"Jede Rolle hat zwei Seiten,
eine persönliche und
eine kollektive Seite."
J. L. Moreno

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Programm / Theorie

Theorieseminare

Die Philosophie Jakob L. Morenos, seine Haltung, die Theoretischen Hintergründe der Anwendung des Psychodramas in den unterschiedlichen Feldern, all das ist Grundlage für ein tieferes Verständnis der Methode Psychodrama.
Theorieseminare sind Bestandteil der Ausbildungen zur PsychodramaleiterIn/PsychodramatherapeutIn aber auch für Interessierte offen.
Das Moreno Institut Stuttgart kooperiert hier auch mit anderen Instituten in Deutschland.

PD-Szene: Soziodrama und Politik (190501)

Do. 31.01.2019 18:00 - 21:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Manuela Maciel

„Soziodrama ist die Methode, die nichts weniger als die ganze Menschheit zum Thema hat.“ (J.L. Moreno)
Mehr und mehr scheint die Welt begierig zu sein, Lösungen für wirksame soziale Interventionen in kleinen und großen Gruppen zu finden. Konflikte müssen gelöst werden und Effektivität in Co-Kreation und sozialer Verantwortung im Kontext von Erziehung, Organisation oder grösserer Gruppen gefördert werden.
In dieser PD-Szene werden wir die politische Situation in Deutschland mittels Soziometrie, Skulpturarbeit und Soziodrama explorieren. Über die Gegenwart gehen wir in die Vergangenheit und dann hin zu einer idealen Zukunft.

Manuela Maciel, Soziodramatikerin aus Lissabon, kommt für diesen Abend zu uns.
Der Abend wird in leichtem (!) Englisch gehalten.

Störungsspezifische Psychodramatherapie - Übersicht zur Seminarreihe (193140)

Fr. 15.02.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 27.10.2019 in Hannover
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die störungsspezifische Psychodramatherapie basiert auf dem Verständnis des Psychodramas als Methode des Mentalisierens durch psychodramatisches Spiel. Anhand von Fallbeispielen werden jeweils die Besonderheiten der psychodramatischen Therapie bei der entsprechenden Erkrankung vorgestellt. Aus der Praxis der Fallbeispiele wird das störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten in Diagnostik, Praxis und Theorie abgeleitet. Die TeilnehmerInnen üben die wichtigsten Schritte des Vorgehens in Zweier- oder Dreiergruppen. Zu jedem Seminar gibt es ein Manuskript mit den wichtigsten theoretischen und praktischen Grundlagen der Behandlung dieser Erkrankung.

Seminar 1: Borderlineorganisation, strukturelle Störungen, Persönlichkeitsstörungen.
Seminar 2: Traumatherapie
Seminar 3: Psychotische Erkrankungen
Seminar 4: Depressionen und suizidale Krise
Seminar 5: Suchtstörungen und krankheitswertiges, abweichendes Verhalten
Seminar 6: Angststörungen und Zwangsstörungen

Alle Seminare sind auch einzeln buchbar!

Störungsspezifische Psychodramatherapie 4 - Depression und suizidale Krise (193141)

Fr. 15.02.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 17.02.2019 in Grossburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Im metakognitiv begründeten Psychodrama werden die depressiven Symptome als das Ergebnis von Blockaden oder Defiziten der inneren Prozessarbeit verstanden. Störungsspezifische psychodramatische Therapie löst diese Blockaden auf. Sie differenziert zwischen Aktualkonflikten (z.B. Erschöpfungsdepression, Trauer bei Tod von Bezugspersonen, Suchtproblematik), neurotischen Depressionen (Abbau der Anpassung durch Identifizierung mit dem Angreifer), schweren Depressionen bei strukturellen Konflikten (Selbststeuerung befindet sich im Symptom) und suizidalen Krisen.
In Falldemonstrationen und Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben die wichtigsten Schritte des therapeutischen Vorgehens in Zweiergruppen.

Spielen wir mal Gruppe? Doppeln wir die Dynamik? (194102)

Do. 28.02.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.03.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Klaus Antons

Gruppendynamik und Psychodrama sind von ihrer Entstehungsgeschichte wie Zwillingsgeschwister. Jacob Levy Moreno und Kurt Lewin waren Kollegen - kein Wunder also, dass die Soziometrie in beiden Verfahren zum Repertoire gehört. Gemeinsam ist den beiden Verfahren nicht nur das Messen zwischenmenschlicher Beziehungen, sondern auch die primäre Orientierung am Prinzip Gruppe.
Ähnlich ist auch das Menschenbild: Der Mensch wird gesehen als kreatives, autonomes und gleichzeitig interdependentes Wesen. Morenos „Zwei-Fühlung“ entspricht dem Arbeiten mit dem lewin‘schen interpersonalen Spannungsfeld.

Die TeilnehmerInnen erfahren am Modell der Zusammenarbeit einer Psychodramatikerin und eines Gruppendynamikers Elemente beider Verfahren und deren Zusammenhänge, erweitern ihr persönliches Repertoire an Interventionstechniken für die Arbeit in Gruppen und Teams und trainieren psychosoziale Kompetenzen (soziale/emotionale Intelligenz – oder – Kompetenzen wie Selbst- und Fremdwahrnehmung, Spontaneität und Ausdrucksfähigkeit, Rollenflexibilität und Konfliktfähigkeit).

Die Arbeitsweise ist experimentell und erfahrungsbezogen; es wird überwiegend mit der Dynamik der Kursgruppe selbst gearbeitet.

Die Vielfalt der psychodramatischen Aufstellungsarbeit (196102)

Fr. 15.03.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 17.03.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manuela Lunze

J. L. Moreno hat die Aufstellungsarbeit erfunden. Sie wurde von vielen anderen Therapierichtungen kopiert und verändert. In diesem Seminar lernen Sie das Original kennen.
Die verschiedenen Möglichkeiten und Facetten der psychodramatischen Aufstellungsarbeit werden gezeigt und eingeübt. Zunächst wird die Psychodramaaufstellung mit der systemischen Aufstellungsarbeit verglichen. Dann lernen Sie die psychodramatische Aufstellungsarbeit im Einzelsetting (Therapie und Coaching) wie im Gruppensetting mit Symbolen kennen. Als weitere Option wird die Methode der Seilarbeit vorgestellt. Das Seil ist als Hilfsmittel zur Sichtbarmachung von emotionalen Verstrickungen, Verwirrungen und Gefühlen eine große Unterstützung.
In jedem dieser Settings kommen selbstverständlich die Techniken Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
An den eingebrachten Themen der Seminarteilnehmer/-innen (Selbsterfahrung) werden die unterschiedlichen Wege der Aufstellungsarbeit in Einzel-, Paar- und Gruppentherapie veranschaulicht. Detailliert werden die Indikation und Variationen in der Einzelarbeit sowie Gruppensetting herausgearbeitet.

Arbeit mit Symbolen im therapeutischen Sandspiel und im Psychodrama (193101)

Fr. 12.04.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.04.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Günter Still

Die Arbeit mit Symbolen ist fester und geschätzter Bestandteil in Beratung und Therapie. Besonders in der Arbeit mit Einzelnen wird der Sandkasten oder die "Tischbühne" (Krüger) häufig zur Methode der Wahl. Die Arbeit mit Symbolen eröffnet den Zugang zu Themen und Problemen, die noch nicht bewusstseinsfähig sind. Bewusste Problemkonstellationen gewinnen in der symbolischen Darstellung neue Dimensionen. Denn ein Symbol setzt die emotionale und soziale Situation des Einzelnen in Beziehung zu einem umfassenderen Ganzen und eröffnet nicht gekannte Spielräume. Der alleinige Geltungsanspruch der Alltagswirklichkeit wird zurückgedrängt, indem diese durch das Spiel mit den Symbolen als Bruchstück des Lebens erkennbar gemacht wird.

Die Teilnehmenden erhalten methodische Anregungen für die und praktische Erprobung der Arbeit mit Symbolen in Beratung und Supervision.

Zielgruppe: Alle die mit Symbolen arbeiten und oder daran interessiert sind.

Es können Fortbildungspunkte bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt werden.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 5 - Suchtverhalten (193142)

Fr. 03.05.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.05.2019
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die Zahl der Abhängigkeitskranken unter den PsychotherapiepatientInnen ist etwa vier Mal höher als bisher angenommen. Das besondere Problem in der Psychotherapie von abhängigkeitskranken PatientInnen ist die unbewusste dysfunktionale Ich-Spaltung, die durch Verleugnung abgesichert wird. Diese ist zu finden bei schädlichem Gebrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen und auch bei Essstörungen, Automatenspielsucht, Internetsucht, Pornosucht und anderen nicht-substanzgebundenen Suchterkrankungen. Sie kann störungsspezifisch mit der psychodramatischen Zwei-Stühle-Technik aufgelöst werden.

In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben an Patientenbeispielen in Zweiergruppen arbeitsfeldbezogen die Diagnostik und Therapie mit der Zwei-Stühle-Technik und die dadurch veränderte Gestaltung der therapeutischen Beziehung mit Abhängigkeitskranken.

Anwärmung, Aufwärmung, Warming Up und mehr (194104)

Fr. 03.05.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 05.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Eszter Stréda

Über die richtige Übung für die Gestaltung Anfangssituationen in Seminaren, Workshops oder Sitzungen hat sich sicher schon jedeR PsychodramatikerIn den Kopf zerbrochen. "Es kommt eh ein ProtagonistInnenspiel"- denken wir dann, aber wenn die Anfangsrunde keine ausreichende Energie hatte? Dann kann es ganz schön langweilig werden.
Die angemessene Anfangsübung hängt von vielen Aspekten ab. Der Zweck und der Kontrakt, die Zusammensetzung (Alter, Geschlecht, usw.), die aktuelle Lage und der Entwicklungsgrad der Gruppe, aber auch die Absicht des Leiters/der Leiterin - die sind alle wichtige Kriterien der Entscheidung für ein bestimmtes Warming up.
In diesem Seminar erfahren wir Anwärmübungen verschiedener Typen und Indikationen selbst und machen uns ihre Wirkung auf uns als TeilnehmerInnen bewusst. Wir spüren, in welche Richtung sie uns bringen und welche Themen durch diese Übungen in uns aufkommen. Um die Erlebnisse in brauchbares Wissen zu verwandeln sammeln und ordnen wir unsere Erfahrungen gemeinsam.

Soziodramatagung 2019 : Sociodrama- hope in troubled times (199103)

Fr. 03.05.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.05.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Rosemarie Budziat

Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein: Globalisierung, Mediengesellschaft und allerlei Bedrohungsszenarien bringen uns und unsere Mitmenschen außer Atem. Rechtspopulistische Ängste und das Ringen von Vernachlässigten, Minderheiten und Zugewanderten um Anerkennung sind greifbar. Diese erfahrbaren Umbrüche und Herausforderungen wirken sich nicht nur gesamtgesellschaftlich sondern auch in Familiensystemen und im beruflichen Feld aus.

Ziel der Tagung ist, im Soziodrama spielerisch und erlebnisorientiert solche Prozesse in beruflichen Teams, in Gruppen und innerhalb von gesellschaftlichen Turbulenzen zu erkunden und in die Dynamik einzutauchen.
Man darf parteiisch werden durch Rollenübernahme von ungeliebten Gegenfiguren oder bisher wenig erforschten Subgruppen. Im kollektiven Rollentausch sich selbst und andere aus der Distanz erleben und dadurch zu neuen Einsichten kommen. Soziodrama macht unterschiedliche Strömungen und Bedürfnislagen begreifbar, Ansätze für gelungene Auswege oder Konfliktlösungen scheinen auf.

Ein zweites Anliegen dieses Seminars ist Training: Unter supervisorischer Begleitung können kleine Soziodramen selbst geleitet und in der Gruppe ausgewertet werden. Dafür steht in einer deutsch- und in einer englischsprachigen Gruppe der gesamte Samstag zur Verfügung.

Der Samstag abend wird locker und festlich gestaltet.

Konkrete Ziele:
•Soziodramen zu kulturellen und gesellschaftspolitischen Fragen in einer großen Gruppe zu erfahren und für sich auszuwerten
•Soziodramatische Anwärmprozesse und Techniken wie kollektiven Rollentausch, soziodramatisches Doppeln, Tagging, Scheinwerfer und Zeitlupe zu erleben
•Train the trainer: die Chance, mit Begleitung (kleinere) Soziodramen in einer Teilgruppe anzuleiten
•Unterschiedliche Formen von Soziodramen mit unterschiedlichen Szenarien auszuprobieren und einzuordnen
•die Anwendung von Soziodramen für das eigene Berufsfeld zu reflektieren

Seminarsprache ist Deutsch und Englisch. Einfach gehaltene englische Anleitungen in einzelnen Phasen können übersetzt werden. Nach unserer Erfahrung werden Gespräche in Soziodramen häufig in der Untergruppe in Deutsch geführt.

Die perfekte Inszenierung .... oder doch zu schön, um wahr zu sein? (190604)

Mo. 13.05.2019 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Karin Herrmann

Zentrale Metaphern des Psychodramas verweisen auf die Welt des Theaters: Bühne, Rolle, ProtagonistIn - und natürlich der Begriff des Dramas selbst. Damit verbindet sich eine große Anziehungskraft und Attraktivität:
Innere Prozesse werden anschaulich, so das Versprechen, sinnlich erlebbar und bearbeitbar. Gleichzeitig jedoch rückt die Theater-Metaphorik das, was da auf die Bühne gebracht wird, in den Verdacht des bloß Inszenierten. Eine große Verführung!
Kritisch wird in den Blick genommen, wo der Wunsch der Gruppe oder Einzelperson nach einem Happy End und der Erfolgsdruck der Psychodramaleitung Harmonisierungszwang auslösen, die dem vorgebrachten Anliegen nicht dienlich sind.
Der Workshop richtet sich an alle,
- die das Psychodrama einmal gegen den Strich bürsten wollen
- die eine befreiende Erfahrung bezüglich „Erfolg“ und „Lösung“ machen möchten
- die attraktive Tools für den Werkzeugkoffer kennenlernen oder neu entdecken möchten.
Anhand von Beispielen werden wir Regeln, Rituale und ungeschriebene Gesetze des Psychodramas unter die Lupe nehmen!

Mobbing und Ausgrenzung (181943)

Fr. 17.05.2019 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 19.05.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Oft erst sehr spät erfahren helfende Erwachsene, verbunden mit der Bitte um Stillschweigen von den Schikanen und dem Leid, dem viele Heranwachsende in der Schule, am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oder im Freundeskreis ausgesetzt sind.
Dieses Seminar bietet handlungsweisendes Theoriewissen, vor allen Dingen jedoch praxisnahe und hilfreiche Methoden, auch für extreme Fälle.

Begriffsklärungen:
- Mobbing, Bullying, Cyber-Mobbing, etc.
- Wissen und Können aus Psychodrama, Soziometrie und Gruppendynamik
- Übersicht über bekannte Strategien gegen Mobbing und konzeptionelle Empfehlungen
- Rollengestaltung bei Mobbing-Interventionen
- Wege zu echter Stärkung der Betroffenen, v.a. bei wiederholtem Mobbing
- Effektive psychodramatische Interventionen bei Mobbing und Ausgrenzung, auch für gesamte Schulklassen / Schulen o.ä.

Erfahrungen mit Jugendlichen/jungen Menschen werden vorausgesetzt.
Erfahrungen mit Psychodrama sind nicht notwendig.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Störungsspezifische Psychodramatherapie 2 - Traumafolgestörungen (193143)

Fr. 24.05.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 26.05.2019 in Freiburg
DozentInnen: Reinhard Krüger

Das Besondere der Traumatherapie ist 1. der angemessene Umgang mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. die Integration von abgespaltenen Selbstanteilen und 3. die gezielte Aktivierung des unbewussten natürlichen Selbstheilungssystems.
Die TeilnehmerInnen lernen die wichtigsten Grundlagen der Theorie psychischer Traumatisierung und die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik, die Krisenintervention bei einem Flashback und die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken. Sie lernen in Eigenerfahrung, einen sicheren Ort zu erarbeiten und ein Bewältigungsmärchen zu schreiben. Der Leiter stellt dar, wie in der Traumaverarbeitung abgespaltene Selbstanteile durch das gezielte Wechseln zwischen den Arbeitsräumen Regie- und Informationsraum, Beobachtungs- und Erzählraum, Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und sicherer Ort integriert werden können.

Die psychodramatische Spirale (194106)

Fr. 28.06.2019 (15:00 - 14:00 Uhr) - So. 30.06.2019 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

Das Modell von Goldman/Morrison ist eine unentbehrliche Hilfe, um dem Verlauf einer Protagonistenarbeit Struktur zu geben. Die psychodramatische Spirale ist ein prozessorientierter Wegweiser bzw. die Landkarte einer Sitzung.
Die Handlungsstrategien führen von einem aktuellen Punkt an der Peripherie des Konflikts zu einem meist in der Vergangenheit liegendem Zentrum und wieder zurück in die Gegenwart oder Zukunft.
Diese Vorgehensweise ermutigt Klienten sich mit dem Ursprung des Konflikts in der Vergangenheit auseinanderzusetzen, seine gegenwärtigen Muster sichtbar zu machen und auf der Bühne alternative Handlungsstrategien zu erproben. Danach können sie im Alltag umsetzen, was sie in der Therapie erfahren, erlebt und entwickelt haben. (Roletraining)

Wer weiss wozu, der weiss auch wann - eine psychodramatische Entdeckungsreise (194107)

Fr. 13.09.2019 (15:00 - 12:30 Uhr) - So. 15.09.2019 in Konstanz
DozentInnen: Stefanie Kiefer

In diesem Seminar stehen acht zentrale Psychodrama-Techniken nacheinander auf der Zimmerbühne und möchten sich vorstellen. Als mitagierender Zuschauer werden Sie, gemeinsam mit anderen TeilnehmerInnen, die Möglichkeit haben, die Theorie dieser aufeinander aufbauenden Techniken handelnd zu verstehen. Wer den Nutzen der Psychodrama-Techniken kennt, weiß dann auch, wann deren Einsatz ruft. Und wenn Reinhard T. Krüger davon wüßte, wäre er sicherlich erfreut, weil sein "Theoriekonzept des kreativen Ich und Heilungskonzept der zentralen Psychodrama-Techniken" zum Einsatz kommt. Zielgruppe: Psychodrama-WeiterbildungsteilnehmerInnen; Tätige in Therapie und Beratung, denen Begriffe wie Szenenaufbau, Doppeln, Rollentausch oder Sharing nicht fremd sind.

Grundlagen des Provokativen Ansatzes in Coaching, Therapie und Pädagogik (199704)

Di. 24.09.2019 (08:30 - 16:00 Uhr) - Mi. 25.09.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Charlotte Cordes

Das Seminar Impro & ProSA ist neben ProSA I ein weiteres Basisseminar in Provokativer SystemArbeit (ProSA)®. Es bietet eine Einführung, Live Demonstrationen, weitere Tools und neue Übungen zum Provokativen Ansatz und verbindet auf eigenständige Weise Improtechniken mit den Grundsätzen von PT, ProSA, ProCo und ProSt. Die Übungen bei Impro & ProSA und ProSA I sind unterschiedlich und ergänzen sich. Die TeilnehmerInnen, die 2018 bereits ProSA I in Stuttgart besucht haben, bekommen hier weitere Tools an die Hand.

Das Impro & ProSA - Seminar ist Bestandteil des DIP Zertifikats, kann aber selbstverständlich auch von Interessenten besucht werden, die kein Zertifikat anstreben.

Teilnahmevoraussetzung: keine

Die Kunst der Begegnung - Tango trifft Psychodrama (194108)

Fr. 27.09.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 29.09.2019 in Freiburg
DozentInnen: Hans Benzinger

Zwei Formate und immer geht es um Begegnung, Handeln auf der Bühne, Entscheidungen treffen, führen und sich führen lassen. Begegnungen auf der Tangobühne berühren eigene Muster, Sehnsüchte und Begrenzungen.
Indem wir mit den Arrangements des Tangos spielen, kommen wir in Kontakt mit diesen eigenen Themen und machen sie bearbeitbar und veränderbar: sei es im Gruppenspiel oder in der Protagonistenarbeit. Darüber hinaus bereichert der Tango die Anwendung im psychodramatische Spiel und hilft, sich des eigenen Leitungsstils bewusster zu werden und diesen kreativ und neu zu gestalten.

Mit diesem Workshop wollen wir PsychodramatikerInnen und TangotänzerInnen ansprechen, die mit Tangoarrangements die eigene Innenwelt erkunden und die Anwendung des Psychodramas bereichern wollen.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 1 - Borderline u.a. (193144)

Fr. 11.10.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 13.10.2019 in Freiburg
DozentInnen: Reinhard Krüger

Was ist eine Borderlineorganisation, eine strukturelle Störung oder eine Persönlichkeitsstörung? Das Besondere in der Therapie ist: Die PatientInnen rufen durch ihre dysfunktionale Selbstorganisation in ihrem Alltag und in der therapeutischen Beziehung schwere Beziehungsstörungen hervor, weil sie ihre dysfunktionale Selbstorganisation als ich-synton und zu ihrer Identität zugehörig erleben. In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben in Zweiergruppen, die dysfunktionale Selbstorganisation der PatientInnen zu erfassen und für die Behandlung fruchtbar zu machen durch 1. das Aufstellen der dysfunktionalen Ich-Zustände, 2. die Stühlearbeit und 3. das „Prinzip Antwort statt Deutung“. Dabei dient die Kreativität der PatientInnen als Ressource und als Mittel der Heilung.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 6 - Angst und Zwangsstörungen (193145)

Fr. 25.10.2019 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 27.10.2019 in Grossburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z.B. bei Traumafolgestörungen. Bei Menschen mit Panikattacken ist es sinnvoll, mit der Stühlearbeit über den Selbstschutz durch Anpassung oder Grandiosität in ihre Konflikte hineinzugehen und nicht über die Affekte selbst. Auch bei PatientInnen mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen ist es indiziert, zunächst mit der Stühlearbeit die dysfunktionalen Ich-Zustände zu erfassen und an der Abwehr der PatientInnen zu arbeiten und nicht gleich an den dahinterstehenden Konflikten.
In Falldemonstrationen und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben arbeitsfeldbezogen die Diagnostik, die Krisenintervention bei einer Panikattacke und die Stühle-Technik in Zweiergruppen.

Axiodrama - Impulse zur Arbeit mit Sinn und Werten (194109)

Fr. 25.10.2019 (14:30 - 14:30 Uhr) - So. 27.10.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Die Arbeit mit Werte- und Sinnfragen ist essenzieller Bestandteil im Wirken Morenos.
An diesem Wochenende erfahren die TeilnehmerInnen durch Erleben und Ausprobieren, wie das Axiodrama als fundamentaler Aspekt des Verfahrens Psychodrama und Soziometrie in Formaten wie Organisationsentwicklung, Therapie, Coaching sowohl in der Arbeit mit Gruppen, als auch im Einzelsetting eingesetzt werden kann.
Neben den Theorien J.L. Morenos werden auch die philosophischen Grundlagen V. Frankls das Wochenende begleiten.

Mediensucht erkennen, vorbeugen und behandeln - von virtuellen Welten (193102)

Fr. 15.11.2019 (14:30 - 19:00 Uhr) - Sa. 16.11.2019 in Stuttgart
DozentInnen: Dayena Wittlinger

Dass virtuelle Welten zunehmend Teil unserer Lebensrealität werden, lässt sich wohl kaum bestreiten. Chatten, Surfen, Gamen bestimmen unseren Lebensalltag und verändern diesen grundlegend. Was ist die Faszination an virtuellen Welten und welche Gefahren ergeben sich in einer stetig digitaler werdenden Gesellschaft? Wie verändert sich Begegnung in einer Welt der Virtualität? Und was würde Moreno wohl dazu sagen?

Auf psychodramatische Weise wollen wir uns in virtuelle Welten einloggen, ihrer Faszination nachspüren und auch ihre Schattenseiten explorieren: Vereinsamung, Kontrollverlust, Sucht.

Wir beschäftigen uns mit der derzeit heiß diskutierten Modediagnose "Medien/ Internetsucht" und stellen wirksame therapeutische Interventionen für Betroffene vor.

Es können Fortbildungspunkte bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt werden.

Grundlagen des Provokativen Ansatzes in Coaching, Therapie und Pädagogik Teil 2 (X209701)

Mo. 20.01.2020 (08:30 - 18:30 Uhr) - Di. 21.01.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Charlotte Cordes

Provokative SystemArbeit (ProSA)®, Teil II
Ausbau der Grundlagen und Erfahrungen mit dem Provokativen Ansatz in Therapie, Coaching und Training

In ProSA II gehen wir davon aus, dass Sie Ihre Erfahrungen aus ProSA I und/oder Impro&ProSA bereits in die Praxis umgesetzt haben und auf diese Weise Anschauungsmaterial und Einsicht in die von Ihnen bevorzugte provokative Vorgehensweise gewonnen haben. Ihre bisherigen Erfahrungen werden gezielt eingebracht und supervidiert (auch mit Videoaufzeichnung). Sie erhalten Anregungen für besonders knifflige Situationen und lernen weitere Bausteine kennen. Ihr Repertoire wird dadurch gefestigt, ausgebaut und verfeinert.

Teilnahmevoraussetzung: Besuch von ProSA I und/oder Impro & ProSA. Nicht für provokative Neulinge!



Veranstaltungskalender

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