"Ich kenne keine andere Art,

mit großen Aufgaben zu verkehren,

als das Spiel"

Friedrich Nietzsche

In: Nietzsche, Friedrich: „Nachgelassene Fragmente“ Sommer 1888

 

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Programm / Kompaktqualifikationen

Kompaktqualifikation Humanistische Psychotherapie - Schwerpunkt Psychodrama (231901)

Fr. 20.01.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 24.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Als dritte Kraft neben Psychoanalyse und Behaviorismus nimmt die Humanistische Psychologie seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts einen wichtigen Platz in der Landschaft der psychologischen Theoriebildung ein. Die psychotherapeutischen Verfahren, die sich auf ihrer Grundlage entwickelt haben sind vielfältig. Gemeinsam ist ihnen jedoch der humanistische Blick auf den Menschen und die Grundannahme, dass seelisches Wachstum ein Leben lang möglich und wünschenswert ist. Im breiten Fächer der humanistischen Verfahren nimmt das von J. L. Moreno (1889 - 1974) entwickelte Psychodrama einen besonderen Platz ein, da es um die Kraft der psychischen Selbstorganisation durch äußeres Spielen auf der Psychodrama Bühne weiß und diese nutzt. Heute wird in diesem Zusammenhang von Mentalisierung gesprochen, was bedeutet, sich selber von außen und den anderen von innen sehen zu können. So ist das Zusammenwirken von humanistischer, psychodynamischer und psychodramatischer Theoriebildung in einem praxisnahen Konzept moderner Psychotherapie sinnvoll und naheliegend. Dabei macht das Psychodrama als humanistisches Verfahren ein authentisches psychotherapeutisches Beziehungsangebot auf Augenhöhe. Dieser Beziehungsaspekt berührt die Psychodynamik von Übertragung-Gegenübertragung, ist aber nicht identisch mit ihr. Als humanistische Psychotherapeut*innen ist es unser Ziel Wahlfreiheit und Potentialentwicklung im Hier und Jetzt zu unterstützen. Dabei verstehen wir uns als gemeinsam Suchende beziehungsweise auf dem Weg Seiende.
In dieser Kompaktqualifikation werden verschiedene aktuelle Tendenzen in der Psychotherapie zusammen gebracht. Allgemeine verfahrensübergreifende Fähigkeiten und Behandlungstechniken in Beratung und Psychotherapie, mit besonderem Schwerpunkt auf der psychodramatischen Vorgehensweise werden mit diagnostischen Aspekten und Behandlungsbesonderheiten verschiedener Krankheitsbilder verbunden.
Am Beginn stehen eine Einführung in das Menschenbild der humanistischen Psychotherapie sowie in das psychodynamische Konflikt- und Strukturmodell. Der diagnostische Blick wird geschärft, um ihn in den darauf folgenden Wochenenden durch vertiefte Einblicke in die verschiedenen Krankheitsbilder zu verfeinern. Zusammen mit den Expert*innen auf ihrem jeweiligen Gebiet wird die beraterische und therapeutische Handlungskompetenz gestärkt. Themenschwerpunkte werden darüber hinaus Depression, Psychose, posttraumatische Belastungsstörungen, Psychosomatik, Abhängigkeitserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen sowie Suizid und Krisen sein.
Die Kompaktqualifikation richtet sich an alle Interessierten, sowie beraterisch, therapeutisch und supervisorisch arbeitenden Menschen. Vertreter*innen anderer therapeutischer Verfahren sind herzlich willkommen.
Wird die Kompaktqualifikation komplett gebucht, gewähren wir einen Preisnachlass. Sie beinhaltet alle erforderlichen Sonderseminare für den Abschluss Psychodrama-Therapeut*in.
Für Vertreter*innen anderer humanistischer Verfahren sind die Seminare der Kompaktqualifikation als Vertiefungsseminare zum Erwerb des Titels Humanistische Psychotherapie (AGHPT) anerkannt.

Alle Seminare sind auch einzeln buchbar.

Es werden auf Wunsch Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro je Seminar)

Die Einzelnen Seminare der Kompaktqualifikation finden Sie ab Seite .....

Theoretische Grundannahmen humanistischer Psychotherapie, die tiefenpsychologisc (233110)

Fr. 20.01.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 22.01.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Alfons Rothfeld

Psychotherapie versucht, Beeinträchtigungen des seelischen Erlebens und daraus folgenden Handelns sowie psychosomatische Symptome gezielt und systematisch zu erkunden, seelisches Leiden zu mindern und durch psychische Faktoren bedingte Einschränkungen der Autonomie und Selbstbestimmung zu überwinden. In der humanistischen Psychotherapie richtet sich der Fokus auf das Hier und Jetzt, das aktuelle Erleben in der Therapiesituation. Aktivierende Verfahren nutzen das kreative Potential, blicken auf das szenische Erleben, in dem sich früher erworbene Muster abbilden. Möglichkeiten der Veränderung werden erkundet und damit die Überwindung von Blockaden hin zu einer lebendigen Entwicklung ermöglicht.
Es wird auf lange Traditionen von Theoriebildung zurückgegriffen, um psychisches Erleben und Verhalten zu verstehen und einzuordnen. Neben dem humanistischen Behandlungsverständnis wird der tiefenpsychologische Hintergrund in den 4 Etappen Triebpsychologie, Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie und Selbstpsychologie mit ihren Grundbegriffen ausgeleuchtet: Strukturmodell (Es – Ich – Über-Ich) mit der Ergänzung Ich-Ideal; das Ich im Konflikt und die Abwehrmechanismen; das Gegenüber (das Objekt) und seine Verinnerlichung in frühen Beziehungserfahrungen; ein Selbst, das sich über frühes anerkennendes Spiegeln und über gefühlsmäßige Resonanz entwickelt.
Die Weiterentwicklung unter dem Stichwort „Mentalisierung“ wird in den Blick genommen.
Das Aufgreifen der theoretischen Hintergründe soll in einen Erfahrungsaustausch einmünden: Für welche klinischen Bilder, für welche psychotherapeutischen Konstellationen, ist welcher Akzent der Theoriebildung besonders hilfreich?

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Depressive Störungen psychodramatisch begleiten (233111)

Fr. 24.03.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 26.03.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Gerda Trinkel

Die Vielfalt der mit „Depression“ bezeichneten Symptomkomplexe ist sehr umfangreich. Die gedrückte Stimmungslage, der depressive Affekt ist der gemeinsame Nenner aller Variationen dieses Krankheitsbildes. Die akute Depression ist oft die Endstrecke konfliktbesetzter oder somatischer Prozesse, auch die genetische Disposition darf nicht außer Acht gelassen werden.
Das psychodramatische Menschenbild des kreativen Menschen sieht den depressiven Zustand als aktive Reaktion, als Indikator aktiver, wenn auch pathologischer Verarbeitung von Konflikten, Traumata und überwältigenden Lebensereignissen. Ein kontinuierlich kleiner werdender Aktions= hunger stellt ein wesentliches Charakteristikum bei Depressionen dar.
In diesem Seminar werden umfassende Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes, die Möglichkeiten der diagnostischen Erfassung sowie die Grundthemen, mit denen die Betroffenen und ihre Angehörigen konfrontiert werden, aufgezeigt und diskutiert. Ein Schwerpunkt wird auf der Vorstellung des humanistischen psychodramatischen Behandlungskonzeptes und den sich daraus ergebenden Interventionsmöglichkeiten liegen. Es können im Seminar eigene Erfahrungen mit Patient*innen eingebracht und hilfreiche therapeutische Interventionen erprobt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Grundkenntnisse psychodramatische Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Körpersprache – Seelensprache - Humanistische Psychotherapie und Psychosomatik (233112)

Fr. 05.05.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 07.05.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Seelisches Geschehen ist immer auch körperliches Geschehen und körperliches Geschehen auch seelisches Geschehen. Karlfried Graf Dürckheim bezeichnete die Körper-Seele-Geist Einheit als „Leib“ (Graf Dürckheim 1978). Aktueller wird von „Embodiment“ gesprochen, womit ähnliches gemeint ist: die enge Wechselwirkung von Körper, Psyche und Umwelt (Storch, Cantieni, Hüther und Tschacher 2017). Beide Konzepte sind für die humanistische Psychotherapie von großer Bedeutung, denn das Geflecht wechselseitiger Bedingungen und Entstehungszusammenhänge zwischen Körper und Seele ist so eng und unmittelbar verflochten, dass es oft nicht unterscheidbar ist, was zuerst da war. Der Körper jedoch entgleitet sehr häufig unserer Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben, der Speicher der Biografie, der nicht „vergisst“. Lebensgeschichte ist somit immer auch Körpergeschichte. Neben der Vorstellung verschiedener Konzepte der Psychosomatik wird die Weisheit des Körpers in der Selbsterfahrung erkundet, damit Körperdiagnostik zu einem aktiven Bestandteil der Psychodiagnostik werden kann

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Psychodramatisches Suchtverständnis und kreative Behandlungsmöglichkeiten (233113)

Fr. 14.07.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 16.07.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Keine Frage: Suchterkrankungen gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit -
ob es sich hierbei nun um substanzbezogene Störungen (z.B. Alkoholismus, illegale Drogen) oder „moderne“ Verhaltenssüchte wie Medienabhängigkeit und Glücksspielsucht handelt. Immer mehr Menschen verlieren sich in ihrer Suche nach Glück, Rausch und Selbstoptimierung oder suchen Betäubung und Weltflucht. Denken wir an die psychodramatischen Dynamiken von Anziehung und Abstoßung! Das Fatale: Was zu Beginn oftmals als Versuch der Selbstheilung zu verstehen ist, endet meist in Selbstzerstörung. Und weiter: Während Betroffene selbst nicht richtig hinsehen möchten und Reaktanzen entwickeln, schaut das Umfeld ebenfalls weg. Wie kaum eine andere Erkrankung ist Sucht von autotelischen Gefühlen der Schuld und Scham begleitet.

Das Modul bietet profunde Einblicke in Suchtformen, Suchtdynamiken und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten.

Neben einem kompakten Theorieteil werden wir der psychodramatischen Praxis viel Aufmerksamkeit schenken. Denn wenn wir mit Grete Leutz Sucht vor allem als „Beziehungsstörung“ verstehen, dann liegt es nahe, sich in der Behandlung von suchtkranken Menschen vom Zauber des Psychodramas inspirieren zu lassen! Denn Psychodrama bringt wie kaum ein anderes Verfahren Bewegung in blockierte Situationen, setzt auf kreative Begegnung und ermöglicht Räume der Selbstexploration.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Traumapsychotherapie (233114)

Fr. 15.09.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.09.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anatoli Pimenidou

Menschen, die unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, verstehen sich häufig selber nicht. Sie erfahren eine erste Beruhigung, wenn sie mentalisieren, dass ihr Erleben und ihre Symptome nachvollziehbare Reaktionen auf existentiell bedrohliche Situationen ihrer Vergangenheit sind.
Im Seminar werden Sie Basiskompetenzen erlernen: Monotrauma bzw. komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen erkennen, Psychoedukation, Selbstheilungskräfte würdigen und Ressourcen aktivieren, Umgang mit Flash-Backs und Dissoziation, Fertigkeiten der Reorientierung, Arbeit mit inneren verletzten Anteilen, inneren Kritikern, Täteranteile kennenlernen. Und nicht zuletzt werden wir typische Beziehungsmuster erkunden, damit wir als Berater*innen und Therapeut*innen achtsam sind, wann wir in Retter-Täter-Rollen geraten. Es werden sich kleine theoretische Einheiten mit Psychodramatischem Spiel und Übungen in Kleingruppen abwechseln. Dabei bleibt das übergeordnete Ziel, Hilfe anzubieten in einer authentischen therapeutischen Beziehung, in der Menschen, die unter Traumafolgestörungen leiden, den Bezug zu ihrer eigenen Würde finden können.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Kompaktqualifikation Psychodrama und Organisationsentwicklung (231902)

Do. 12.10.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 21.09.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wenn Sie in Unternehmen Trainings oder Beratungen anbieten und eine Erweiterung Ihrer methodischen Ansätze anstreben, wird dieser Lehrgang Sie in die Lage versetzen, Psychodrama, Soziodrama und Soziometrie als Methoden der Organisationsentwicklung (OE) einzuführen und Konzepte von OE zu entwickeln. Führungskräfte, Personal- und OrganisationsentwicklerInnen erhalten Handwerkszeug, um Fortbildungs- und Beratungsprozesse neu und kreativ zu gestalten.

Themen und Verlauf des Lehrgangs:
1. Rollen in der Institution - Trading von Funktionsrollen
2. Geschichte der Institution - Phasen der institutionellen Entwicklung
3. Formale und informelle Hierarchie - Konfliktanalyse und Konfliktmanagement
4. Teamreifeprozess und Führungsstil - Teamentwicklung - Fortbildungen im OE-Prozess
5. Analyse von Organisationskulturen
6. Organisationsaufstellungen
7. Planung von Personalentwicklungsmaßnahmen und Coaching von Führungskräften (psychodramatisch)
8. Fallbearbeitung - Bilanz, Integration, Transfer und Abschluss

Organisation des Lehrgangs:
Der Lehrgang wird berufsbegleitend durchgeführt.
Er umfasst:
» 6 Blockseminare, je 3 Tage (Do - Sa)
» 1 Blockseminar, à 5 Tage (Di - Sa) (entspricht 6 Seminartagen)

Zulassungsvoraussetzungen:
» Zulassungsinterview (105 €)
» abgeschlossene Berufsausbildung oder abgeschlossene (Fach-)Hochschulausbildung
» praktische Erfahrungen im OE-Bereich

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edekoben/Überlingen

Nobody is a Borderline. Nobody is a Narcissist. Nobody is a Schizoid. (233115)

Fr. 10.11.2023 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 12.11.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

In humanistischen Therapieverfahren werden Persönlichkeitsstörungen als komplexe Lösungsversuche von Menschen verstanden, die gravierende Entwicklungseinschränkungen verarbeiten, müssen. Persönlichkeitsstörungen haben Auswirkungen auf das Selbsterleben, Lieben und Arbeiten, auf die im Erwachsenenalter gelebten Beziehungen. Sie drücken sich häufig in schwierigen und destruktiven Verhaltens- und Wahrnehmungsmustern aus, die als zur Person gehörend erlebt werden. Sie bestimmen die eigene Selbstorganisation und enden oft in schmerzlichen und nicht nährenden Interaktionen.
Wir werdenMenschen mit Blick auf die drei zentralen Persönlichkeitsakzentuierungen, Borderline Störungen, Narzissmus und schizoide Struktur in ihrer unterschiedlichen Entwicklung und Beziehungsgestaltung, Selbst- und Fremdwahrnehmung zu verstehen versuchen. Wir fragen danach, wie wir Betroffenen in professionell helfenden Beziehungen begegnen können, ohne uns zu verstricken. Mit Elinor Greenberg, meinen auch wir, „that other choices are possible“, damit die grundlegenden Bedürfnisse nach Zuneigung, Anerkennung und Sicherheit betroffener Personen befriedigender beantwortet werden können( E. Greenberg 2016). Psychodramatisches Handeln unterstützt uns bei dieser Entdeckungsreise.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Kompaktqualifikation "Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen" (231903)

Fr. 01.12.2023 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 14.04.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Diese fünfteilige Fortbildungsreihe bietet Interessierten aus

- Sozialer Arbeit und Jugendhilfe
- Therapie und Beratung
- Schule, Ausbildung und Beruf

… wertvolles Hintergrundwissen, Inspiration und viel konkretes Handwerkszeug für diese Zielgruppe.

Sie entdecken neue Perspektiven und Zugänge und erhalten ein tieferes Verständnis sowie eine Fülle kreativer Methoden für die psychodramatische Einzel- und Gruppenarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Viele ganz unterschiedliche Spielideen und Übungen werden ausprobiert.
Dabei werden Abwandlungen für Ihre konkrete Arbeitssituation vorgestellt und auf Wunsch demonstriert oder eingeübt.

Psychodramatische Vorkenntnisse oder Erfahrungen sind nicht nötig, berufliche Erfahrungen mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sind jedoch erwünscht.

Eigene Fragestellungen und Falleingaben sind willkommen!

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

1. Baustein "Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte:
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit optimal in Theorie und Praxis auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.

2. Baustein "Kreativität und Identität"

Inhalte:
- Ideen für Auftragsklärung und Startsituationen
- Motivation, Offenheit und Spielfreude
- Identitätsbildende und Ich-stärkende Übungen
- Die Imagewerkstatt
- Kreative Prävention für unterschiedliche Ziel- und Risikogruppen
- Viele attraktive psychodramatische Spielideen, die Soziales Lernen initiieren.

3. Baustein "Grenzverletzungen, Aggressivität und Verweigerung"

Inhalte:
- Psychodramatische Interventionen bei Aggressivität
- Kurzes Update zu den Aggressionstheorien
- Umgang mit Regeln und Regelverstößen
- Kreative Beziehungsgestaltung bei Dissozialität
- Viele praktische Impulse für den Alltag
- Konzeptionelle Empfehlungen

4. Baustein "Mobbing und Ausgrenzung"

Inhalte:
- Was ist Mobbing und was nicht?
- Wissen und Können aus Psychodrama, Soziometrie und Gruppendynamik
- Übersicht über bekannte Strategien gegen Mobbing und konzeptionelle Empfehlungen
- Rollengestaltung bei Mobbing-Interventionen
- Wege zu echter Stärkung der Betroffenen
- Effektive psychodramatische Interventionen bei Mobbing und Ausgrenzung, auch für gesamte Schulklassen, Einrichtungen usw.

5. Baustein "Ablösung und Abschied"

Inhalte:
An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher und junger Erwachsener in Bezug auf Elternhaus, Institution oder im Hinblick auf das Ende der therapeutischen oder der pädagogischen Arbeit.

- Hilfreiche Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen
- Feedbackkultur
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Erwachsene

Alle Bausteine können auch einzeln gebucht werden (zu finden ab Seite ...)

Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen (237101)

Fr. 01.12.2023 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.12.2023 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

1. Baustein der Kompaktqualifikation "Soziales lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos therapeutische Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für die Arbeit Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit in Theorie und Praxis optimal auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.

Dieses Wochenende kann separat gebucht werden.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation (Seminarnummer 231940) erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

Prävention, Kreativität und Identität (237102)

Fr. 19.01.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 21.01.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

2. Baustein der Kompaktqualifikation "Soziales lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Sie möchten gerne das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen kennenlernen und neue Ideen für ihre Begegnung und Arbeit mit jungen Menschen bekommen? Dann herzlich willkommen zu einem lebendigen Wochenende:

- Prävention, Kreativität und Identität
- Motivation und Spielfreude
- Identitätsbildende und Ich-stärkende Übungen
- Die Imagewerkstatt
- Einzelarbeit mit Jugendlichen
- Verschiedene attraktive psychodramatische Spielideen, die Soziales Lernen initiieren.

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Erfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig.

Baustein 2 der Kompaktqualifikation "Psychodrama und Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen". Einzeln buchbar.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation (Seminarnummer 231940) erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

Psychosen aus dem Schizophrenen Formenkreis auf humanistische Weise begegnen (233116)

Fr. 26.01.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 28.01.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Mit einer aus den Fugen geratenen Welt sind Personen konfrontiert, die von einer psychotischen Episode aus dem schizophrenen Formenkreis betroffen sind. In dieser Zeit verliert der oder die innere Regisseur*in des*der Betroffenen die Oberhoheit über die Selbstregulation, was zu einem Zusammenbruch führt. Kausalzusammenhänge können nicht mehr gezogen, das Innere nicht mehr vom Äußeren abgegrenzt werden und die Wahrnehmung lässt die, eine schizophrene Episode erleidende, Person Dinge spüren oder hören, die von anderen als Hirngespinste abgetan werden. Um diesem bizarren Erleben Sinn zu geben, werden oftmals Wahnsysteme aufgebaut, die dem Zerfall der Selbstregulation entgegenwirken sollen.
Aktuelle Theorien zur Entstehung dieses Krankheitsbildes und die diagnostischen Leitlinien werden vorgestellt sowie die Problematiken, mit denen Betroffene und deren Angehörige zu kämpfen haben, diskutiert. Ein Schwerpunkt des Seminars wird auf die Möglichkeiten und Grenzen der psychodramatherapeutischen Behandlung von Personen, die von Schizophrenie betroffen sind, gelegt. Es wird viele Möglichkeiten geben, eigene Erfahrungen mit Patient*innen einzubringen und Arrangements, die in der psychotherapeutischen Behandlung hilfreich sein können, zu erproben.

Teilnahmevoraussetzungen:
Grundkenntnisse in psychodramatischer Therapie

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ....), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Aggressivität, Grenzverletzung und Verweigerung (237103)

Fr. 23.02.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 25.02.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

3. Baustein der Kompaktqualifikation "Soziales lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Aggressives Verhalten kann manches Vorhaben verunmöglichen und löst oft viel Handlungsdruck und Betroffenheit aus. Jugendliche, oft an Körpergröße und Kraft überlegen, können Chaos, Ablehnung oder Ausschluss auslösen und werden so immer wieder in ihren Überzeugungen und Mustern bestätigt.
Dieses Seminar vermittelt folgende lösungsweisende Inhalte:

- Kurzes Update zu Aggressionstheorien
- Umgang mit Regeln und Regelverstößen
- Hilfreiche Haltungen bei aggressivem Verhalten
- Psychodramatische Interventionen bei Aggressivität und Verweigerung
- Impulse für Alltag und Konzeption

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Vorerfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig!

Baustein 3 der Kompaktqualifikation "Psychodrama und Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen". Einzeln buchbar.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation (Seminarnummer 231940) erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

Mobbing und Ausgrenzung (237104)

Fr. 15.03.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

4. Baustein der Kompaktqualifikation "Soziales lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Oft erst sehr spät erfahren helfende Erwachsene - verbunden mit der Bitte um Stillschweigen - von den Schikanen und dem Leid, dem viele Heranwachsende in der Schule, am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oder im Freundeskreis ausgesetzt sind.
Dieses Seminar bietet handlungsweisendes Theoriewissen, vor allen Dingen jedoch praxisnahe und hilfreiche Methoden, auch für extreme Fälle.

Begriffsklärungen:
- Mobbing, Bullying, Cyber-Mobbing, etc.
- Wissen und Können aus Psychodrama, Soziometrie und Gruppendynamik
- Übersicht über bekannte Strategien gegen Mobbing und konzeptionelle Empfehlungen
- Rollengestaltung bei Mobbing-Interventionen
- Wege zu echter Stärkung der Betroffenen, v.a. bei wiederholtem Mobbing
- Effektive psychodramatische Interventionen bei Mobbing und Ausgrenzung, auch für gesamte Schulklassen / Schulen o.ä.

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Erfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig.

Baustein 4 der Kompaktqualifikation "Psychodrama und Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen". Einzeln buchbar.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation (Seminarnummer 231940) erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

Krisen und Suizid (233117)

Fr. 22.03.2024 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 24.03.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Anne Pankau

Eine Krise ist die Zuspitzung einer Lebenssituation, in der bekannte und gekonnte Bewältigungsstrategien nicht mehr funktionieren. Anlässe dafür können äußere und innere Veränderungen sein, Einbrüche im Lebens- und Selbstkonzept verursacht durch Verluste, traumatische Erlebnisse, Kränkungen, psychische und andere Erkrankungen oder Entwicklungsherausforderungen. Etwas greift für die betroffenen Menschen gefühlt radikal in ihr Leben, Selbst- und Sinnverständnis ein und kann nicht gemeistert werden. Suizid steht in diesem Kontext häufig für einen letzten Ausweg. Er ist die verzweifelte Antwort auf Sinn- und Beziehungsverlust und gleichzeitig ein Versuch, Ohnmacht zu überwinden, handlungsfähig und selbstbestimmt zu bleiben. Häufig verbergen sich in Suizidphantasien und suizidalem Handeln Lebenswünsche, manchmal aber auch toxische Beziehungsangebote. Das Sterben wird tatsächlich häufig nicht mitbedacht.

Angehörige und Helfer*innen fordert beides heraus: Krisen mit ihren heftigen Affekten, Suizidalität mit ihrer existentiellen Gefährlichkeit. Es entsteht der Eindruck, man solle schnell handeln und darf nichts falsch machen.
Wie kann mit Menschen in diesen existentiellen Krisen eine hilfreiche, unterstützende und annehmende Begegnung gelingen, die im besten Fall Lebensmöglichkeiten eröffnet?

In diesem Seminar entwickeln wir ein gemeinsames vertieftes Verständnis für Situationen des Leben und Sterben Wollens, für Suizidalität und Suiziddynamiken. Wir beschäftigen uns mit diagnostischen Einschätzungen, die helfen, den Kontext und die Gefährlichkeit vorhandener Suizidalität einzuschätzen, mit Möglichkeiten der Krisenintervention und Stabilisierung. Und was tun, wenn es geschehen ist?
Wir bewegen uns in Szenen, gehen in Kontakt mit dem Thema – so wie es auch im Umgang mit suizidalen Menschen oft hilfreich ist.

Dieses Seminar ist Teil der Kompaktqualifikation "Humanistische Psychotherapie" (zu finden auf Seite ...), kann aber separat gebucht werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Ablösung, Auswertung und Abschied (237105)

Fr. 12.04.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.04.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

5. Baustein der Kompaktqualifikation "Soziales lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher in Bezug auf Elternhaus, Institution oder auf das Ende der therapeutischen oder pädagogischen Arbeit.
- Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Menschen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Erfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig..

Baustein 5 der Kompaktqualifikation "Psychodrama und Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen". Einzeln buchbar.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation (Seminarnummer 231940) erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.



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