„Von allem, was der Mensch baut und aufbaut, gibt es nichts Besseres und Wertvolleres als Brücken.“

 

Ivo Andric

 

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Programm / Selbsterfahrung

Fortbildung und Selbsterfahrung
Etwas über sich lernen, etwas Neues über sich erfahren, spielerisch die eigenen Grenzen sehen und erweitern. Mit dem psychodramatischen Verfahren in der Selbsterfahrung haben Sie die Chance, sich Altem zu stellen und Neues zu wagen.
Von der Familienaufstellung nach Moreno, den inneren Krafttieren, der Arbeit mit Bibliodrama oder auf der märchenhaften Suche nach eigenen Ressourcen – lassen Sie sich ein auf eine neue Realität („Surplus-Reality“ J.L. Moreno).

Weitere Möglichkeiten der Selbsterfahrung bieten wir:

Selbsterfahrungsgruppen mit Psychodrama

Dienstags: Gis Valenta, Psychodrama-Leiterin

Bitte informieren Sie sich im Institut über die laufenden Gruppen

Einführung in Soziodrama - Grundlagen, Varianten, Anwendung (244206)

Fr. 21.06.2024 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 23.06.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Christoph Buckel

Im Soziodrama bedienen wir uns eines ähnlichen Werkzeugkastens wie im Psychodrama,
setzen aber einen anderen Fokus: wir simulieren ein soziales System, indem wir die dafür
relevanten Rollen auf die Bühne holen. Mit Techniken wie Rollentausch, Systemerweiterung und
Spiegel verstehen wir dieses System immer besser und finden Ansatzpunkte für eine zielgerichtete
Beeinflussung. Soziodrama ist damit für alle interessant, die an und mit sozialen Systemen
arbeiten: Berater*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, politische Aktivist*innen und viele
weitere mehr.
In diesem Seminar werden wir gemeinsam grundsätzliche Strukturen, Abläufe und Techniken des
Soziodramas kennenlernen und ausprobieren. Ziel ist es, konkrete Anregungen für das eigene
Arbeitsfeld zu bekommen.

„Möge die Macht mit mir sein!“ (240608)

Fr. 28.06.2024 09:00 - 16:00 Uhr in Bad Nauheim
DozentInnen: Karin Doderer

Das Thema Macht begegnet uns im Alltag in vielfältiger Form. Wie wirke ich in die Welt hinein und wie kann ich mich selbst ermächtigen? Welche machtvollen Rollen nehme ich ein, und in welchem Kontext, und wann erlebe ich mich eher ohnmächtig? Diese Fragen wollen wir mit Hilfe des Psychodramas näher beleuchten, um Handlungsspielräume (wieder) bewusst zu machen und zu erweitern.

"Auf dem Highway zur Klima-Hölle"(1) (248101)

Fr. 28.06.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 30.06.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Alfred Weinberg

Für Moreno ist das Soziodrama ein wichtiges Instrument, um soziale Strukturen zu erkunden und Hypothesen zu Veränderungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Anwendung des Soziodramas hat sich schon bei vielfältigen gesellschaftlichen Konflikten, wie z.B. im Gesundheitswesen, im Bildungswesen oder in der Friedensarbeit als sehr wirkungsvoll und hilfreich erwiesen.

Die akute Bedrohung unserer Lebensgrundlagen durch die fortschreitende Erderhitzung betrifft uns alle.
Viele Menschen reagieren mit Ohnmachtserleben und Hilflosigkeit. Auch verschiedene Abwehrkonstellationen angesichts dieser Bedrohung sind zu beobachten: Verleugnung, Verharmlosung oder auch Reaktionsbildungen, wie z.B.: "Jetzt erst recht - Nach mir die Sintflut."

Was können wir als Psychodramatiker*innen dazu beitragen, dieser existenziellen Bedrohung als Mit-Akteur*innen wirkungsvoll zu begegnen? Wir werden in diesem Seminar verschiedene Möglichkeiten erkunden, wie wir auf das Erleben von Ohnmacht und Hilflosigkeit - auch bei anderen gesellschaftlichen Konflikten - mit kreativen Ansätzen antworten können. Grundstruktur und Techniken soziodramatischen Arbeitens werden in diesem Seminar exemplarisch vermittelt.

(1) Zitat: António Guterres, UNO-Generalsekretär

Spielen – lachen – begegnen - Spielpraxis und Theorie des Spiels im Psychodrama (244103)

Fr. 12.07.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 14.07.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedrich Schiller

Herzlich willkommen in der Welt, wo der Mensch ganz Mensch ist. Herzlich willkommen im Psychodrama!
Wir spielen mit großer Lust und Freude. Was passiert aber, wenn wir spielen? Warum macht spielen so viel Spaß? Und warum ist spielen so gesund und hält uns jung?
Philosophisch, neurobiologisch, entwicklungspsychologisch, psychodramatisch und vor allem spielerisch wollen wir uns diesen Fragen nähern und vor dem Hintergrund entsprechender Theorien werden wir den Raum, den Zauber, den das Spielen eröffnet, besser verstehen. Unsere eigenen Spielerfahrungen in Kindheit, Jugend und als Erwachsene werden wir reaktivieren und erkunden: Regelspiele, Rollenspiele, Brettspiele, geheime und freie Spiele, Spiele, die noch keiner kennt. Wir werden Bekanntes erleben und Neues entdecken, damit wir uns auch in Zukunft immer wieder Spiel-Räume erschaffen.

Dieses Seminar kann auch als Methodik-Seminar auf die Weiterbildung angerechnet werden.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro).

Spontaneität und Konserve (244207)

Fr. 12.07.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 14.07.2024 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

Als Konserven werden in diesem Zusammenhang stabile Strukturen von Verhaltensabläufen bezeichnet, die zuverlässig funktionieren. In dieser Eigenschaft haben Konserven sowohl positive als auch negative Aspekte. Jedes gelernte Verhalten, das bereits in einer anderen, vergangenen Situation entstanden ist, kann als eine Konserve bezeichnet werden.
Bindungs- und Beziehungskonserven sind deshalb für uns attraktiv, weil sie für Konstanz und Vorhersehbarkeit stehen. Greifen wir zu häufig auf alte eingefahrene Handlungsmuster zurück, dann verlieren wir Spontanität und Kreativität.
Wir untersuchen Spontaneität und Kreativität auf ihrem Weg zur Konserve. Wo brauchen wir die Konserve und wo verhindert sie Begegnung? An welcher Stelle lohnt es sich die Konserve zu verlassen, um sich neuem Handeln zu widmen?

Wir wollen unbewusste Handlungsmuster, die wir in Paar-, Familien-, Lebens- sowie Arbeitsbeziehungen leben, entdecken und uns bewusst machen. Die abgebildeten Konserven können im Protagonistenspiel überprüft und in „neuem“ Handeln erprobt werden. Donald Winnicotts „wahres und falsches Selbst“ wird genauso eine wichtige Rolle spielen wie Morenos „Kreativer Zirkel“.

Karriere (machen) - Was bedeutet das? (246103)

Fr. 19.07.2024 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 21.07.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Stefan Schmitz

„Liebe Karriere! Wo bist du? Ich vermisse dich ganz schrecklich! Wie lange muss ich noch auf dich warten? Und was kann ich tun, dass du mich endlich wahrnimmst? Ich tue alles für dich - wirklich! Enttäusch mich bitte nicht!“ (Werbetext für ein Wirtschaftsmagazin, Zielgruppe Berufseinsteiger)

Während früher der Karrierebegriff mit dem klassischen „Weg nach oben“ gleichgesetzt wurde, ist sich die arbeits- und organisationspsychologische Forschung heute einig, dass bei der Bewertung einer erfolgreichen beruflichen Laufbahn eine weitaus differenziertere Perspektive angemessen ist. Individuelle Lebenserfahrungen und unter diesen Voraussetzungen bislang erbrachte Leistungen - nicht nur im Job - sind maßgeblich für eine selbstwertschätzende Standort- und Zielbestimmung.

Was bedeutet Karriere für mich oder meine Klient*innen? Wie und wo gelingt es mir, meine Ambitionen und Werte für meine professionelle Weiterentwicklung zu leben, ohne mich von pauschalen Beförderungskonventionen leiten zu lassen? Welche Impulse brauche ich, um einen stimmigen Entwurf für meine nächste berufliche Station zu formulieren? Und wie bewerte ich meine bisherigen Erfolge im Job? In diesem Seminar gehen wir auf die gemeinsame Suche nach Antworten, die auch im Beratungskontext regelmäßig eine wichtige Rolle spielen.

„To Dream Again“ Zerka T. Moreno (249105)

Mi. 18.09.2024 (18:00 - 21:00 Uhr) - Mi. 04.06.2025 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Moreno hat die Menschen mit denen er arbeitete dazu ermutigt wieder zu träumen – to dream again. Dieser Spur möchten wir mit einer regelmäßigen Traumgruppe folgen. Über ein Jahr hinweg treffen wir uns an 10 Abenden 3 Stunden und werden uns unsere Träume erzählen, wir werden sie auf der Psychodramabühne inszenieren und mit der Kraft und der Inspiration der Gruppe herausfinden, welche Botschaften in ihnen zu finden sind, die unseren Weg im Außen und im Inneren bereichern, um dann weiter, wieder zu träumen – to dream again.

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (246104)

Fr. 27.09.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 29.09.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L. Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Methode mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, dem Team, der Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es, verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu ergründen, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschiedene Möglichkeiten zum Üben und Sich-Ausprobieren sind vorgesehen.

„Sei doch mal spontan“ - Stegreifspiel und Gruppenspiel (240701)

Sa. 05.10.2024 09:00 - 17:00 Uhr in ZOOM
DozentInnen: Michaela Musenja

„Sei doch mal spontan!“ – Wie geht das, so einfach spontan zu sein? In welchem Verhältnis stehen Spontaneität und Kreativität zueinander? Beide benötigen viel Erwärmung, um den sogenannten `creative state` zu erreichen – also den Moment, in dem eine neue Struktur geschaffen wird, oder wir, wie Moreno sagt, aus der Kulturkonserve aussteigen können.
Der Workshop gibt einen kurzen theoretischen Einblick in die Zusammenhänge von Spontaneität und Kreativität. Konkrete Übungen zeigen uns Schritt für Schritt den Weg zum freien Gruppen- und Stegreifspiel. Das Reflektieren Im Anschluss über das Geschehene eröffnet uns neue Wege im Denken und Handeln. Immer nach dem Motto alles kann – nichts muss.

Der Zauberladen (244210)

Fr. 11.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 13.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

J.L. Moreno führte den Zauberladen 1943 als therapeutische Technik ein. Kunden und Kundinnen, die den Zauberladen besuchen, werden eingeladen, sich immaterielle Wünsche zu erfüllen. Dafür müssen sie in Tauschverhandlungen einen selbstbestimmten Preis zahlen, der sich nicht in gängigen Währungen bemisst. Im Zauberladen können Fähigkeiten erworben werden, von denen man sich wünscht, mehr davon zu haben. Im Tausch gibt man dafür Eigenschaften oder Charakterzüge ab, von denen man genug hat. Durch spielerisches Verhandeln, besteht die Gelegenheit sich mit eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen und deren Wert zu spüren. Die Käufer*innen kommen in Kontakt mit den eigenen Zielen und Werten und lernen den Preis dafür kennen, der mit dem Treffen einer Wahl verbunden ist.

An diesem Wochenende lernen Sie Ziel und Strategie des Zauberladens in verschiedenen Settings kennen. Sie lernen den Einsatz von Symbolen und Metaphern kennen und können sich als Zauberladenbesitzer*in üben.
In der Arbeit mit Anteilen, zur Exploration und in der Teamentwicklung kann diese Methode mit Freude und Humor eingesetzt werden.

Zauberkunst auf der Psychodramabühne (249104)

Fr. 11.10.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 13.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Uwe Mettlach

Lust sich als Zauberkünstler*in oder Magier*in auszuprobieren?
Rollentausch, Spiegel und Doppel sind nicht nur im Psychodrama bewährte Methoden, um Protagonist*innen zu begleiten und eine Szene zu entwickeln. Auch die Zauberkunst kennt das Tauschen von Positionen und Rollen, die Technik des Spiegelns und des Doppelns. In diesem Seminar werden wir uns Zauberkunststücke erarbeiten und diese auf der Bühne aufführen. Damit schaffen wir einen äußeren Rahmen für neue Erfahrungen und gleichzeitig nutzen wir die bekannte Bühne zum Ausprobieren neuer Rollen, Kompetenzen und Wissen.

Am Samstag den 12.10.2024 findet eine Aufführung statt, zu der Gäste eingeladen werden können.

Teilnahmevoraussetzungen:
Vorerfahrungen mit den Methoden des Psychodramas sind nicht erforderlich.
Verschwiegenheit zu den Trickgeheimnissen ist schriftlich zu garantieren.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Gott braucht Hilfsiche (245106)

Fr. 18.10.2024 (14:30 - 14:30 Uhr) - So. 20.10.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Die Schöpfung – Morenos Lebensthema – wie können wir sie uns vorstellen? Wofür ist sie gedacht? Was ist die Rolle des Menschen? Was ist in diesem Zusammenhang die Rolle des Psychodramas? Wie wirken Schöpfung und Kreativität? Wer ist auf dem „Balkon“ der Morenobühne? Wie trete ich mit dem „Balkon“ in Kontakt?
Im gemeinsamen Experimentieren wollen wir uns an diesem Wochenende den kabbalistischen Prinzipien Moreno`scher Philosophie nähern und uns so, mit Neugierde und Offenheit einer Facette in Morenos Schaffen widmen, die uns bisher wenig vertraut ist: der sephardisch-jüdischen Spiritualität seiner Herkunft, die Morenos Werk stark beeinflusst hat. Mit Respekt und Achtsamkeit machen wir die Bühne auf für die Fragen, die wir mitbringen.

Sonderwegs unterwegs (245105)

Fr. 01.11.2024 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 03.11.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Vogel-Dittrich

Unser Leben verläuft nicht immer geradlinig. Welche Sonderwege haben Sie bereits eingeschlagen? Auf welchen Sonderwegen befinden Sie sich gerade oder welche sehen Sie vor sich? In diesem Seminar wollen wir diese Richtungswechsel erkunden.
Wir erforschen die Dynamiken, die sich dadurch ergeben und treten auf der Bühne in Dialog mit den Stimmen im Innen und Außen: welche Personen oder inneren Anteile motivieren Sie und geben Ihnen Kraft? Wer oder was bremst Sie dagegen aus? In der psychodramatischen Inszenierung soll auch ein guter Umgang mit diesen verschiedenen Stimmen gefunden werden, sodass sich der Sonderweg stimmig für Sie anfühlt.
Vorerfahrungen im Psychodrama sind nicht erforderlich, es reicht neugierig auf Neues zu sein.

Stopp - Nein sagen lernen - Abgrenzung wie geht das? (240606)

Sa. 09.11.2024 10:00 - 17:00 Uhr in Frankfurt Main
DozentInnen: Manuela Lunze

Wie zieht man eine Grenze zum Gegenüber? Wie schafft man es, dass die gesteckten Grenzen dauerhaft eingehalten werden?
Der Ursprung für die mangelnde Fähigkeit der Abgrenzung liegt oftmals in der Herkunftsfamilie. Die Botschaften der Eltern und die eigenen inneren Antreiber verhindern, dass wir gut für uns sorgen und uns erfolgreich
abgrenzen.
Jeder Teilnehmer*in hat die Gelegenheit seine/ihre speziellen Abgrenzungsprobleme nachzuspüren und Handlungsalternativen zu entwickeln.

Biographische Verstrickungen (245107)

Fr. 29.11.2024 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 01.12.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Unserem Bewusstsein häufig nicht unmittelbar zugänglich ist die Tatsache, dass unsere Erziehungshaltungen
und -methoden geprägt sind von unseren eigenen Erfahrungen in der Kindheit und denen der
Generationen vor uns. Es ist ein feines Gewebe von Empfindungen und oft unbewussten Gefühlen und
Erfahrungen, das uns sowohl in unserer Haltung Kindern als auch unserem »inneren Kind« gegenüber
prägt. Dabei spielt eine Rolle, ob uns Empathie entgegen gebracht wurde und ob es uns auf dieser
Grundlage möglich wurde, Empathiefähigkeit zu entwickeln.
Transgenerational sind wir in Deutschland auch hier mit dem Erbe des Faschismus kollektiv konfrontiert. Wie sehr und wie tief die nationalsozialistische Ideologie vom Umgang mit Säuglingen, Kleinkindern und Kindern uns geprägt hat, soll daher der Schwerpunkt in diesem Seminar sein. Gemeinsam erkunden wir mithilfe psycho- und soziodramatischer Handlungstechniken dieses feine Gewebe von Glaubens- und Haltungsfragen und erproben Möglichkeiten der Veränderung.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20,00 Euro). 

Gelingende Begegnung gestalten – stabilisierende Momente von Kommunikation in Ze (244212)

Fr. 06.12.2024 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 08.12.2024 in Stuttgart
DozentInnen: Steffen Joas

Gelingende Begegnung ist eine, bei der Menschen ihr Vertrauen ineinander bestätigen oder vertiefen können, ohne dabei konflikthafte Inhalte schlicht abzuwehren oder ‚unter den Teppich zu kehren‚. Um als Mitglieder einer Gemeinschaft unser Vertrauen zueinander und ineinander zu stärken und damit soziale Beziehungen zu stabilisieren, brauchen wir Empathie, Aufrichtigkeit, Klarheit – und nicht zuletzt auch Wissen über die Wirkungsweisen unserer Kommunikation. Das gilt eben insbesondere dort, wo wir Unsicherheiten oder Anfeindungen erleben.

Das Ziel des Workshops ist es, situativ angemessene Lösungsansätze für die Bewältigung kommunikativ herausfordernder Situationen zu erleben und zu reflektieren. Dazu wird die Möglichkeit geboten, an konkreten Beispielen wesentliche Gestaltungselemente gelingender Kommunikation zu erarbeiten, zu sichern und für künftiges Handeln verfügbar zu machen.

Begegnungen mit mir (240607)

Sa. 07.12.2024 10:00 - 17:00 Uhr in Bad Nauheim
DozentInnen: Laima Narbutaité de Flórez

Welche Rollen habe ich in meinem Leben? Welche sind stark und dominant? In welchen Rollen brauche ich Unterstützung?
Das Selbst ist nach Moreno keine feste starre Größe, sondern es entsteht aus dem Zusammenwirken der unterschiedlichen psychosomatischen, psychodramatischen und soziodramatischen Rollen. Im psychodramatischen Spiel können diese Rollen erlebt und hinterfragt werden, so dass sich überraschende oder weiterführende Aspekte eröffnen. Die Arbeit auf der Bühne kann uns helfen, unsere Beziehungen, unsere Handlungs- und Wahrnehmungsstile zu erkennen, zu verändern und zu heilen.
Wer möchte es ausprobieren und sich selbst auf der psychodramatischen Bühne begegnen? Wer hat Lust, sein Rollenrepertoire und damit die eigene Flexibilität und Kreativität zu erweitern?



Veranstaltungskalender

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