"Wir sind alle durch die Verantwortung für alle Dinge zusammengebunden, es gibt keine begrenzte, teilweise Verantwortung."

 

J. L. Moreno

Programm / Fortbildung

Die störungsspezifische Psychodramatherapie basiert auf dem Verständnis des Psychodramas als Methode des Mentalisierens durch psychodramatisches Spiel. Anhand von Fallbeispielen werden jeweils die Besonderheiten der psychodramatischen Therapie bei der entsprechenden Erkrankung vorgestellt. Aus der Praxis der Fallbeispiele wird das störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten in Diagnostik, Praxis und Theorie abgeleitet. Die TeilnehmerInnen üben die wichtigsten Schritte des Vorgehens in Zweier- oder Dreiergruppen. Zu jedem Seminar gibt es ein Manuskript mit den wichtigsten theoretischen und praktischen Grundlagen der Behandlung dieser Erkrankung.

Seminar 1: Borderlineorganisation, strukturelle Störungen, Persönlichkeitsstörungen.
Seminar 2: Traumatherapie
Seminar 3: Psychotische Erkrankungen
Seminar 4: Depressionen und suizidale Krise
Seminar 5: Suchtstörungen und krankheitswertiges, abweichendes Verhalten
Seminar 6: Angststörungen und Zwangsstörungen

Alle Seminare sind einzeln buchbar!

Kennenlern- und Zulassungsseminar Grundstufe 2020 - 2021 (201001)

Fr. 18.09.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 20.09.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Das Zulassungsseminar für die Weiterbildung Psychodrama bietet die Möglichkeit in die „Welt des Psychodramas“ hinein zu schnuppern und die Motivation für die Teilnahme an der Weiterbildung Psychodrama zu prüfen. Inhalte des Wochenendes sind gegenseitiges Kennenlernen, erste Annäherung an psychodramatische Arbeitsformen, Erwärmung für die Übernahme von Rollen und erkunden der eigenen Freude am Spiel.
Als szenisch darstellendes Verfahren des inneren Erlebens sind für die Weiterbildung Psychodrama die persönliche Eignung, Spielfreude und das Einlassen auf die Weiterbildungsgruppe Voraussetzungen für die Teilnahme. Zusammen mit dem Zulassungsinterview bildet das Zulassungsseminar die Grundlage für die Einschätzung zur Zulassung in die Grundstufe.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 6 - Angst und Zwangsstörungen - online (203144)

Fr. 25.09.2020 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 27.09.2020 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z.B. bei Traumafolgestörungen. Bei Menschen mit Panikattacken ist es sinnvoll, mit der Stühlearbeit über den Selbstschutz durch Anpassung oder Grandiosität in ihre Konflikte hineinzugehen und nicht über die Affekte selbst. Auch bei PatientInnen mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen ist es indiziert, zunächst mit der Stühlearbeit die dysfunktionalen Ich-Zustände zu erfassen und an der Abwehr der PatientInnen zu arbeiten und nicht gleich an den dahinterstehenden Konflikten.
In Falldemonstrationen und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben arbeitsfeldbezogen die Diagnostik, die Krisenintervention bei einer Panikattacke und die Stühle-Technik in Zweiergruppen.

Es können Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer beantragt werden

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Die Kraft der eigenen Stimme finden (205102)

Fr. 25.09.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 27.09.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Justine Schuchardt

Was klingt in meinem Körper beim Sprechen oder Singen? Wie laut und leise darf ich werden? Warum klinge ich manchmal piepsig oder verhaucht?

Das Zusammenspiel von Physiologie und Gefühlen findet in der Stimme seinen Ausdruck. Wir entdecken mit der Stimme unseren Körper und uns selbst.

Manchmal halten Gefühle Körperstellen fest und verhindern, dass dort etwas schwingt. Diese Körperregionen haben eine eigene Stimme und möchten gehört werden. Dazu geben wir ihnen Gelegenheit. Organe, die bei der Stimmgebung beteiligt sind - Zwerchfell, Kehlkopf, Ohren, Becken, Rumpf und Kopf – lassen wir im psychodramatischen Spiel zu Wort kommen. Wir lernen zu verstehen, was sie uns sagen möchten. Dies können erste Schritte für Lösungen sein, die das Körpergewebe wie die Stimme gleichermaßen befreien. Körper und Seele finden im Stimmklang zu einer Balance.

Wir arbeiten mit den Methoden des Psychodramas und der Funktionalen
Stimmbildung (Lichtenberger® Modell).

Zielgruppe:
Alle die sich für ihre Stimme und ihren Körper interessieren; außerdem
Sängerinnen und Sänger, Schauspieler und Schauspielerinnen;
Menschen in Sprechberufen

Schnupperseminar - Was ist eigentlich Psychodrama? (200403)

Fr. 09.10.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 11.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Nur wenige Menschen wissen, dass man im Psychodrama nicht nur seine Herkunftsfamilie inszenieren kann, sondern dass man mit ihm auf der psychodramatischen Bühne (ein geschützter Raum) auch ungeahnte Abenteuer erleben kann. Alles wird im Spiel erlebt. Was man immer schon mal sagen oder tun wollte - hier kann es gewagt und ausprobiert werden.
Alles was in Beziehung zueinander steht - seien es Mitglieder einer Familie oder eines Kollegenteams, seien es politische Organisationen oder schmerzende Organe in einem menschlichen Körper kann auf der Bühne inszeniert werden. Immer geht es darum, Unsichtbares sichtbar und Unverständliches verständlich zu machen.
Neue Erkenntnisse sind dabei nicht ausgeschlossen.
Die Teilnehmenden lernen spielerisch das Psychodrama kennen, Feuer fangen erlaubt!

Angesprochen sind alle, die es schon immer mal wissen wollten sowie PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen, SeelsorgerInnen, ÄrztInnen, SchauspielerInnen.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Kompaktqualifikation "Soziales Lernen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen" (201940)

Fr. 09.10.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 28.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Diese fünfteilige Fortbildungsreihe bietet Interessierten aus

- Sozialer Arbeit und Jugendhilfe
- Therapie und Beratung
- Schule, Ausbildung und Beruf

… wertvolles Hintergrundwissen, Inspiration und viel konkretes Handwerkszeug für diese Zielgruppe.

Sie entdecken neue Perspektiven und Zugänge und erhalten ein tieferes Verständnis sowie eine Fülle kreativer Methoden für die psychodramatische Einzel- und Gruppenarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Viele ganz unterschiedliche Spielideen und Übungen werden ausprobiert.
Dabei werden Abwandlungen für Ihre konkrete Arbeitssituation vorgestellt und auf Wunsch demonstriert oder eingeübt.

Psychodramatische Vorkenntnisse oder Erfahrungen sind nicht nötig, berufliche Erfahrungen mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sind jedoch erwünscht.

Eigene Fragestellungen und Falleingaben sind willkommen!

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

1. Wochenende "Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte:
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit optimal in Theorie und Praxis auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.
Das Einführungswochenende kann zur Orientierung separat gebucht werden.
Sie finden es mit der Seminarnummer 201941.

2. Wochenende "Kreativität und Identität"

Inhalte:
- Ideen für Auftragsklärung und Startsituationen
- Motivation, Offenheit und Spielfreude
- Identitätsbildende und Ich-stärkende Übungen
- Die Imagewerkstatt
- Kreative Prävention für unterschiedliche Ziel- und Risikogruppen
- Viele attraktive psychodramatische Spielideen, die Soziales Lernen initiieren.

3. Wochenende "Grenzverletzungen, Aggressivität und Verweigerung"

Inhalte:
- Psychodramatische Interventionen bei Aggressivität
- Kurzes Update zu den Aggressionstheorien
- Umgang mit Regeln und Regelverstößen
- Kreative Beziehungsgestaltung bei Dissozialität
- Viele praktische Impulse für den Alltag
- Konzeptionelle Empfehlungen

4. Wochenende "Mobbing und Ausgrenzung"

Inhalte:
- Was ist Mobbing und was nicht?
- Wissen und Können aus Psychodrama, Soziometrie und Gruppendynamik
- Übersicht über bekannte Strategien gegen Mobbing und konzeptionelle Empfehlungen
- Rollengestaltung bei Mobbing-Interventionen
- Wege zu echter Stärkung der Betroffenen
- Effektive psychodramatische Interventionen bei Mobbing und Ausgrenzung, auch für gesamte Schulklassen, Einrichtungen usw.

5. Wochenende "Ablösung und Abschied"

Inhalte:
An diesem Wochenende geht es um Verselbstständigung- und Ablösungsprozesse Jugendlicher und junger Erwachsener in Bezug auf Elternhaus, Institution oder im Hinblick auf das Ende der therapeutischen oder der pädagogischen Arbeit.

- Hilfreiche Haltungen und Interventionen für eine gelingende Ablösung
- Umgang mit erlernter Hilflosigkeit, Abhängigkeiten und ungelösten Problemen
- Umgang mit den Affekten, die mit Ablösung einhergehen
- Feedbackkultur
- Geeignete Formen der Auswertung für Jugendliche und junge Erwachsene


In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen (201941)

Fr. 09.10.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 11.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

1. Wochenende "Einführung in das Psychodrama mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen"

Inhalte
- Praxisorientierte Einführung in die Soziometrie
- Einführung in Morenos Philosophie
- Grundlegende psychodramatische Interventionen für die Arbeit Jugendliche und junge Erwachsene
- Grundlagen für die Gruppen- und Einzelarbeit

Sie werden damit in Theorie und Praxis optimal auf die weiteren Wochenenden dieser Fortbildungsreihe vorbereitet.

Dieses Wochenende kann zur Orientierung separat gebucht werden.

Bei Teilnahme an der gesamten Kompaktqualifikation erhalten Sie ein aussagekräftiges und attraktives Zertifikat.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Störungsspezifische Psychodramatherapie 1 - Borderline u.a. (203145)

Fr. 16.10.2020 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 18.10.2020 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Was ist eine Borderlineorganisation, eine strukturelle Störung oder eine Persönlichkeitsstörung? Das Besondere in der Therapie ist: Die PatientInnen rufen durch ihre dysfunktionale Selbstorganisation in ihrem Alltag und in der therapeutischen Beziehung schwere Beziehungsstörungen hervor, weil sie ihre dysfunktionale Selbstorganisation als ich-synton und zu ihrer Identität zugehörig erleben. In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben in Zweiergruppen, die dysfunktionale Selbstorganisation der PatientInnen zu erfassen und für die Behandlung fruchtbar zu machen durch 1. das Aufstellen der dysfunktionalen Ich-Zustände, 2. die Stühlearbeit und 3. das „Prinzip Antwort statt Deutung“. Dabei dient die Kreativität der PatientInnen als Ressource und als Mittel der Heilung.

Es können Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer beantragt werden

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Das Verhältnis von Spontaneität und Struktur (204207)

Fr. 16.10.2020 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 18.10.2020 in Darmstadt
DozentInnen: Thomas Schwinger

Spiel und Experiment dienen der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten. Beides sind Bestandteile des psychodramatischen Vorgehens.
Ferner gilt: Psychodrama soll dazu verhelfen, authentische und realitätsbezogene Handlungen zu entwickeln (und nicht hysterische Hyperaktivität).
Dafür geben Strukturen Sicherheit - anders gesagt: Spontaneität entfaltet sich in Strukturen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Kennst Du nur das Zauberwort! (205104)

Fr. 16.10.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 18.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Wandlung ist das große Thema aller Märchen, weil Wandlung das große Thema des Unterwegsseins und der Entwicklung ist. Nichts bleibt immer wie es war. Das Märchen fasst diese Reise in Bilder. Märchenheldinnen und Märchenhelden sind unterwegs, stellen sich gefährlichen Herausforderungen und wandeln sich. Dabei erfahren sie Hilfe meist unverhofft und von merkwürdiger, nicht erwarteter Seite.
Spielerisch erkunden wir die Welt der Märchen. Dabei werden Gestalten und Symbole entdeckt, die hilfreich sein können für unseren Lebensweg. Sie schließen unsere persönlichen Erfahrungen, unbewussten Ängste und Befürchtungen mit ein und eröffnen neue Chancen, meist ungeahnt und verblüffend. Im Spiel verraten sie uns unser persönliches Zauberwort.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Spielräume der Zukunft: Psychodrama und Digitalisierung (208102)

Do. 22.10.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 24.10.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Carmen Zahn

Die Digitalisierung. Das heißt: Roboter, Virtuelle Realität, digitale Kommunikation und neue Formen der Arbeit. Digitalisierung heißt neue Organisationskulturen und Teamentwicklung. Digitalisierung ruft widersprüchliche Zukunftsgefühle hervor: Begeisterung und Ängste, Faszination und Kulturpessimismus. Hoffnung und Skepsis. Wir leben in unsicherer Zeit. Sicher ist: Die Digitalisierung wird unsere Zukunft prägen. Sie ist keine Option, sondern eine Tatsache. Sie ist zugleich Chance und Herausforderung. In diesem Seminar beschäftigen wir uns psychodramatisch-spielerisch und kreativ mit den Facetten der Digitalisierung. Wir finden unsere persönliche Haltung zu den Veränderungen, die sie mit sich bringt. Die Zukunft lässt sich nicht nur erleben, wir können sie gemeinsam gestalten. Visionen, Fantasie und Mut sind gefragt! Die Zukunft verstehen wir aus der Gegenwart, und die Gegenwart verstehen wir aus der Geschichte. Auch aus unserer persönlichen Geschichte. Im Seminar suchen und finden wir unsere persönliche Haltung und erste Lösungen zur Bewältigung der Aufgaben, die sich zukünftig stellen werden. Und wer könnte sich diesen Aufgaben besser stellen als die "Visionäre des Imperfekten"?

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Monodrama Curriculum 2020 - 2021 (204203)

Fr. 30.10.2020 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 07.11.2021 in Neu-Anspach
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Das Kompaktcurriculum übersetzt Theorie und Praxis des Psychodramas aus der Gruppenarbeit in die therapeutische bzw. beraterische Arbeit im Einzelsetting. Grundlage für den Aufbau des Curriculums ist das prozesspsychologische Verständnis der psychodramatischen Arbeit nach Dr. R. Krüger.

Zentrale Stichworte sind dabei Selbstorganisation und Mentalisieren durch psychodramatisches Spiel.
Vor diesem theoretischen Hintergrund können TherapeutInnen und LeiterInnen die kreative Selbst- und Beziehungsgestaltung des Menschen differenziert und störungsspezifisch aktivieren. Blockierte Selbstorganisationsprozesse aus der Bindung an die immer gleichen Konfliktlösungsmuster und Symptombildungen können befreit werden.
Das therapeutische bzw. beraterische Vorgehen wird in Einzelarbeit mit den Teilnehmenden oder an Patientenbeispielen demonstriert und geübt. Die Verbindung von Theorie, Praxis und Selbsterfahrung macht den Teilnehmenden die theoretischen Konzepte und komplexen Sachverhalte über die Kognition hinaus erlebbar und leichter zugänglich. Durch die Teilnahme an diesem vierteiligen Curriculum wird die eigene berufliche Arbeit differenzierter, kreativer und lustvoller.

Modul 1: Szenenaufbau und Doppeln
Modul 2: Rollenspiel in der eigenen Rolle sowie Rollenspiel in der Rolle anderer und Rollenwechsel
Modul 3: Rollentausch und Spiegeln
Modul 4: Szenenwechsel und Amplifikation

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Kompaktqualifikation "Professionell leiten und beraten in Gruppen und Teams" (201902)

Do. 05.11.2020 (12:00 - 13:00 Uhr) - Sa. 07.05.2022 in Stuttgart
DozentInnen: Rosemarie Budziat

Als Leiterin eines Teams, Personalverantwortlicher, Einrichtungsleitung, Gruppenleitung, Beraterin müssen Sie Kenntnisse über Gruppen und Teams haben und sollen in der Lage sein, diese zu leiten und zu steuern. Sie brauchen theoretisches Know-How und suchen praktische und kreative Ideen um mit diesen Gruppen und Teams zu arbeiten und sie in Stand zu setzen bei größtmöglicher Selbstorganisation sehr gute Arbeit zu leisten.
Die Teilnehmenden der Kompaktqualifikation lernen kreative Konzepte in der Leitung und der Beratung von Gruppen, Teams, Gremien, Schulklassen, Weiterbildungsgruppen. Im eigenen Erleben der Weiterbildungsgruppe, anhand von verschiedenen Theoriemodellen und Beispielen aus der Praxis werden sie befähigt, die innere Dynamik von Gruppen, Teams und Gremien oder Schulklassen zu erkennen und zu diagnostizieren. Daraus werden eigene Handlungsschritte für die eigene Praxis mit Gruppen entwickelt. Integraler Bestandteil sind regelmäßige Prozessreflexionen und gegenseitiges Feedback.
Sie lernen soziodramatisch/psychodramatisch zu arbeiten (Soziometrie, Soziodrama, Aufstellungsarbeit, Spiel mit Rollen...) und schrittweise anzuwenden. Die Teilnehmenden erhalten über sich selbst und ihr Handeln in Gruppen wichtige Hinweise und erweitern ihr persönliches Interventionsverhalten.
Selbststudium, eine schriftliche Arbeit, kollegiale Intervision sowie Ausbildungssupervision vertiefen das Erfahrene.

Der Lehrgang ist offen für TeilnehmerInnen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder (Fach-) Hochschulabschluss. Die Teilnehmenden haben Verantwortung für Gruppen, Teams, Gremien, Schulklassen oder Weiterbildungsgruppen. Sie leiten, begleiten oder beraten diese in Organisationen, Unternehmen, Vereinen, in pädagogischen, therapeutischen, schulischen, politischen oder kommunalen Zusammenhängen.

Themen der Fortbildung in der Übersicht
• Anfang und Kontrakt
• Rolle und Rollentausch
• Raum und Bühne
• Gesellschaft und Politik
• Organisation und Team
• Eigene Wirksamkeit in Gruppen und Prozess
• Körper und Gesundheit
• Konflikt und Konfliktlösung
• Prozessgestaltung und Design
• Eigenes Profil und Abschluss

Die Moleküle der Gefühle (203107)

Fr. 06.11.2020 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 08.11.2020 in Edenkoben
DozentInnen: Helmut Schwehm

In Theorie und Praxis des Psychodramas gibt es unterschiedliche Zugänge zu Rollentheorie und Menschenbild. Betrachtet man die Entwicklung des Menschenbildes und der Rollentheorie bei Moreno, kann man entdecken, dass grundlegende Aussagen zur Rollentheorie aktuellen Erkenntnissen in Neurobiologie und Hirnforschung entsprechen. Auch die Entwürfe zum Menschenbild im Psychodrama können sich auf Augenhöhe an den notwendigen gegenwärtigen Diskursen beteiligen (vgl Y.N. Harari, Home Deus). In dem Seminar wird über praktische Szenenarbeit aufgezeigt, wie sich psychodramatische Rollentheorie und Menschenbild im Psychodrama, Erkenntnisse der Neurobiologie und gegenwärtige Beiträge zur Geschichte des Menschbildes zukunftsorientiert begegnen können. Konsequenzen für die praktische Anwendung werden szenisch demonstriert.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Tool Time! (200603)

Di. 24.11.2020 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Möchten Sie kreative Bausteine kennenlernen, die Sie sofort umsetzen können, auch bei sprachlichen und kulturellen Verständigungsschwierigkeiten?
Sie haben Interesse an attraktiven und effizienten Methoden?
Sie möchten Inputs und Inspirationen für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Menschen erfahren?

Dieses Angebot richtet sich an all jene, die in Pädagogik, Therapie und Sozialer Arbeit tätig sind und hält auch für erfahrene PsychodramatikerInnen Neues bereit!

Viele unterschiedliche Ideen für Gruppen- und auch für Einzelsettings werden demonstriert und dabei praxisnahe Variationen für die gelingende Umsetzung in Ihrem Arbeitsfeld aufgefächert.

Eigene Fragestellungen und Falleingaben sind willkommen!

Erfahrungen mit dem Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

Kreative Elternarbeit (200604)

Mi. 25.11.2020 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Unterschiedliche psychodramatische Methoden und viele praktische Anregungen für eine erfolgreiche Elternarbeit (einzelne Elternteile, Elternpaare, Elterngruppen) werden vorgestellt, ausprobiert und eingeübt.

Auch schwer zugängliche Eltern(-teile) werden z.B. durch den kreativen Einsatz intermediärer Objekte oder durch die szenische Bearbeitung der anstehenden Themen erreicht. Bei kulturellen oder sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten können methodisch neue Brücken gebaut werden.
Von der Auftragsklärung bis zur Auswertung ist die aufdeckende und eindrücklich gemeinsame Prozessgestaltung durch das Psychodrama Erlebnis und Bereicherung für alle Beteiligten.

Eigene Fragen und Fallbeispiele sind willkommen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Wenn der Körper spricht- Psychosomatik und tiefenpsychologisch-fundiert (203102)

Fr. 27.11.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 29.11.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Körper, Seele und Geist bilden eine untrennbare Einheit unseres menschlichen Seins. Der Körper jedoch entgleitet häufig unserer Aufmerksamkeit. In erster Linie muss er funktionieren. Erst in Krankheit oder bei körperlichen Einschränkungen schenken wir ihm mehr Aufmerksamkeit. Dabei ist der Körper das Haus, in dem wir leben.
Der Speicher unserer Biographie. Lebensgeschichte ist immer auch Körpergeschichte.
Mit psychodramatischen Handlungstechniken und wohltuenden Übungen wird die Wahrheit des Körpers aufgespürt und exploriert. Körperdiagnostik wird zu einem aktiven Bestandteil unserer Psychodiagnostik.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wechselwirkung: Rollentausch und Rollenwechsel (204204)

Fr. 27.11.2020 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 29.11.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Konflikte, die sich wie ein Muster wiederholen oder die sich partout nicht lösen lassen, machen uns oft verzweifelt, zumindest aber ratlos. Wenn mein Kontrahent nur nicht so starrsinnig wäre, dann ginge es mir viel besser. Aber was, wenn mein Gegenüber dasselbe von mir sagt?

Im Rollentausch mit unserem Konfliktpartner entdecken wir eigene Anteile in einem Konflikt. Der Perpektivenwechsel ermöglicht uns, spielerisch Handlungen auszuprobieren, die zu Lösungen führen.
Zugleich lernen wir zentrale Techniken des Psychodramas kennen: den Rollentausch und den Rollenwechsel.
Wir behandeln die Voraussetzungen, Varianten und Ziele von Rollenwechsel und Rollentausch und entdecken Kriterien, beide Begriffe voneinander zu unterscheiden. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die Techniken einzuüben.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (203104)

Fr. 04.12.2020 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 06.12.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Alternative mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschieden Möglichkeiten zum üben und sich ausprobieren sind vorgesehen.

Mama Mia! Mütter und Töchter, Mütter und Söhne! (205105)

Fr. 11.12.2020 (14:30 - 19:00 Uhr) - Sa. 12.12.2020 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

An diesem Wochenende befassen wir uns mit den Möglichkeiten von Nähe und Distanz, Wertschätzung, Kritik und Akzeptanz zwischen den Generationen.
Meistens ist die erste Bezugsperson im Leben eines Menschen und damit oft entscheidend prägend, unsere Mutter. Sie vermittelt bewusst und unbewusst wie das Leben geht.
Sie beeinflusst unser Frauen- und Männerbild und damit unser Selbstbild bzgl. Mütterlichkeit, Väterlichkeit, Rivalität und Sexualität.
Die Leiterinnen sind Mutter und Tochter und arbeiten mit Methoden aus Psychodrama und Gesprächstherapie.

Monodrama Curriculum 2021 - 2022 Großburgwedel (214211)

Fr. 29.01.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 25.09.2022 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Das Kompaktcurriculum übersetzt Theorie und Praxis des Psychodramas aus der Gruppenarbeit in die therapeutische bzw. beraterische Arbeit im Einzelsetting. Grundlage für den Aufbau des Curriculums ist das prozesspsychologische Verständnis der psychodramatischen Arbeit nach Dr. R. Krüger.

Zentrale Stichworte sind dabei Selbstorganisation und Mentalisieren durch psychodramatisches Spiel.
Vor diesem theoretischen Hintergrund können TherapeutInnen und LeiterInnen die kreative Selbst- und Beziehungsgestaltung des Menschen differenziert und störungsspezifisch aktivieren. Blockierte Selbstorganisationsprozesse aus der Bindung an die immer gleichen Konfliktlösungsmuster und Symptombildungen können befreit werden.
Das therapeutische bzw. beraterische Vorgehen wird in Einzelarbeit mit den Teilnehmenden oder an Patientenbeispielen demonstriert und geübt. Die Verbindung von Theorie, Praxis und Selbsterfahrung macht den Teilnehmenden die theoretischen Konzepte und komplexen Sachverhalte über die Kognition hinaus erlebbar und leichter zugänglich. Durch die Teilnahme an diesem vierteiligen Curriculum wird die eigene berufliche Arbeit differenzierter, kreativer und lustvoller.

Modul 1: Szenenaufbau und Doppeln
Modul 2: Rollenspiel in der eigenen Rolle sowie Rollenspiel in der Rolle anderer und Rollenwechsel
Modul 3: Rollentausch und Spiegeln
Modul 4: Szenenwechsel und Amplifikation

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Störungsspezifische Psychodramatherapie 4 - Depression und suizidale Krise (213141)

Fr. 05.02.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 07.02.2021 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Im mentalisations-orientierten Psychodrama werden die depressiven Symptome als das Ergebnis von Blockaden oder Defiziten der inneren Konfliktverarbeitung verstanden. Störungsspezifische psychodramatische Therapie löst diese Blockaden spezifisch auf. Sie differenziert zwischen Aktualkonflikten (z.B. Erschöpfungsdepression, Trauer bei Tod von Bezugspersonen, Suchtproblematik), neurotischen Depressionen (Abbau der Anpassung durch Identifizierung mit dem Angreifer), schweren Depressionen bei strukturellen Konflikten (Selbststeuerung befindet sich im Symptom) und suizidalen Krisen. In Falldemonstrationen und Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgebarbeitet. die TeilnehmerInnen üben die wichtigsten Schritte des therapeutischen Vorgehens in Zweitergruppen.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Warming Up (214201)

Fr. 12.02.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 14.02.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Anke Carraro-Walter

„Der Erwärmungsprozess, die greifbare Manifestation der Spontaneität, ist eine Rahmenbedingung die vor und während jedes kreativen Aktes auftritt (...) Es ist sinnvoll, unterschiedliche Typen von Erwärmung zu unterscheiden (...).“ Moreno 1960
In der ersten Phase des Psychodramas wird die Gruppe „angewärmt“, ein Uni-Seminar braucht eine kreativere Gestaltung oder in einer Supervision fehlt die nötige Aufmerksamkeit. Und auch in anderen Zusammenhängen sollen Gruppen in Bewegung kommen, in Kontakt gelangen oder auf ein Thema fokussiert werden. Aber wie und wofür? Und was, wenn ich mal keine Idee habe und in keinem Buch eine passende Anwärmung zu finden ist? Warum lasse ich einmal Gefühle spielen und ein anderes Mal eine Partnermassage durchführen oder eine Skulptur formen?
Viele Aspekte einer Anwärmung spielen eine Rolle : Gruppenphase, Gruppenziel, Gruppenthema, die Intention der Leitung, äußere Bedingungen und noch viele mehr.
An diesem Wochenende werden wir uns mit diesen Aspekten auseinandersetzten, Anwärmungen kennenlernen und selber die Wirkung an uns erleben und eigene Warming-Ups entwickeln.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Kreativ Fremdsprachen begegnen (219101)

Fr. 19.02.2021 (16:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 20.02.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Monica Baudracco-Kastner

Die Psychodramaturgie Linguistique (PDL), entwickelt von Dr. Bernard Dufeu, ist eine Methode für den Fremdsprachenunterricht, die ihre Hauptquelle im Psychodrama hat. Mit dieser Methode wird die Sprache von Anfang an mit allen Sinnen erlebt. Offene Rahmenaktivitäten stimulieren den Ausdruckswunsch und entwickeln Haltungen und Fähigkeiten (Zuhören, Spontaneität, Empathie), die den Erwerbsprozess fördern. In diesem Workshop werden sprachübergreifend einige Techniken und Elemente der PDL ausprobiert und gemeinsam reflektiert, sowie die Berührungspunkte mit dem Psychodrama analysiert. Fremdsprachenlehrer,-lernende und -interessierte können so in eine ganzheitliche Art des Lernens eintauchen und neue Impulse für das eigene Lernen und Lehren mitnehmen.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Von Begegnungen in und mit virtuellen Räumen (210601)

Sa. 20.02.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Nikolas Danzinger

Wie verändern sich Begegnung und Tele-Prozesse, wenn die Räume zunehmend virtuell werden? Wenn Kommunikation hauptsächlich digital verläuft, unser Selbst in virtuellen Rollenangeboten zu versinken droht und künstlich (k)eine tragfähige Beziehung aufgebaut werden kann?
Wir nähern uns der digitalen Herausforderung aus drei verschiedenen Perspektiven:
Ein freier Software-Entwickler zeigt auf, was heute alles möglich ist und was die Zukunft noch bereithalten wird. Ein Suchttherapeut zeigt die Schattenseiten digitaler Welten und wird das neue Krankheitsbild "gaming disorder" diskutieren. Eine Kommunikationswissenschaftlerin erörtert die Frage, wie man digital Mensch bleiben kann und welche ethischen Lebensfragen digitale Transformation aufwerfen wird.
Die Teilnehmenden
• erweitern, vertiefen und differenzieren Ihr Wissen zu den Dynamiken virtueller Welten
• erhalten Einblicke in das, was technisch möglich ist und was uns erwartet
• setzen sich kritisch mit dem neuen Krankheitsbild „gaming disorder“ (ICD 11) auseinander und beleuchten die diagnostischen Hintergründe und Folgen
• reflektieren die Dynamik von Digitalisierung im Kontext psychodramatischer Beratung.


Psychodramatische Voraussetzungen? Nicht erforderlich

Störungsspezifische Psychodramatherapie 1 - Borderline u.a. (213142)

Fr. 05.03.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 07.03.2021 in Neu-Anspach
DozentInnen: Reinhard Krüger

Was ist eine Borderlineorganisation, eine strukturelle Störung oder eine Persönlichkeitsstörung? Persönlichkeitsgestörte PatientInnen leiden an einer metakognitiven Störung. Sie erleben ihre starre Abwehr als zu ihrer Identität zugehörig. Sie rufen damit schwere Beziehungsstörungen hervor, auch in der therapeutischen Beziehung.
Die TeilnehmerInnen üben in Zweiergruppen, ihre eigenen negativen Affekte in der therapeutischen Beziehung für die Behandlung fruchtbar zu machen. Sie symbolisieren dazu die dysfunktionalen metakognitiven Ich-Zustände der PatientInnen (ego-states) mit Stühlen und Handpuppen und lassen sie miteinander in Interaktion treten. Sie lernen das "Prinzip Antwort statt Deutung" mithilfe des psychodramatischen Antwortens durch Aufstellen der drei aufgabenbezogenen metakognitiven Ich-Zustände des/der TherapeutIn.

Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Hessen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wenn man träumt, soll man auf nichts verzichten (214202)

Fr. 05.03.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 07.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

Kleine Träume, große Träume, Nachträume, Tagträume, Albträume und Wunschträume: 
schon immer haben Träume fasziniert, wurden aufgeschrieben, gemalt, inszeniert und gedeutet. In der Antike wurde der Traum in Form des sogenannten Inkubationstraums als unmittelbare Sprache der Götter verstanden. Die Vorsokratiker und Religionskritiker behaupteten genau das Gegenteil. 
Shakespeare glaubte an die Wirksamkeit des Traumes und Descartes fragte, ob der Traum vielleicht nicht doch Wirklichkeit sei, denn schließlich werden im Traum doch echte Gefühle erlebt. Wir werden unsere Träume auf der Psychodrama Bühne inszenieren und versuchen, ihnen vor dem Hintergrund der analytischen Psychologie C.G. Jungs eine Bedeutung zu geben, um dann, ganz im Sinne J.L. Morenos, weiter zu träumen und erneut zu träumen. 

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

Doppeln - Doppelpunkt: Alleine und doch zu zweit (214203)

Fr. 12.03.2021 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 14.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Doppeln gehört zu den wesentlichen Handlungstechniken im Psychodrama. Es ist eine der Techniken im Psychodrama, die bei allen Personen anwendbar und wirksam ist, egal welche störungsspezifischen Merkmale Klienten mitbringen, Ebenso ist das Doppeln bei psychodramatischer Vorgehensweise in allen Formaten – Supervision, Coaching, Therapie, Beratungskontext, Lehr- und Fortbildungskontext – kaum wegzudenken.
Im Seminar sollen vorrangig Begründungen, das Kennenlernen der vielfältigen Arten und das Erlernen der Zugänge in der Anwendung des Doppelns im Mittelpunkt stehen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Arbeit mit Geflüchteten – vorgestern, gestern und heute (213102)

Fr. 19.03.2021 (18:00 - 18:00 Uhr) - Sa. 20.03.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Gis Valenta

Aus Morenos Wiener Zeit wissen wir, dass er sich besondere Impulse bei der Arbeit mit Geflüchteten für seine Psychodramagrundlagen erarbeitet hat.
Auch unsere Nachkriegsgeneration hat Erfahrung mit Geflüchteten aus früheren Ostgebieten gemacht, die vielfältige Auswirkungen auf unser Land hatten.
Die neue Herausforderung des 21.Jahrhunders ist die Zuwanderung von Geflüchteten aus vielerlei Kulturen und Weltanschauungen.
An diesem Wochenende wollen wir Strategien aus dem Schatz des Psychodramas kennenlernen und weiterentwickeln. Sie helfen uns für die neuen Herausforderungen neue, konstruktive Handlungsstrategien zu entwickeln.

Spielen wir mal Gruppe? Doppeln wir die Dynamik? (214204)

Do. 15.04.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 18.04.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Klaus Antons

Gruppendynamik und Psychodrama sind von ihrer Entstehungsgeschichte wie Zwillingsgeschwister. Jacob Levy Moreno und Kurt Lewin waren Kollegen - kein Wunder also, dass die Soziometrie in beiden Verfahren zum Repertoire gehört. Gemeinsam ist den beiden Verfahren nicht nur das Messen zwischenmenschlicher Beziehungen, sondern auch die primäre Orientierung am Prinzip Gruppe.
Ähnlich ist auch das Menschenbild: Der Mensch wird gesehen als kreatives, autonomes und gleichzeitig interdependentes Wesen. Morenos „Zwei-Fühlung“ entspricht dem Arbeiten mit dem lewin‘schen interpersonalen Spannungsfeld.

Die TeilnehmerInnen erfahren am Modell der Zusammenarbeit einer Psychodramatikerin und eines Gruppendynamikers Elemente beider Verfahren und deren Zusammenhänge, erweitern ihr persönliches Repertoire an Interventionstechniken für die Arbeit in Gruppen und Teams und trainieren psychosoziale Kompetenzen wie Selbst- und Fremdwahrnehmung, Spontaneität und Ausdrucksfähigkeit, Rollenflexibilität und Konfliktfähigkeit.

Die Arbeitsweise ist experimentell und erfahrungsbezogen; es wird überwiegend mit der Dynamik der Kursgruppe selbst gearbeitet.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Schnupperseminar - Was ist eigentlich Psychodrama? (210401)

Fr. 16.04.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 18.04.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Nur wenige Menschen wissen, dass es im Psychodrama nicht ums Schauspielen geht, sondern dass die Bühne im Psychodrama ein geschützter Raum ist, in dem man ohne Vorkenntnisse ungeahnte Abenteuer erleben kann. Was man immer schon mal sagen oder tun wollte - hier kann es gewagt und ausprobiert werden. Alles wird im Spiel erlebt.
Alles was in Beziehung zu einander steht - seien es Mitglieder einer Familie, eines Kollegenteams, oder einer politischen Organisation, seien es bohrende Gefühle oder schmerzende Organe in einem menschlichen Körper - kann auf der Bühne inszeniert werden. Immer geht es darum, Unsichtbares sichtbar und Unverständliches verständlich zu machen.
Selbsterkenntnis ist dabei nicht ausgeschlossen.
Die Teilnehmenden lernen spielerisch das Psychodrama kennen und fangen vielleicht Feuer.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 5 - Suchtverhalten (213143)

Fr. 30.04.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 02.05.2021 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Das besondere Problem in der Psychotherapie von abhängigkeitskranken Patienten ist eine metakognitive Störung, die dysfunktionale Ich-Spaltung. Diese ist zu finden bei schädlichem Gebrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen und auch bei Essstörungen, Automatenspielsucht, Internetsucht, Pornosucht und anderen nicht-substanzgebundenen Suchterkrankungen. In Falldemonstrationen der Leiter und kleinen Vorträgen wird das jeweilige störungsspezifische kognitive und metakognitive Vorgehen in seinen aufeinander aufbauenden Schritten herausgearbeitet. Die TeilnehmerInnen üben an Patientenbeispielen in Zweiergruppen die psychodramatische Diagnostik und die Therapie mit der Zwei-Stühle-Technik. Sie erfahren dabei als PatientIn und als TherapeutIn den Unterschied zwischen kognitiv orientiertem und metakognitiv orientiertem Vorgehen.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Die Heldenreise – Psychodramatischer Zugang zu einer Form der Biographiearbeit (215101)

Fr. 30.04.2021 (14:00 - 14:00 Uhr) - So. 02.05.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Bartels

Heldinnen und Helden aus Mythen, Märchen und Filmen spielen besonders in der Kindheit eine wichtige Rolle. Sie bieten uns Orientierung und Inspiration, in der Art und Weise wie sie Herausforderungen und Krisen meistern und mutig ihre ganz individuellen Wege gehen und ihre Grenzen immer wieder überschreiten.
Diese Heldenreisen sind Entwicklungsgeschichten mit archetypischen Grundstrukturen, von denen eine große Faszination ausgeht. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Heldinnen und Helden und ihren Reisen ins Unbekannte hält für jeden Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung bereit.
Im Seminar bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit den verschiedenen Methoden und Zugängen des Psychodramas die eigene Heldenreise zu entdecken und weiter zu entwickeln, Ängste und Blockaden abzubauen, eigene Ressourcen und Kraftreserven zu mobilisieren, mehr Spontaneität und Kreativität in der eigenen Persönlichkeit zuzulassen und so zu mehr Erfüllung und Gelassenheit zu finden. Nicht zuletzt geht es hierbei auch um eine psychodramatische Erkundung des Konzeptes der Heldenreise, zu der wir uns gemeinsam auf den Weg machen wollen.

Ein Tag für mich! (210602)

Sa. 08.05.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

An diesem Tag steht das wichtigste Werkzeug der Pädagogik und Therapie im Mittelpunkt:
Ihre Persönlichkeit!

In verschiedenartigen psychodramatischen Spielen haben Sie die Möglichkeit

- Ihren Wünschen und Visionen neu zu begegnen
- unterschiedliche Perspektiven zu erleben
- sich von irrationalen Überzeugungen zu verabschieden
- fragwürdige Bemühungen und Ziele loszulassen
- sich selbst durch neue hilfreiche Bilder zu ermutigen
- den Blick ins Weite zu wagen
- und endlich (wieder) nach den Sternen zu greifen!

Sie müssen nichts vorbereiten, einfach nur kommen.
Wie nach einem Strandspaziergang werden Sie Erholung und viele unverhoffte Fundstücke mitnehmen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Akquise und Auftragsklärung: Wie denn? – Wo denn? – Wann denn? (216101)

Fr. 11.06.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - Sa. 12.06.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Stefan Schmitz

Sich als SupervisorIn und/oder Coach auf den freien Markt zu begeben, stellt eine anspruchsvolle Herausforderung in der Professionalisierung dar. Akquise und Auftragsklärung erscheint in der Theorie leicht, die Praxis lehrt oft anderes. Gehe ich die ersten Schritte in der Sonne meiner „Schule“, Hand in Hand mit meinem beruflichen Werdegang, mit meinen Visionen, mit besonderen Methoden und Techniken meiner supervi-sorischen Arbeitsweise?
Wer ist SupervisorIn, und wer ist SupervisandIn? Gibt es wirklich den Auftrag hinter dem Auftrag? Wie ehrlich kann ich in der Akquise sein? Inwieweit unterscheiden sich Akquise und Auftragsklärung bei Supervision und Coaching? Und wann fängt eigentlich die Arbeit an?
Diesen Diskursen wollen wir uns zuwenden, indem wir sie psychodramatisch anschauen, professionell verstehen und authentisch für den Transfer in den neuen Alltag als SupervisorIn oder Coach vorbereiten.

Innere Strukturen heilen - Körperarbeit mit Psychodrama und Pessotherapie (213103)

Fr. 18.06.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 20.06.2021 in Lörrach
DozentInnen: Ingrid Sturm

Unser Körper weiß oft viel mehr als unser Bewusstsein, was wir brauchen, was uns guttut oder schadet. Körperliche Reaktionen und Symptome können uns wertvolle Rückmeldungen darüber geben, welche Bedürfnisse in unserer Lebensgeschichte, die in unserem Körpergedächtnis gespeichert ist, nicht adäquat befriedigt werden konnten.
In diesem Seminar arbeiten wir mit dem psychodramatischen Spiel sowie mit Techniken, die aus der Pessotherapie stammen. In Gruppen- und Protagonistenarbeiten können die TeilnehmerInnen in psychodramatischen Sur Plus Szenen neue Körpererfahrungen machen, die auf einer tiefen strukturellen Ebene heilsam wirken.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit der Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Trennung - Abschied - Neubeginn (215102)

Fr. 18.06.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 20.06.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Trennung und Abschied sind Erfahrungen, die sich durch unser ganzes Leben ziehen.
Immer müssen wir loslassen: von Orten, Gruppen, Altersstufen, Beziehungen, von einzelnen Menschen, die uns nahestehen. Oft wehren wir uns gegen den Verlust, wollen ihn nicht wahrhaben und spüren keine Kraft mehr, Leere und Dunkelheit zu überwinden.
Doch lässt nicht jeder Abschied auch einen Freiraum für den Neubeginn? Um das Spüren zu können, ist es notwendig, unsere kreativen Kräfte wieder in Bewegung zu bringen.
Mit den Möglichkeiten des Psychodramas werden wir uns diesen Themen nähern, Abschiede inszenieren, uns auf der Bühne damit befassen und die Kräfte des Neubeginns erleben.

Ich bin eine Andere (ein Anderer) (210603)

Sa. 19.06.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Bernd Mückain-Reisert

„Die Tiefe ist Außen“ Heimito v. Doderer

1921 ließ sich der Künstler Marcel Duchamp als die Dame „Rrose Selavy“ in verschiedenen „outfits“ von Man Ray fotografieren.
Seitdem bildet das Spiel mit Rollen und die damit verknüpfte Frage nach der eigenen Identität eine wichtige Strömung in der Performance- und Photokunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
In diesem Seminar lernen wir am Beispiel relevanter Werke künstlerische Strategien der Selbstinszenierung kennen, um im weiteren Verlauf die eigene „Wunsch-Rolle“ zu erkunden.
Bei diesem „Selbst-Casting“ wird der/die ProtagonistIn zum Star & zur KünstlerIn und beginnt einen Prozess der Annäherung.
Die psychodramatische Gruppe bietet hierbei den nötigen Schutz- und Reflexionsraum.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Biographische Verstrickungen (219103)

Fr. 02.07.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 04.07.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Unserem Bewusstsein häufig nicht unmittelbar zugänglich ist die Tatsache, dass unsere Erziehungshaltungen
und -methoden geprägt sind von unseren eigenen Erfahrungen in der Kindheit und denen der
Generationen vor uns. Es ist ein feines Gewebe von Empfindungen und oft unbewussten Gefühlen und
Erfahrungen, das uns sowohl in unserer Haltung Kindern als auch unserem »inneren Kind« gegenüber
prägt. Dabei spielt eine Rolle ob uns Empathie entgegen gebracht wurde und ob es uns auf dieser
Grundlage möglich wurde, Empathiefähigkeit zu entwickeln.
Transgenerational sind wir in Deutschland auch hier mit dem Erbe des Faschismus kollektiv konfrontiert. Wie sehr und wie tief die nationalsozialistische Ideologie vom Umgang mit Säuglingen, Kleinkindern und Kindern uns geprägt hat, soll daher der Schwerpunkt in diesem Seminar sein. Gemeinsam erkunden wir mit Hilfe psycho- und soziodramatischer Handlungstechniken dieses feine Gewebe von Glaubens- und Haltungsfragen und erproben Möglichkeiten der Veränderung.

Teil des Seminars ist eine öffentliche Abendveranstaltung mit einem Vortrag von
Dr. Rose Ahlheim, Berlin
Analytische Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin, SKEPT (Säuglings-Kinder-Eltern-Psychotherapie), Sonderschullehrerin und Autorin verschiedener Publikationen, u.a. mit Getrud Haarer: „Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind“ (2012); mit Klaus Ahlheim: „Autonomie statt Gehorsam: Zu einer Erziehung nach Auschwitz" (2018);

Die öffentliche Abendveranstaltung findet am Freitag, 02. Juli 2021 17:00 Uhr - 21:00 Uhr in Kooperation mit der C. G. Jung-Gesellschaft Stuttgart e.V. im Hotel Silber in Stuttgart (Säulensaal der ehemaligen Gestapozentrale und heutigen Gedenkstätte und Ort historischer und politischer Bildung) statt.

Nur Teilnahme Abendverantaltung: 15,00 Euro

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt.

Einsatz von Ad-hoc Interventionen im pädagogischen Alltag, Supervision und Bera (219702)

Fr. 02.07.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 04.07.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Wolfgang Kocher

"Handeln ist wirksamer als Reden" (frei nach Jakob L. Moreno)
In dieser Seminarreihe wird ein bunter Blumenstrauß an Ad-Hoc-Interventionstechniken vorgestellt, die eingeübt und sofort im pädagogischen Alltag eingesetzt werden können.

Wir werden im Seminarraum Beziehungsgeflechte mit Klötzchen und Seilen entflechten, beim Wachsen der "Rose von Jericho" Entwicklungen sichtbar machen und mit der Gießkanne Ambivalenzen zu Leibe rücken. Mit bunten Schnüren, kleinen Symbolen und Sanduhren machen wir Jagd auf Zeitdiebe. Wir lösen Ärger mit Luftballons und Magneten auf und lassen Holzgliederpuppen miteinander kommunizieren. Kleine Geheimnisse lüften wir mit dem Geheimniskästchen und begeben uns auf eine Expedition zu den Inseln der Gefühle. Mit Münzen machen wir den Wert von Beziehungen sichtbar. Nach getaner Arbeit verdauen wir mit Russischbrot. Das Wochenende Wundertüte an wirksamen Interventionen, die sofort im beruflichlichen Alltag anwendbar sind.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

In Kooperation mit dem Netzwerk Konflikthilfe e. V.

Soziodrama eines Ausnahmezustandes… Corona und das (Er-)Leben im Unnormalen (215103)

Fr. 16.07.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 18.07.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Eine Welt die auseinanderdriftet, ein Virus das verbindet und Länder, Regionen, Städte in den Ausnahmezustand versetzt. Kollektive Ängste, Solidarität und Egoismus…
Was ist mit uns und unserer Welt geschehen? Was wirkte da zusammen und aufeinander ein?
An diesem Wochenende erforschen wir die soziodramatische Dynamik dieses Phänomenes und unseren Umgang damit, die Auswirkungen auf Einzelne, Gemeinschaften und unsere Gesellschaften.
Behutsam wollen wir miteinander einen soziodramatischen Blick auf das Geschehene und Erlebte werfen und gemeinsam den Veränderungen nachspüren, die in uns und unserer Gesellschaft gebahnt wurden.

L i e b e und Beziehung (215104)

Fr. 16.07.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 18.07.2021 in Frankfurt Main
DozentInnen: Manfred Dietl

In der psychologischen Literatur und in psychotherapeutischen Schulen gibt es verschiedene Ansätze von Liebe, Bindung und Beziehung. Warum gelingt es so wenigen Menschen eine erfüllte Liebesbeziehung über einen längeren Zeitraum zu gestalten?
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den Liebeskonzepten von Irvin D. Yalom, Abraham Maslow und Erich Fromm. Wir finden heraus, welche Liebesform die TeilnehmerInnen für ihre Beziehungsgestaltung bewusst oder unbewusst gewählt haben.
Mit Hilfe von Protagonistenarbeiten und anderen Psychodramatechniken begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach der Form der Liebe in Ihrem Leben.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Sommerakademie Reichenau: "Werte - Normen - Lebenssinn" (219104)

Sa. 31.07.2021 (15:00 - 12:00 Uhr) - Mi. 04.08.2021 in Insel Reichenau
DozentInnen: Hans Benzinger

"Ein Mensch kann ohne ein Wertesystem, das einen möglichst vollständigen Überblick über seine innere und äußere Erfahrung gibt, nicht leben"
(Jakob L. Moreno 1941)

Werte entstehen ab den ersten Stunden unseres Lebens. Als Produkt unseres Zusammenlebens mit unseren Nächsten und unseren Vorbildern sind Werte für uns so zentral wie kaum ein anderer Aspekt. Sie dienen uns als Kompass im Leben. Mit unseren Werten bewandern und formen wir Gesellschaften und Gruppierungen, durchlaufen wir Lebenslagen und begenen wir Menschen. Werte sind handlungsleitend und werden für die Reflexion eigenen Handelns als Maßstab herangezogen.
Aufgrund bestehender Normen werden unsere Werte manchmal von anderen willkommen geheißen, aber manchmal eben auch abgelehnt, wenn unser Wertesystem in strakem Kontrast zu dem der anderen steht. In diesem Spannungsfeld als bewusster, wachsender mensch zu leben, den friedlichen Umgang mit unseren MitbürgerInnen dieser Welt zu lernen, die alle ihre unterschiedlichen Werte in sich tragen, ist eine herausfordernde soziale Aufgabe der Gegenwart. Dies gilt auf allen gesellschaftlichen Bühnen und über alle Generationen.
Das Zusammenleben in userer Unterschiedlichkeit, es zu schaffen, unsere Verschiedenheit zu begrüßen anstatt sie als Stein des Anstoßes zu nehmen - dies könnte Lebenssinn bedeuten. Erich Fromm (2015) sagte: "Das Leben des Menschen kann nicht gelebt werden, indem die Verhaltensmuster der Gattung einfach nur wiederholt werden; jeder einzelne muss es selbst leben."
Diese zugleich individuelle wie soziale Aufgabe birgt Risiken, aber auch Chancen, die wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen der Sommerakademie erforschen möchten. Wir wollen Lust machen auf die Entwicklung eigener Werte, Verständnis wecken für fremde Werte und untersuchen, inwieweit Normen kreativ neu gestaltet werden können.

Die Einladung zur Reichenau 2021 ist eine Einladung zu einer Begegnung der Menschen mit ihren Werten und Normen, sowohl den unterschiedlichen, als auch den gemeinsamen. Und sie ist eine Einladung zu der Frage, welchen Sinn wir unserem Leben geben, bzw. was und wer dem Einzelnen Sinn im Leben vermitteln kann? Welche Werte und Normen haben sich im Verlaufe des individuellen, transgenerationalen sowie globalen Lebens geändert und welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf unsere persönliche Entwicklung.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Einzel- und Gruppentherapie mit Kindern (211701)

Fr. 24.09.2021 (15:00 - 12:00 Uhr) - So. 19.12.2021 in Ulm
DozentInnen: Alfons Aichinger

Die beeindruckende Kreativität von Kindern, in einer leidvollen Situation im Symbolspiel das Lustvolle herauszuholen und sich als aktiv gestaltendes, schöpferisches Wesen zu erleben, faszinierte Moreno, als er vor dem 1. Weltkrieg als junger Mediziner auf seinen Spaziergängen in den öffentlichen Gärten Wiens Kinder beobachte und mit ihnen spielte.
Obwohl Moreno wesentliche Anregungen für die Entwicklung des Psychodramas aus dem kindlichen Spiel gewonnen und in seiner frühen Schaffensperiode mit Kindern gearbeitet hat, entwickelte er das Psychodrama als Therapieverfahren nur für Erwachsene. Da aber Kinder eine spezifische Darstellungs- und Verarbeitungsweise haben und deshalb auch eine eigene Methode benötigen, haben Aichinger und Holl das Psychodrama für Kinder abgewandelt.
Die wesentlichen Veränderungen unseres Ansatzes, den wir in über 40 Jahren erprobt und weiterentwickelt haben, sind:
1. Im Unterschied zu Erwachsenen reinszenieren und bearbeiten Kinder ihre Konfliktsituationen, ohne sich mit den in den Szenen verbundenen Gefühlen wie Ohnmacht und Trauer erneut auszusetzen. Im Symbolspiel, dem »Königsweg« der Kinder und zu den Kindern, stellen Kinder ihre innere Wirklichkeit dar, eignen sie an und gestalten sie um. Daher wird in der Weiterbildung das Verständnis für die Symbolspiele gefördert.
2. Nimmt man diese ureigene Sprache der Kinder ernst, ist auch eine andere Form der Leitung verlangt. Im Unterschied zur Erwachsenentherapie spielen in der Kindertherapie die Therapeuten mit, wobei sie sich die Rollen von den Kindern übertragen lassen und aus therapeutischen Überlegungen heraus auch andere Rollen einnehmen. Neben strukturierenden Interventionen aus der Leiterebene werden die Psychodrama-Techniken der Erwachsenentherapie abgewandelt in den Rollen, die die Therapeuten im Symbolspiel einnehmen, getätigt. Daher wird in der Weiterbildung geübt, wie über das Mitspielen der Therapeuten therapeutische Prozesse unterstützt und über störungsübergreifende und störungsspezifische Interventionen die Weiterentwicklung gefördert werden kann.
Obwohl die Gruppe der Gleichaltrigen für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist, werden die heilenden und prophylaktischen Kräfte der Gruppe in der therapeutischen Arbeit mit Kindern immer noch wenig genutzt. Da wir eine systematische Methode der Gruppentherapie mit Kindern entwickelt haben, wird die therapeutische Arbeit mit Kindergruppen neben der Einzeltherapie ein Schwerpunkt der Weiterbildung sein.
3. Um dem Kind und der Familie in ihrer Vielschichtigkeit gerechter zu werden, arbeiten wir mit dem Konzept der Teilearbeit. Moreno ging schon in den 30er Jahren von einem pluralistischen Selbstkonzept aus, wonach das Selbst eine Vielzahl unterschiedlicher und zum Teil widersprüchlicher und sich bekämpfender Anteile enthält. Unseren psychodramatischen Teilearbeit-Ansatz in der Einzeltherapie, in der Familientherapie und in der Arbeit mit Kindern in der Trennungs- und Scheidungssituation wird in der Weiterbildung vermittelt.
4. Für Moreno sind psychische Störungen in erster Linie Beziehungsstörungen und immer im Umweltkontext zu sehen. Deshalb muss die Therapie mit Kindern multi-systemisch und kontextorientiert sein. In der Weiterbildung zeigen wir die von uns entwickelte psychodramatische Familienspieltherapie und Teilearbeit mit Familien.
Seminarinhalte:
In den ersten 5 Seminaren führen wir in die Grundlagen der kinderpsychodramatischen Einzel- und Gruppentherapie ein. In den nächsten 4 Seminaren zeigen wir, wie über störungsübergreifende Interventionen die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Selbstwirksamkeit, Selbstwerterhöhung, Bindung und gelingende Beziehungen und Lust befriedigt werden können. Dann werden in vier weiteren Seminaren störungsspezifische Interventionen bei ausgewählten Störungsbildern(aggressive Störungen, Traumaentwicklungsstörungen, Angststörungen, psychische Störungen nach Trennung/Scheidung) behandelt. Zum Schluss werden in zwei Seminaren die Teilearbeit mit Familien und die Familienspieltherapie erarbeitet.

Der Kurs wird berufsbegleitend durchgeführt und umfasst 15 Wochenendseminare zu je drei Tagen.

Aufstellungsarbeit nach Moreno in Organisationen, Teams, Gruppen und Familien (213105)

Fr. 24.09.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 26.09.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Die Aufstellungsarbeit nach J.L.Moreno bietet eine wissenschaftlich fundierte Alternative mit sehr langer Tradition in der Arbeit mit Familien, Teams, Gruppen und Organisationen. Durch den Einsatz vielfältiger psychodramatischer und soziometrischer Techniken wird das kreative Potential aller am Prozess Beteiligten freigesetzt.
In der Aufstellungsarbeit geht es um das innere Bild eines Einzelnen von seiner Familie, Team, Gruppe oder Organisation. Aus der Vielfalt der psychodramatischen und soziometrischen Möglichkeiten wird jeweils die wirkungsvollste Form gewählt. Ziel ist es verborgene Ressourcen aufzuspüren und zu aktivieren, versteckte Botschaften zu spüren, Loyalitätskonflikte aufzudecken und damit zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Dabei kommen Techniken wie Doppeln, Rollentausch und Spiegeln zum Einsatz.
Verschieden Möglichkeiten zum üben und sich ausprobieren sind vorgesehen.

Mit Krafttieren zu den Wurzeln deines Seins (215105)

Fr. 01.10.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Christel Lenz

In geführter Trance öffnen wir den Raum der tiefen Imagination und rufen unsere Krafttiere. Die Tiere werden Begleiter und Experten der Reise in unsere seelischen Landschaften. Sie übermitteln uns in inneren Szenen und Botschaften die Qualitäten und Fähigkeiten mit denen sie uns unterstützen möchten. Anschließend transportieren wir die inneren Prozesse und Botschaften auf die psychodramatische Bühne. Wir fragen die Tiere, ob wir in sie hineinschlüpfen dürfen, um in ihrer Ganzheit die Wurzeln unseres Seins zu spüren. Im Rollentausch erleben wir ihre unterstützenden Botschaften. Die leibhaftige Erfahrung des szenischen Spiels vertieft die innere Reise mit unseren Tier-Begleitern.
Grundlage des Seminars ist „The Personal Totempole Process PTPP“ nach Dr. Eligio Stephen Gallegos. PTPP verbindet das schamanische Wissen der Urvölker mit dem jungianischen und post-jungianischen Verständnis von inneren Bildern und aktiver Imagination.

Vorerfahrungen mit Psychodrama werden nicht vorausgesetzt.

HASS-MACHT-HÄSSLICH! LIEBE-MACHT-BLIND? (218101)

Fr. 01.10.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 03.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Dieses Seminar richtet sich an all jene, welche sich im psychodramatischen Erleben folgenden Fragen stellen wollen...

-Woher kommt Hass, auch im Internet („Cyberbullying“)?
-Wie sieht die seelische Landschaft der TäterInnen aus?
-Was hängen diese Phänomene mit Entfremdung, Sexualität, Identität und Gruppendynamik zusammen?
-Wie können wir uns und gegen Soziale Kälte, Ausgrenzung und Diskriminierung wehren?

Eigene Fragestellungen sind willkommen!

Störungsspezifische Psychodramatherapie 6 - Angst und Zwangsstörungen (213144)

Fr. 08.10.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Bad Krozingen
DozentInnen: Reinhard Krüger

Die LeiterInnen vermitteln in dem Seminar die mentalisationsorientierte metakognitive Psychodramatherapie von Angst- und Zwangsstörungen. Es gibt begründete Ängste, neurotische Ängste und Angststörungen bei strukturellen Störungen, z. B. bei Traumafolgestörungen. Bei Panikattacken und Zwangsstörungen arbeitet der/die TherapeutIn mithilfe der Stühlearbeit zunächst an den jeweils spezifischen dysfunktionalen metakognitiven Ich-Zuständen (ego-states). Die LeiterInnen demonstrieren diese Arbeit im Einzelsetting.
Die TeilnehmerInnen üben in dem Seminar dann diese direkt metakognitive Arbeit an den dysfunktionalen Ich-Zuständen in Zweiergruppen. Sie erfahren dabei als TherapeutInnen und als PatientInnen den Unterschied zwischen kognitiv und metakognitiv orientierter Arbeit. Darüber hinaus üben sie die Technik der projektiven Personalisierung bei Zwangsgedanken.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Spielen – lachen – begegnen - Spielpraxis und Theorie des Spiels im Psychodrama (214102)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Dorothea Ensel

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
Friedrich Schiller

Herzlich Willkommen in der Welt, wo der Mensch ganz Mensch ist.
Herzlich Willkommen im Psychodrama! Wir spielen mit großer Lust und Freude. Was passiert aber, wenn wir spielen? Warum macht spielen so viel Spaß? Und warum ist spielen so gesund und hält uns jung?
Philosophisch, neurobiologisch, entwicklungspsychologisch, psychodramatisch und vor allem spielerisch wollen wir uns diesen Theorien annähern und werden den Raum, den Zauber, den spielen eröffnet besser verstehen. Unsere eigenen Spielerfahrungen in Kindheit, Jugend und als Erwachsene werden wir reaktivieren und erkunden: Regelspiele, Rollenspiele, Brettspiele, geheime und freie Spiele, Spiele, die noch keiner kennt. Wir werden Bekanntes erleben und Neues entdecken, damit wir uns auch in Zukunft immer wieder Spiel-Räume erschaffen.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Morenos Rollentheorie und der kreative Zirkel (214103)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Christoph Hutter

Im Mittelpunkt des Psychodramas steht der Blick auf unterschiedlichste Szenen im Prozess der Gruppe und auf der Bühne. Was aber sehen wir als PsychodramatikerInnen genau, wenn wir mit diesen Szenen arbeiten? Was springt uns sofort ins Auge? Was übersehen wir besonders leicht?

Moreno stellt in seiner therapeutischen Philosophie wichtige Theorien zur Verfügung, die das Fundament psychodramatischer Arbeit bilden.

Die drei großen Strukturtheorien der Soziometrie, der Rollentheorie und des „kreativen Zirkels“ geben den Blick frei auf die bestimmenden Grundmuster einer Situation. Im Seminar werden wir zwei dieser Theorien – die Rollentheorie und den kreativen Zirkel – in ihrer Bedeutung und mit ihrem praktischen Nutzen verstehen.

Wir erspielen uns in der gemeinsamen Arbeit wichtige Texte von Moreno und bringen sie in Verbindung mit Erfahrungen der TeilnehmerInnen. Daraus entsteht ein systematischer Überblick über die therapeutische Philosophie Morenos und eine Theorie des Psychodramas.

Teilnahmevoraussetzungen: Erfahrung mit Psychodrama

Psychodramatischer Lebenszug (215106)

Fr. 08.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 10.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

Wer oder was sind meine Lebensbegleiter, Mitreisende als Beschützer, Förderer, Vorbilder aus Familie, Verwandtschaft, Freundeskreis oder Schule bei Aufbrüchen, Trennungen, Abschieden, Zäsuren, bei
Brüchen, Heilungen und Neubeginn in meinem Lebenszug?
Nach welchen Fahrplänen reise ich durch mein Leben?
Reise-, Bahnstationen, Sichere Orte, Bedrohungen, mein Heimatbahnhof? Was wurde mir mit- und weitergegeben?
Was habe ich in meinem Reisegepäck? Was gebe ich weiter? Lebenspläne, - wünsche, Sehnsüchte ... wohin geht die Reise?
Wir werden Reiseberichte nachempfinden sowie Lebenspläne und Lebenswege psychodramatisch inszenieren.
Selbsterfahrung und verschiedene psychodramatische Methoden der Bilanzierung stehen im Fokus.

Axiodrama - Impulse zur Arbeit mit Sinn und Werten (214104)

Fr. 15.10.2021 (14:30 - 14:30 Uhr) - So. 17.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

Die Arbeit mit Werte- und Sinnfragen ist essenzieller Bestandteil im Wirken Morenos.
An diesem Wochenende erfahren die TeilnehmerInnen durch Erleben und Ausprobieren, wie das Axiodrama als fundamentaler Aspekt des Verfahrens Psychodrama und Soziometrie in Formaten wie Organisationsentwicklung, Therapie, Coaching sowohl in der Arbeit mit Gruppen, als auch im Einzelsetting eingesetzt werden kann.
Neben den Theorien J.L. Morenos werden auch die philosophischen Grundlagen V. Frankls das Wochenende begleiten.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Matrix Sucht - Familie im Griff (211602)

Do. 21.10.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - Sa. 23.10.2021 in Konstanz
DozentInnen: Klaus-Ernst Harter

Sucht ist eine Beziehungserkrankung. Mit beginnender Abstinenz des Suchtkranken zeigt sich, was an Beziehungsdynamik hinter dem Suchtmittelkonsum zum Vorschein kommt. Diese Dynamik verläuft oft nach immer wiederkehrenden Mustern. Psychodrama als Behandlung von Beziehungen eignet sich hervorragend zur Behandlung Suchtkranker und ihren Beziehungsstrukturen. Stichwörter dabei sind: Ambivalenz, Lebensqualität, Schuld und Moral, Rückfall, Konfliktfähigkeit u. a.
Nach einer Einführung in das psychodramatische Verständnis von Suchterkrankung werden wir mit konkreten Beispielen die Dynamik in Suchtfamilien aufzeigen. In den Interventionen lernen wir das Menschenbild, das dem Psychodrama zu Grunde liegt, kennen und die Methoden des Pschodramas kommen zur Anwendung.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Der Zauberladen (215107)

Fr. 22.10.2021 (14:30 - 14:00 Uhr) - So. 24.10.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Peter Wertz-Schönhagen

J.L. Moreno führte den Zauberladen 1943 als therapeutische Technik ein. Kunden, die den Zauberladen besuchen, werden eingeladen sich immaterielle Wünsche in Tauschverhandlungen gegen einen immateriellen Preis, den er selbst bestimmt, zu erfüllen. Dabei können Fähigkeiten erworben werden, von denen sie/er sich wünscht mehr davon zu haben. Im Tausch gibt man dafür Fähigkeiten von denen sie/er genug hat.
Durch spielerisches Verhandeln, besteht die Gelegenheit sich mit eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen und deren Wert zu spüren. Die Kundin/der Kunde kommt in Kontakt mit ihren/seinen Zielen und Werten und lernen den Preis dafür kennen, der mit dem Treffen einer Wahl verbunden ist.

An diesem Wochenende lernen Sie Ziel und Strategie des Zauberladens in verschiedenen Settings kennen. Sie lernen den Einsatz von Symbolen und Metaphern kennen und können sich in der Rolle des/der Zauberladenbesitzers üben.
In der Arbeit mit Anteilen, zur Exploration und in der Teamentwicklung kann diese Methode mit Freude und Humor eingesetzt werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Was Sie schon immer über Sucht wissen wollten - aber nicht zu fragen wagten (211603)

Do. 11.11.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - Sa. 13.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Hedi Wunderlich

Dieses Seminar wendet sich an Menschen, die nicht im Suchtbereich tätig sind, sich aber dennoch immer wieder mit Fragen der Sucht konfrontiert sehen. Wie erkenne ich Sucht? Wie spreche ich eine mögliche Suchtproblematik an, ohne einem Menschen zu nahe zu treten?
Um diese Fragen zu klären soll in diesem Seminar ein grundlegendes Basiswissen die Sucht betreffend vermittelt werden, so dass spezifische Suchtdynamiken im Alltag besser erkannt werden können. Denn Sucht hat, wie keine andere Erkrankung, einschneidende Auswirkungen auf die soziale Beziehungsgestaltung. Das psychodramatische Suchtverständnis kann helfen, Bewegung in blockierte Situationen zu bringen und ermöglicht kreative Rollengestaltung und Räume der Selbstexploration. Grenzen und Möglichkeiten von Hilfe werden ausgelotet.

Rock the Stage!!! Psychodrama begegnet Theatertherapie (215108)

Fr. 12.11.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 14.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Michael Döller

An diesem Wochenende treten Psychodrama und Theatertherapie in einen szenischen Dialog. Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Therapieformen werden spielerisch erarbeitet und kreativ reflektiert. Im Miteinander und Wechselspiel der Methoden erweitern wir unser Verständnis von unserem Umgang mit Spielformen, Inszenierungen, Rollen und dem Geschehen auf der Bühne. Für praktische wie auch ethische Fragen zu so grundlegenden Phänomenen wie Spiel und Spontaneität, Experimentieren und Improvisieren, Individuum vis-a-vis Gruppe soll auch Raum geschaffen werden. Alles in allem geht es an diesen Tagen darum, Spielformen zu erkunden, Inspirationen zu sammeln und Freude am gemeinsamen Erleben zu schaffen.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Wieder Freude am Leben finden (213106)

Sa. 13.11.2021 (09:00 - 13:00 Uhr) - So. 14.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Sabine Kern

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im europäischen Raum. Dies spiegelt sich in vielen psychotherapeutischen Praxen wider. Das Erscheinungsbild und die Dynamik dieser Störung können je nach Schweregrad und Persönlichkeitsstruktur der KlientInnen unterschiedlich ausgeprägt sein. Um effektive Verbesserungen zu erzielen, müssen bei der Wahl von psychodramatischen Interventionen diese Unterschiede und Besonderheiten berücksichtigt werden. Dazu bedarf es geeigneter Interpretationsfolien und gezielter Maßnahmen.
Wir werden uns deshalb in diesem Seminar mit psychodramatischen Modellen zur Entstehung von Depressionen auseinandersetzen. Das Hauptaugenmerk wird auf psychodramatischen Arrangements und Interventionen liegen, die sich in der Behandlung mit diesem Störungsbild bewährt haben. Hierbei wird sowohl auf die Arbeit im Einzelsetting als auch in der Gruppe eingegangen. Es werden Übungen demonstriert und Raum zur Selbsterfahrung sowie zum Üben gegeben.

Den Körper ins Spiel bringen – Körperorientierte Zugänge im Psychodrama (213107)

Fr. 19.11.2021 (15:00 - 15:00 Uhr) - So. 21.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Ariella Pavoni

In diesem Kurs werden wir verschiedene Zugänge in der Beratung auf der Basis aktueller Körperkonzepte psychodramatisch erproben. Der Körper übernimmt im Psychodrama ganz verschiedene Rollen:
Er ist Bühne für Gefühle, Gefäß, Resonanz, Gedächtnis, Ausdruck von Bedürfnis und Mittel zum Kontakt. Der Körper gestaltet Bewegung und Präsenz in den verschiedenen Dimensionen des Raumes. Wir werden uns im Rollenatom diese Facetten genauer anschauen und sie im Hinblick auf die eigene Arbeit reflektieren. Die Psychodrama-Bühne lädt dazu ein, unsere Körperräume zu erleben und systemische Zusammenhänge im Körper spielend zu verstehen. Dabei werden Themen auftauchen, an denen wir beispielhaft sehen können, wie Ideen für Lösungen und mögliche Interventionen über das Embodiment bewegt werden.

Störungsspezifische Psychodramatherapie 2 - Traumafolgestörungen (213145)

Fr. 19.11.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 21.11.2021 in Großburgwedel
DozentInnen: Reinhard Krüger

Traumatherapie muss 1. angemessen umgehen mit dem Dissoziieren und den Flashbacks der PatientInnen, 2. abgespaltene Selbstanteile integrieren und 3. das unbewusste natürliche Selbstheilungssystem aktivieren. Grundlage der psychodramatischen Traumaverarbeitung ist das Auflösen des Dissoziierens durch gezielten Wechsel zwischen den Arbeitsräumen: 1. dem Regie- und Informationsraum, 2. dem Beobachtungs- und Erzählraum, 3. dem Handlungsraum zwischen Täter und Opfer und 4. dem sicheren Ort.
Die TeilnehmerInnen lernen in dem Seminar die Abfolge der wichtigsten Schritte in der psychodramatischen Traumatherapie kennen. Sie üben die Diagnostik und Kriseninterventionen bei einem Flashback, die Anwendung von Selbststabilisierungstechniken und das Schreiben eines Bewältigungsmärchens.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Bis zum Mond und wieder zurück- eine Entdeckungsreise durch die Schätze des Psyc (210402)

Fr. 26.11.2021 (16:00 - 17:00 Uhr) - Sa. 27.11.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Friedlinde Müller-Roesner

In diesem Seminar dürfen Sie die Psychodrama-Bühne in verschiedenen Rollen erkunden und das Verfahren des Psychodramas kennenlernen und sich darin erproben. Wir werden uns mit dem Psychodrama ganz praktisch befassen und gemeinsam eine psychodramatische Reise unternehmen. Auf dieser Reise können wir unterschiedliche Instrumente, Arrangements und Handlungstechniken des Psychodramas entdecken. Eine Reise zum Mond nicht ausgeschlossen!
Die Einsatzmöglichkeiten des Psychodramas sind beinahe unbegrenzt, deshalb kann jede Berufsgruppe an diesem Seminar teilnehmen.

Vorerfahrungen im Psychodrama sind nicht erforderlich, es reicht neugierig auf Neues zu sein.

Dieses Seminar ist nicht auf die Weiterbildung Psychodrama Grundstufe/-Leitung anrechenbar.

Sei direkt! (210604)

Di. 30.11.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Sei direkt!
Kennen Sie Situationen, in denen Sie Konfrontation für das beste Mittel der Wahl halten, jedoch zögern?
Häufig wird direkte Kommunikation in Begegnungen, Situationen oder Gesprächen vermieden.
Wir befürchten Mißverständnisse, Kränkungen und Beziehungsabbrüche.

Pseudokommunikation, Scheinfriede, Verunsicherungen und unsichtbare Mauern können dann die Folge sein.

Mit Hilfe psychodramatischen Probehandelns experimentieren wir in geschütztem Rahmen mit unterschiedliche Arten direkter Kommunikation.
So schaffen wir Klarheit, erleichtern unser Herz und ergänzen unseren Werkzeugkoffer.

Eigene Fälle sind willkommen!

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Kreative Elternarbeit (210605)

Mi. 01.12.2021 10:00 - 18:00 Uhr in Stuttgart
DozentInnen: Judith Maschke

Unterschiedliche psychodramatische Methoden und viele praktische Anregungen für eine erfolgreiche Elternarbeit (einzelne Elternteile, Elternpaare, Elterngruppen) werden vorgestellt, ausprobiert und eingeübt.

Auch schwer zugängliche Eltern(-teile) werden z.B. durch den kreativen Einsatz intermediärer Objekte oder durch die szenische Bearbeitung der anstehenden Themen erreicht. Bei kulturellen oder sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten können methodisch neue Brücken gebaut werden.
Von der Auftragsklärung bis zur Auswertung ist die aufdeckende und eindrücklich gemeinsame Prozessgestaltung durch das Psychodrama Erlebnis und Bereicherung für alle Beteiligten.

Eigene Fragen und Fallbeispiele sind willkommen.

Vorerfahrung mit Psychodrama wird nicht vorausgesetzt.

Wie die Katze um den heißen Brei (213108)

Fr. 03.12.2021 (15:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.12.2021 in München
DozentInnen: Stefan Woinoff

Peinlich, schambesetzt, zu heiß oder unangenehm: Tabu-Themen werden vermieden, verdrängt oder lächerlich gemacht. Was ein Tabu-Thema ist, variiert von Mensch zu Mensch und von Gesellschaft zu Gesellschaft. Insbesondere der Umgang mit Tod, Gott, Sexualität gehören dazu. Gefühle von Scheu, Angst, Panik, Ekel, Ehrfurcht, Schuld und Scham können Wegweiser für Tabu-Themen sein, bei PatientInnen und KlientInnen, aber auch bei uns selbst. Es ist schwer, zu diesen Themen einfühlsame Fragen zu stellen und sie psychodramatisch zu bearbeiten. Wir dürfen uns aber diesen Themen nicht entziehen, sonst verbleiben wir im beredeten Schweigen und verstärken nur noch das Tabu.
Wir wollen gesellschaftliche und eigene Tabuthemen auf die Bühne bringen, um so einen psychodramatischen Umgang mit den Tabus zu entwickeln, die uns in unserer Arbeit begenen.

Fortbildungspunkte der Ärztekammer Bayern werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Störungsspezifische Psychodramatherapie 7 - Narzisstische Persönlichkeitsstörung (213146)

Fr. 03.12.2021 (14:00 - 13:00 Uhr) - So. 05.12.2021 in Neu-Anspach
DozentInnen: Martina McClymont-Nielitz

Ein unersättliches Bedürfnis nach Anerkennung bei gleichzeitiger Angst vor tieferer Bindung und Liebe, ein empfindlich gestörtes Selbst(wert)gefühl und übertriebene Selbstbezogenheit kennzeichnen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Wir nähern uns dem zeitgeist-typischen Krankheitsbild psychodramtisch und erkunden vom Mythos des selbstverliebten des Narziss über die persönlichen entwicklungsgeschichtlichen Ursachen die Entstehung, Diagnostik und störungsspezifischen Behandlung. Die theoretischen Grundlagen können durch Übungen und eigene Fälle lebendig und verständlich gemacht werden.
Ein Seminar für alle, die mit Menschen mit solchen Akzenten zu tun haben, sei es im therapeutischen, pädagogischen oder privaten Bereich. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.

Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Hessen werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Was leitet mich beim Leiten (214205)

Fr. 03.12.2021 (14:00 - 13:30 Uhr) - So. 05.12.2021 in Lörrach
DozentInnen: Hans Benzinger

Im Psychodrama können wir auf ein reiches Repertoire von Techniken und Arrangements zurückgreifen und es stehen uns differenzierte theoretische Ansätze zur Verfügung. Aber was sind unsere Beweggründe, dass wir mit einer Inszenierung beginnen, bestimmt Techniken anwenden, protagonistenzentriert oder mehr gruppenorientiert arbeiten?
Ziel des Seminars ist es, zu untersuchen, was uns beim Leiten leitet. Sind es unsere theoretischen Hypothesen, Signale des Protagonisten oder der Gruppe, eigene biographische Erfahrungen, LehrerInnen und Vorbilder, oder ganz andere Beweggründe?
Um unser psychodramatisches Handeln besser verstehen zu können und in unserer Leitungskompetenz insgesamt sicherer zu werden, arbeiten wir mit praktischen Übungen, Selbsterfahrung und Ausführungen zur Theorie.

Fortbildungspunkte der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden beantragt und können gegen eine Gebühr von 20,00 Euro vergeben werden.

In Kooperation mit dem Moreno Institut Edenkoben/Überlingen

Arbeit mit Symbolen im therapeutischen Sandspiel und im Psychodrama (213109)

Fr. 17.12.2021 (14:30 - 13:00 Uhr) - So. 19.12.2021 in Stuttgart
DozentInnen: Günter Still

Die Arbeit mit Symbolen ist fester und geschätzter Bestandteil in Beratung und Therapie. Besonders in der Arbeit mit Einzelnen wird der Sandkasten oder die "Tischbühne" (Krüger) häufig zur Methode der Wahl. Die Arbeit mit Symbolen eröffnet den Zugang zu Themen und Problemen, die noch nicht bewusstseinsfähig sind. Bewusste Problemkonstellationen gewinnen in der symbolischen Darstellung neue Dimensionen. Denn ein Symbol setzt die emotionale und soziale Situation des Einzelnen in Beziehung zu einem umfassenderen Ganzen und eröffnet nicht gekannte Spielräume. Der alleinige Geltungsanspruch der Alltagswirklichkeit wird zurückgedrängt, indem diese durch das Spiel mit den Symbolen als Bruchstück des Lebens erkennbar gemacht wird.

Die Teilnehmenden erhalten methodische Anregungen für die und praktische Erprobung der Arbeit mit Symbolen in Beratung und Supervision.

Zielgruppe: Alle die mit Symbolen arbeiten und oder daran interessiert sind.

Fortbildungspunkte der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden auf Wunsch beantragt. (Bearbeitungsgebühr 20.00 Euro).