"Wir sind alle durch die Verantwortung für alle Dinge zusammengebunden, es gibt keine begrenzte, teilweise Verantwortung."

 

J. L. Moreno

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Programm / Oberstufe

Psychodrama-Leitung

In der Oberstufe des Weiterbildungsganges Psychodrama-Leitung geht es vor allem um den Erwerb eigener Leitungskompetenz sowie die Planung und Durchführung psychodramatischer Gruppen- und Netzwerkarbeit im psychosozialen Feld.
Fragen der Aufgabenanalyse und Zieldefinition, ihre Umsetzung in psycho- bzw. soziodramatische Strategien und Interventionen werden behandelt und die Erfolgskontrolle in den Praxisfeldern der angehenden Psychodrama-LeiterInnen analysiert. Soziometrische Analyse sozialer Strukturen und Netzwerke neben der personzentrierten Diagnostik haben ein besonderes Gewicht.

Im Mittelpunkt stehen die supervisorisch begleitete (Gruppen)- Tätigkeit im eigenen Praxisfeld, die Reflexion der eigenen Berufsrolle und ethischen Grundsätze.

Psychodrama-TherapeutIn

ÄrztInnen und Diplom-PsychologInnen können am Moreno Institut Stuttgart die Weiterbildung Psychodrama-Therapie absolvieren.
Psychodrama-TherapeutInnen wenden das Psychodrama als tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren im Format Psychotherapie zur Behandlung psycho- und soziogener Erkrankungen und Verhaltensstörungen bei Einzelnen, Gruppen und Familien an.

Angehörige anderer Berufsgruppen mit humanwissenschaftlichemFachhochschulabschluss können im Rahmen einer Sonderregelung am Weiterbildungsgang Psychodrama-Therapie teilnehmen.

Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Oberstufe Psychodrama-Leitung (211501)

Fr. 24.09.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 04.12.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

In der Oberstufe des Weiterbildungsgangs Psychodrama- Leitung geht es vor allem um den Erwerb eigener Leitungskompetenz sowie die Planung und Durchführung psychodramatischer Gruppen- und Netzwerkarbeit im psychosozialen Arbeitsfeld. Fragen der Aufgabenanalyse und Zieldefinition, ihrer Umsetzung in psycho- bzw. soziodramatische Strategien und Interventionen werden behandelt und die Erfolgskontrolle in den Praxisfeldern der Teilnehmenden analysiert.
Hierbei bekommt die soziometrische Analyse sozialer Strukturen und Netzwerke neben der individuenzentrierten Diagnostik ein besonderes Gewicht. Die eigene Berufsrolle und die die ethischen Grundsätze im jeweiligen Praxisfeld werden reflektiert. Im Mittelpunkt der Oberstufe steht die (Gruppen-) Tätigkeit im eigenen Praxisfeld, diese wird supervidiert und begleitet, anhand von Sitzungsprotokollen ausgewertet und in Fallberichten dokumentiert.
Der Schritt in die eigene Praxis wird in der geschlossenen Stammgruppe, sowie in frei gewählten Theorie- und Methodikseminaren theoretisch, methodisch vorbereitet und kontinuierlich begleitet. Die detaillierte Begleitung der praktischen Tätigkeit erfolgt im Rahmen der Einzel- und Gruppensupervision. Die Weiterbildung wird mit der Anfertigung einer schriftlichen, wissenschaftlichen Maßstäben genügenden Abschlussarbeit, abgeschlossen, sowie durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Abschlusskolloquium.

Einzel- und Gruppentherapie mit Kindern (211701)

Fr. 24.09.2021 (15:00 - 12:00 Uhr) - So. 19.12.2021 in Ulm
DozentInnen: Alfons Aichinger

Die beeindruckende Kreativität von Kindern, in einer leidvollen Situation im Symbolspiel das Lustvolle herauszuholen und sich als aktiv gestaltendes, schöpferisches Wesen zu erleben, faszinierte Moreno, als er vor dem 1. Weltkrieg als junger Mediziner auf seinen Spaziergängen in den öffentlichen Gärten Wiens Kinder beobachte und mit ihnen spielte.
Obwohl Moreno wesentliche Anregungen für die Entwicklung des Psychodramas aus dem kindlichen Spiel gewonnen und in seiner frühen Schaffensperiode mit Kindern gearbeitet hat, entwickelte er das Psychodrama als Therapieverfahren nur für Erwachsene. Da aber Kinder eine spezifische Darstellungs- und Verarbeitungsweise haben und deshalb auch eine eigene Methode benötigen, haben Aichinger und Holl das Psychodrama für Kinder abgewandelt.
Die wesentlichen Veränderungen unseres Ansatzes, den wir in über 40 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben, sind:
1. Im Unterschied zu Erwachsenen reinszenieren und bearbeiten Kinder ihre Konfliktsituationen, ohne sich mit den in den Szenen verbundenen Gefühlen wie Ohnmacht und Trauer erneut auszusetzen. Im Symbolspiel, dem »Königsweg« der Kinder und zu den Kindern, stellen Kinder ihre innere Wirklichkeit dar, eignen sie an und gestalten sie um. Daher wird in der Weiterbildung das Verständnis für die Symbolspiele gefördert.
2. Nimmt man diese ureigene Sprache der Kinder ernst, ist auch eine andere Form der Leitung verlangt. Im Unterschied zur Erwachsenentherapie spielen in der Kindertherapie die Therapeuten mit, wobei sie sich die Rollen von den Kindern übertragen lassen und aus therapeutischen Überlegungen heraus auch andere Rollen einnehmen. Neben strukturierenden Interventionen aus der Leiterebene werden die Psychodrama-Techniken der Erwachsenentherapie abgewandelt in den Rollen, die die Therapeuten im Symbolspiel einnehmen, getätigt. Daher wird in der Weiterbildung geübt, wie über das Mitspielen der Therapeuten therapeutische Prozesse unterstützt und über störungsübergreifende und störungsspezifische Interventionen die Weiterentwicklung gefördert werden kann.
Obwohl die Gruppe der Gleichaltrigen für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist, werden die heilenden und prophylaktischen Kräfte der Gruppe in der therapeutischen Arbeit mit Kindern immer noch wenig genutzt. Da wir eine systematische Methode der Gruppentherapie mit Kindern entwickelt haben, wird die therapeutische Arbeit mit Kindergruppen neben der Einzeltherapie ein Schwerpunkt der Weiterbildung sein.
3. Um dem Kind und der Familie in ihrer Vielschichtigkeit gerechter zu werden, arbeiten wir mit dem Konzept der Teilearbeit. Moreno ging schon in den 30er Jahren von einem pluralistischen Selbstkonzept aus, wonach das Selbst eine Vielzahl unterschiedlicher und zum Teil widersprüchlicher und sich bekämpfender Anteile enthält. Unseren psychodramatischen Teilearbeit-Ansatz in der Einzeltherapie, in der Familientherapie und in der Arbeit mit Kindern in der Trennungs- und Scheidungssituation wird in der Weiterbildung vermittelt.
4. Für Moreno sind psychische Störungen in erster Linie Beziehungsstörungen und immer im Umweltkontext zu sehen. Deshalb muss die Therapie mit Kindern multi-systemisch und kontextorientiert sein. In der Weiterbildung zeigen wir die von uns entwickelte psychodramatische Familienspieltherapie und Teilearbeit mit Familien.
Seminarinhalte:
In den ersten 5 Seminaren führen wir in die Grundlagen der kinderpsychodramatischen Einzel- und Gruppentherapie ein. In den nächsten 4 Seminaren zeigen wir, wie über störungsübergreifende Interventionen die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Selbstwirksamkeit, Selbstwerterhöhung, Bindung und gelingende Beziehungen und Lust befriedigt werden können. Dann werden in vier weiteren Seminaren störungsspezifische Interventionen bei ausgewählten Störungsbildern(aggressive Störungen, Traumaentwicklungsstörungen, Angststörungen, psychische Störungen nach Trennung/Scheidung) behandelt. Zum Schluss werden in zwei Seminaren die Teilearbeit mit Familien und die Familienspieltherapie erarbeitet.

Der Kurs wird berufsbegleitend durchgeführt und umfasst 15 Wochenendseminare zu je drei Tagen.

Weiterbildung Supervision und Coaching Phase II (211802)

Do. 14.10.2021 (14:30 - 14:30 Uhr) - Sa. 26.11.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Weiterbildung Supervision und Coaching vermittelt Ihnen die nötigen Kompetenzen, um nach erfolgreichem Abschluss in diesen Formaten tätig zu sein. Sie lernen, Ihr bisheriges Wissen und Können aus Studium und Berufserfahrung sowie ggf. der Grundstufe der Psychodrama-Weiterbildung formatspezifisch für Supervision und Coaching anzuwenden. Es wird ergänzt durch spezifisches Wissen und Können für die Arbeit mit Fach- und Führungskräften im Einzel-, Gruppen- oder Teamsetting.

Die Weiterbildung gliedert sich in folgende Teile:
Informations- und Aufnahmetag
11 Wochenendseminare, incl. vier Spezialseminare
Lehr- und Lernsupervision nach den DGSv-Vorgaben,
Regionale Studiengruppen,
Auswertung, Abschlussarbeit, Abschlusskolloquium.

Folgende Voraussetzungen gelten für die Weiterbildung:
- Hochschul- bzw. Universitätsabschluss (ggfs. ein Äquivalent dazu)
- Mind. 3 Jahre Berufserfahrung
- Teilnahme an einer längerfristigen Weiterbildung (insgesamt mind. 300 UStd.) zum Erwerb personaler, - methodischer und anderer beratungsrelevanter Kompetenzen (z.B. die Grundstufe der PD-Weiterbildung
- Die Teilnahme an mehreren Supervisionsprozessen oder an anderen Formen arbeitsweltbezogener Beratung in unterschiedlichen Settings (mind. 30 Sitzungen und zumindest teilweise bei von der DGSv anerkannten SupervisorInnen)

Besonderheiten für graduierte PsychodramatikerInnen: Wenn Sie in einem Weiterbildungsgang graduiert sind, der im Weiterbildungsregister der DGSv eingetragen ist, können Teile Ihrer Weiterbildung anerkannt werden. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall mit uns in Verbindung.

Die Weiterbildung ist durch die DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision) zertifiziert.



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