"Wir sind alle durch die Verantwortung für alle Dinge zusammengebunden, es gibt keine begrenzte, teilweise Verantwortung."

 

J. L. Moreno

Programm / Selbsterfahrung

Fortbildung und Selbsterfahrung
Etwas über sich lernen, etwas Neues über sich erfahren, spielerisch die eigenen Grenzen sehen und erweitern. Mit dem psychodramatischen Verfahren in der Selbsterfahrung haben Sie die Chance, sich Altem zu stellen und Neues zu wagen.
Von der Familienaufstellung nach Moreno, den inneren Krafttieren, der Arbeit mit Bibliodrama oder auf der märchenhaften Suche nach eigenen Ressourcen – lassen Sie sich ein auf eine neue Realität („Surplus-Reality“ J.L. Moreno).

Weitere Möglichkeiten der Selbsterfahrung bieten wir:

Selbsterfahrungsgruppen mit Psychodrama

Montags: Dorothea Hesse, Psychodrama-Leiterin
Dienstags: Gis Valenta, Psychodrama-Leiterin

Bibliodramagruppe
Mittwochs ab 11. Januar 2017 (10 x):
Peter Bartels und Justine Schuchardt
Weitere Informationen zu diesen Gruppen bekommen Sie bei: mail@morenoinstitut.de

Die Kraft der eigenen Stimme finden (205102)

Fr. 25.09.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 27.09.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Justine Schuchardt

Was klingt in meinem Körper beim Sprechen oder Singen? Wie laut und leise darf ich werden? Warum klinge ich manchmal piepsig oder verhaucht?

Das Zusammenspiel von Physiologie und Gefühlen findet in der Stimme seinen Ausdruck. Wir entdecken mit der Stimme unseren Körper und uns selbst.

Manchmal halten Gefühle Körperstellen fest und verhindern, dass dort etwas schwingt. Diese Körperregionen haben eine eigene Stimme und möchten gehört werden. Dazu geben wir ihnen Gelegenheit. Organe, die bei der Stimmgebung beteiligt sind - Zwerchfell, Kehlkopf, Ohren, Becken, Rumpf und Kopf – lassen wir im psychodramatischen Spiel zu Wort kommen. Wir lernen zu verstehen, was sie uns sagen möchten. Dies können erste Schritte für Lösungen sein, die das Körpergewebe wie die Stimme gleichermaßen befreien. Körper und Seele finden im Stimmklang zu einer Balance.

Wir arbeiten mit den Methoden des Psychodramas und der Funktionalen
Stimmbildung (Lichtenberger® Modell).

Zielgruppe:
Alle die sich für ihre Stimme und ihren Körper interessieren; außerdem
Sängerinnen und Sänger, Schauspieler und Schauspielerinnen;
Menschen in Sprechberufen

Kennst Du nur das Zauberwort! (205104)

Fr. 16.10.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 18.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Wandlung ist das große Thema aller Märchen, weil Wandlung das große Thema des Unterwegsseins und der Entwicklung ist. Nichts bleibt immer wie es war. Das Märchen fasst diese Reise in Bilder. Märchenheldinnen und Märchenhelden sind unterwegs, stellen sich gefährlichen Herausforderungen und wandeln sich. Dabei erfahren sie Hilfe meist unverhofft und von merkwürdiger, nicht erwarteter Seite.
Spielerisch erkunden wir die Welt der Märchen. Dabei werden Gestalten und Symbole entdeckt, die hilfreich sein können für unseren Lebensweg. Sie schließen unsere persönlichen Erfahrungen, unbewussten Ängste und Befürchtungen mit ein und eröffnen neue Chancen, meist ungeahnt und verblüffend. Im Spiel verraten sie uns unser persönliches Zauberwort.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Spielräume der Zukunft: Psychodrama und Digitalisierung (208102)

Do. 22.10.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 24.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Carmen Zahn

Die Digitalisierung. Das heißt: Roboter, Virtuelle Realität, digitale Kommunikation und neue Formen der Arbeit. Digitalisierung heißt neue Organisationskulturen und Teamentwicklung. Digitalisierung ruft widersprüchliche Zukunftsgefühle hervor: Begeisterung und Ängste, Faszination und Kulturpessimismus. Hoffnung und Skepsis. Wir leben in unsicherer Zeit. Sicher ist: Die Digitalisierung wird unsere Zukunft prägen. Sie ist keine Option, sondern eine Tatsache. Sie ist zugleich Chance und Herausforderung. In diesem Seminar beschäftigen wir uns psychodramatisch-spielerisch und kreativ mit den Facetten der Digitalisierung. Wir finden unsere persönliche Haltung zu den Veränderungen, die sie mit sich bringt. Die Zukunft lässt sich nicht nur erleben, wir können sie gemeinsam gestalten. Visionen, Fantasie und Mut sind gefragt! Die Zukunft verstehen wir aus der Gegenwart, und die Gegenwart verstehen wir aus der Geschichte. Auch aus unserer persönlichen Geschichte. Im Seminar suchen und finden wir unsere persönliche Haltung und erste Lösungen zur Bewältigung der Aufgaben, die sich zukünftig stellen werden. Und wer könnte sich diesen Aufgaben besser stellen als die "Visionäre des Imperfekten"?

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Mama Mia! Mütter und Töchter, Mütter und Söhne! (205105)

Fr. 11.12.2020 (14:30 - 19:00 Uhr) - Sa. 12.12.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

An diesem Wochenende befassen wir uns mit den Möglichkeiten von Nähe und Distanz, Wertschätzung, Kritik und Akzeptanz zwischen den Generationen.
Meistens ist die erste Bezugsperson im Leben eines Menschen und damit oft entscheidend prägend, unsere Mutter. Sie vermittelt bewusst und unbewusst wie das Leben geht.
Sie beeinflusst unser Frauen- und Männerbild und damit unser Selbstbild bzgl. Mütterlichkeit, Väterlichkeit, Rivalität und Sexualität.
Die Leiterinnen sind Mutter und Tochter und arbeiten mit Methoden aus Psychodrama und Gesprächstherapie.

Jahresgruppe für Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung 2021 (219701)

Sa. 16.01.2021 (09:00 - 13:00 Uhr) - So. 17.01.2021 in Allmendingen
DozentInnen: Thomas Blersch-Rieder

,,Psychodrama ist die Methode, welche die Wahrheit der Seele durch Handeln erkundet"
fr.n. Jacob Levy Moreno
Sich selbst bewusst zu erfahren, sich in der Gruppe zu erleben, in Kommunikation zu sein, im Geben und im Nehmen dem persönlichen Wachstum eine Chance geben.
Diese Jahresgruppe bietet die Möglichkeit, eigene Muster, die uns im Alltag bestimmen und einengen, zu erkennen und zu verändern. Neue Kraftquellen, Kreativität und Spontaneität können sich auftun und entfalten.
Die Gruppe bietet viele Gelegenheiten für Wachstum und Entwicklung. Sie schafft einen Schutzraum und gibt uns Rückhalt. Sie begleitet Lebensprozesse und ermöglicht Heilung.

DIE GRUPPE
für 9 Pers. an 6 Wochenenden im Jahr 2021
Termine: 16.-17.01.2021 (weitere Termine werden noch festgelegt)

SEMINARKOSTEN
Die Gruppenmitglieder verpflichten sich zur regelmäßigen Teilnahme an allen 6 Terminen. Die Seminargebühr wird auch bei fernbleiben fällig.
pro Wochenende: Seminargebühr: 210 €
Raummiete pro Person: 23-25 € Übernachtung in 2 Mehrbettzimmern möglich, Kosten: 18 € pro Nacht
Verpflegungskosten: ca.18 € (2 x Frühstück, 1 Mittagessen, 1 Abendessen, 1 Kaffee am Nachmittag, Getränke, Obst)

DAS WOCHENENDE
Am Samstag gibt es um 09:00 Uhr ein gemeinsames Frühstück.
Die Gruppenarbeit beginnt um 09:30 Uhr.
Ab 13:00 Uhr ist eine lange Mittagspause - Zeit für ein „kaltes Mittagessen", Spaziergänge in schöner Natur und Umgebung, Mittagsschlaf und noch genügend Zeit für Kaffee und Kuchen.
Um 16: 00 Uhr geht es weiter bis um 20:00 Uhr.

Anschließend wird gemeinsam gekocht und gegessen.
(Die Mahlzeiten sind nicht verpflichtend)
Am Sonntag gibt es um 9:00 Uhr Frühstück.
Von 09:30-13:00 Uhr geht es weiter mit der Gruppenarbeit.

DAS SEMINARHAUS
Seminarhof Morgenstern
Auf der Schwäbischen Alb
Dr. Viktor Terpeluk
Lange Strasse 56
89604 Allmendingen / Grötzingen Tel.: 07384 / 62 59
Fax: 07384 / 66 88

Selbstversorgerhaus
2 Gruppenschlafräume, Bettwäsche und Handtücher sind vorhanden.
Bitte Hausschuhe mitbringen. Gartennutzung mit Schwimmteich.
Übernachtung im Einzelzimmer kann in Eigenregie in umliegenden Gasthöfen gebucht werden.
Was/Wer zum Essen mitbringt wird in der Gruppe besprochen. Die Kosten für die Verpflegung werden jeweils umgelegt.

Anmeldung über:
Thomas Blersch-Rieder
Tel.: 0731-265912
Mobil: 0170-4774524
thomas.blersch@web.de

Kreativ Fremdsprachen begegnen (219101)

Fr. 19.02.2021 (16:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 20.02.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Monica Baudracco-Kastner

Die Psychodramaturgie Linguistique (PDL), entwickelt von Dr. Bernard Dufeu, ist eine Methode für den Fremdsprachenunterricht, die ihre Hauptquelle im Psychodrama hat. Mit dieser Methode wird die Sprache von Anfang an mit allen Sinnen erlebt. Offene Rahmenaktivitäten stimulieren den Ausdruckswunsch und entwickeln Haltungen und Fähigkeiten (Zuhören, Spontaneität, Empathie), die den Erwerbsprozess fördern. In diesem Workshop werden sprachübergreifend einige Techniken und Elemente der PDL ausprobiert und gemeinsam reflektiert, sowie die Berührungspunkte mit dem Psychodrama analysiert. Fremdsprachenlehrer,-lernende und -interessierte können so in eine ganzheitliche Art des Lernens eintauchen und neue Impulse für das eigene Lernen und Lehren mitnehmen.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Von Begegnungen in und mit virtuellen Räumen (210601)

Sa. 20.02.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Wie verändern sich Begegnung und Tele-Prozesse, wenn die Räume zunehmend virtuell werden? Wenn Kommunikation hauptsächlich digital verläuft, unser Selbst in virtuellen Rollenangeboten zu versinken droht und künstlich (k)eine tragfähige Beziehung aufgebaut werden kann?
Wir nähern uns der digitalen Herausforderung aus drei verschiedenen Perspektiven:
Ein freier Software-Entwickler zeigt auf, was heute alles möglich ist und was die Zukunft noch bereithalten wird. Ein Suchttherapeut zeigt die Schattenseiten digitaler Welten und wird das neue Krankheitsbild "gaming disorder" diskutieren. Eine Kommunikationswissenschaftlerin erörtert die Frage, wie man digital Mensch bleiben kann und welche ethischen Lebensfragen digitale Transformation aufwerfen wird.
Die Teilnehmenden
• erweitern, vertiefen und differenzieren Ihr Wissen zu den Dynamiken virtueller Welten
• erhalten Einblicke in das, was technisch möglich ist und was uns erwartet
• setzen sich kritisch mit dem neuen Krankheitsbild „gaming disorder“ (ICD 11) auseinander und beleuchten die diagnostischen Hintergründe und Folgen
• reflektieren die Dynamik von Digitalisierung im Kontext psychodramatischer Beratung.


Psychodramatische Voraussetzungen? Nicht erforderlich

Wenn man träumt, soll man auf nichts verzichten (214202)

Fr. 05.03.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 07.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Kleine Träume, große Träume, Nachträume, Tagträume, Albträume und Wunschträume: 
schon immer haben Träume fasziniert, wurden aufgeschrieben, gemalt, inszeniert und gedeutet. In der Antike wurde der Traum in Form des sogenannten Inkubationstraums als unmittelbare Sprache der Götter verstanden. Die Vorsokratiker und Religionskritiker behaupteten genau das Gegenteil. 
Shakespeare glaubte an die Wirksamkeit des Traumes und Descartes fragte, ob der Traum vielleicht nicht doch Wirklichkeit sei, denn schließlich werden im Traum doch echte Gefühle erlebt. Wir werden unsere Träume auf der Psychodrama Bühne inszenieren und versuchen, ihnen vor dem Hintergrund der analytischen Psychologie C.G. Jungs eine Bedeutung zu geben, um dann, ganz im Sinne J.L. Morenos, weiter zu träumen und erneut zu träumen. 

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Mann - Frau - Macht (213101)

Fr. 19.03.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 21.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Wolfgang Kocher

Nie waren die Möglichkeiten so vielfältig wie in unserer Zeit und unserer Gesellschaft. Dennoch scheint das Geschlecht eine beschränkende Determinante in unserer Welt der Möglichkeiten zu sein. Geschlechterrollen bieten einen fruchtbaren Nährboden für Vorurteile und Identifikationsmöglichkeiten. Chancen und Begrenzungen, die aufgrund des Geschlechts existieren, diskutiert und bestritten werden, schaffen immer wieder Machtgefälle. Die Rollen in diesen Konstellationen scheinen oberflächlich oft klar verteilt.

Wir erforschen und erleben in diesem Seminar die vielfältigen Dynamiken, die durch Geschlechterrollen aktiviert werden. Wie offensichtlich oder subtil wirken die Geschlechterstereotype in unterschiedlichen Lebensbereichen - beruflich, privat? Was bewegt uns? Wo empfinden wir Ungerechtigkeit? Wo denken wir noch nicht einmal darüber nach?

Dieses Angebot richtet sich an Frauen und Männer, die sich mit dem Thema Geschlechtsrollen und Machtverhältnisse durch Geschlecht befassen möchten und sowohl ihrem eigenen Erleben auf die Spur kommen, als auch eine Sensibilisierung für anderes Erleben wecken möchten.

Eigene Fragestellungen sind daher herzlich willkommen!

Die Heldenreise – Psychodramatischer Zugang zu einer Form der Biographiearbeit (215101)

Fr. 30.04.2021 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 02.05.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Heldinnen und Helden aus Mythen, Märchen und Filmen spielen besonders in der Kindheit eine wichtige Rolle. Sie bieten uns Orientierung und Inspiration, in der Art und Weise wie sie Herausforderungen und Krisen meistern und mutig ihre ganz individuellen Wege gehen und ihre Grenzen immer wieder überschreiten.
Diese Heldenreisen sind Entwicklungsgeschichten mit archetypischen Grundstrukturen, von denen eine große Faszination ausgeht. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Heldinnen und Helden und ihren Reisen ins Unbekannte hält für jeden Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung bereit.
Im Seminar bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit den verschiedenen Methoden und Zugängen des Psychodramas die eigene Heldenreise zu entdecken und weiter zu entwickeln, Ängste und Blockaden abzubauen, eigene Ressourcen und Kraftreserven zu mobilisieren, mehr Spontaneität und Kreativität in der eigenen Persönlichkeit zuzulassen und so zu mehr Erfüllung und Gelassenheit zu finden. Nicht zuletzt geht es hierbei auch um eine psychodramatische Erkundung des Konzeptes der Heldenreise, zu der wir uns gemeinsam auf den Weg machen wollen.

Ein Tag für mich! (210602)

Sa. 08.05.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

An diesem Tag steht das wichtigste Werkzeug der Pädagogik und Therapie im Mittelpunkt:
Ihre Persönlichkeit!

In verschiedenartigen psychodramatischen Spielen haben Sie die Möglichkeit

- Ihren Wünschen und Visionen neu zu begegnen
- unterschiedliche Perspektiven zu erleben
- sich von irrationalen Überzeugungen zu verabschieden
- fragwürdige Bemühungen und Ziele loszulassen
- sich selbst durch neue hilfreiche Bilder zu ermutigen
- den Blick ins Weite zu wagen
- und endlich (wieder) nach den Sternen zu greifen!

Sie müssen nichts vorbereiten, einfach nur kommen.
Wie nach einem Strandspaziergang werden Sie Erholung und viele unverhoffte Fundstücke mitnehmen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Trennung - Abschied - Neubeginn (215102)

Fr. 18.06.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 20.06.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Trennung und Abschied sind Erfahrungen, die sich durch unser ganzes Leben ziehen.
Immer müssen wir loslassen: von Orten, Gruppen, Altersstufen, Beziehungen, von einzelnen Menschen, die uns nahestehen. Oft wehren wir uns gegen den Verlust, wollen ihn nicht wahrhaben und spüren keine Kraft mehr, Leere und Dunkelheit zu überwinden.
Doch lässt nicht jeder Abschied auch einen Freiraum für den Neubeginn? Um das Spüren zu können, ist es notwendig, unsere kreativen Kräfte wieder in Bewegung zu bringen.
Mit den Möglichkeiten des Psychodramas werden wir uns diesen Themen nähern, Abschiede inszenieren, uns auf der Bühne damit befassen und die Kräfte des Neubeginns erleben.

Ich bin eine Andere (ein Anderer) (210603)

Sa. 19.06.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Bernd Mückain-Reisert

„Die Tiefe ist Außen“ Heimito v. Doderer

1921 ließ sich der Künstler Marcel Duchamp als die Dame „Rrose Selavy“ in verschiedenen „outfits“ von Man Ray fotografieren.
Seitdem bildet das Spiel mit Rollen und die damit verknüpfte Frage nach der eigenen Identität eine wichtige Strömung in der Performance- und Photokunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
In diesem Seminar lernen wir am Beispiel relevanter Werke künstlerische Strategien der Selbstinszenierung kennen, um im weiteren Verlauf die eigene „Wunsch-Rolle“ zu erkunden.
Bei diesem „Selbst-Casting“ wird der/die ProtagonistIn zum Star & zur KünstlerIn und beginnt einen Prozess der Annäherung.
Die psychodramatische Gruppe bietet hierbei den nötigen Schutz- und Reflexionsraum.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Soziodrama eines Ausnahmezustandes… Corona und das (Er-)Leben im Unnormalen (215103)

Fr. 16.07.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 18.07.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Eine Welt die auseinanderdriftet, ein Virus das verbindet und Länder, Regionen, Städte in den Ausnahmezustand versetzt. Kollektive Ängste, Solidarität und Egoismus…
Was ist mit uns und unserer Welt geschehen? Was wirkte da zusammen und aufeinander ein?
An diesem Wochenende erforschen wir die soziodramatische Dynamik dieses Phänomenes und unseren Umgang damit, die Auswirkungen auf Einzelne, Gemeinschaften und unsere Gesellschaften.
Behutsam wollen wir miteinander einen soziodramatischen Blick auf das Geschehene und Erlebte werfen und gemeinsam den Veränderungen nachspüren, die in uns und unserer Gesellschaft gebahnt wurden.

L i e b e und Beziehung (215104)

Fr. 16.07.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 18.07.2021 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

In der psychologischen Literatur und in psychotherapeutischen Schulen gibt es verschiedene Ansätze von Liebe, Bindung und Beziehung. Warum gelingt es so wenigen Menschen eine erfüllte Liebesbeziehung über einen längeren Zeitraum zu gestalten?
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den Liebeskonzepten von Irvin D. Yalom, Abraham Maslow und Erich Fromm. Wir finden heraus, welche Liebesform die TeilnehmerInnen für ihre Beziehungsgestaltung bewusst oder unbewusst gewählt haben.
Mit Hilfe von Protagonistenarbeiten und anderen Psychodramatechniken begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach der Form der Liebe in Ihrem Leben.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Sommerakademie Reichenau: "Werte - Normen - Lebenssinn" (219104)

Sa. 31.07.2021 (15:00 - 12:00 Uhr) - Mi. 04.08.2021 in Insel Reichenau
DozentInnen: Hans Benzinger

"Ein Mensch kann ohne ein Wertesystem, das einen möglichst vollständigen Überblick über seine innere und äußere Erfahrung gibt, nicht leben"
(Jakob L. Moreno 1941)

Werte entstehen ab den ersten Stunden unseres Lebens. Als Produkt unseres Zusammenlebens mit unseren Nächsten und unseren Vorbildern sind Werte für uns so zentral wie kaum ein anderer Aspekt. Sie dienen uns als Kompass im Leben. Mit unseren Werten bewandern und formen wir Gesellschaften und Gruppierungen, durchlaufen wir Lebenslagen und begenen wir Menschen. Werte sind handlungsleitend und werden für die Reflexion eigenen Handelns als Maßstab herangezogen.
Aufgrund bestehender Normen werden unsere Werte manchmal von anderen willkommen geheißen, aber manchmal eben auch abgelehnt, wenn unser Wertesystem in strakem Kontrast zu dem der anderen steht. In diesem Spannungsfeld als bewusster, wachsender mensch zu leben, den friedlichen Umgang mit unseren MitbürgerInnen dieser Welt zu lernen, die alle ihre unterschiedlichen Werte in sich tragen, ist eine herausfordernde soziale Aufgabe der Gegenwart. Dies gilt auf allen gesellschaftlichen Bühnen und über alle Generationen.
Das Zusammenleben in userer Unterschiedlichkeit, es zu schaffen, unsere Verschiedenheit zu begrüßen anstatt sie als Stein des Anstoßes zu nehmen - dies könnte Lebenssinn bedeuten. Erich Fromm (2015) sagte: "Das Leben des Menschen kann nicht gelebt werden, indem die Verhaltensmuster der Gattung einfach nur wiederholt werden; jeder einzelne muss es selbst leben."
Diese zugleich individuelle wie soziale Aufgabe birgt Risiken, aber auch Chancen, die wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen der Sommerakademie erforschen möchten. Wir wollen Lust machen auf die Entwicklung eigener Werte, Verständnis wecken für fremde Werte und untersuchen, inwieweit Normen kreativ neu gestaltet werden können.

Die Einladung zur Reichenau 2021 ist eine Einladung zu einer Begegnung der Menschen mit ihren Werten und Normen, sowohl den unterschiedlichen, als auch den gemeinsamen. Und sie ist eine Einladung zu der Frage, welchen Sinn wir unserem Leben geben, bzw. was und wer dem Einzelnen Sinn im Leben vermitteln kann? Welche Werte und Normen haben sich im Verlaufe des individuellen, transgenerationalen sowie globalen Lebens geändert und welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf unsere persönliche Entwicklung.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Mit Krafttieren zu den Wurzeln deines Seins (215105)

Fr. 01.10.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Christel Lenz

In geführter Trance öffnen wir den Raum der tiefen Imagination und rufen unsere Krafttiere. Die Tiere werden Begleiter und Experten der Reise in unsere seelischen Landschaften. Sie übermitteln uns in inneren Szenen und Botschaften die Qualitäten und Fähigkeiten mit denen sie uns unterstützen möchten. Anschließend transportieren wir die inneren Prozesse und Botschaften auf die psychodramatische Bühne. Wir fragen die Tiere, ob wir in sie hineinschlüpfen dürfen, um in ihrer Ganzheit die Wurzeln unseres Seins zu spüren. Im Rollentausch erleben wir ihre unterstützenden Botschaften. Die leibhaftige Erfahrung des szenischen Spiels vertieft die innere Reise mit unseren Tier-Begleitern.
Grundlage des Seminars ist „The Personal Totempole Process PTPP“ nach Dr. Eligio Stephen Gallegos. PTPP verbindet das schamanische Wissen der Urvölker mit dem jungianischen und post-jungianischen Verständnis von inneren Bildern und aktiver Imagination.

Vorerfahrungen mit Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Spielen – lachen – begegnen - Spielpraxis und Theorie des Spiels im Psychodrama (214102)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedrich Schiller

Herzlich Willkommen in der Welt, wo der Mensch ganz Mensch ist.
Herzlich Willkommen im Psychodrama! Wir spielen mit großer Lust und Freude. Was passiert aber, wenn wir spielen? Warum macht spielen so viel Spaß? Und warum ist spielen so gesund und hält uns jung?
Philosophisch, neurobiologisch, entwicklungspsychologisch, psychodramatisch und vor allem spielerisch wollen wir uns diesen Theorien annähern und werden den Raum, den Zauber, den spielen eröffnet besser verstehen. Unsere eigenen Spielerfahrungen in Kindheit, Jugend und als Erwachsene werden wir reaktivieren und erkunden: Regelspiele, Rollenspiele, Brettspiele, geheime und freie Spiele, Spiele, die noch keiner kennt. Wir werden Bekanntes erleben und Neues entdecken, damit wir uns auch in Zukunft immer wieder Spiel-Räume erschaffen.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Psychodramatischer Lebenszug (215106)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wer oder was sind meine Lebensbegleiter, Mitreisende als Beschützer, Förderer, Vorbilder aus Familie, Verwandtschaft, Freundeskreis oder Schule bei Aufbrüchen, Trennungen, Abschieden, Zäsuren, bei
Brüchen, Heilungen und Neubeginn in meinem Lebenszug?
Nach welchen Fahrplänen reise ich durch mein Leben?
Reise-, Bahnstationen, Sichere Orte, Bedrohungen, mein Heimatbahnhof? Was wurde mir mit- und weitergegeben?
Was habe ich in meinem Reisegepäck? Was gebe ich weiter? Lebenspläne, - wünsche, Sehnsüchte ... wohin geht die Reise?
Wir werden Reiseberichte nachempfinden sowie Lebenspläne und Lebenswege psychodramatisch inszenieren.
Selbsterfahrung und verschiedene psychodramatische Methoden der Bilanzierung stehen im Fokus.

Der Zauberladen (215107)

Fr. 22.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 24.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

J.L. Moreno führte den Zauberladen 1943 als therapeutische Technik ein. Kunden, die den Zauberladen besuchen, werden eingeladen sich immaterielle Wünsche in Tauschverhandlungen gegen einen immateriellen Preis, den er selbst bestimmt, zu erfüllen. Dabei können Fähigkeiten erworben werden, von denen sie/er sich wünscht mehr davon zu haben. Im Tausch gibt man dafür Fähigkeiten von denen sie/er genug hat.
Durch spielerisches Verhandeln, besteht die Gelegenheit sich mit eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen und deren Wert zu spüren. Die Kundin/der Kunde kommt in Kontakt mit ihren/seinen Zielen und Werten und lernen den Preis dafür kennen, der mit dem Treffen einer Wahl verbunden ist.

An diesem Wochenende lernen Sie Ziel und Strategie des Zauberladens in verschiedenen Settings kennen. Sie lernen den Einsatz von Symbolen und Metaphern kennen und können sich in der Rolle des/der Zauberladenbesitzers üben.
In der Arbeit mit Anteilen, zur Exploration und in der Teamentwicklung kann diese Methode mit Freude und Humor eingesetzt werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Rock the Stage!!! Psychodrama begegnet Theatertherapie (215108)

Fr. 12.11.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

An diesem Wochenende treten Psychodrama und Theatertherapie in einen szenischen Dialog. Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Therapieformen werden spielerisch erarbeitet und kreativ reflektiert. Im Miteinander und Wechselspiel der Methoden erweitern wir unser Verständnis von unserem Umgang mit Spielformen, Inszenierungen, Rollen und dem Geschehen auf der Bühne. Für praktische wie auch ethische Fragen zu so grundlegenden Phänomenen wie Spiel und Spontaneität, Experimentieren und Improvisieren, Individuum vis-a-vis Gruppe soll auch Raum geschaffen werden. Alles in allem geht es an diesen Tagen darum, Spielformen zu erkunden, Inspirationen zu sammeln und Freude am gemeinsamen Erleben zu schaffen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wieder Freude am Leben finden (213106)

Sa. 13.11.2021 (09:00 - 13:00 Uhr) - So. 14.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im europäischen Raum. Dies spiegelt sich in vielen psychotherapeutischen Praxen wider. Das Erscheinungsbild und die Dynamik dieser Störung können je nach Schweregrad und Persönlichkeitsstruktur der KlientInnen unterschiedlich ausgeprägt sein. Um effektive Verbesserungen zu erzielen, müssen bei der Wahl von psychodramatischen Interventionen diese Unterschiede und Besonderheiten berücksichtigt werden. Dazu bedarf es geeigneter Interpretationsfolien und gezielter Maßnahmen.
Wir werden uns deshalb in diesem Seminar mit psychodramatischen Modellen zur Entstehung von Depressionen auseinandersetzen. Das Hauptaugenmerk wird auf psychodramatischen Arrangements und Interventionen liegen, die sich in der Behandlung mit diesem Störungsbild bewährt haben. Hierbei wird sowohl auf die Arbeit im Einzelsetting als auch in der Gruppe eingegangen. Es werden Übungen demonstriert und Raum zur Selbsterfahrung sowie zum Üben gegeben.

Den Körper ins Spiel bringen – Körperorientierte Zugänge im Psychodrama (213107)

Fr. 19.11.2021 (15:00 - 15:00 Uhr) - So. 21.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

In diesem Kurs werden wir verschiedene Zugänge in der Beratung auf der Basis aktueller Körperkonzepte psychodramatisch erproben. Der Körper übernimmt im Psychodrama ganz verschiedene Rollen:
Er ist Bühne für Gefühle, Gefäß, Resonanz, Gedächtnis, Ausdruck von Bedürfnis und Mittel zum Kontakt. Der Körper gestaltet Bewegung und Präsenz in den verschiedenen Dimensionen des Raumes. Wir werden uns im Rollenatom diese Facetten genauer anschauen und sie im Hinblick auf die eigene Arbeit reflektieren. Die Psychodrama-Bühne lädt dazu ein, unsere Körperräume zu erleben und systemische Zusammenhänge im Körper spielend zu verstehen. Dabei werden Themen auftauchen, an denen wir beispielhaft sehen können, wie Ideen für Lösungen und mögliche Interventionen über das Embodiment bewegt werden.

Sei direkt! (210604)

Di. 30.11.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Sei direkt!
Kennen Sie Situationen, in denen Sie Konfrontation für das beste Mittel der Wahl halten, jedoch zögern?
Häufig wird direkte Kommunikation in Begegnungen, Situationen oder Gesprächen vermieden.
Wir befürchten Mißverständnisse, Kränkungen und Beziehungsabbrüche.

Pseudokommunikation, Scheinfriede, Verunsicherungen und unsichtbare Mauern können dann die Folge sein.

Mit Hilfe psychodramatischen Probehandelns experimentieren wir in geschütztem Rahmen mit unterschiedliche Arten direkter Kommunikation.
So schaffen wir Klarheit, erleichtern unser Herz und ergänzen unseren Werkzeugkoffer.

Eigene Fälle sind willkommen!

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.