meinen Visionen, mit besonderen Methoden und Techniken meiner supervi-sorischen Arbeitsweise?
Wer ist SupervisorIn, und wer ist SupervisandIn? Gibt es wirklich den Auftrag hinter dem Auftrag? Wie ehrlich kann ich in der Akquise sein? Inwieweit unterscheiden sich Akquise und Auftragsklärung bei Supervision und Coaching? Und wann fängt eigentlich die Arbeit an?
Diesen Diskursen wollen wir uns zuwenden, indem wir sie psychodramatisch anschauen, professionell verstehen und authentisch für den Transfer in den neuen Alltag als SupervisorIn oder Coach vorbereiten.

Innere Strukturen heilen - Körperarbeit mit Psychodrama und Pessotherapie (213103)

Fr. 18.06.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 20.06.2021 in Lörrach
DozentInnen: Ingrid Sturm

Unser Körper weiß oft viel mehr als unser Bewusstsein, was wir brauchen, was uns guttut oder schadet. Körperliche Reaktionen und Symptome können uns wertvolle Rückmeldungen darüber geben, welche Bedürfnisse in unserer Lebensgeschichte, die in unserem Körpergedächtnis gespeichert ist, nicht adäquat befriedigt werden konnten.
In diesem Seminar arbeiten wir mit dem psychodramatischen Spiel sowie mit Techniken, die aus der Pessotherapie stammen. In Gruppen- und Protagonistenarbeiten können die TeilnehmerInnen in psychodramatischen Sur Plus Szenen neue Körpererfahrungen machen, die auf einer tiefen strukturellen Ebene heilsam wirken.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit der Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Trennung - Abschied - Neubeginn (215102)

Fr. 18.06.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 20.06.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Trennung und Abschied sind Erfahrungen, die sich durch unser ganzes Leben ziehen.
Immer müssen wir loslassen: von Orten, Gruppen, Altersstufen, Beziehungen, von einzelnen Menschen, die uns nahestehen. Oft wehren wir uns gegen den Verlust, wollen ihn nicht wahrhaben und spüren keine Kraft mehr, Leere und Dunkelheit zu überwinden.
Doch lässt nicht jeder Abschied auch einen Freiraum für den Neubeginn? Um das Spüren zu können, ist es notwendig, unsere kreativen Kräfte wieder in Bewegung zu bringen.
Mit den Möglichkeiten des Psychodramas werden wir uns diesen Themen nähern, Abschiede inszenieren, uns auf der Bühne damit befassen und die Kräfte des Neubeginns erleben.

Ich bin eine Andere (ein Anderer) (210603)

Sa. 19.06.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Bernd Mückain-Reisert

„Die Tiefe ist Außen“ Heimito v. Doderer

1921 ließ sich der Künstler Marcel Duchamp als die Dame „Rrose Selavy“ in verschiedenen „outfits“ von Man Ray fotografieren.
Seitdem bildet das Spiel mit Rollen und die damit verknüpfte Frage nach der eigenen Identität eine wichtige Strömung in der Performance- und Photokunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
In diesem Seminar lernen wir am Beispiel relevanter Werke künstlerische Strategien der Selbstinszenierung kennen, um im weiteren Verlauf die eigene „Wunsch-Rolle“ zu erkunden.
Bei diesem „Selbst-Casting“ wird der/die ProtagonistIn zum Star & zur KünstlerIn und beginnt einen Prozess der Annäherung.
Die psychodramatische Gruppe bietet hierbei den nötigen Schutz- und Reflexionsraum.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Biographische Verstrickungen (219103)

Fr. 02.07.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 04.07.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Unserem Bewusstsein häufig nicht unmittelbar zugänglich ist die Tatsache, dass unsere Erziehungshaltungen
und -methoden geprägt sind von unseren eigenen Erfahrungen in der Kindheit und denen der
Generationen vor uns. Es ist ein feines Gewebe von Empfindungen und oft unbewussten Gefühlen und
Erfahrungen, das uns sowohl in unserer Haltung Kindern als auch unserem »inneren Kind« gegenüber
prägt. Dabei spielt eine Rolle ob uns Empathie entgegen gebracht wurde und ob es uns auf dieser
Grundlage möglich wurde, Empathiefähigkeit zu entwickeln.
Transgenerational sind wir in Deutschland auch hier mit dem Erbe des Faschismus kollektiv konfrontiert. Wie sehr und wie tief die nationalsozialistische Ideologie vom Umgang mit Säuglingen, Kleinkindern und Kindern uns geprägt hat, soll daher der Schwerpunkt in diesem Seminar sein. Gemeinsam erkunden wir mit Hilfe psycho- und soziodramatischer Handlungstechniken dieses feine Gewebe von Glaubens- und Haltungsfragen und erproben Möglichkeiten der Veränderung.

Teil des Seminars ist eine öffentliche Abendveranstaltung mit einem Vortrag von
Dr. Rose Ahlheim, Berlin
Analytische Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin, SKEPT (Säuglings-Kinder-Eltern-Psychotherapie), Sonderschullehrerin und Autorin verschiedener Publikationen, u.a. mit Getrud Haarer: „Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind“ (2012); mit Klaus Ahlheim: „Autonomie statt Gehorsam: Zu einer Erziehung nach Auschwitz" (2018);

Die öffentliche Abendveranstaltung findet am Freitag, 02. Juli 2021 17:00 Uhr - 21:00 Uhr in Kooperation mit der C. G. Jung-Gesellschaft Stuttgart e.V. im Hotel Silber in Stuttgart (Säulensaal der ehemaligen Gestapozentrale und heutigen Gedenkstätte und Ort historischer und politischer Bildung) statt.

Nur Teilnahme Abendverantaltung: 15,00 Euro

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt.

Einsatz von Ad-hoc Interventionen im pädagogischen Alltag, Supervision & Bera (219702)

Fr. 02.07.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 04.07.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Wolfgang Kocher

"Handeln ist wirksamer als Reden" (frei nach Jakob L. Moreno)
In dieser Seminarreihe wird ein bunter Blumenstrauß an Ad-Hoc-Interventionstechniken vorgestellt, die eingeübt und sofort im pädagogischen Alltag eingesetzt werden können.

Wir werden im Seminarraum Beziehungsgeflechte mit Klötzchen und Seilen entflechten, beim Wachsen der "Rose von Jericho" Entwicklungen sichtbar machen und mit der Gießkanne Ambivalenzen zu Leibe rücken. Mit bunten Schnüren, kleinen Symbolen und Sanduhren machen wir Jagd auf Zeitdiebe. Wir lösen Ärger mit Luftballons und Magneten auf und lassen Holzgliederpuppen miteinander kommunizieren. Kleine Geheimnisse lüften wir mit dem Geheimniskästchen und begeben uns auf eine Expedition zu den Inseln der Gefühle. Mit Münzen machen wir den Wert von Beziehungen sichtbar. Nach getaner Arbeit verdauen wir mit Russischbrot. Das Wochenende Wundertüte an wirksamen Interventionen, die sofort im beruflichlichen Alltag anwendbar sind.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

In Kooperation mit dem Netzwerk Konflikthilfe e. V.

Soziodrama eines Ausnahmezustandes… Corona und das (Er-)Leben im Unnormalen (215103)

Fr. 16.07.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 18.07.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Eine Welt die auseinanderdriftet, ein Virus das verbindet und Länder, Regionen, Städte in den Ausnahmezustand versetzt. Kollektive Ängste, Solidarität und Egoismus…
Was ist mit uns und unserer Welt geschehen? Was wirkte da zusammen und aufeinander ein?
An diesem Wochenende erforschen wir die soziodramatische Dynamik dieses Phänomenes und unseren Umgang damit, die Auswirkungen auf Einzelne, Gemeinschaften und unsere Gesellschaften.
Behutsam wollen wir miteinander einen soziodramatischen Blick auf das Geschehene und Erlebte werfen und gemeinsam den Veränderungen nachspüren, die in uns und unserer Gesellschaft gebahnt wurden.

L i e b e und Beziehung (215104)

Fr. 16.07.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 18.07.2021 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

In der psychologischen Literatur und in psychotherapeutischen Schulen gibt es verschiedene Ansätze von Liebe, Bindung und Beziehung. Warum gelingt es so wenigen Menschen eine erfüllte Liebesbeziehung über einen längeren Zeitraum zu gestalten?
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den Liebeskonzepten von Irvin D. Yalom, Abraham Maslow und Erich Fromm. Wir finden heraus, welche Liebesform die TeilnehmerInnen für ihre Beziehungsgestaltung bewusst oder unbewusst gewählt haben.
Mit Hilfe von Protagonistenarbeiten und anderen Psychodramatechniken begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach der Form der Liebe in Ihrem Leben.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Sommerakademie Reichenau: "Werte - Normen - Lebenssinn" (219104)

Sa. 31.07.2021 (15:00 - 12:00 Uhr) - Mi. 04.08.2021 in Insel Reichenau
DozentInnen: Hans Benzinger

"Ein Mensch kann ohne ein Wertesystem, das einen möglichst vollständigen Überblick über seine innere und äußere Erfahrung gibt, nicht leben"
(Jakob L. Moreno 1941)

Werte entstehen ab den ersten Stunden unseres Lebens. Als Produkt unseres Zusammenlebens mit unseren Nächsten und unseren Vorbildern sind Werte für uns so zentral wie kaum ein anderer Aspekt. Sie dienen uns als Kompass im Leben. Mit unseren Werten bewandern und formen wir Gesellschaften und Gruppierungen, durchlaufen wir Lebenslagen und begenen wir Menschen. Werte sind handlungsleitend und werden für die Reflexion eigenen Handelns als Maßstab herangezogen.
Aufgrund bestehender Normen werden unsere Werte manchmal von anderen willkommen geheißen, aber manchmal eben auch abgelehnt, wenn unser Wertesystem in strakem Kontrast zu dem der anderen steht. In diesem Spannungsfeld als bewusster, wachsender mensch zu leben, den friedlichen Umgang mit unseren MitbürgerInnen dieser Welt zu lernen, die alle ihre unterschiedlichen Werte in sich tragen, ist eine herausfordernde soziale Aufgabe der Gegenwart. Dies gilt auf allen gesellschaftlichen Bühnen und über alle Generationen.
Das Zusammenleben in userer Unterschiedlichkeit, es zu schaffen, unsere Verschiedenheit zu begrüßen anstatt sie als Stein des Anstoßes zu nehmen - dies könnte Lebenssinn bedeuten. Erich Fromm (2015) sagte: "Das Leben des Menschen kann nicht gelebt werden, indem die Verhaltensmuster der Gattung einfach nur wiederholt werden; jeder einzelne muss es selbst leben."
Diese zugleich individuelle wie soziale Aufgabe birgt Risiken, aber auch Chancen, die wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen der Sommerakademie erforschen möchten. Wir wollen Lust machen auf die Entwicklung eigener Werte, Verständnis wecken für fremde Werte und untersuchen, inwieweit Normen kreativ neu gestaltet werden können.

Die Einladung zur Reichenau 2021 ist eine Einladung zu einer Begegnung der Menschen mit ihren Werten und Normen, sowohl den unterschiedlichen, als auch den gemeinsamen. Und sie ist eine Einladung zu der Frage, welchen Sinn wir unserem Leben geben, bzw. was und wer dem Einzelnen Sinn im Leben vermitteln kann? Welche Werte und Normen haben sich im Verlaufe des individuellen, transgenerationalen sowie globalen Lebens geändert und welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf unsere persönliche Entwicklung.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (213105)

Fr. 24.09.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 26.09.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Alternative mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschieden Möglichkeiten zum üben und sich ausprobieren sind vorgesehen.

Mit Krafttieren zu den Wurzeln deines Seins (215105)

Fr. 01.10.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Christel Lenz

In geführter Trance öffnen wir den Raum der tiefen Imagination und rufen unsere Krafttiere. Die Tiere werden Begleiter und Experten der Reise in unsere seelischen Landschaften. Sie übermitteln uns in inneren Szenen und Botschaften die Qualitäten und Fähigkeiten mit denen sie uns unterstützen möchten. Anschließend transportieren wir die inneren Prozesse und Botschaften auf die psychodramatische Bühne. Wir fragen die Tiere, ob wir in sie hineinschlüpfen dürfen, um in ihrer Ganzheit die Wurzeln unseres Seins zu spüren. Im Rollentausch erleben wir ihre unterstützenden Botschaften. Die leibhaftige Erfahrung des szenischen Spiels vertieft die innere Reise mit unseren Tier-Begleitern.
Grundlage des Seminars ist „The Personal Totempole Process PTPP“ nach Dr. Eligio Stephen Gallegos. PTPP verbindet das schamanische Wissen der Urvölker mit dem jungianischen und post-jungianischen Verständnis von inneren Bildern und aktiver Imagination.

Vorerfahrungen mit Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

HASS-MACHT-HÄSSLICH! LIEBE-MACHT-BLIND? (218101)

Fr. 01.10.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Dieses Seminar richtet sich an all jene, welche sich im psychodramatischen Erleben folgenden Fragen stellen wollen...

-Woher kommt Hass, auch im Internet („Cyberbullying“)?
-Wie sieht die seelische Landschaft der TäterInnen aus?
-Was hängen diese Phänomene mit Entfremdung, Sexualität, Identität und Gruppendynamik zusammen?
-Wie können wir uns und gegen Soziale Kälte, Ausgrenzung und Diskriminierung wehren?

Eigene Fragestellungen sind willkommen!

Störungsspezifische Psychodramatherapie 6 - Angst und Zwangsstörungen (213144)

Fr. 08.10.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Bad Krozingen
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die LeiterInnen vermitteln in dem Seminar die mentalisationsorientierte metakognitive Psychodramatherapie von Angst- und Zwangsstörungen. Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z. B. bei Traumafolgestörungen. Bei Panikattacken und Zwangsstörungen arbeitet der/die TherapeutIn mithilfe der Stühlearbeit zunächst an den jeweils spezifischen dysfunktionalen metakognitiven Ich-Zuständen (ego-states). Die LeiterInnen demonstrieren diese Arbeit im Einzelsetting.
Die TeilnehmerInnen üben in dem Seminar dann diese direkt metakognitive Arbeit an den dysfunktionalen Ich-Zuständen in Zweiergruppen. Sie erfahren dabei als TherapeutInnen und als PatientInnen den Unterschied zwischen kognitiv und metakognitiv orientierter Arbeit. Darüber hinaus üben sie die Technik der projektiven Personalisierung bei Zwangsgedanken.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Spielen – lachen – begegnen - Spielpraxis und Theorie des Spiels im Psychodrama (214102)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedrich Schiller

Herzlich Willkommen in der Welt, wo der Mensch ganz Mensch ist.
Herzlich Willkommen im Psychodrama! Wir spielen mit großer Lust und Freude. Was passiert aber, wenn wir spielen? Warum macht spielen so viel Spaß? Und warum ist spielen so gesund und hält uns jung?
Philosophisch, neurobiologisch, entwicklungspsychologisch, psychodramatisch und vor allem spielerisch wollen wir uns diesen Theorien annähern und werden den Raum, den Zauber, den spielen eröffnet besser verstehen. Unsere eigenen Spielerfahrungen in Kindheit, Jugend und als Erwachsene werden wir reaktivieren und erkunden: Regelspiele, Rollenspiele, Brettspiele, geheime und freie Spiele, Spiele, die noch keiner kennt. Wir werden Bekanntes erleben und Neues entdecken, damit wir uns auch in Zukunft immer wieder Spiel-Räume erschaffen.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Morenos Rollentheorie und der kreative Zirkel (214103)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Christoph Hutter

Im Mittelpunkt des Psychodramas steht der Blick auf unterschiedlichste Szenen im Prozess der Gruppe und auf der Bühne. Was aber sehen wir als PsychodramatikerInnen genau, wenn wir mit diesen Szenen arbeiten? Was springt uns sofort ins Auge? Was übersehen wir besonders leicht?

Moreno stellt in seiner therapeutischen Philosophie wichtige Theorien zur Verfügung, die das Fundament psychodramatischer Arbeit bilden.

Die drei großen Strukturtheorien der Soziometrie, der Rollentheorie und des „kreativen Zirkels“ geben den Blick frei auf die bestimmenden Grundmuster einer Situation. Im Seminar werden wir zwei dieser Theorien – die Rollentheorie und den kreativen Zirkel – in ihrer Bedeutung und mit ihrem praktischen Nutzen verstehen.

Wir erspielen uns in der gemeinsamen Arbeit wichtige Texte von Moreno und bringen sie in Verbindung mit Erfahrungen der TeilnehmerInnen. Daraus entsteht ein systematischer Überblick über die therapeutische Philosophie Morenos und eine Theorie des Psychodramas.

Teilnahmevoraussetzungen: Erfahrung mit Psychodrama

Psychodramatischer Lebenszug (215106)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wer oder was sind meine Lebensbegleiter, Mitreisende als Beschützer, Förderer, Vorbilder aus Familie, Verwandtschaft, Freundeskreis oder Schule bei Aufbrüchen, Trennungen, Abschieden, Zäsuren, bei
Brüchen, Heilungen und Neubeginn in meinem Lebenszug?
Nach welchen Fahrplänen reise ich durch mein Leben?
Reise-, Bahnstationen, Sichere Orte, Bedrohungen, mein Heimatbahnhof? Was wurde mir mit- und weitergegeben?
Was habe ich in meinem Reisegepäck? Was gebe ich weiter? Lebenspläne, - wünsche, Sehnsüchte ... wohin geht die Reise?
Wir werden Reiseberichte nachempfinden sowie Lebenspläne und Lebenswege psychodramatisch inszenieren.
Selbsterfahrung und verschiedene psychodramatische Methoden der Bilanzierung stehen im Fokus.

Axiodrama - Impulse zur Arbeit mit Sinn und Werten (214104)

Fr. 15.10.2021 (14:30 - 14:30 Uhr) - So. 17.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Die Arbeit mit Werte- und Sinnfragen ist essenzieller Bestandteil im Wirken Morenos.
An diesem Wochenende erfahren die TeilnehmerInnen durch Erleben und Ausprobieren, wie das Axiodrama als fundamentaler Aspekt des Verfahrens Psychodrama und Soziometrie in Formaten wie Organisationsentwicklung, Therapie, Coaching sowohl in der Arbeit mit Gruppen, als auch im Einzelsetting eingesetzt werden kann.
Neben den Theorien J.L. Morenos werden auch die philosophischen Grundlagen V. Frankls das Wochenende begleiten.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wenn man träumt, soll man auf nichts verzichten (214202)

Fr. 15.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 17.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Kleine Träume, große Träume, Nachträume, Tagträume, Albträume und Wunschträume: 
schon immer haben Träume fasziniert, wurden aufgeschrieben, gemalt, inszeniert und gedeutet. In der Antike wurde der Traum in Form des sogenannten Inkubationstraums als unmittelbare Sprache der Götter verstanden. Die Vorsokratiker und Religionskritiker behaupteten genau das Gegenteil. 
Shakespeare glaubte an die Wirksamkeit des Traumes und Descartes fragte, ob der Traum vielleicht nicht doch Wirklichkeit sei, denn schließlich werden im Traum doch echte Gefühle erlebt. Wir werden unsere Träume auf der Psychodrama Bühne inszenieren und versuchen, ihnen vor dem Hintergrund der analytischen Psychologie C.G. Jungs eine Bedeutung zu geben, um dann, ganz im Sinne J.L. Morenos, weiter zu träumen und erneut zu träumen. 

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Matrix Sucht - Familie im Griff (211602)

Do. 21.10.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - Sa. 23.10.2021 in Konstanz
DozentInnen: Klaus-Ernst Harter

Sucht ist eine Beziehungserkrankung. Mit beginnender Abstinenz des Suchtkranken zeigt sich, was an Beziehungsdynamik hinter dem Suchtmittelkonsum zum Vorschein kommt. Diese Dynamik verläuft oft nach immer wiederkehrenden Mustern. Psychodrama als Behandlung von Beziehungen eignet sich hervorragend zur Behandlung Suchtkranker und ihren Beziehungsstrukturen. Stichwörter dabei sind: Ambivalenz, Lebensqualität, Schuld und Moral, Rückfall, Konfliktfähigkeit u. a.
Nach einer Einführung in das psychodramatische Verständnis von Suchterkrankung werden wir mit konkreten Beispielen die Dynamik in Suchtfamilien aufzeigen. In den Interventionen lernen wir das Menschenbild, das dem Psychodrama zu Grunde liegt, kennen und die Methoden des Pschodramas kommen zur Anwendung.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Der Zauberladen (215107)

Fr. 22.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 24.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

J.L. Moreno führte den Zauberladen 1943 als therapeutische Technik ein. Kunden, die den Zauberladen besuchen, werden eingeladen sich immaterielle Wünsche in Tauschverhandlungen gegen einen immateriellen Preis, den er selbst bestimmt, zu erfüllen. Dabei können Fähigkeiten erworben werden, von denen sie/er sich wünscht mehr davon zu haben. Im Tausch gibt man dafür Fähigkeiten von denen sie/er genug hat.
Durch spielerisches Verhandeln, besteht die Gelegenheit sich mit eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen und deren Wert zu spüren. Die Kundin/der Kunde kommt in Kontakt mit ihren/seinen Zielen und Werten und lernen den Preis dafür kennen, der mit dem Treffen einer Wahl verbunden ist.

An diesem Wochenende lernen Sie Ziel und Strategie des Zauberladens in verschiedenen Settings kennen. Sie lernen den Einsatz von Symbolen und Metaphern kennen und können sich in der Rolle des/der Zauberladenbesitzers üben.
In der Arbeit mit Anteilen, zur Exploration und in der Teamentwicklung kann diese Methode mit Freude und Humor eingesetzt werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Was Sie schon immer über Sucht wissen wollten - aber nicht zu fragen wagten (211603)

Do. 11.11.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 13.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Hedi Wunderlich

Dieses Seminar wendet sich an Menschen, die nicht im Suchtbereich tätig sind, sich aber dennoch immer wieder mit Fragen der Sucht konfrontiert sehen. Wie erkenne ich Sucht? Wie spreche ich eine mögliche Suchtproblematik an, ohne einem Menschen zu nahe zu treten?
Um diese Fragen zu klären soll in diesem Seminar ein grundlegendes Basiswissen die Sucht betreffend vermittelt werden, so dass spezifische Suchtdynamiken im Alltag besser erkannt werden können. Denn Sucht hat, wie keine andere Erkrankung, einschneidende Auswirkungen auf die soziale Beziehungsgestaltung. Das psychodramatische Suchtverständnis kann helfen, Bewegung in blockierte Situationen zu bringen und ermöglicht kreative Rollengestaltung und Räume der Selbstexploration. Grenzen und Möglichkeiten von Hilfe werden ausgelotet.

Rock the Stage!!! Psychodrama begegnet Theatertherapie (215108)

Fr. 12.11.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

An diesem Wochenende treten Psychodrama und Theatertherapie in einen szenischen Dialog. Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Therapieformen werden spielerisch erarbeitet und kreativ reflektiert. Im Miteinander und Wechselspiel der Methoden erweitern wir unser Verständnis von unserem Umgang mit Spielformen, Inszenierungen, Rollen und dem Geschehen auf der Bühne. Für praktische wie auch ethische Fragen zu so grundlegenden Phänomenen wie Spiel und Spontaneität, Experimentieren und Improvisieren, Individuum vis-a-vis Gruppe soll auch Raum geschaffen werden. Alles in allem geht es an diesen Tagen darum, Spielformen zu erkunden, Inspirationen zu sammeln und Freude am gemeinsamen Erleben zu schaffen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wieder Freude am Leben finden (213106)

Sa. 13.11.2021 (09:00 - 13:00 Uhr) - So. 14.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im europäischen Raum. Dies spiegelt sich in vielen psychotherapeutischen Praxen wider. Das Erscheinungsbild und die Dynamik dieser Störung können je nach Schweregrad und Persönlichkeitsstruktur der KlientInnen unterschiedlich ausgeprägt sein. Um effektive Verbesserungen zu erzielen, müssen bei der Wahl von psychodramatischen Interventionen diese Unterschiede und Besonderheiten berücksichtigt werden. Dazu bedarf es geeigneter Interpretationsfolien und gezielter Maßnahmen.
Wir werden uns deshalb in diesem Seminar mit psychodramatischen Modellen zur Entstehung von Depressionen auseinandersetzen. Das Hauptaugenmerk wird auf psychodramatischen Arrangements und Interventionen liegen, die sich in der Behandlung mit diesem Störungsbild bewährt haben. Hierbei wird sowohl auf die Arbeit im Einzelsetting als auch in der Gruppe eingegangen. Es werden Übungen demonstriert und Raum zur Selbsterfahrung sowie zum Üben gegeben.

Den Körper ins Spiel bringen – Körperorientierte Zugänge im Psychodrama (213107)

Fr. 19.11.2021 (15:00 - 15:00 Uhr) - So. 21.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

In diesem Kurs werden wir verschiedene Zugänge in der Beratung auf der Basis aktueller Körperkonzepte psychodramatisch erproben. Der Körper übernimmt im Psychodrama ganz verschiedene Rollen:
Er ist Bühne für Gefühle, Gefäß, Resonanz, Gedächtnis, Ausdruck von Bedürfnis und Mittel zum Kontakt. Der Körper gestaltet Bewegung und Präsenz in den verschiedenen Dimensionen des Raumes. Wir werden uns im Rollenatom diese Facetten genauer anschauen und sie im Hinblick auf die eigene Arbeit reflektieren. Die Psychodrama-Bühne lädt dazu ein, unsere Körperräume zu erleben und systemische Zusammenhänge im Körper spielend zu verstehen. Dabei werden Themen auftauchen, an denen wir beispielhaft sehen können, wie Ideen für Lösungen und mögliche Interventionen über das Embodiment bewegt werden.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 2 - Traumafolgestörungen (213145)

Fr. 19.11.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 21.11.2021 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Traumatherapie muss 1. angemessen umgehen mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. abgespaltene Selbstanteile integrieren und 3. das unbewusste natürliche Selbstheilungssystem aktivieren. Grundlage der psychodramatischen Traumaverarbeitung ist das Auflösen des Dissoziierens durch gezielten Wechsel zwischen den Arbeitsräumen: 1. dem Regie- und Informationsraum, 2. dem Beobachtungs- und Erzählraum, 3. dem Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und 4. dem sicheren Ort.
Die TeilnehmerInnen lernen in dem Seminar die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik und Kriseninterventionen bei einem Flashback, die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken und das Schreiben eines Bewältigungsmärchens.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Bis zum Mond und wieder zurück- eine Entdeckungsreise durch die Schätze des Psyc (210402)

Fr. 26.11.2021 (16:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 27.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Friedlinde Müller-Roesner

In diesem Seminar dürfen Sie die Psychodrama-Bühne in verschiedenen Rollen erkunden und das Verfahren des Psychodramas kennenlernen und sich darin erproben. Wir werden uns mit dem Psychodrama ganz praktisch befassen und gemeinsam eine psychodramatische Reise unternehmen. Auf dieser Reise können wir unterschiedliche Instrumente, Arrangements und Handlungstechniken des Psychodramas entdecken. Eine Reise zum Mond nicht ausgeschlossen!
Die Einsatzmöglichkeiten des Psychodramas sind beinahe unbegrenzt, deshalb kann jede Berufsgruppe an diesem Seminar teilnehmen.

Vorerfahrungen im Psychodrama sind nicht erforderlich, es reicht neugierig auf Neues zu sein.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Sei direkt! (210604)

Di. 30.11.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Sei direkt!
Kennen Sie Situationen, in denen Sie Konfrontation für das beste Mittel der Wahl halten, jedoch zögern?
Häufig wird direkte Kommunikation in Begegnungen, Situationen oder Gesprächen vermieden.
Wir befürchten Mißverständnisse, Kränkungen und Beziehungsabbrüche.

Pseudokommunikation, Scheinfriede, Verunsicherungen und unsichtbare Mauern können dann die Folge sein.

Mit Hilfe psychodramatischen Probehandelns experimentieren wir in geschütztem Rahmen mit unterschiedliche Arten direkter Kommunikation.
So schaffen wir Klarheit, erleichtern unser Herz und ergänzen unseren Werkzeugkoffer.

Eigene Fälle sind willkommen!

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Kreative Elternarbeit (210605)

Mi. 01.12.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Unterschiedliche psychodramatische Methoden und viele praktische Anregungen für eine erfolgreiche Elternarbeit (einzelne Elternteile, Elternpaare, Elterngruppen) werden vorgestellt, ausprobiert und eingeübt.

Auch schwer zugängliche Eltern(-teile) werden z.B. durch den kreativen Einsatz intermediärer Objekte oder durch die szenische Bearbeitung der anstehenden Themen erreicht. Bei kulturellen oder sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten können methodisch neue Brücken gebaut werden.
Von der Auftragsklärung bis zur Auswertung ist die aufdeckende und eindrücklich gemeinsame Prozessgestaltung durch das Psychodrama Erlebnis und Bereicherung für alle Beteiligten.

Eigene Fragen und Fallbeispiele sind willkommen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Wie die Katze um den heißen Brei (213108)

Fr. 03.12.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.12.2021 in München
DozentInnen: Stefan Woinoff

Peinlich, schambesetzt, zu heiß oder unangenehm: Tabu-Themen werden vermieden, verdrängt oder lächerlich gemacht. Was ein Tabu-Thema ist, variiert von Mensch zu Mensch und von Gesellschaft zu Gesellschaft. Insbesondere der Umgang mit Tod, Gott, Sexualität gehören dazu. Gefühle von Scheu, Angst, Panik, Ekel, Ehrfurcht, Schuld und Scham können Wegweiser für Tabu-Themen sein, bei PatientInnen und KlientInnen, aber auch bei uns selbst. Es ist schwer, zu diesen Themen einfühlsame Fragen zu stellen und sie psychodramatisch zu bearbeiten. Wir dürfen uns aber diesen Themen nicht entziehen, sonst verbleiben wir im beredeten Schweigen und verstärken nur noch das Tabu.
Wir wollen gesellschaftliche und eigene Tabuthemen auf die Bühne bringen, um so einen psychodramatischen Umgang mit den Tabus zu entwickeln, die uns in unserer Arbeit begenen.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Bayern werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Störungsspezifische Psychodramatherapie 7 - Narzisstische Persönlichkeitsstörung (213146)

Fr. 03.12.2021 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.12.2021 in Neu-Anspach
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Ein unersättliches Bedürfnis nach Anerkennung bei gleichzeitiger Angst vor tieferer Bindung und Liebe, ein empfindlich gestörtes Selbst(wert)gefühl und übertriebene Selbstbezogenheit kennzeichnen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Wir nähern uns dem zeitgeist-typischen Krankheitsbild psychodramtisch und erkunden vom Mythos des selbstverliebten des Narziss über die persönlichen entwicklungsgeschichtlichen Ursachen die Entstehung, Diagnostik und störungsspezifischen Behandlung. Die theoretischen Grundlagen können durch Übungen und eigene Fälle lebendig und verständlich gemacht werden.
Ein Seminar für alle, die mit Menschen mit solchen Akzenten zu tun haben, sei es im therapeutischen, pädagogischen oder privaten Bereich. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.

Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Hessen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Was leitet mich beim Leiten (214205)

Fr. 03.12.2021 (14:00 - 13:30 Uhr) - So. 05.12.2021 in Lörrach
DozentInnen: Hans Benzinger

Im Psychodrama können wir auf ein reiches Repertoire von Techniken und Arrangements zurückgreifen und es stehen uns differenzierte theoretische Ansätze zur Verfügung. Aber was sind unsere Beweggründe, dass wir mit einer Inszenierung beginnen, bestimmt Techniken anwenden, protagonistenzentriert oder mehr gruppenorientiert arbeiten?
Ziel des Seminars ist es, zu untersuchen, was uns beim Leiten leitet. Sind es unsere theoretischen Hypothesen, Signale des Protagonisten oder der Gruppe, eigene biographische Erfahrungen, LehrerInnen und Vorbilder, oder ganz andere Beweggründe?
Um unser psychodramatisches Handeln besser verstehen zu können und in unserer Leitungskompetenz insgesamt sicherer zu werden, arbeiten wir mit praktischen Übungen, Selbsterfahrung und Ausführungen zur Theorie.

Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Arbeit mit Symbolen im therapeutischen Sandspiel und im Psychodrama (213109)

Fr. 17.12.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 19.12.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Günter Still

Die Arbeit mit Symbolen ist fester und geschätzter Bestandteil in Beratung und Therapie. Besonders in der Arbeit mit Einzelnen wird der Sandkasten oder die "Tischbühne" (Krüger) häufig zur Methode der Wahl. Die Arbeit mit Symbolen eröffnet den Zugang zu Themen und Problemen, die noch nicht bewusstseinsfähig sind. Bewusste Problemkonstellationen gewinnen in der symbolischen Darstellung neue Dimensionen. Denn ein Symbol setzt die emotionale und soziale Situation des Einzelnen in Beziehung zu einem umfassenderen Ganzen und eröffnet nicht gekannte Spielräume. Der alleinige Geltungsanspruch der Alltagswirklichkeit wird zurückgedrängt, indem diese durch das Spiel mit den Symbolen als Bruchstück des Lebens erkennbar gemacht wird.

Die Teilnehmenden erhalten methodische Anregungen für die und praktische Erprobung der Arbeit mit Symbolen in Beratung und Supervision.

Zielgruppe: Alle die mit Symbolen arbeiten und oder daran interessiert sind.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Einzel- und Gruppentherapie mit Kindern (211701)

Fr. 04.02.2022 (15:00 - 12:00 Uhr) - So. 11.12.2022 in Ulm
DozentInnen: Alfons Aichinger

Die beeindruckende Kreativität von Kindern, in einer leidvollen Situation im Symbolspiel das Lustvolle herauszuholen und sich als aktiv gestaltendes, schöpferisches Wesen zu erleben, faszinierte Moreno, als er vor dem 1. Weltkrieg als junger Mediziner auf seinen Spaziergängen in den öffentlichen Gärten Wiens Kinder beobachte und mit ihnen spielte.
Obwohl Moreno wesentliche Anregungen für die Entwicklung des Psychodramas aus dem kindlichen Spiel gewonnen und in seiner frühen Schaffensperiode mit Kindern gearbeitet hat, entwickelte er das Psychodrama als Therapieverfahren nur für Erwachsene. Da aber Kinder eine spezifische Darstellungs- und Verarbeitungsweise haben und deshalb auch eine eigene Methode benötigen, haben Aichinger und Holl das Psychodrama für Kinder abgewandelt.
Die wesentlichen Veränderungen unseres Ansatzes, den wir in über 40 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben, sind:
1. Im Unterschied zu Erwachsenen reinszenieren und bearbeiten Kinder ihre Konfliktsituationen, ohne sich mit den in den Szenen verbundenen Gefühlen wie Ohnmacht und Trauer erneut auszusetzen. Im Symbolspiel, dem »Königsweg« der Kinder und zu den Kindern, stellen Kinder ihre innere Wirklichkeit dar, eignen sie an und gestalten sie um. Daher wird in der Weiterbildung das Verständnis für die Symbolspiele gefördert.
2. Nimmt man diese ureigene Sprache der Kinder ernst, ist auch eine andere Form der Leitung verlangt. Im Unterschied zur Erwachsenentherapie spielen in der Kindertherapie die Therapeuten mit, wobei sie sich die Rollen von den Kindern übertragen lassen und aus therapeutischen Überlegungen heraus auch andere Rollen einnehmen. Neben strukturierenden Interventionen aus der Leiterebene werden die Psychodrama-Techniken der Erwachsenentherapie abgewandelt in den Rollen, die die Therapeuten im Symbolspiel einnehmen, getätigt. Daher wird in der Weiterbildung geübt, wie über das Mitspielen der Therapeuten therapeutische Prozesse unterstützt und über störungsübergreifende und störungsspezifische Interventionen die Weiterentwicklung gefördert werden kann.
Obwohl die Gruppe der Gleichaltrigen für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist, werden die heilenden und prophylaktischen Kräfte der Gruppe in der therapeutischen Arbeit mit Kindern immer noch wenig genutzt. Da wir eine systematische Methode der Gruppentherapie mit Kindern entwickelt haben, wird die therapeutische Arbeit mit Kindergruppen neben der Einzeltherapie ein Schwerpunkt der Weiterbildung sein.
3. Um dem Kind und der Familie in ihrer Vielschichtigkeit gerechter zu werden, arbeiten wir mit dem Konzept der Teilearbeit. Moreno ging schon in den 30er Jahren von einem pluralistischen Selbstkonzept aus, wonach das Selbst eine Vielzahl unterschiedlicher und zum Teil widersprüchlicher und sich bekämpfender Anteile enthält. Unseren psychodramatischen Teilearbeit-Ansatz in der Einzeltherapie, in der Familientherapie und in der Arbeit mit Kindern in der Trennungs- und Scheidungssituation wird in der Weiterbildung vermittelt.
4. Für Moreno sind psychische Störungen in erster Linie Beziehungsstörungen und immer im Umweltkontext zu sehen. Deshalb muss die Therapie mit Kindern multi-systemisch und kontextorientiert sein. In der Weiterbildung zeigen wir die von uns entwickelte psychodramatische Familienspieltherapie und Teilearbeit mit Familien.
Seminarinhalte:
In den ersten 5 Seminaren führen wir in die Grundlagen der kinderpsychodramatischen Einzel- und Gruppentherapie ein. In den nächsten 4 Seminaren zeigen wir, wie über störungsübergreifende Interventionen die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Selbstwirksamkeit, Selbstwerterhöhung, Bindung und gelingende Beziehungen und Lust befriedigt werden können. Dann werden in vier weiteren Seminaren störungsspezifische Interventionen bei ausgewählten Störungsbildern(aggressive Störungen, Traumaentwicklungsstörungen, Angststörungen, psychische Störungen nach Trennung/Scheidung) behandelt. Zum Schluss werden in zwei Seminaren die Teilearbeit mit Familien und die Familienspieltherapie erarbeitet.

Der Kurs wird berufsbegleitend durchgeführt und umfasst 15 Wochenendseminare zu je drei Tagen.



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